Drei Vollkornmehlarten getestet

Dinkelvollkornmehl

Die gute Nachricht: Von 27 getesteten Dinkelvollkornmehlen schneiden 20 mit „sehr gut“ ab, davon 13 in Bio-Qualität. Darstellung jeweils Anbieter/ Euro pro 1000 g

„sehr gut“: Antersdorfer Mühle 2,99, Lidl Belbake/ Bio-Mühle Göddenstedt   1,35, Netto 1,35, Aldi Nord/ Frießinger Mühle 1,35, Bohlsener Mühle 3,29, Dennree/ Vogtland Bio-Mühlen 1,99, Dm 1,25, Donath Mühle 4,49, Rossmann Ener Bio 1,25, Penny/ Frießinger Mühle 1,25, Aldi Süd/ Scheller Mühle 1,35, Rewe/ Frießinger Mühle 1,29, Spielberger, Demeter 3,99

Die schlechte Nachricht: Ausgerechnet sechs der restlichen sieben Mehle sind Bio-Produkte:

  • „gut“: Campo Verde, Demeter 3,99, Kaufland/ Scheller Mühle 1,25
  • „befriedigend“: Alnatura 2,29, Edeka 1,35
  • „ausreichend“: Küchenmeister/ Frießinger Mühle 1,99
  • „ungenügend“: Norma Bio Sonne/ Frießinger Mühle 1,2

Man fragt sich, wie es kommt, dass die Produkte der Frießinger Mühle so unterschiedlich abschneiden: Aldi Nord, Penny und Rewe verkaufen „sehr gute“ Produkte dieser Mühle; das eigene Produkt erreicht nur ein „ausreichend“, das bei Norma ist sogar „ungenügend“. Im „Küchenmeister“ fand man „erhöhte Nickel“-Werte und bei Norma „erhöhte Nickel“- und „erhöhte Cadmium“-Werte. Mögliche Ursache: Die Mühle verarbeitet Getreide aus Deutschland; das Mehl bekommen Aldi Nord, Penny und Rewe. Aber auch Getreide aus anderen EU-Staaten; das nimmt man für die eigene Marke „Küchenmeister“, um sie billig anbieten zu können, und für Norma.                                                              

Weizenvollkornmehl

Es gibt nur „sehr gute“ und „befriedigende“ Bio-Vollkorn-Weizenmehle. Nur ein Nicht-Bio-Mehl ist „mangelhaft“, das von Aurora Mühlen.

  • „sehr gut“ in Euro pro 1000 g

Alnatura 1,29, Bauck         1,99, Dennree/ Vogtland BioMühlen 1,29, Dm 0,85, Kaufland/ Scheller Mühle 0,85, Rewe/ Frießinger Mühle 0,99

  • „befriedigend“ in Euro pro 1000 g      

Norma Sonne/ Ulmer Nahrungsmittel 0,85, Aldi Nord u. Aldi Süd/ Frießinger Mühle 0.85, Edeka 0,85, Spielberger Mühle, Demeter  2,29

Roggenvollkornmehl

Es gibt nur „sehr gute“ Bio-Vollkorn-Roggenmehle. Acht Mehle wurden getestet, davon 6 Bio-Mehle: Alnatura 1,59, Bauck 1,99, Dennree/ Vogtland BioMühlen 1,49, Dm 1,35, Donath Mühle 2,99, Rewe/ Frießinger Mühle 1,39 (jeweils in Euro pro 1000 g)

Quelle: Öko-Test 4.2026

Willkommen im Knoblauchsland

Bericht von Wolfgang Ritter

Gleich zweimal kurz hintereinander wurde in den Nürnberger Nachrichten (NN) über unser Firmenmitglied Rudolf Dworschak berichtet. Wahrscheinlich deshalb, weil er in den Stadtrat gewählt wurde. Damit ist der Bio-Verbraucher e.V. mit drei Mitgliedern im Stadtrat vertreten. Inga Hager und Marc Schüller sind die beiden anderen. Wir bringen Inhalte aus dem zweiten Interview und stellen bei dieser Gelegenheit unsere Bio-Gärtner im Knoblauchsland Nürnberg vor.

„Wissen, wo was wächst“ (NN vom 29. April)

Vor 30 Jahren hat Rudolf Dworschaks Vater mit Bioland-Gemüse-Anbau begonnen, stellte aber bald auf Kräuter um. Der Sohn hat jetzt wieder Tomaten und Gurken ins Sortiment aufgenommen und gibt Hinweise zu deren Kultivierung.

