Ausflug nach Emskirchen

Wird das mal ein Bio-Dorf?

Wenn man (mit dem Deutschlandticket) mal einen Ausflug von Nürnberg nach Emskirchen macht, erwartet einen schon ein Bahnhofs-Café mit Bio-Produkten. Wenn man den Bahnhof dann verlässt und sich nach links wendet, kommt man bald zu einem größeren Geschäft in einem  älteren Lagerhaus an den Gleisen, das fast alles für den täglichen Bedarf in Haus und Garten führt – auch ein ziemlich großes Bio-Sortiment. Geht man dann hinunter in den Ort, landet man in einem Eis-Café mit einer großen Liste an Bio-Zutaten. Eislie, in der Erlanger Str. 3. Öffnungszeiten: Mi – Sa 14-18.30, So 13 – 18.30 Uhr.

Auch einen Bäcker mit Bio-Produkten gibt es im Ort. Fehlt nur noch eine Bio-Gastwirtschaft.

Bio-Ernte durchwachsen: Weizen durchschnittlich, Hafer und Gemüse schwierig

1,6 Mrd Euro Umsatz über Hofläden/ „Jeder Cent in Bio eine Investition in Resilienz“
Berlin, 18. August 2026. Die Bio-Getreideernte 2026 fiel bei Winterungen wie Winterweizen, Rogge und Gerste durchschnittlich aus, bei Sommerungen dagegen unterdurchschnittlich. Laut Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) bereitet der Branche insbesondere Hafer Sorgen. Hitze und Trockenheit haben die Körner teilweise verkümmern lassen, so dass Erträge und Qualitäten vor allem auf leichten Standorten laut Agrarmarkt Informationsgesellschaft (AMI) hinter den Vorjahreswerten zurückbleiben. Die kleinere Getreideernte trifft auf einen noch gut versorgten Markt aus der reichlichen Ernte 2025, so dass die Akteure insbesondere bei den Sommerungen noch eine Weile von Altbeständen zehren dürften.
Bei den Winterungen fallen die Ertragsergebnisse im Mittel durchschnittlich aus, wobei es in Bayern und den ostdeutschen Bundesländern regional zu Gewitter- oder Hagelschäden kam. Die Backqualitäten beim Bio-Weizen fallen laut AMI insgesamt besser aus als erwartet, mit Ausreißern nach unten durch Trockenstress an einigen Standorten.
Beim Bio-Körnermais rechnet die AMI mit Ertragseinbußen, wiewohl er sich in Regionen mit ausreichend Regen überwiegend gut entwickelt habe. Sommergetreide, Leguminosen und spät gedrillte Kulturen wie Sojabohnen haben ähnlich wie Mais unter der Witterung gelitten.
Die Kartoffelknollen fielen durch Hitze und Trockenheit kleiner aus, was die Ernte dezimiert hat. Seit Juni leidet der Bio-Gemüsemarkt stark unter dem Einfluss des wärmsten Sommers seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Die Kombination aus Hitze, Trockenheit und Unwettern brachte viele Bio-Gemüseerzeuger an ihre Belastungsgrenze. Die wechselnden Wetterextreme beeinträchtigten dabei nicht nur deutsche Erzeuger: Auch Bio-Obst- und Gemüse-Anbaugebiete in Spanien, Italien und Frankreich litten unter Dürre, Hitze, Starkregen und Hagel.
Die deutsche Bio-Apfelernte wird deutlich kleiner als zuvor erwartet. Im Gegensatz zum Gemüse, wo eine reduzierte Verfügbarkeit auf eine stabile bis steigende Nachfrage trifft, gibt es noch ungewöhnlich lange Bio-Äpfel auf Lager aus der alten Ernte.
Tina Andres, Vorsitzende des Bio-Spitzenverbands BÖLW, kommentiert:
„Der Klimawandel macht vor Bio nicht Halt. Für Bio-Bäuerinnen und -Bauern ist jetzt wichtig, dass ihre Kundschaft ihnen angesichts der klimatischen Herausforderungen die Treue hält. Allein über ihre Direktvermarktung erwirtschafteten Bio-Höfe zuletzt mehr als 1,6 Milliarden Euro Jahresumsatz: Das ist eine tolle Leistung! Sie ist nur zu halten, wenn Verbraucherinnen und Verbraucher die frischen, gesunden Lebensmittel ihrer regionalen Höfe weiterhin wertschätzen.
 
