Bio-Siegel

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Die Seite befindet sich im Aufbau… hier wollen wir Euch unter anderem die Unterschiede und die Bedeutung der einzelnen Bio-Siegel zeigen.

Berichte über uns

Assoziative Zusammenarbeit heute – 20 Jahre Bio-Verbraucher e.V.

Bericht von Wolfgang Ritter, erschienen in Demeter Rundbrief Bayern/ Ausgabe Winter 2024

Rudolf Steiner ist nicht nur der Vater der biologischen Landwirtschaft (2024 = 100 Jahre biologisch-dynamische Landwirtschaft), sondern auch der Ideengeber für eine assoziative Zusammenarbeit. In Die Kernpunkte der sozialen Frage (GA 23) 1919 und im Nationalökonomischen Kurs (GA 340) sowie in vielen Vorträgen, empfiehlt er eine Zusammenarbeit aller am Wirtschaftsprozess Beteiligten. Einige Gedanken aus der genannten Literatur mögen helfen zu verstehen, was Rudolf Steiner vorschwebte.

Jeder Partner im Handelsprozess sieht einen Vorteil: dem Käufer erscheint die Ware begehrenswerter als das Geld, das er besitzt oder sich für den Kauf leiht oder geliehen hat, der Verkäufer begehrt das Geld mehr als die Ware, die er anbietet, weil er damit das Erzeugte oder selbst Erworbene bezahlen und neue Produkte herstellen oder einkaufen kann. Der einzelne Handelspartner wird sich aber niemals ein richtiges Urteil über den gesamten Wirtschaftsprozess bilden können, denn er verfolgt ja nur eigene Interessen. Die können aber zu Störungen im volkswirtschaftlichen Prozess führen, z.B. Warenüberangebot, Warenknappheit, überhöhte oder zu niedrige Preise oder kein Zugang zu Krediten für sinnvolle Projekte. Durch Fachleute in den zu bildenden wirtschaftlichen Assoziationen kann das Einzelurteil korrigiert werden, sie können zu einem ausgewogenen Urteil der richtigen Warenzirkulation kommen und Empfehlungen aussprechen. Außerdem: „Die (Assoziation) vermittelt ihm (dem Unternehmer) die vernünftigste Art und Weise, wie er leihen kann, und vermittelt ihm die vernünftigste Art, wie er schenken kann“ (GA 340, 12. Vortrag). (Der kulturelle und der politisch-rechtlicher Bereich in der Volkswirtschaft sind auf Schenkungen aus der Wirtschaft angewiesen, denn sie erwirtschaften beide nur selten die entstehenden Kosten.) Zum „richtigen“ Preis sagt Rudolf Steiner: „Dieser muss so sein, dass jeder Arbeitende für ein Erzeugnis so viel an Gegenwert erhält, als zur Befriedigung sämtlicher Bedürfnisse bei ihm und den zu ihm gehörenden Personen nötig ist, bis er ein Erzeugnis der gleichen Arbeit wieder hervorgebracht hat. Ein solches Preisverhältnis kann nicht durch amtliche Feststellung erfolgen, sondern es muss sich als Resultat ergeben aus dem lebendigen Zusammenwirken der im sozialen Organismus tätigen Assoziationen“ (GA 23, Fußnote in Kapitel 3).

Von der Idee zur Wirklichkeit

Als Betriebswirt und Handelslehrer hatte ich mich schon seit vielen Jahren mit der Idee der Dreigliederung des sozialen Organismus beschäftigt und Vorträge und Seminare dazu gehalten. 1997 bildete ich zusammen mit Freunden und Interessierten die Initiative Dreigliederung Nürnberg. Wir studierten die Schriften und Vorträge Rudolf Steiners zu diesem Thema und trafen uns mit anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen, um uns über unsere Vorstellungen von einer neuen Wirtschaftsordnung auszutauschen und eventuell zu einer Zusammenarbeit zu kommen. Bei unseren Gesprächen wurde immer wieder mal die Frage nach der Verwirklichung seiner Ideen gestellt. Als ich 1999 durch Pensionierung frei wurde von der beruflichen Tätigkeit, begann ich eine mehrjährige weltweite Reisetätigkeit, um nach Dreigliederungs-Initiativen zu forschen. Ich berichtete darüber in Artikeln für Das Goetheanum, in Dia-Vorträgen und natürlich in unserer Initiative. Später fasste ich alle Erfahrungen in meinem ersten Buch zusammen, Initiativen, die die Welt verändern, Borchen 2013.  Schließlich stellte sich auch die Frage, wo eigentlich die Verbraucher-Organisationen seien, wenn man mit einer assoziativen Zusammenarbeit beginnen wollte?

Nach sieben Jahren Arbeit in der Initiative Dreigliederung Nürnberg wusste ich im November 2004, was zu tun war. Mit einigen Mitgliedern der Initiative und anderen Freunden gründeten wir den Bio-Verbraucher e.V. Wir wollten Verbraucher zu Bio beraten und ihnen eine Stimme geben, wenn es um politische Entscheidungen geht, die uns direkt betreffen.  Ganz wichtig war und ist uns aber auch ein Gesprächspartner für Organisationen der Bio-Erzeuger und  Bio-Händler  zu sein, wenn assoziative Gespräche im Bio-Bereich geführt werden. In Tagungen der Anthroposophischen Gesellschaft zum Thema Dreigliederung des sozialen Organismus oder bei Tagungen, die der Demeter e.V. veranstaltete, stellte sich bald heraus: Produktionsmengen und Preise können derzeit nicht Gegenstand assoziativer Gespräche sein – das deutsche Kartellgesetz verbietet das. Wie können wir nun trotzdem an der Verwirklichung der Brüderlichkeit im Wirtschaftsleben, an der Vorbereitung einer assoziativen Zusammenarbeit im Sinne Steiners arbeiten? Diese Frage hat schon viele Persönlichkeiten in der Anthroposophischen Gesellschaft und Bewegung veranlasst, wenigstens einige Elemente der Brüderlichkeit im Wirtschaftsleben  in Initiativen oder Firmen zu verwirklichen (siehe dazu mein Buch Wirtschaft der Liebe – Elemente einer künftigen Wirtschaftsordnung, Borchen 2016, Kapitel 5-7).

 Assoziative Zusammenarbeit im Bio-Verbraucher e.V.

Im Bio-Verbraucher e.V. bringen wir alle am Bio-Wirtschaftsprozess Beteiligten zusammen: Bio-Erzeuger, Bio-Händler, Bio-Dienstleister, Bio-Verbraucher und alle sonstigen am Bio-Wirtschaftsprozess Interessierten. Das erfüllt Rudolf Steiners Forderung nach Aufhebung der Interessengegensätze. Verbraucher interessieren sich für die Lebens- und Arbeitsbedingungen ihrer Anbieter und diese für ihre Kunden. Wir Verbraucher lernen dadurch zum Beispiel die Arbeit unserer Bio-Anbieter zu schätzen, wir sind bereit ihnen den „gerechten Preis“ zu zahlen, damit sie uns auch in Zukunft mit ihren wertvollen Produkten versorgen können. Diese Bereitschaft erfüllt auch ein Stück weit die Forderung nach brüderlichem Verhalten im Wirtschaftsleben, denn sie arbeitet dem ruinösen Wettbewerb entgegen, der unser marktwirtschaftliches Wirtschaftssystem kennzeichnet.

