Mitgliederversammlung im Juli

Fragen eines Mitgliedes

1. Welche Möglichkeiten gibt es, dass der Verein noch sichtbarer wird?

Um in der Region sichtbarer zu werden, müssten wir mehr Aktivitäten anbieten oder uns bestimmte Projekte vornehmen. Dazu bräuchten wir mehr ehrenamtliche Mitarbeiter. Um deutschlandweit besser wahrgenommen zu werden, müssten Zweigstellen in verschiedenen Städten eingerichtet werden. Das wäre wünschenswert und könnte mit unserer Unterstützung geschehen. Initiative Persönlichkeiten mögen sich bei mir melden.

2. Wie können sich die Vereinsmitglieder besser vernetzen?

Gute Vernetzungsmöglichkeiten bieten sowohl die Mitgliederversammlung als auch die jährlich stattfindenden Bio-Ausflüge. Für weitere Vernetzungsmöglichkeiten hatten wir bei der MV eine Tafel mit folgender Aufschrift bereitgestellt: Ich interessiere mich für: Gemeinsames Kochen/ Backen, selbstorganisierte Firmenbesuche, Bio-Essen-Gehen, weitere Ideen? Bei „weitere Ideen“ wurde der Wunsch zu Mithilfe und Miternten im Bio-Garten in Winkelhaid bei Nürnberg geäußert. Wer an einem der genannten Punkte Interesse hat, möge sich auch jetzt noch bei mir melden.

Der traditionelle Bio-Imbiss

In diesem Jahr gab es gegrillte fränkische Bratwürste (von Nürnberger Bio-Originale) in der Semmel (von Bioland-Bäckerei Imhof), für Vegetarier eine vegane Alternative. Getränke sponserte, wie jedes Jahr, die Neumarkter Lammsbräu. Wir konnten auch Demeter-Wein, rot und weiß, von der Winzerei Hell aus der Region anbieten. Die beiden Vertreter von BioUndNah hatten Käseplatten mitgebracht. Von Gemüsebau Kratzer und Gemüsebau Höfler hatten wir frisches Gemüse erhalten. Den Spendern ein herzliches Dankeschön.

Verführerisches Angebot eines Firmenmitgliedes

Unser Firmenmitglied, Stefan Aster von Nürnberger Bio Originale, hatte die fränkischen Bratwürste, die es zur MV gab, gesponsert. Im Gegenzug möchte er gerne, dass wir etwas bei ihm kaufen. Bei einer Sammelbestellung durch mich bietet er uns 25 Prozent Rabatt auf alle Artikel in seinem Internet-Shop. Für Elisen-Lebkuchen hat er schon einen Preis genannt (siehe Angebote & Gesuche). Es haben sich schon etwa 20 Mitglieder für eine Lebkuchenbestellung eingetragen. Weitere Bestellungen nehme ich gerne bis Mitte Oktober entgegen.

Fünf Firmenmitglieder stellen sich vor und lassen etwas verkosten

  • Walter Bauer, Landwirt in Stein bei Nürnberg, liefert Kartoffeln, Gemüse, Apfel- und Aronia-Saft, Drachenkopf- und Leinöl u.a. frei Haus im Raum Nürnberg, Tel. 0170.8871.044
  • BioUndNah, Naturkost-Einzelhandel, 90429 Nürnberg, Rosenaustr. 16, Tel. 0911–18 07 07 46, Mo–Fr 9–19.00, Sa 9–14.00 Uhr, http://www.bioundnah.de
  • Broder Abrahamsen von Salbeyer GmbH, 82194 Gröbenzell, Tel. 0172.64 13 305, Bio-Liköre, Kräuterlikör, Salbeilikör, http://www.salbeyer.de, Internet-Shop
  • Cidella Machner und ihr Bruder von Machner’s Blumerei & Hofladen, Gotzenberg 9, 91230 Happurg, Tel. 09157- 92 76 906, Blumen, Aufstriche, Honig, Nudeln, Pesto, Tee, Tomaten, Zucchini, Öl, Do 9-18 Uhr und 24 h SB, http://www.machners-blumerei-und-hofladen.de
  • Magdalena Bauer von Obst von Bauer, Biokreis-Obsthof, Oberrüsselbach 20, 91338 Igensdorf, Tel. 0173.6900.883, fränkisches Obst, Apfelsaft, gefriergetrocknetes Obst, http://www.obst-bauer.de, Hofladen Sa 9-15 Uhr und nach telef. Vereinbarung

Die jährliche „Bio-Ausschüttung“

Etwa 70 Unternehmen waren angeschrieben und um Warenproben für die Bio-Ausschüttung gebeten worden. Etwa 15 haben uns etwas geliefert. Jedes anwesende Mitglied erhielt eine Tüte mit Bio-Produkten.

