Gesunder Boden – Bodentag-Webinar

Bodentag-Webinar der IG gesunder Boden e.V. am Donnerstag, 26.11.2020 ein. Nach der aktuellen Corona-Verordnung dürfen wir nur eine geringe Anzahl an Präsenzplätzen vergeben, diese sind leider alle bereits ausgebucht. Deshalb hat sich unser Team eine andere Möglichkeit überlegt – unser Bodentags-Webinar! Diese ermöglicht Ihnen eine bequeme Teilnahme online an Ihrem PC – egal ob in der Arbeit oder Zuhause. Sie haben die Chance Ihre Fragen während der Podiumsdiskussion an die Referenten online zu stellen. Ein zusätzliches Plus nur für alle Online-Teilnehmer ist, dass Sie die Veranstaltung auch zu einem späteren Zeitpunkt erneut ansehen können. Unter dem Motto „Gesunde Böden als Grundlage für gesundes Wasser, gesunde Pflanzen, Tiere und Menschen“ werden kompetente Referenten ihr Wissen an die Teilnehmer weitergeben.
Interessengemeinschaft gesunder Boden e.V. • Lohackerstraße 19, 93051 Regensburg, franziska.joas@ig-gesunder-boden.de • Tel. 0941/30761-24

GemüseAckerdemie hilft bei der Schulgartengestaltung

Gesunde Ernährung , Plastikmüllvermeidung oder einfach nur Lust auf Tomaten mit Geschmack?
Wir unterstützen Schulen in Bayern, Jahrgangsstufen 1-8, bei der Gestaltung eines Gemüsegartens.
Aktuell besteht für bayerische Schulen die Möglichkeit sich auf einen der vollfinanzierten Förderplätze
zu bewerben. Mehr Info: bayern@ackerdemia.de

Grüne Lust 2020 – die zweite Veranstaltung

Grüne Lust 2020 auf dem Wolfganghof in Anwanden findet statt: zweimal, am 03.+04. und dem 10.+11. Oktober. Allerdings nur, mit den zurzeit gängigen Hygieneauflagen. Dies bedeutet: durchgängige Maskenpflicht, Abstandregelung 1,5 Meter, Einbahnstraßensystem auf dem Gelände und die inzwischen bekannten Vorschriften für die Gastronomie. Es dürfen nur 1500 Besucher zeitgleich auf dem Wolfgangshof sein. Wir machen Zeitblöcke von 4 Stunden, einen vormittags von 09.30 – 13.30 Uhr und einen von 14.00-18.00 Uhr. Geregelt wir dies durch ein Kartenvorverkaufssystem im Internet. Näheres zeitnah auf unserer Webseite.
Kontakt: Hubert Rottner Defet, Asbacherstr.60, 90449 Nürnberg, Tel. 0911-32366700 und 0171-7548039, hubertrottner@t-online.de, www.gruenelust.de

Grüne Lust 2020 findet statt – und zwar gleich 2 mal

Grüne Lust 2020 auf dem Wolfganghof in Anwanden findet statt: zweimal, am 03.+04. und dem 10.+11. Oktober. Allerdings nur, mit den zurzeit gängigen Hygieneauflagen. Dies bedeutet: durchgängige Maskenpflicht, Abstandregelung 1,5 Meter, Einbahnstraßensystem auf dem Gelände und die inzwischen bekannten Vorschriften für die Gastronomie. Es dürfen nur 1500 Besucher zeitgleich auf dem Wolfgangshof sein. Wir machen Zeitblöcke von 4 Stunden, einen vormittags von 09.30 – 13.30 Uhr und einen von 14.00-18.00 Uhr. Geregelt wir dies durch ein Kartenvorverkaufssystem im Internet. Näheres zeitnah auf unserer Webseite.
Kontakt: Hubert Rottner Defet, Asbacherstr.60, 90449 Nürnberg, Tel. 0911-32366700 und 0171-7548039, hubertrottner@t-online.de, www.gruenelust.de

Eine Gemüsemahlzeit: Blumenkohl mit Möhren überbacken

Ein Rezept aus der schnellen, regionalen, saisonalen Bio-Küche

Zutaten (für 2 Personen)
1 Blumenkohl, je nach Größe 2–4 Möhren, 2 Zwiebeln, 1 Knoblauch, 2 Eier, Paprika- und Muskatnusspulver, Kümmel, Semmelbrösel, Brat-Öl

Zubereitung
Blumenkohlröschen, halbierte Möhren, Zwiebeln und Knoblauch putzen, waschen und etwa 10 Minuten in kochendem Wasser blanchieren. Blumenkohlröschen nun erst in den verquirlten Eiern, gewürzt mit Paprika, Muskatnusspulver und Kümmel, dann in Semmelbröseln wälzen und anschließend alles Gemüse etwa 10 Minuten in der Pfanne in Öl braten. Alle Teile etwa nach 5 Minuten wenden. Dazu braucht es keine Kartoffeln oder Nudeln.