Wie erfahren wir etwas von unseren Firmenmitgliedern? Es geschieht durch Eintrag der Firmen, ihrer Angebote und Vertriebswege auf unseren Internetseiten, www.netz.bio/ Bio-Adressen, durch Firmenberichte und Terminankündigungen von Firmen-Events in unserem Info-Brief, durch Firmenbesuche (Bio-Ausflüge) mit interessierten Verbrauchern und Kontakte auf der Bio-Leitmesse BioFach in Nürnberg. Auch bei unseren Mitgliederversammlungen stellen sich immer einige Bio-Firmen vor, lassen etwas verkosten, Caterer versorgen uns mit Bio-Essen, Brauereien und Winzer mit Getränken, manche Firmen senden uns etwas für unsere „Bio-Ausschüttung“ (jeder Teilnehmer erhält eine große Tüte mit Bio-Produkten). Manche Firmen haben auch schon Vorträge gehalten, viele Landwirte haben ihren Hof schon bei der jährlich stattfindenden Demeter-Herbsttagung im Rudolf Steiner Haus Nürnberg vorgestellt. Durch dieses gegenseitige Interesse von Käufern und Verkäufern wird die Anonymität des Marktes ein Stück weit überwunden.

Regionale und bundesweite assoziative Zusammenarbeit

In der Bio-Metropole Nürnberg pflegen wir seit 20 Jahren eine regelmäßige assoziative Zusammenarbeit, denn es treffen sich wirklich alle am Bio-Wirtschaftsprozess Beteiligten: Erzeuger, Händler, Dienstleister, Verbraucher. Man kann auch von einer tri-sektoralen Zusammenarbeit sprechen, weil Firmen, zivilgesellschaftliche Organisationen und die Politik (städtisches Umwelt- und Gesundheitsamt) beteiligt sind. Ständig besprechen wir, wie wir gemeinsam die Bio-Idee voran bringen oder ein Verständnis für bestimmte Erzeugnisse wecken können. So sind schon Dutzende Projekte erarbeitet und durchgeführt worden. Beispielhaft nenne ich drei:

  • Bio-Brotboxaktion: Ein Projekt, das schon seit mehr als 15 Jahren jährlich wiederholt wird, ist die Bio-Brot-Boxaktion. Mehr als 10.000 Erstklässler im Großraum Nürnberg erhalten nach der Einschulung eine mit Bio-Produkten gefüllte Box, die sie während einer Unterrichtseinheit gemeinsam mit ihren Lehrern erkunden und leeren.
  • Schüler erkunden Bio-Betriebe: Unter den Firmenmitgliedern des Bio-Verbraucher e.V. in der Metropolregion Nürnberg haben wir solche mit Erreichbarkeit durch öffentliche Verkehrsmittel ausgesucht und gefragt, ob sie offen sind für Schulklassenbesuche. Ein Flyer, der die Besuchsmöglichkeiten von neun Landwirten, Gärtnern, Lebensmittelgroßhändlern darstellt, wurde an alle Lehrer der allgemeinbildenden Schulen im Großraum Nürnberg verteilt.
  • Solidarische Landwirtschaft (SoLaWi): Vor einigen Jahren hatte die Bio-Metropole Nürnberg eine Persönlichkeit aus dem Raum München eingeladen, um SoLaWi in Nürnberg vorzustellen. (Bei solchen Projekten verbinden sich Verbraucher direkt mit einem oder mehreren Bio-Erzeugern.) Das Interesse war riesig. Unter den Mitgliedern im Bio-Verbraucher e.V. suchten wir nach möglichen Teilnehmern. Die erste SoLaWi-Gruppe unterstützten wir noch bei der Ausarbeitung der Jahresverträge, die zwischen Landwirten und Verbrauchern geschlossen werden. Inzwischen gibt es mehrere Höfe und mehrere Gruppen.

Die Bio-Metropole Nürnberg ist Teil eines großen Netzwerkes von Bio-Städten und Bio-Regionen in Deutschland und Europa, in dem ständig Projekt vorgestellt und Erfahrungen ausgetauscht werden.

Mehr Info und Kontakt: www.biometropole.de

In assoziativen Gesprächen können wir nicht, wie oben begründet, über Produktionsmengen und Verkaufspreise sprechen; sie ergeben sich nach wie vor durch das Marktgeschehen, d.h. durch die Angebote im Handel und die Nachfrage der Verbraucher. Möglich sind Gespräche zur Qualität von Produkten. Auf eigene Initiative haben wir Verbraucher auch schon einmal mit Milcherzeugern, einer Molkerei, Demeter-Beratern und Wissenschaftlern zusammen beraten, wie die Joghurt-Qualität verbessert werden könnte. Drei kleinere Demeter-Verbraucher-Organisationen (sie existieren nicht mehr) und der Bio-Verbraucher e.V. hatten eine wissenschaftliche Analyse gleichartiger Joghurtprodukte verschiedener Molkereien angeregt und auch teilweise finanziert, die anwesenden Wissenschaftler hatten die Ursachen für die Qualitätsunterschiede herausgefunden und die Demeter-Berater unterbreiteten ihren Milchbauern anschließend Vorschläge, die zu einer verbesserten Milchqualität führen sollten.

Auf Bundesebene wurde der Bio-Verbraucher e.V., zweimal zu assoziativen Gesprächen über die Apfelqualität eingeladen. Die deutschen Obsterzeuger und Vertreter von Groß- und Einzelhandel wollten wissen, wie wir Bio-Verbraucher zum Aussehen der Äpfel stehen. Wir erfuhren, dass auch die Bio-Erzeuger durch vermehrte Anwendungen von zugelassenen Bio-Spritzmitteln den perfekten Apfel anbieten könnten – dann allerdings zu erhöhten Preisen, weil ja mehr Aufwand zu betreiben ist. Nach einer Umfrage unter unseren Mitgliedern konnten wir das Ergebnis präsentieren. Der perfekte Apfel ist unter Bio-Verbrauchern unbeliebt, unbedeutende Schorfstellen werden in Kauf genommen, wenn der Apfel gut schmeckt.

Der Bio-Verbraucher e.V. gibt einen vierteljährlich erscheinenden Info-Brief heraus, der auch auf www.netz.bio  unter Nachrichten aus der Wirtschaft erscheint. In der Rubrik Qualitäts- und Preisrecherchen werden ständig gleichartige Produkte verschiedener Hersteller unter die Lupe genommen. Dadurch erhalten Verbraucher eine Orientierung und Erzeuger ein Feedback. Ein Ergebnis langjähriger Beobachtung: Der Preis sagt nichts über die Qualität aus; schon oft zeigten teure Produkte gravierende Qualitätsmängel – auch bei Bio-Produkten. Und oft gibt es „sehr gute“ Produkte für wenig Geld.