Mit herzlichen Grüßen

Ihr Wolfgang Ritter/ ritter@bio-verbraucher.de

Tag des Ökolandbaus: Bio – auch geopolitisch ein Trumpf

PRESSEMITTEILUNG des BÖLW vom 22.09.2026

Am 23. September würdigt die Europäische Union mit dem sechsten European Organic Day die Bio-Landwirtschaft als Leitbild eines resilienten und nachhaltigen Ernährungssystems. Sie zeichnet dazu exzellente Unternehmen mit den “EU-Bio-Awards“ aus.

Tina Andres, Vorstandsvorsitzende des Bio-Spitzenverbands, kommentiert:

„In diesem Jahr steht der European Organic Day im Zeichen der Resilienz. Die Widerstandsfähigkeit des Ökolandbaus, der ohne fossilen Kunstdünger auskommt, ist mit den Blockaden von Hormus und Bab al-Mandab auch ein geopolitischer Trumpf. Ein Trumpf, den Europa nicht verspielen darf, sondern stärken muss!

 Diese Resilienz endet nicht am Hoftor, sondern spiegelt sich in der regionalen Wertschöpfung wider. Sie erreicht genau dort Menschen, wo viele an den vergangenen Wochenenden ihre Unzufriedenheit auf dem Stimmzettel Ausdruck gegeben haben. Die rund 400.000 Arbeitsplätze der Unternehmen der Bio-Branche stiften gerade im ländlichen Raum Sinn und Gemeinschaft und damit wichtige Voraussetzungen für eine offene, freie Gesellschaft.

Für Resilienz sorgen Europas Bio-Bäuerinnen und -Bauern auch ganz konkret. Sie schützen Flora und Fauna, von der gefährdeten purpurroten Kornrade bis zur apfelblütenbestäubenden Acker-Schmalbiene. In Wassereinzugsgebieten sorgen sie für sauberes Trinkwasser, als Anrainer von Flüssen und Seen halten sie Gewässer frei von Nitrat. Wir feiern Europas Frauen und Männer, die tagtäglich mit ihrer Hände Arbeit zum Klima-, Arten- und Wasserschutz beitragen!“

Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft e.V. (BÖLW), Marienstr. 19-20, 10117 Berlin, +49 30 28482 308, presse@boelw.de, www.boelw.de

Kürzlich auf dem Demeter-Geflügelhof

Als wir kürzlich Peter Schubert auf seinem Geflügelhof nördlich von Nürnberg besuchten, und ich die rennenden, flatternden, fliegenden Hühner sah, Hennen und Hähne, wurde mir erneut klar, welch ein Skandal es ist, die Vögel in der Massentierhaltung einzuquetschen. Demeter erlaubt nur 3000 Hühner zu halten, EU-Bio 30.000, so Schubert. Bei konventioneller Hühnerhaltung gibt es keine Grenzen!

Der Geflügelhof Schubert hat einen neuen Hofladen mit erweitertem Sortiment. Es gibt einen Mittagsimbiss sowie Kaffee und selbst gebackenen Kuchen. Zum genießen im Freien  gibt es schattige Plätze. Und einen Spielplatz mit Blick auf die frei laufenden Hühner.

„Gutes von Schubert“ und anderen Lieferanten (großes Naturkostsortiment mit Käse- u. Wursttheke, Obst und Gemüse, Milch und Milchprodukte) gibt’s Di – Fr, 8 -1 8.00, u. Sa, 8 – 13.00 Uhr, mit Bedienung, zu anderen  Zeiten mit SB und Kartenzahlung; ab donnerstags frische Hähnchen und Gockel.

91338 Unterrüsselbach, Ebacher Str. 1, www.gefluegelhof-schubert.de

Man kann den Geflügelhof Schubert Mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen. Vom Nordost-Bahnhof fährt man mit der Gräfenbergbahn bis zur Station Rüsselbach. Dann sind es etwa 1000 Meter bis zum Hof.

Deutsches Bio-Siegel – eine 25-jährige Erfolgsgeschichte

Prüfzeichen für Gesundheit, Ökologie, Sorgfalt und Gerechtigkeit

Der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) gratuliert Deutschland zu seinem vor 25 Jahren eingeführten Bio-Siegel. Das wabenförmige Achteck trat am 5. September 2001 unter der damaligen Ministerin Renate Künast in Kraft und weist heute mehr als 112.000 Produkte in Deutschland als bio-zertifiziert aus laut der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, von Brot über Saatgut bis zu Vogelfutter. Die Nutzung ist freiwillig; vorgeschrieben ist seit 2012 das Grüne-Blatt-Bio-Siegel der EU.