Tomaten werden erst im Januar im beheizten Gewächshaus gepflanzt, die ersten sind dann im April/ Mai reif und werden bis November geerntet. „Geerntet werden sie erst, wenn alle Tomaten (an einer Pflanze) reif sind. Gepflückt wird einmal die Woche.“ Von November bis Januar wachsen Winterroggen, Ackerbohnen und Senf im Gewächshaus, die als Gründüngung dienen. „Das genügt, damit der Boden belebt bleibt.“ Wenn man mit dem Spaten in die Erde sticht, kommen Regenwürmer zum Vorschein; sie helfen beim Belüften und Düngen.

„Bio-Tomaten müssen im Erdboden wachsen“, im Unterschied zu konventionellen. Eine weitere Besonderheit ist die Einhaltung einer Fruchtfolge: „Wir schauen, dass wir alle drei Jahre Gurken auf die Fläche kriegen.“

Die meisten Gemüsegärtner im Knoblauchsland haben in den vergangenen Jahren gewaltig in beheizbare Gewächshäuser investiert und vermarkten die riesigen Erntemengen über den Großhandel oder haben Lieferverträge mit großen Einzelhandelsketten, wie Edeka, Kaufland, Rewe, Netto abgeschlossen. Ihnen machen die Billigimporte zu schaffen. Dworschak könnte z.B. den ganzen Winter über die Region mit frischem Schnittlauch versorgen. Aber mit den Preisen afrikanischer Betriebe, in denen die Mitarbeiter 3,50 €/ Stunde verdienen, kann und will er nicht mithalten. Er ist stolz, viele Menschen ganzjährig zu fairen Bedingungen beschäftigen zu können. Wichtig sind deshalb bewusste Verbraucher, die regionale Ware nachfragen.

Unsere Bio-Gemüsegärtner im Knoblauchsland

Überwindung von Ertragslücken im organischen und biodynamischen Weinbau – Erkenntnisse aus einem 18-jährigen Feldversuch

Die Bekämpfung von Umweltzerstörung und die Förderung der landwirtschaftlichen Nachhaltigkeit sind zentrale Herausforderungen des einundzwanzigsten Jahrhunderts. Agroökologische Praktiken wie biologische und biodynamische Landwirtschaft sind entscheidend, um die Landwirtschaft zu transformieren und die Ökosystemdienstleistungen zu verbessern, indem synthetische Betriebsmittel vermieden werden. Obwohl sie oft für geringere Erträge kritisiert werden, ist wenig darüber bekannt, wie sich diese Systeme über längere Zeiträume unter unterschiedlichen Klimabedingungen anpassen und funktionieren, insbesondere bei mehrjährigen Kulturen wie Weinreben. Dies stellt eine große Wissenslücke dar, da das Verständnis ihrer langfristigen Anpassungsfähigkeit unerlässlich ist, um widerstandsfähige und nachhaltige Produktionssysteme unter dem Klimawandel zu gestalten. Diese 18-jährige Feldstudie in Geisenheim, Deutschland, adressiert diese Lücke, indem sie die langfristigen Auswirkungen organischer, biodynamischer und integrierter Behandlungen auf Vitis vinifera cv. Riesling bewertet.

Sie stellt die einzige Langzeitstudie zu mehrjährigen Kulturen dar, die systematisch die Auswirkungen dieser Systeme auf agronomische Parameter, Pflanzenleistung und Traubenqualität vergleicht, wobei deren Entwicklung nach der Umwandlung und ihre Reaktion auf klimatische Variabilität beobachtet werden. Anfangs zeigten organische (−17 %) und biodynamische (−14 %) Systeme geringere Erträge und eine geringere Rebenvitalität im Vergleich zur integrierten Bewirtschaftung. Allerdings verringerten sich die Ertragslücken nach etwa einem Jahrzehnt deutlich.

Die Change-Point-Analyse zeigte verbesserte relative Erträge in organischen und biodynamischen Flächen 8–9 Jahre nach der Umwandlung, begleitet von stabilen oder verbesserten Ravaz-Indexwerten. Bemerkenswert ist, dass in heißen, trockenen Jahrgängen organische und biodynamische Systeme erhöhte Ertragseffekte (+2,3 % bzw. +9,0 %) sowie einen erhöhten verfügbaren Hefestickstoff aufwiesen. Im Gegensatz dazu blieben Ertragslücken in kühleren, feuchteren Jahrgängen bestehen, wahrscheinlich aufgrund pathogenbedingter Verluste. Nährstoffmängel waren nicht die Hauptursache für anfängliche Ertragsrückgänge, und die Traubenqualitätsparameter zeigten minimale Unterschiede in der Behandlung. Diese Langzeitergebnisse zeigen, dass organischer und biodynamischer Weinbau anfängliche Ertragsdefizite überwinden und unter zunehmend wärmeren, trockenen Bedingungen möglicherweise eine integrierte Bewirtschaftung übertreffen kann. Die Ergebnisse heben die Anpassungsfähigkeit und Klimawiderstandsfähigkeit agroökologischer Systeme hervor und bieten einen nachhaltigen Weg für die zukünftige mehrjährige Landwirtschaft.