Ständig pflegen wir eine Zusammenarbeit mit den wichtigsten Anbau-Verbänden (Demeter, Bioland, Naturland, Biokreis), dem Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), vielen anderen Organisationen, Wissenschaftlern und Publizisten, denen Bio ein Anliegen ist. Zu unseren Partnern gehört auch der Schweizerische Konsumenten Verband, der Elemente der assoziativen Zusammenarbeit in der Schweiz umsetzt. Er sieht, wie wir, seine Aufgabe zunächst darin „den schlafenden Riesen (die Konsumentenschaft) zu wecken, der durch sein Kaufverhalten die Produktion nachhaltig bestimmen kann. Dabei kommt der Aufklärung über Wirtschafts- und Qualitätsfragen entscheidende Bedeutung zu.“ (www.konsumentenverband.ch/asso/index.php

Assoziative Zusammenarbeit ist die erste und wichtigste Rubrik in unserem Info-Brief. Wir berichten über viele kleine und große Initiativen sowie Gedanken und Möglichkeiten assoziativer Zusammenarbeit. Alle 80 bisher erschienenen Artikel kann man auf der Startseite von www.netz.bio  im großen Feld unten finden, wenn man Archiv anklickt. Es erscheinen dann alle Info-Brief-Ausgaben mit Leitartikeln und den acht Rubriken mit den jeweiligen Überschriften.

Beratung und Lobbying

Neben der geschilderten assoziativen Zusammenarbeit erfüllen wir, wie oben erwähnt, zwei weitere wichtige Aufgaben: Verbraucher-Beratung (dafür haben wir die große Gemeinnützigkeit) und politisches Lobbying. Wir vertreten die Interessen der Verbraucher, sagen den Politikern, was wir wollen und was wir nicht wollen. Der Bio-Verbraucher e.V. hat derzeit etwa 800 Mitglieder. Bekannte Firmenmitglieder und Organisationen mit anthroposophischem Hintergrund sind z.B. Ataman AG St. Michaelshof, Beutelsbacher, Bund der Freien Waldorfschulen, Demeter Winzer Helmut Christ, Demeter-Weingut Zwölberich, Michael-Bauer-Altenwohnheim mit Pflegestation, Mogli Naturkost, Regionalwert AG Franken und Oberpfalz, Reha-Klinik Haus am Stalten, Sekem Europa, Sekem Reisen, Spielberger, Sonett, Voelkel, Wala.

Wir arbeiten weitgehend ehrenamtlich aus Begeisterung für die Idee der Brüderlichkeit im Wirtschaftsleben. Um noch intensiver dafür wirken zu können, freuen wir uns über weiteren Zuwachs, Menschen, die ebenfalls an der Umsetzung von Rudolf Steiners Idee der assoziativen Zusammenarbeit beteiligt sein möchten (Jahresbeitrag: persönliche Mitglieder 24 €, Firmenmitglieder ab 30 €).

Kontakt: Bio-Verbraucher e.V., 90419 Nürnberg, Rieterstr. 20 (Rudolf Steiner Haus), www.sei.bio, into@bio-verbraucher.de, ritter@bio-verbraucher.de

Ökonomische Geschwisterlichkeit

Zeitschrift: Das Goetheanum, Dezember 2024

Der Verbraucherverband Bio-Verbraucher wird 20 Jahre alt.


Rudolf Steiner ist nicht nur der Vater der biologisch-dynamischen Landwirtschaft, sondern auch der Ideengeber für eine assoziative Zusammenarbeit. Immer wieder hat er mit der Dreigliederung des sozialen Organismus eine Zusammenarbeit aller am Wirtschaftsprozess Beteiligten empfohlen. Als Betriebswirt und Handelslehrer habe ich mich seit vielen Jahren mit der Idee der Dreigliederung des sozialen Organismus beschäftigt. Nach sieben Jahren Arbeit in der Initiative Dreigliederung Nürnberg gründeten wir mit einigen Mitgliedern und anderen Interessierten 2004 den Verein Bio-Verbraucher. Seitdem beraten wir Verbraucherinnen und Verbraucher zu Bioprodukten und geben ihnen eine Stimme, wenn es um politische Entscheidungen geht, die uns direkt betreffen. Wir vertreten ihre Interessen und sagen den Politikmachenden, was wir wollen und was nicht. Ganz wichtig ist uns auch, ein Gesprächspartner für Organisationen der Bioerzeugnisse und des Biohandels zu sein, wenn assoziative Gespräche in diesem Bereich geführt werden. Bei all dem stellen wir immer wieder die Frage: Wie können wir an der Verwirklichung der Geschwisterlichkeit im Wirtschaftsleben, an der Vorbereitung einer assoziativen Zusammenarbeit im Sinne Steiners arbeiten? Beim Bio-Verbraucher bringen wir alle am Bio-Wirtschaftsprozess Beteiligten zusammen: Erzeugende, Händlerinnen, Dienstleister und Verbraucherinnen. Das erfüllt Steiners Forderung nach Aufhebung der Interessengegensätze in der Assoziation. Verbraucher interessieren sich für die Lebens- und Arbeitsbedingungen ihrer Anbieterinnen, diese wiederum interessieren sich für ihre Kunden. Durch Transparenz und Dialog lernen Verbraucherinnen die Arbeit der Anbieter zu schätzen und sind bereit, ihnen den ‹gerechten Preis› zu zahlen, damit sie uns auch in Zukunft mit ihren wertvollen Produkten versorgen können.

Wolfgang Ritter, ritter@bio-verbraucher.de


Mehr Bio-Verbraucher

Bild Wolfgang Ritter links neben Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir, im Bild rechts, im Bild links Britta Walthelm, Referentin der BioMetropole Nürnberg für Gesundheit. Quelle: Wolfgang Ritter

Ökofest-Initiative vernetzt sich mit „ Bio-Verbraucher“

Vereinsmitgliedschaft unterzeichnet – HERZOGENAURACH Februar 2917

Um noch näher am Verbraucher zu sein, beschloss die Ökofest-Initiative in ihrer Sitzung einstimmig, eine Vereinsmitgliedschaft bei den Bio-Verbrauchern zu beantragen.

Dieser Bitte kam der Verein Bio-Verbraucher umgehend nach und erfüllte dabei gleichzeitig den Wunsch der Ökofest-Initiative, die Aufnahme noch vor dem Beginn der BioFach Messe am 15. Februar in Nürnberg zu vollziehen.

Am Samstag war es soweit. Im Kreis’l trafen sich einige Mitglieder des gemeinnützigen Vereins Ökofest-Initiative Herzogenaurach mit Wolfgang Ritter, dem Vorsitzenden des ebenfalls gemeinnützigen Verein Bio-Verbraucher mit Sitz in Nürnberg. Ritter ist bei den Ökofestlern kein Unbekannter und ließ es sich nicht nehmen den unterschriftsreifen Mitgliedsantrag persönlich vorbeizubringen. Seit Jahren ist Ritter beim Ökofest in Herzogenaurach am Stand der Bio-Verbraucher anzutreffen.