Tina Andres, Vorsitzende des Bio-Spitzenverbands, zum Geburtstag des deutschen Siegels:

„Bio ist eine Erfolgsgeschichte! Die Graswurzelbewegung ist in 25 Jahren aus der Nische in die Mitte der Gesellschaft gewachsen: Dieser Erfolg ist auch einer des deutschen Bio-Siegels! Das staatliche Versprechen schafft Vertrauen – wo Bio draufsteht, ist Bio drin. Die fortwährend steigende Nachfrage zeugt davon: Von 2,1 Milliarden Euro im Jahr 2000 hat sich der Jahresumsatz mit Bio-Produkten verneunfacht auf 18,3 Milliarden Euro in 2025 – und ein Ende ist nicht absehbar, wie der Zuwachs um rund 4 Prozent im ersten Halbjahr zeigt.

Bio gibt Arbeit: Rund 400.000 Menschen beschäftigt die Branche in Deutschland. Innovationen wie Bio-Supermärkte, Bio-Automaten auf dem Land oder Lieferdienste für Bio-Produkte tragen dazu bei, dass das Wachstum sich fortsetzt. 

Bio schafft Werte: Getreu seiner Philosophie, dass das Wirtschaften ökologisch sein muss, die Produkte gesund und sorgfältig hergestellt. Und es soll gerecht zugehen! Die Kosten für die Leistungen für die Allgemeinheit, vom sauberen Wasser bis zum Vogelschutz, dürfen nicht auf den Einzelnen abgewälzt werden – weder auf Erzeuger, noch Hersteller, noch Konsumierende. 

Quelle: BÖLW-Presse-Mitteilung vom 1. September 2026

Ausflug nach Emskirchen

Wird das mal ein Bio-Dorf?

Wenn man (mit dem Deutschlandticket) mal einen Ausflug von Nürnberg nach Emskirchen macht, erwartet einen schon ein Bahnhofs-Café mit Bio-Produkten. Wenn man den Bahnhof dann verlässt und sich nach links wendet, kommt man bald zu einem größeren Geschäft in einem  älteren Lagerhaus an den Gleisen, das fast alles für den täglichen Bedarf in Haus und Garten führt – auch ein ziemlich großes Bio-Sortiment. Geht man dann hinunter in den Ort, landet man in einem Eis-Café mit einer großen Liste an Bio-Zutaten. Eislie, in der Erlanger Str. 3. Öffnungszeiten: Mi – Sa 14-18.30, So 13 – 18.30 Uhr.

Auch einen Bäcker mit Bio-Produkten gibt es im Ort. Fehlt nur noch eine Bio-Gastwirtschaft.

Bio-Ernte durchwachsen: Weizen durchschnittlich, Hafer und Gemüse schwierig

1,6 Mrd Euro Umsatz über Hofläden/ „Jeder Cent in Bio eine Investition in Resilienz“
Berlin, 18. August 2026. Die Bio-Getreideernte 2026 fiel bei Winterungen wie Winterweizen, Rogge und Gerste durchschnittlich aus, bei Sommerungen dagegen unterdurchschnittlich. Laut Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) bereitet der Branche insbesondere Hafer Sorgen. Hitze und Trockenheit haben die Körner teilweise verkümmern lassen, so dass Erträge und Qualitäten vor allem auf leichten Standorten laut Agrarmarkt Informationsgesellschaft (AMI) hinter den Vorjahreswerten zurückbleiben. Die kleinere Getreideernte trifft auf einen noch gut versorgten Markt aus der reichlichen Ernte 2025, so dass die Akteure insbesondere bei den Sommerungen noch eine Weile von Altbeständen zehren dürften.
Bei den Winterungen fallen die Ertragsergebnisse im Mittel durchschnittlich aus, wobei es in Bayern und den ostdeutschen Bundesländern regional zu Gewitter- oder Hagelschäden kam. Die Backqualitäten beim Bio-Weizen fallen laut AMI insgesamt besser aus als erwartet, mit Ausreißern nach unten durch Trockenstress an einigen Standorten.
Beim Bio-Körnermais rechnet die AMI mit Ertragseinbußen, wiewohl er sich in Regionen mit ausreichend Regen überwiegend gut entwickelt habe. Sommergetreide, Leguminosen und spät gedrillte Kulturen wie Sojabohnen haben ähnlich wie Mais unter der Witterung gelitten.
Die Kartoffelknollen fielen durch Hitze und Trockenheit kleiner aus, was die Ernte dezimiert hat. Seit Juni leidet der Bio-Gemüsemarkt stark unter dem Einfluss des wärmsten Sommers seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Die Kombination aus Hitze, Trockenheit und Unwettern brachte viele Bio-Gemüseerzeuger an ihre Belastungsgrenze. Die wechselnden Wetterextreme beeinträchtigten dabei nicht nur deutsche Erzeuger: Auch Bio-Obst- und Gemüse-Anbaugebiete in Spanien, Italien und Frankreich litten unter Dürre, Hitze, Starkregen und Hagel.
Die deutsche Bio-Apfelernte wird deutlich kleiner als zuvor erwartet. Im Gegensatz zum Gemüse, wo eine reduzierte Verfügbarkeit auf eine stabile bis steigende Nachfrage trifft, gibt es noch ungewöhnlich lange Bio-Äpfel auf Lager aus der alten Ernte.
Tina Andres, Vorsitzende des Bio-Spitzenverbands BÖLW, kommentiert:
„Der Klimawandel macht vor Bio nicht Halt. Für Bio-Bäuerinnen und -Bauern ist jetzt wichtig, dass ihre Kundschaft ihnen angesichts der klimatischen Herausforderungen die Treue hält. Allein über ihre Direktvermarktung erwirtschafteten Bio-Höfe zuletzt mehr als 1,6 Milliarden Euro Jahresumsatz: Das ist eine tolle Leistung! Sie ist nur zu halten, wenn Verbraucherinnen und Verbraucher die frischen, gesunden Lebensmittel ihrer regionalen Höfe weiterhin wertschätzen.
 