Guten Appetit wünscht Wolfgang Ritter

Krankes System Billigfleisch

Offener Brief von Martin Kaiser, Geschäftsführender Vorstand Greenpeace

Das System Billigfleisch ist krank: Der Corona-Ausbruch bei Tönnies und anderen Schlachtbetrieben liefert erneut Belege für die verantwortungslose Ausbeutung von Arbeiter*innen, die Qual der Tiere, das leichtfertige Spiel mit unserer Gesundheit und die gefährlichen Folgen für die Umwelt. Martin Kaiser, geschäftsführender Vorstand Greenpeace, schrieb folgenden offenen Brief an Bundesernährungsministerin Julia Klöckner, den der Bio-Verbraucher e.V. unterstützt.

Sehr geehrte Frau Bundesministerin,

die erschreckenden Nachrichten über die massive Ausbreitung von Covid-19 in deutschen Schlachthöfen rücken die rechtswidrigen, menschenverachtenden und tierquälerischen Zustände in der Fleischproduktion erneut ins öffentliche Bewusstsein. Für die Produktion und den Export von Billigfleisch setzen Fleischbarone wie Tönnies ohne jeden Skrupel die Gesundheit von Menschen aufs Spiel.

Es ist skandalös, dass diese seit langem bekannten Missstände von der Politik und den Aufsichtsbehörden geduldet wurden. Sie tragen als Ministerin Verantwortung für die sichere Versorgung mit gesunden Lebensmitteln. Wie kann es sein, dass im größten Schlachthof Deutschlands tausende von Mitarbeitern Tag für Tag ihre Gesundheit riskieren? Warum haben Sie dem unverantwortlichen Treiben des Tönnies-Konzerns so lange untätig zugesehen?

Sie haben zum Amtsantritt als Ministerin geschworen, dass Sie das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen werden. Wir verstehen nicht, wie Sie zulassen können, dass für die Erzeugung von Billigfleisch seit Jahren geltendes Tierschutzrecht ausgesetzt und damit das Verfassungsgebot zum Tierschutz massenhaft unterlaufen wird. Sie sind stellvertretende Vorsitzende der Christlich Demokratischen Union, die sich den christlichen Grundwerten und der Bewahrung der Schöpfung verpflichtet fühlt. Wie verträgt sich dies mit der Unterstützung einer industriellen Fleischerzeugung, für die Tiere in viel zu engen Ställen und Kastenständen gequält werden? Wie ernst nehmen Sie Ihre Pflicht zur Bewahrung der Schöpfung, wenn Sie in Kauf nehmen, dass zum Anbau von Soja, das hier an Mastschweine verfüttert wird, wertvolle Ökosysteme in Südamerika unwiederbringlich zerstört und indigene Bevölkerungsgruppen vertrieben werden?

Sie wissen, dass es nicht einzelne “schwarze Schafe” sind, die unmenschliche Arbeitsbedingungen in den Schlachthöfen oder Tierquälerei in engen Ställen zu verantworten haben. Die industrielle Erzeugung von Billigfleisch ist ein krankes System, das Tiere quält, unsere Gesundheit gefährdet, der Umwelt schadet und die Klimakrise anheizt. Deshalb brauchen wir einen grundlegenden Umbau der Tierhaltung und Fleischproduktion in Deutschland. Bis 2050 müssen wir die Produktion und den Verbrauch von Fleisch um mindestens die Hälfte senken.

Der Deutsche Ethikrat hat erst kürzlich den mangelnden Tierschutz in Deutschland unmissverständlich gerügt und Eckpunkte für eine ethisch verantwortliche Nutztierhaltung vorgelegt. „Ich kenne kein einziges Rechtsgebiet, in dem so heuchlerisch vorgegangen wird wie im Tierschutzrecht“, sagt Steffen Augsberg, Sprecher der Arbeitsgruppe Tierwohl im Deutschen Ethikrat. Er verlangt ein grundsätzliches Umsteuern in der Nutztierhaltung.