Was der Ökofest-Initiative während des Ökofestes am Herzen liegt, ist den Bio-Verbraucher das ganze Jahr über ein Anliegen. Beide Vereine möchten die Interessenten und Konsumenten von regionalen, fairen Bio-Produkten mit den Erzeugern und Händlern dieser Bio-Produkten zusammenbringen und eine Gesprächsmöglichkeit mit Verbänden und Organisationen des Bio-Handels schaffen.

Sowohl die Bio-Verbraucher als auch die Ökofest-Initiative wünschen sich, dass durch das gegenseitige Kennenlernen von Konsumenten und Interessenten auf der einen Seite, Produzenten, Händlern und Verbänden und auf der anderen Seite ein Aufwärtstrend des Bio-Wirtschaftslebens entsteht.

 

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Bio-Verbraucher e.V.: Wissenswertes für die Ökos
Das Informationsportal für BiokonsumentInnen

Darauf ist der Vorstandvorsitzende von „Bio-Verbraucher e.V.“, Wolfgang Ritter (65), besonders stolz: Sein Verein kann über 100 Firmenmitgliedschaften (Erzeuger und Händler) und noch einmal so viele Einzelmitgliedschaften aufweisen. Sie alle eint der Gedanke, dass sich die regionalen VerbraucherInnen und ErzeugerInnen von Bioprodukten besser vernetzen müssen. „Politiker, Verbraucher und Erzeuger sowie Händler arbeiten oft gegeneinander“, weiß Ritter.

Um dies zu beenden und den VerbraucherInnen eine Interessenvertretung zu geben, sammelt er gemeinsam mit den Aktiven seines Vereins alle möglichen Nachrichten aus der Bio-Szene und gibt diese in Form eines Info-Briefes in papierener und elektronischer Form einmal im Vierteljahr heraus. In regelmäßig wiederkehrenden Rubriken werden eigene Berichte über Biovereinigungen, Artikel aus Zeitungen oder wissenschaftliche Berichte in Kurzform zusammen getragen. Auch vor eigenen Recherchen schreckt das Redaktionsteam nicht zurück: So finden die Leser in der Aprilausgabe 2005 einen Preisvergleich verschiedener Lebensmittel. „Bio-Verbraucher e.V.“ kann zeigen, dass die Preisunterschiede von biologisch erzeugten Lebensmitteln zu konventionell erzeugten (im Discounter erworben) für eine vierköpfige Familie nur 28 Cent pro Person und Tag mehr betragen. Zu Markenartikeln ist der Unterschied gar nur 17 Cent.

Darüber hinaus organisieren die Bio-Verbraucher Vorträge, Bio-Erlebnistage und senden – wenn es der Kalender hergibt – jeden fünften Donnerstag auf Radio Z (95,8 Mhz). Die Mitgliedschaft bei „Bio-Verbraucher e.V.“ beträgt 24 Euro pro Jahr für Einzelpersonen. Dafür erhält das neue Mitglied dann noch einen Einkaufsgutschein im Wert von 20 Euro.

Kontakt: Bio-Verbraucher e.V., Rieterstr. 20, 90419 Nürnberg, Tel: 0911-30 73 58 90, www.bio-verbraucher.de, info@bio-verbraucher.de, Bürostunden: Di 10-12 Uhr, Mi 10-16 Uhr, Do 15-17Uhr

Satzung

Bio-Verbraucher e.V.

§ 1 Name, Sitz und Geschäftsjahr

(1) Der Verein führt den Namen „Bio-Verbraucher e.V. “
und ist in das Vereinsregister des Amtsgerichtes Nürnberg eingetragen.
(2) Er hat seinen Sitz in Nürnberg.
(3) Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§ 2 Zweck und Aufgaben

(1) Der Verein vertritt die Interessen der Verbraucher von Bio-Produkten. Er informiert und berät sie und strebt eine assoziative Zusammenarbeit mit Bio-Waren-Erzeuger-Verbänden- und Organisationen des Bio-Handels an.
(2) Der Verein fördert die Arbeit von regionalen Bio-Verbraucher Vereinen sowie eine assoziative Zusammenarbeit mit Bio-Produzenten, -Händlern und -Konsumenten.
(3) Der Verein kooperiert mit allen Verbänden, Vereinen, Parteien, wissenschaftlichen und politischen Institutionen, wenn es um die Interessen der Bio-Verbraucher geht. In seiner Arbeit ist er unabhängig von Parteien, Kirchen und Verbänden.

§ 3 Gemeinnützigkeit

Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung.
Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

§ 4 Mitgliedschaft

(1) Mitglieder des Vereins können natürliche und juristische Personen des öffentlichen und privaten Rechts sein, die die Ziele und Aufgaben des Vereins unterstützen wollen. Juristische Personen benennen einen Ansprechpartner.
(2) Der Verein hat ordentliche und fördernde Mitglieder. Die ordentliche Mitgliedschaft berechtigt zur Abstimmung bei den Mitgliederversammlungen sowie zur Stellung von Anträgen. Jedes Mitglied hat eine Stimme. Die fördernden Mitglieder, zu ihnen gehören auch alle juristischen Personen, stehen in einem lockeren Verhältnis zum Verein; sie sind bei Mitgliederversammlungen als Beobachter und Berater (juristische Personen mit je einem Vertreter) willkommen.
(3) Beide Formen der Mitgliedschaft beginnen durch Antragstellung und Zahlung (auch Abbuchung) des Mitgliedsbeitrages ohne ausdrückliche Bestätigung durch den Vorstand.
(4) Die Mitgliedschaft endet
a) durch Austritt. Dieser ist nur zum Ende des Geschäftsjahres möglich und muss dem Vorstand gegenüber spätestens bis zum 30. September schriftlich erklärt werden;
b) durch Streichung aus der Mitgliederliste, bei einem Beitragsrückstand von einem Jahr und einer erfolglosen schriftlichen Erinnerung;
c) durch Ausschluss aus wichtigem Grund. Er ist sofort wirksam. Über den Ausschluss entscheidet der Vorstand. Gegen diesen Beschluss ist binnen eines Monats Beschwerde an die Mitgliederversammlung möglich, die dann beim nächsten Treffen mit 2/3 Mehrheit der anwesenden Mitglieder entscheidet;
d) mit dem Tod der natürlichen Person, bzw. der Auflösung der juristischen Person.

