Unabhängigkeit von fossilen Ressourcen ist der Schlüssel zu Ernährungssouveränität/ Bioland-Pressemitteilung vom 31. März 2026/ Ausschnitt – Alois Rainer ist gefordert
Ackerbohnen, Erbsen und Klee statt Erdgas
Statt auf Kunstdünger, der mit sehr hohen Mengen importierter fossiler Energie hergestellt wird, setzen nachhaltige Landwirtschaftssysteme wie der Ökolandbau auf Leguminosen wie Ackerbohnen, Erbsen und Klee. Diese binden mithilfe von Knöllchenbakterien Stickstoff direkt aus der Luft und stellen ihn dem Boden als natürlichen Dünger zur Verfügung. Ein mehrjähriger Kleegras-Anbau kann dadurch auch für stark zehrende Nachfrüchte ausreichend Stickstoff pro Hektar bereitstellen – und das ganz ohne fossilen Energieeinsatz. Damit sinkt der Gesamtbedarf an fossiler Energie auf Bio-Betrieben deutlich. Diese Fakten sollte die Politik anerkennen und jetzt mit gezielten Maßnahmen dafür sorgen, dass die Landwirtschaft nicht nur nachhaltiger sondern auch resilienter wird.
„Wir erwarten von der Bundesregierung entschlossenes, strategisches Handeln und dass sie die aktuelle Krise als Weckruf nutzt“, unterstreicht Bioland-Politikleiterin Carolin Pagel. „Bundesminister Rainer sollte die Ärmel hochkrempeln und die deutsche Bio-Strategie auf solide Füße stellen, anstatt sie nach 25 Jahren abzuwickeln. Rainer muss sich dafür einsetzen, dass bei den Fördermitteln der EU-Agrarpolitik nachhaltige landwirtschaftliche Systeme wie der Ökolandbau angemessen berücksichtigt werden – besonders vor dem Hintergrund, welche wichtige Rolle sie für unsere Ernährungssouveränität spielen. Auch in der Wiederherstellungsverordnung und dem neuen Düngerecht sollte der Ökolandbau entsprechend berücksichtigt werden. Nachhaltigkeit und Ernährungssicherung sind kein Entweder-Oder, sie bedingen sich gegenseitig.“
Quelle: presse@bioland.de, www.bioland.de/presse