Jeder Cent für ein Bio-Lebensmittel ist dabei eine Investition in Artenvielfalt, in sauberes Wasser und in eine resiliente Landwirtschaft, die nicht abhängig ist von fossil erzeugten Düngern aus Staaten wie Russland und die so vielfältig und regional angepasst arbeitet, dass sie bestmöglich aufgestellt ist unter den harschen Bedingungen des Klimawandels.“
Quelle: PRESSEMITTEILUNG des BÖLW, Pressekontakt: Annette Bruhns, presse@boelw.de, +49 30 28482 308. Alle Pressemitteilungen finden Sie auf unserer Website.

Besuch auf dem Obsthof

Am Sonntag, 26.Juli 2026, waren wir von 14-16.00 Uhr bei unserem Firmenmitglied Obst von Bauer. Magdalena und Stefan Bauer klärten uns umfänglich zum Bio-Obstanbau und ihrer Arbeit auf. Es begann 2014 mit 5 Hektar Ackerland und vorhandenen Kirschbäumen, heute werden 15 Hektar bewirtschaftet.

  • Anbau heute: Kirschen, Äpfel, Birnen, Zwetschgen, Beeren (Brombeeren, Heidelbeeren, Himbeeren, Johannesbeeren, Stachelbeeren),  Mirabellen, Renekloden, Pflaumen
  • Anbauverband/ Zertifizierung: Biokreis
  • Düngung: Haarmehlpellets und kompostierter Pferdemist
  • Pflanzenschutz: Nützlinge werden durch Blühstreifen angezogen, Kaliseife, Backpulver, Bio-Spritzmittel
  • Ernte: per Hand mit Helfern
  • Lagerung:  Äpfel bis April/ Mai bzw. bis alles verkauft ist im Kühlhaus; statt Begasung, wie in konventionellen Betrieben, wird der Umgebungssauerstoff reduziert
  • Vermarktung: Tafelware für den Handel süddeutschlandweit, zweitgrößter Bio-Kirschenerzeuger in Bayern, Hofladen samstags zwischen 9.00 und 15.00 Uhr oder zu anderen Zeiten an fast allen Tagen nach telefonischer Vereinbarung
  • Weitere Produkte: Apfelsaft, gefriergetrocknetes Obst

Nach einer Führung durch die Apfelplantage wurden Getränke und selbstgebackener Kuchen serviert und wir konnten Frischobst und Apfelsaft einkaufen.

Kontakt: Obst von Bauer, Oberrüsselbach 20, 91338 Igensdorf, Tel. 0173.6900.883, info@obst-bauer.de, http://www.obst-bauer.de

26. Juli, 14-16.00 Uhr: Bio-Ausflug zu Obst von Bauer, Oberrüsselbach 20, 91338 Igensdorf; Äpfel, Apfelsaft, Birnen, Himbeeren, Johannesbeeren, Kirschen, Pflaumen, Stachelbeeren; Führung, Verkostung, Einkaufsmöglichkeit; eigene Anreise; Anmeldung bis 22. Juli bei Wolfgang Ritter, T.0911 – 404827, ritter@bio-verbraucher.de