§ 5 Einnahmen des Vereins

Die Einnahmen des Vereins setzen sich zusammen aus:
1. Mitgliedsbeiträgen,
diese sind jeweils bis zum 31. Juni eines jeden Jahres zu entrichten. Die Höhe der Mitgliedsbeiträge für ordentliche und fördernde Mitglieder wird von der Mitgliederversammlung festgesetzt;
2. private und öffentliche Zuwendungen und Spenden;

§ 6 Organe des Vereins

Die Organe des Vereins sind:
1. Mitgliederversammlung
2. Vorstand

§ 7 Mitgliederversammlung

(1) Die Mitgliederversammlung setzt sich aus den ordentlichen Mitgliedern zusammen.
(2) Der Mitgliederversammlung obliegen:
a) Genehmigung des Jahresberichts, der Jahresrechnung
b) Entlastung des Vorstands
c) Wahl des Vorstands
d) Wahl der zweier Rechnungsprüfer
e) Beratung und Beschlussfassung über ordnungsgemäß gestellte Anträge
f) Beschlussfassung über die Höhe der Mitgliedsbeiträge für ordentliche und fördernde Mitglieder
g) Beschlussfassung über Satzungsänderungen
h) Beschlussfassung über die Auflösung des Vereins
(3) Jährlich findet eine ordentliche Mitgliederversammlung statt. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung muss einberufen werden, wenn dies von der Mehrheit der Mitglieder des Vorstandes oder von einem Viertel der ordentlichen Mitglieder unter Angabe der Gründe verlangt wird.
(4) Der Vorstand beruft die Mitgliederversammlung schriftlich (auch auf elektronischem Wege) ein. Die Einladung ist spätestens drei Wochen vor dem Versammlungstermin abzusenden.
(5) Die Mitgliederversammlung leitet der/die Vorsitzende, im Verhinderungsfalle die Stellvertreterin/ der Stellvertreter. Die Mitgliederversammlung ist unabhängig von der Zahl der anwesenden Mitglieder beschlussfähig.
(6) Die Mitgliederversammlung fasst die Beschlüsse im allgemeinen mit einfacher Stimmenmehrheit der Anwesenden. Stimmrechtsübertragung durch schriftliche Vollmacht auf ein anderes Mitglied ist möglich. Bei Stimmengleichheit gilt ein Antrag als abgelehnt. Zu Satzungsänderungen des Vereins ist eine Mehrheit von 3⁄4 der Anwesenden erforderlich.
Zur Auflösung des Vereins ist, bei Anwesenheit von mindestens 50% der stimmberechtigten Mitglieder, eine 3⁄4 Mehrheit erforderlich. Ist dies nicht erfüllbar, ist eine neue Sitzung anzuberaumen. Die Entscheidung fällt dann mit einfacher Mehrheit.
(7) Über den Verlauf der Mitgliederversammlung ist ein Protokoll zu führen, das alle gefassten Beschlüsse enthält. Es wird von dem/der Vorsitzenden oder der Stellvertretung und von der Protokollführung unterzeichnet.

§ 8 Der Vorstand

(1) Der Vorstand besteht aus
a) der/dem Vorsitzenden
b) der Stellvertreterin/ dem Stellvertreter.
c) Der Kassenführerin/ dem Kassenführer
(2) Die Mitglieder des Vorstands werden von der Mitgliederversammlung auf die Dauer von 3 Jahren gewählt. Die Wahl erfolgt nur auf Antrag geheim und schriftlich. Gewählt kann nur werden, wer ordentliches Mitglied des Vereins ist. Der Vorstand bleibt bis zur Neuwahl im Amt. Wiederwahl ist möglich. Im Falle des vorzeitigen Ausscheidens eines Mitglieds erfolgt die Nachwahl durch die Mitgliederversammlung für den Rest der Wahlperiode.
(3) Der Vorstand vertritt den Verein gerichtlich und außergerichtlich. Jedes Mitglied des Vorstandes ist allein vertretungsberechtigt. Die Vertretungsbefugnisse sind nach außen unbeschränkt. Dem Verein gegenüber sind die drei Vorstandsmitglieder an die Beschlüsse des erweiterten Vorstands und der Mitgliederversammlung gebunden.
(4) Der Vorstand kann sich bei Bedarf durch Kooptation erweitern und zur Erfüllung seiner Aufgaben Personal anstellen.
(5) Der Vorstand tritt im Bedarfsfall, mindestens jedoch einmal im Jahr, oder auf Antrag von mindestens zwei Mitgliedern des Vorstands, unter Angabe von Zweck und Gründen, zusammen. Der/die Vorsitzende, im Verhinderungsfalle die Stellvertreterin/ der Stellverteter, beruft den Vorstand ein und leitet die Sitzung.
(6) Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit gefasst. Stimmenthaltungen werden nicht mitgezählt. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des/ der Vorsitzenden den Ausschlag.

§ 9 Rechnungsprüfung

(1) Von der Mitgliederversammlung werden auf die Dauer von 3 Jahren zwei Rechnungsprüfer gewählt.
(2) Einer der Rechnungsprüfer prüft nach Ablauf des Geschäftsjahres die Buchführung des Vereins und erstattet der Mitgliederversammlung über das Ergebnis Bericht.

§ 10 Auflösung

Bei der Auflösung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen dem Kultursaat e.V., Kronstr. 24, 61209 Echzell, zu, der es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige Zwecke im Sinne dieser Satzung zu verwenden hat.

§ 11 Übergangsvorschrift

Sofern vom Registergericht Teile der Satzung beanstandet werden, ist der Vorstand ermächtigt, diese zur Behebung der Beanstandung abzuändern. Dies gilt auch zur Erreichung der Gemeinnützigkeit beim Finanzamt.

§ 12 Inkrafttreten

Vorstehende Satzung tritt nach Eintragung in das Vereinsregister in Kraft.

Vereinsgründung

Einzelheiten zur Gründung des gemeinnützigen Vereins Bio-Verbraucher e.V.
Wolfgang Ritter, Nürnberg

Vor der Gründung fanden sich 20 Persönlichkeiten, die in der Gründung eines Bio-Verbrauchervereins eine Notwendigkeit sahen, die Mitglied werden und den Verein unterstützen wollten. Am 25.11.04 haben 10 Persönlichkeiten aus diesem Kreis den Verein begründet. Die Satzung wurde einstimmig angenommen. Wolfgang Ritter wurde zum ersten Vorsitzenden, Hermann Willanzheimer zum zweiten Vorsitzenden und Evelyn Wojnow zur Kassenführerin gewählt. Diese drei Persönlichkeiten bilden den Vertretungsvorstand. Er ergänzte sich um Georg Modlmair, zuständig für die Redaktion unseres Info-Briefes, Helmut Ritter, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit. Ein Kurzprofil des erweiterten Vorstands erscheint demnächst auf unseren Internet-Seiten. Die Gründungsmitglieder und einige Persönlichkeiten, die nicht zur Gründung kommen konnten, werden den Vorstand bei seiner ehrenamtlichen Tätigkeit unterstützen. Man hatte den Eindruck, dass eine gute Zusammenarbeit gelingen kann, weil jedes Votum beachtet wurde.