Sehr geehrte Frau Bundesministerin, wir appellieren daher eindringlich an Sie, noch in dieser Legislaturperiode konkrete Maßnahmen zum Umbau der Tierhaltung und der Fleischproduktion in Deutschland zu ergreifen:

• Setzen Sie konsequent geltendes Tierschutzrecht durch: Mit lange geduldeten Verstößen wie der betäubungslosen Ferkelkastration, dem Kükenschreddern oder der Haltung von Sauen in engen Kastenständen muss endlich Schluss sein. Passen Sie die Nutztierhaltungsverordnungen an das Tierschutzgesetz und die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse der Tierforschung an.
• Schaffen Sie Transparenz für Verbraucherinnen und Verbraucher, die nicht länger Fleisch von Tieren kaufen wollen, die in engen Ställen gequält wurden. Führen Sie eine gesetzlich verpflichtenden Haltungskennzeichung für alle Fleischprodukte ein.
• Setzen Sie die Vorschläge der Borchert-Kommission zur Verbesserung des Tierwohls um. Schaffen Sie mit einer zweckgebundenen Tierwohl-Abgabe eine sichere finanzielle Basis für die gezielte Förderung von landwirtschaftlichen Betrieben, die in mehr Tierwohl investieren.
• Stellen Sie mit der Verabschiedung eines Lieferkettengesetzes sicher, dass Unternehmen in Deutschland entlang der gesamten Wertschöpfungskette soziale und ökologische Standards einhalten, die eine Ausbeutung von Menschen und die Zerstörung wertvoller Ökosysteme wie dem Amazonas verhindern.
• Treten Sie dafür ein, dass die Verteilung von EU-Subventionen nach der Größe der bewirtschafteten Fläche ein Ende hat. Machen Sie sich bei der Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) dafür stark, dass mit den Steuergeldern in Milliardenhöhe nur landwirtschaftliche Betriebe gefördert werden, die gesellschaftlich erwünschte Leistungen zum Schutz von Umwelt, Arten und Klima erbringen.

Wir hoffen auf Ihre Verantwortung für eine grundlegende Reform der Nutztierhaltung und stehen Ihnen jederzeit für einen persönlichen Austausch zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Martin Kaiser/ Geschäftsführender Vorstand Greenpeace

Hier können Sie die Forderungen unterstützen: https://act.greenpeace.de/krankes-system-billigfleisch?utm_campaign=agriculture&utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_content=button&utm_term=20200908-zukunftskommission

GemueseWert

Kooperation zur Stärkung von Wertschöpfungsketten für Gemüse aus dem Nürnberger Knoblauchsland und der Öko-Modellregion Nürnberg, Nürnberger Land, Roth
Bericht von Dr. Werner Ebert, Stadt Nürnberg/ Referat für Umwelt und Gesundheit

Projektpartner
Frankengemüse eG (verantwortlich), Gemüseerzeugerverband Knoblauchsland e.V., TH Nürnberg/ Studiengang „Management in der Bio-Branche, Stadt Nürnberg/ Biometropole Nürnberg. Das Projekt begann am 01.08.2020 und läuft bis 31.07.2023

Ziele des Projektes
1. Neue Vermarktungs-Kooperationen, Vertriebswege und neue Biowertschöpfungsketten-Partnerschaften erschließen.
2. Ausmaß der regionalen Wertschöpfung steigern, d.h. bessere Preise, höhere eigene Verarbeitungsanteile, Ausweitung des Bio-Anbaus, Abbau von Umstellungshemmnissen.
3. Wissen zu Möglichkeiten und Anforderungen der regionalen Wertschöpfung bei allen beteiligten Anspruchsgruppen steigern

Wesentliche Maßnahmen
Neu eingesetzt und speziell durch das Bundesprogramm Ökolandbau gefördert wird ein/e Bio-Wertschöpfungsketten-Manager*in. Diese/r hat die Aufgabe, die Kooperation zwischen den Bio-Betrieben und auch umstellungsinteressierten Betrieben im Knoblauchsland und in der Öko-Modellregion Nürnberg, Nürnberger Land, Roth insgesamt zu intensivieren, aber auch die Zusammenarbeit und Positionierung bei Einzelhandel und Außerhausverpflegung (Großküchen) zu verbessern. Die Frankengemüse strebt dabei an, den Anteil der genossenschaftlichen Vermarktung durch Frankengemüse im Biobereich idealerweise zu verdoppeln. Um dies zu erreichen, findet eine fundierte Analyse der Marktsituation statt. Dies übernehmen Prof. Jan Niessen und Studierende der TH Nürnberg. Dabei werden Absatz- und Bezugssituation und -engpässe ermittelt, relevante (potenzielle) Marktpartner identifiziert sowie Hemmnisse und Erfolgsfaktoren für eine tragfähige, kooperative Vermarktung von Bio-Gemüse herausgearbeitet. Die Projektpartner führen zudem Weiterbildungen für Betriebe der Wertschöpfungskette und Kooperationspartner durch. Es wird im Laufe des Projektes Veranstaltungen und Fachinformationen für die interessierte Öffentlichkeit auf der Internetseite der Biometropole geben.

Gefördert wird das Projekt durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN). Falls es Gemüsebetriebe gibt, die noch Interesse an einer Beteiligung haben, können sie sich bei Dr. Werner Ebert, Tel. 0911 231 4189, werner.ebert@stadt.nuernberg.de oder Franziska Distler, Tel. 0911 231 10624, franziska.distler@stadt.nuernberg.de melden.