Jeder Cent für ein Bio-Lebensmittel ist dabei eine Investition in Artenvielfalt, in sauberes Wasser und in eine resiliente Landwirtschaft, die nicht abhängig ist von fossil erzeugten Düngern aus Staaten wie Russland und die so vielfältig und regional angepasst arbeitet, dass sie bestmöglich aufgestellt ist unter den harschen Bedingungen des Klimawandels.“
Quelle: PRESSEMITTEILUNG des BÖLW, Pressekontakt: Annette Bruhns, presse@boelw.de, +49 30 28482 308. Alle Pressemitteilungen finden Sie auf unserer Website.

Besuch auf dem Obsthof

Am Sonntag, 26.Juli 2026, waren wir von 14-16.00 Uhr bei unserem Firmenmitglied Obst von Bauer. Magdalena und Stefan Bauer klärten uns umfänglich zum Bio-Obstanbau und ihrer Arbeit auf. Es begann 2014 mit 5 Hektar Ackerland und vorhandenen Kirschbäumen, heute werden 15 Hektar bewirtschaftet.

  • Anbau heute: Kirschen, Äpfel, Birnen, Zwetschgen, Beeren (Brombeeren, Heidelbeeren, Himbeeren, Johannesbeeren, Stachelbeeren),  Mirabellen, Renekloden, Pflaumen
  • Anbauverband/ Zertifizierung: Biokreis
  • Düngung: Haarmehlpellets und kompostierter Pferdemist
  • Pflanzenschutz: Nützlinge werden durch Blühstreifen angezogen, Kaliseife, Backpulver, Bio-Spritzmittel
  • Ernte: per Hand mit Helfern
  • Lagerung:  Äpfel bis April/ Mai bzw. bis alles verkauft ist im Kühlhaus; statt Begasung, wie in konventionellen Betrieben, wird der Umgebungssauerstoff reduziert
  • Vermarktung: Tafelware für den Handel süddeutschlandweit, zweitgrößter Bio-Kirschenerzeuger in Bayern, Hofladen samstags zwischen 9.00 und 15.00 Uhr oder zu anderen Zeiten an fast allen Tagen nach telefonischer Vereinbarung
  • Weitere Produkte: Apfelsaft, gefriergetrocknetes Obst

Nach einer Führung durch die Apfelplantage wurden Getränke und selbstgebackener Kuchen serviert und wir konnten Frischobst und Apfelsaft einkaufen.

Kontakt: Obst von Bauer, Oberrüsselbach 20, 91338 Igensdorf, Tel. 0173.6900.883, info@obst-bauer.de, http://www.obst-bauer.de

26. Juli, 14-16.00 Uhr: Bio-Ausflug zu Obst von Bauer, Oberrüsselbach 20, 91338 Igensdorf; Äpfel, Apfelsaft, Birnen, Himbeeren, Johannesbeeren, Kirschen, Pflaumen, Stachelbeeren; Führung, Verkostung, Einkaufsmöglichkeit; eigene Anreise; Anmeldung bis 22. Juli bei Wolfgang Ritter, T.0911 – 404827, ritter@bio-verbraucher.de

100 begeisterte Mitglieder

Unsere Mitgliederversammlung am 20. Juli 2026 war wieder gelungen; es gab viele positive Rückmeldungen. Was diese jährliche Veranstaltung so interessant macht und für rege Beteiligung sorgt (etwa 100 Teilnehmer*innen), sind die folgenden Programmpunkte:

  • aktuelle Kurzberichte des Vorstandes
  • Bio-Imbiss mit Bio-Getränken (kostenfrei für unsere Mitglieder)
  • Kurzberichte von anwesenden Firmenmitgliedern
  • Bio-Ausschüttung: jede(r) erhält eine Tüte mit Bio-Produkten

    Tütenausgabe
  • Warenpräsentation durch Firmenmitglieder und der persönliche Kontakt zu ihnen mit Verkostungs-, Einkaufs- und Gesprächsmöglichkeit

Wer ehrenamtlich in unserem netten Team mitarbeiten oder Mitglied werden möchte, melde sich bei ritter@bio-verbraucher.de

Warenpräsentation

Bio-Verbraucher e.V., Rieterstr. 20, 90419 Nürnberg

 

Mitgliederversammlung des Bio-Verbraucher e.V.

20. Juli, 18-20.30 Uhr: Mitgliederversammlung des Bio-Verbraucher e.V. in Nürnberg, Rieterstr. 20, mit Bio-Imbiss und Bio-Getränken, Bio-Ausschüttung (jeder Teilnehmer erhält eine Tüte mit Bio-Produkten). Bio-Firmen stellen sich vor; man kann Produkte kosten und kaufen.

Man kann direkt vor der Veranstaltung Mitglied werden (Persönliche Mitgliedschaft: 24 Euro Jahresbeitrag; ermäßigt: 12 Euro).

Anmeldung unbedingt erforderlich bis 13. Juli: ritter@bio-verbraucher.de

Urlaub bei Salzburg

Ein Geheimtipp für heiße Tage: In sauberem Wasser schwimmen und ein reiches Angebot an Veranstaltungen und Einsichten in das Bio-Dorf Seeham genießen, das kann man am Obertrumersee. Seeham ist zu 80 Prozent bio.

Gästezimmer, Ferienwohnungen, Urlaub auf dem Bauernhof  vermittelt gerne der Tourismusverband Seeham, Renate Schaffenberger, Dorf 12, A-5164 Seeham, Tel.: +43 – (0)6217 – 5493, seeham@salzburger-seenland.at, http://www.seeham-info.at

Auch Theaterkarten für die Seebühne und für viele weitere Veranstaltungen kann man beim Tourismusverband Seeham buchen.

 

Sa 11. und So 12. Juli 2026, 10-18.00 Uhr: Hoffest St. Michaelshof/ Allgäu

Großes Festprogramm mit Hofführungen, Vorträgen, Essen und Trinken, Spaß für Groß und Klein, Shuttle-Service für Bahnanreisende an beiden Tagen jeweils um 11.20 und 13.20 Uhr von Bahnhof Aichstetten, www.st-michaelshof.de, Tel. 07565 – 940030

Porridge

Rezept von Michaela Schwab, Demeter-Hafer und -Braunhirse werden selbst erzeugt, die Flocken selbst hergestellt

Zutaten

6 EL Haferflocken, 1 EL Braunhirse, 500 ml Milch oder pflanzliche Alternative, 50 g gestiftelte oder gehobelte Mandeln, Zimt oder Kurkuma zum verfeinern

Zubereitung

Die Flocken und Braunhirse in die Milch bzw. den Pflanzendrink einrühren und aufkochen lassen. Unter Rühren ca. 2 min köcheln lassen, dabei die Mandeln dazugeben. (Bei Bedarf können diese vorher zerkleinert werden.) Noch ca. 10 min nachquellen lassen. Bei Bedarf süßen oder frisches Obst dazugeben.

Guten Appetit wünscht Michaela Schwab vom Naturhof Schwab GmbH & Co. KG, Suddersdorf 25, 91575 Windsbach, Hofladen: Mi u. Fr 9.00 -18.00 Uhr, Online-Shop, www.naturhof-schwab.de, Tel. 09871-477, info@naturhof-schwab.de