Wir wollen zu einer Zusammenarbeit mit allen am Bio-Wirtschaftsprozess Beteiligten kommen und werden dazu Kontakte zu Bio-Produzenten und -Händlern sowie ihren Verbänden suchen. Um das Bewusstsein für den Bio-Verbrauch zu stärken, arbeiten wir gerne mit allen Persönlichkeiten und Einrichtungen zusammen. Wir beginnen aktuell vor Ort, denn in Nürnberg findet nicht nur jährlich die „Bio-Fach“, Weltleitmesse für Bio-Erzeugnisse, statt, das Umweltamt der Stadt Nürnberg will den Umsatz von Bio-Artikeln durch eine Arbeitsgemeinschaft „Bio-Modellstadt Nürnberg“ fördern, in der wir mitarbeiten. Wir beraten Verbraucher, indem wir monatlich einen Info-Brief auf unserer Internet-Seite herausgeben und ihnen dort unter der Rubrik Bio-Adressen nennen. Jeder kann mit uns Kontakt aufnehmen, seine Wünsche, Sorgen, Anregungen, Untersuchungsberichte, Erfahrungen, Erfolge, Rezepte nennen. Wir kümmern uns darum und veröffentlichen sie, wenn sie von allgemeinem Interesse sind. Nach der Kontaktaufnahme zu den Bio-Verkaufsstellen in und um Nürnberg herum werden wir Anfang des nächsten Jahres zunächst alle Bio-Verkaufsstellen in Bayern anrufen und anschreiben – danach auch die in den anderen Bundesländern – , sie auf unseren Verein aufmerksam machen und sie bitten, unseren Prospekt an ihre Kunden auszuhändigen. Jedes gewonnene Mitglied wollen wir bitten, zwei weitere Mitglieder zu werben. Anreize dazu werden wir noch auf unserer Internet-Seite veröffentlichen. Außerdem werden wir auch Veranstaltungen organisieren oder an solchen teilnehmen, wo für den Bio-Konsum geworben wird. Durch die geschilderten Maßnahmen hoffen wir auch Mitglieder zu gewinnen, die nicht oder noch nicht konsequent Bio-Verbraucher sind. Für die Durchsetzung von Bio-Verbraucherinteressen wollen wir mit allen Organisationen und Verbänden zusammenarbeiten, die sich für eine gesunde Landwirtschaft, einen gesunden Handel und eine gesunde Ernährung einsetzen. Man wird nicht damit rechnen können, dass sich die Verbraucher zu Protesten und Demonstrationen z.B. gegen die bayerische, die deutsche oder die EU-Agrarpolitik aufraffen, aber ein Bio-Verbraucher e.V. kann für sie handeln.

Wie günstig ist der Mitgliedsbeitrag?

Jahresbeitrag für Einzelpersonen

Förderndes Mitglied € 12,00

Ordentliches Mitglied € 24,00 (mit Stimmberechtigung in der Mitgliederversammlung)

Jahresbeitrag für Firmen und Vereine

 

Firmenmitgliedschaft 

voraussichtlich € 35,00
Ihr Angebot, Ihre Adresse, einschließlich Internet- und Email, erscheint geordnet unter Bio-Adressen

Bio-Verbraucher Verein?

Was den Bio-Verbraucher e. V. notwendig macht …

Wolfgang Ritter, Vorstandsvorsitzender, Mai 2012

Als Bio-Verbraucher hat man Fragen und Wünsche:

° Warum ist die Demeter-Butter so teuer?
° Gibt es Qualitätsunterschiede bei Bio-Milch, Bio-Getreide, Bio-Gemüse?
° Wo bekomme ich bestimmte Bio-Produkte, die mein Bioladen um die Ecke nicht führt?
° Welche Bio-Höfe, -Bäcker, -Metzger, -Imker, -Winzer, -Brauereien arbeiten in meiner Region?
° Wo kann ich Bio-Kleidung kaufen, wo sind Bio-Restaurants, wo kann ich Bio-Urlaub machen?
° Wo kann ich Bio-Erzeuger und -Händler kennen lernen?

Auch Bio-Erzeuger und -Händler können Fragen haben:

° Was wünscht der Bio-Verbraucher?
° Wo kann ich kostenlos auf mein Unternehmen, meine (neuen) Produkte aufmerksam machen? Wo sinnvoll für mein Unternehmen und meine Produkte werben?
° Wo kann ich mit Bio-Verbrauchern in Kontakt kommen, um meine Nöte und Erfolge mitzuteilen?
° Wo kann ich Bio-Händler/ -Verbraucher finden, die meine neuen Produkte/ Warenüberschüsse abnehmen könnten?

Für all diese und weitere Fragen bietet der Bio-Verbraucher e. V. eine Plattform. Unter www.bio-verbraucher.de findet man Bio-Adressen, Tipps für Urbanes Gärtnern und einen vierteljährlich erscheinenden Info-Brief mit interessanten Berichten, Angeboten und Gesuchen sowie Veranstaltungshinweisen.


Die Notwendigkeit einer Interessenvertretung für Bio-Verbraucher
Alleine und mit anderen Organisationen zusammen vertreten wir die Interessen der Bio-Verbraucher:

° Wir setzen uns ein für eine bessere Förderung der Landwirte, die von konventionellen auf ökologische Landbaumethoden umstellen wollen, damit die Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln in größerem Umfang auch von deutschen Erzeugern bedient werden kann. Immer mehr heimische Landwirte sollten auch zur Verlebendigung der Böden beitragen und eine artgerechte Tierhaltung praktizieren.
° Wir setzen uns ein für eine gentechnikfreie Landwirtschaft, für gentechnikfreie Nahrungsmittel und gentechnikfreies Viehfutter.

Jetzt tut sich ein neues Arbeitsfeld auf:
Wir erleben zur Zeit einen Großangriff auf kleinere und mittlere Nahrungsmittelproduzenten weltweit:

° Konzerne kaufen Agrarland zur Futtermittelproduktion und „Bio“-Treibstofferzeugung.
° Banken und Fonds spekulieren in Nahrungsmittel-Rohstoffen in großem Stil.
° Die deutsche Politik fördert den Anbau von Rohstoffen (Mais, Zucker, Raps) für die „Bio“-Treibstoff-Erzeugung und für „Bio“-Gasanlagen.

Dadurch besteht die Gefahr, dass immer mehr Bauern dem Trend zur Futtermittel- bzw. Agrar-Treibstofferzeugung folgen oder ihre Betriebe verkaufen – mit unabsehbaren Folgen für die Ernährung der Weltbevölkerung. Bei einer Milliarde hungernder Menschen auf der Welt vertreten wir die Ansicht: Ackerflächen sind zuerst für die menschliche Nahrungsmitteler-zeugung zu nutzen. Nahrungsmittel gehören auf den Teller, nicht in den Tank!

Eine Zusammenarbeit aller am Bio-Wirtschaftsprozess Beteiligten ist dringender als je zuvor. Wir arbeiten zusammen mit Organisationen, die gleiche Anliegen haben.

Margarine − Bio kann nicht punkten

Bericht von Daniela Mayr

Öko-Test (10/2017) hat 20 Margarinen und Streichfette untersucht, darunter vier Bio-Marken.
Mehr als die Hälfte – genau elf Produkte – erhalten ein „mangelhaft“ oder sogar „ungenügend“. Ausgerechnet bei den getesteten Bio-Marken fällt das Ergebnis nicht positiv aus: das mit einem „befriedigend“ am besten bewertete Produkt ist die „Margarine Dreiviertelfett“ von „Alnatura“. Es folgt die „Rapunzel Prima Reine Pflanzenmargarine“, die von Öko-Test ein „ausreichend“ bekam, sowie die „Alsan-Bio Margarine“ und die „Landkrone Bio-Margarine“ mit lediglich einem „ungenügend“. Ein „gut“ erhalten nur drei Produkte aus dem konventionellen Bereich, u.a. die Margarine „Vita D’Or Classic“ des Discounters „Lidl“.

Die Bewertung setzte sich zusammen aus dem Testergebnis der Inhaltsstoffe, die mit 70 Prozent in die Bewertung einfloss, sowie dem Testergebnis der Fettzusammensetzung mit 30 Prozent. Bei der Untersuchung der Inhaltsstoffe ging es vor allem die Fettschadstoffe 3-MCPD- und Glycidyl-Fettsäureester. Diese können bei der Raffination pflanzlicher Fett und Öle entstehen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung bezeichnet sie als „prozessbedingte Kontaminanten in Lebensmitteln, die ein gesundheitsschädigendes Potential aufweisen und daher in Lebensmitteln unerwünscht sind“ (BfR 07.07.2016). Ebenfalls im Fokus der Untersuchung standen Mineralöl-Kohlenwasserstoffe, die aus Verpackungen auf die darin befindlichen Lebensmittel übergehen und sich im menschlichen Körper anreichern können. Tierexperimentelle Studien deuten auf die Möglichkeit von Organschäden hin.

Im Hinblick auf die Fettzusammensetzung wurde zum einen der Anteil der gesättigten zu den ungesättigten Fettsäuren analysiert. Ein hoher Anteil an Palm- und Kokosfett zu Lasten der ungesättigten Fettsäuren, die sich positiv auf die Cholesterinwerte auswirken können, führte zu einer ungünstigen Beurteilung vieler Produkte. Zum anderen wurde das Verhältnis der Omega-3 zu Omega-6-Fettsäuren untersucht. Hier wurden Produkte abgewertet, die ausschließlich Omega-6-reiche Öle, wie z.B. Sonnenblumenöl, und keine Omega-3-reichen Öle, wie z.B. Rapsöl, enthalten. Schließlich führten den Produkten zugesetzte Aromen zu einer Abwertung.

Ein weiteres Kriterium für die Produktebewertung war der Aspekt der Nachhaltigkeit im
Hinblick auf das verwendete Palmöl. Hier wurde das RSPO (Roundtable of Sustainable Palm Oil)-Label zugrunde gelegt, das auf zertifiziertes Palmöl hinweist. Während bei den konventionellen Produkten größtenteils konkrete sowie lückenlose Nachweise über die Verwendung von zertifiziertem Palmöl über die gesamte Lieferkette hinweg fehlen, sind die Hersteller aller getesteten Bio-Marken sogar nach strengeren, über das RSPO-Label hinaus reichenden, Nachhaltigkeitsstandards zertifiziert. Weitere Kriterien waren, ob der Anbau auf Torfböden stattfindet, und ob hochgiftige Pestizide auf den Plantagen eingesetzt werden. Beides führte jeweils zu einer Abwertung.

Die getesteten Produkten bewegen sich in einer Preisspanne von 0,75 € bis 3,70 € pro 500 g (konventionelle Produkte) bzw. 2,50 € bis 3,98 € pro 500 g (Bio-Produkte). Zwei der mit „gut“ getesteten Produkte sind gleichzeitig die günstigsten, während die teuersten konventionellen Produkte mit „mangelhaft“ und „ungenügend“ bewertet wurden.

Zusammengefasst stehen Verbraucher derzeit vor einem Dilemma: entweder sie wählen eine mit „gut“ bewertete konventionelle Margarine, die jedoch aus ökologischer Sicht erhebliche Nachteile aufweist, oder sie entscheiden sich für eine Bio-Margarine, auch wenn diese gesundheitlich bedenkliche Stoffe enthalten.

Tipp des Bio-Verbraucher e.V.: Kaufen Sie gar keine Margarine. Verwenden Sie zum Kochen und Braten heimische Öle (z.B. aus Raps und Sonnenblumen). Als Brotaufstrich eignen sich eine Vielzahl veganer Aufstriche sowie die große Palette der Milchprodukte.

Erste assoziative Gespräche im ökologischen Obstbau

Bericht von Jutta Kienzle, FÖKO-Beraterin, und Wolfgang Ritter, Bio-Verbraucher e.V.

Der ökologische Obstbau in Deutschland sieht sich vor große Herausforderungen gestellt.

Im konventionellen Obstanbau wird den Bauern der Erzeugerpreis von den fünf großen Einzelhandelsketten in Europa (Schwarz (= Lidl/Kaufland), Aldi, Metro, Edeka, REWE) diktiert. Diese diktierten Preise sind oft nicht ausreichend, um langfristig überleben zu können. Immer mehr konventionelle Erzeuger suchen deshalb ihr Heil im Bio-Anbau, wo bisher noch anständig bezahlt wird und stellen um – auch in anderen Regionen Europas. Das ist grundsätzlich zu begrüßen, kann aber auch sehr schnell zu einer Konventionalisierung des Bio-Anbaus führen, da die Vermarktung der zusätzlichen Bio-Äpfel wohl vor allem über die Einzelhandelsketten erfolgen wird. Dabei besteht das Risiko, dass der Bio-Apfelanbau in die gleiche Preisdruck-Spirale gerät wie der konventionelle Anbau – mit sehr negativen Konsequenzen für das Anbausystem.

Durch das konventionelle Apfelangebot sind die Kunden nicht nur in Bezug auf die Verkaufspreise verwöhnt, sondern auch in Bezug auf die äußere Qualität. Konventionelle Erzeuger setzen chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel nicht nur für die Pflanzengesundheit ein, sondern auch für ein makelloses Aussehen ihrer Produkte. Um in der äußeren Qualität einigermaßen mithalten zu können, sehen sich die biologisch arbeitenden Obsterzeuger in Deutschland immer stärker gefordert, dies nun – wenn auch mit zugelassenen Biomitteln – ebenfalls zu tun. Dies widerspricht aber dem Grundgedanken des Bio-Anbaus, solche Mittel nur dann einzusetzen, wenn es zwingend notwendig ist. Einträge in die Umwelt sollten auch mit zugelassenen Bio-Mitteln (z.B. Kupfer), so weit wie möglich reduziert bleiben. Man steht also vor der Frage: Wie groß ist die Toleranz der Verbraucher, wenn biologisch erzeugte Äpfel keine perfekte Oberfläche aufweisen?

„Die Fördergemeinschaft Ökologischer Obstbau e.V.“ (FÖKO) arbeitet seit 2004 an der Weiterentwicklung des Bio-Anbausystems, an Strategiefragen zur Gesunderhaltung der Pflanzen im Hinblick auf die Grundprinzipien des Ökolandbaus in Deutschland. Vertreter der Obstbauern, Wissenschaftler und Berater kamen nun zu der Einsicht, dass das Konzept zur Gesunderhaltung der Kulturpflanzen im ökologischen Obstbau eigentlich als eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe verstanden werden müsse und bei künftigen Beratungen der Verbraucher miteinbezogen werden sollte. Das Zukunftskonzept dürfe nicht nur auf den Maßnahmen basieren, die in den Betrieben durchgeführt werden, sondern auch darauf, ob Verbraucher höhere Preise akzeptierten und welche Kriterien sie an die innere und äußere Qualität anlegten.

Am 5. und 6. Dezember 2017 fand ein erstes assoziatives Gespräch statt. Die FÖKO hatte Bio-Obsterzeuger aus allen Regionen Deutschlands, „Bündler“ (=Firmen, die das Obst bei kleineren Erzeugern abholen und zu den Zentrallagern bringen), Händler und Verbraucher nach Kassel eingeladen, um ihre Sicht auf Bio-Obst-Qualität und –Preise einzubringen. Die Verbraucher waren durch Slow Food und den Bio-Verbraucher e.V. vertreten.

Die Stellungnahmen, die Wolfgang Ritter für den Bio-Verbraucher e.V. abgab, basierten auf einer von ihm im November 2017 durchgeführten Blitzumfrage zum Apfelkauf. Die Ergebnisse dazu sind in diesem Info-Brief in der Rubrik 7/ Verbrauchermeinung dargestellt. Die Ergebnisse der Beratungen in Kassel werden derzeit von FÖKÖ ausgewertet und sollen in einem Strategiepapier münden. FÖKO und der Bio-Verbraucher e.V. sind nun Partner und werden künftig zusammen arbeiten. Wir werden weiter berichten.

Vorsicht bei Mineralwasser: Statt Nitrat- droht Strahlenbelastung

In manchen Gegenden Deutschlands ist das Grundwasser derart mit Nitrat belastet, dass eine Gefährdung der Gesundheit – besonders für Schwangere, Babys und Kleinkinder – zu befürchten ist. Der EU-weit gültige Grenzwert von 50 Milligramm pro Liter wird auf fast einem Drittel der Fläche der Bundesrepublik überschritten: In Nordrhein-Westfalen auf 40 Prozent der Fläche, in Schleswig-Holstein auf 50 Prozent und in Niedersachsen sogar auf mehr als 60 Prozent. Das Nitrat stammt aus den Stickstoffdüngern der Landwirtschaft und den Exkrementen der Massentierhaltung. In Regionen mit intensiver Massentierhaltung quellen die Ställe über vor Gülle, die umliegenden Felder verwandeln sich in Entsorgungsflächen und sind überflutet mit Dung und Gülle. Das überschüssige Nitrat, das von Pflanzen nicht aufgenommen werden kann, landet im Grundwasser. Die EU-Kommission bezeichnet die Lage als „äußerst besorgniserregend“ und hat im November 2016 Deutschland vor dem Europäischen Gerichtshof verklagt. Deutschland habe es versäumt, strenger gegen die Gewässerverunreinigung durch Nitrat vorzugehen, und damit die europäische Nitrat-Richtlinie von 1991 missachtet. Im Juni 2017 hat die Bundesregierung die Düngemittelverordnung novelliert. Als Reaktion auf die Düngemittelverordnung des Bundes erarbeitet die Bayerische Staatsregierung derzeit die Landesverordnung „Rote Gebiete Nitrat“. Quellen: Zeit Online vom 16.09.2016, Spiegel Online vom 7.11.2016, Nürnberger Nachrichten vom 11.082017
Wegen der Grundwasserbelastung vertrauen viele Haushalte auf Mineralwässer. Aber Vorsicht, wenn Sie sich statt Nitrat Radionuklide (Mineralien, die radioaktive Strahlung abgeben) im Trinkwasser einhandeln, ist nicht wirklich etwas gewonnen. Öko-Test 8-2017 hat 21 Mineralwässer getestet, die besonders hohen Anforderungen gerecht werden sollen – der Zubereitung von Säuglingsnahrung. 15 davon werden mit „sehr gut“ oder „gut“ bewertet, bei relativ großen Preisunterschieden: Das günstigste „gute“ Wasser kostet 0,13 Euro pro Liter, das teuerste 0,61 Euro, das billigste „sehr gute“ 0,50 Euro, das teuerste 1,29 Euro.
Kaufen Sie nicht Mont Roucous Ohne Kohlensäure aus Frankreich; es strahlt. Auch 1000 Wasser Naturelle ist mit „ungenügend“ bewertet; es wurden Pestizidrückstände nachgewiesen. Ebenfalls nicht zu empfehlen sind: Volvic Still; es enthält Arsen, Evian Still und Celtic Naturell; beide enthalten Uran.

5-Gang-Bio-Menü im Tiergarten-Restaurant Nürnberg

Peter Noventa hatte uns (Gabriele und Wolfgang Ritter) zum Culinartheater im Tiergarten Nürnberg eingeladen. Am 15. Juli sahen wir den Bauernschwank „Vom Rinde verschmäht“ und genossen ein sehr vielfältiges, schmackhaftes und von ihm persönlich, raffiniert zubereitetes 5-Gang-Bio-Menü. Dazu hatten wir die „Weinbegleitung“ gewählt; nacheinander wurden vier verschiedene Weine gereicht. Die nicht zu überbietende Krönung war das Dessert-Büffet. Übrigens: Nicht nur die Gäste des Tiergarten-Restaurants erhalten Bio-Speisen und -Getränke, auch die Tiere. Tiergarten-Restaurant und Tiergarten Nürnberg sind bio-zertifiziert. Hier, was uns kulinarisch geboten wurde:

  • Zum Empfang „Erdbeerbrause“, „Bioputenpflanzerl“ & „krumme Amüsierlöffel“, Couvert mit roter & schwarzer & grüner „Tapenade“
  • „Hors d’ Oeuvre á la Gustl“: Karrèespeck vom Bioschwein, Linsen mit falschen Pomeranzen, „dry aged“ Bio Beef, Dattel-Chutney, „Manzo brassato“ mit brunoise, „sarde in Saor“ MSC, Pfifferlinge & Trompeten & „Schilf“ obenauf der „g’schamige“ Black Tiger ASC
  • “ayurvedeltes“ Kräutersüppchen, Cape sante MSC & Biogamba, Meeresfrüchtestrudel MSC
  • Rib-Eye vom Biorind, Spitzkohl & Shiitake, Apfelsanddornconfit und verzauberte „Brandade nicoise“
  • Dessertbuffet „hau rein is Polka!“

Programm u. Kontakt: www.culinartheater.de, T. 0911–5430120, info@culinartheater.de