Quelle: Newsletter des Forschungsring e.V. vom 26.05.2026; Überwindung von Ertragslücken im organischen und biodynamischen Weinbau: Erkenntnisse aus einem 18-jährigen Feldversuch | Agronomie für nachhaltige Entwicklung | Springer Nature Link

Landwirte und Verbraucher tun sich zusammen zu „Ernteteilern“

Bericht von Wolfgang Ritter

Unter dem Titel „Alternative zum eigenen Garten“ berichteten die Nürnberger Nachrichten (NN) am 9. April 2026 über eines unserer ältesten Firmen-Mitglieder, den Biolandbetrieb Karl Dollinger, heute Biohof Höps. Der Biohof wurde über viele Jahre von Karl Dollinger aufgebaut und geprägt, der als Pionier des ökologischen Landbaus in der Region galt. Gemeinsam mit engagierten Verbraucherinnen und Verbrauchern entwickelte er 2014 die Grundlagen für die heutige solidarische Landwirtschaft auf dem Hof. Nach seinem Tod im Mai 2021 wird der Betrieb von seiner Frau, Claudia Höps, weitergeführt – in seinem Sinne und auf Basis der gemeinsam entwickelten Idee. Der Hof trägt heute den Namen Biohof Höps, auch mit Blick auf die nächste Generation: Die Kinder, die den Hof übernehmen sollen, tragen diesen Namen bereits weiter.

Antworten Claudia Höps‘ im Interview mit NN vom 9. April 2026 und weitere Details

  • „Wer keine Möglichkeit hat, selbst Lebensmittel zu erzeugen, kann Teil unserer Erntegemeinschaft werden.“
  • „Was wächst, wird verteilt. So kann man auch Sachen probieren, die man sonst nicht kaufen würde.“
  • „Wir sind eine Erntegemeinschaft.“
  • „Wir bauen ursprüngliche Lebensmittel an, die schmecken so gut wie aus dem eigenen Garten.“
  • „Wer billiges oder makelloses Biogemüse will, der muss woanders hin.“
  • „Die Leute kommen oft gestresst, wenn sie dann eine Stunde bei uns sind, kann man sehen, wie der Stress abfällt.“

Der Hof bietet eine große Vielfalt: Gemüse, Kräuter, Urgetreide, Eier, Milch- und Fleisch. Verbraucher, die sich der SoLaWi-Gemeinschaft anschließen, bekommen wöchentlich, was der Hof gerade bietet, evtl. ergänzt mit Produkten benachbarter Biohöfe. Sie können ihren Ernteanteil an verschiedenen Depots in der Region abholen, u.a. in Roth, Fürth und Nürnberg. Man kann nur vegetarische Produkte wählen oder das volle Programm mit Fleisch und zahlt zwischen 160 und 200 Euro im Monat.

Die Bio-Landwirtin wünscht sich „Ernteteiler“, die ihr Konzept verstehen und mittragen. Viele beteiligen sich nicht nur wegen des Ernteanteils, den sie bekommen, sondern weil sie die Verbindung zum Hof schätzen. Sie wollen ihren Kindern das Hofleben nahebringen, die Tiere erleben und selber mitmachen: pflanzen, hacken, ernten. Der Hof bietet regelmäßig Mitmachmöglichkeiten an, in diesem Jahr 10 Aktionen.

Ergänzende Informationen zum Biohof Höps

Der Hof ist seit 7 Jahren Demeter zertifiziert. Man kann eine Erntekiste abonnieren, es gibt einen Hofladen, der dienstags bis samstags von 7.00 bis 19.00 Uhr geöffnet ist und einen Online-Shop. Ganz außergewöhnlich ist der Bauernhof-Kindergarten – auch mit Ganztagsbetreuung.

Kontakt: 91177 << 24, Tel. 09173-78897,https://www.biohofhoeps.de

Mehr zur Hofgeschichte: https://www.biohofhoeps.de/hof-und-haltung/geschichte/

Mehr zum Kindergarten: https://www.bauernhofkiga-hoeps.de/

Unser Partner Essen mit Zukunft e.V. hat eine Vision: Gesundes Essen für alle – gerecht für die Menschen und tragfähig für unseren Planeten. Wir setzen uns ein für faire Preise, stärken Agrarökologie und Ernährungssouveränität und fördern eine pflanzenbasierte, saisonale und regionale Ernährung. Mehr Info: http://www.essen-mit-zukunft.de/, T. 040-392526

Schlafen und Bio-Essen günstig in Hamburg: Schanzenstern Hotel, Einzel-, Doppel-, Mehrbettzimmer, Apartments, Bio-Frühstücksbuffet, Bio-Mittagstisch – auch vegetarisch vegan und glutenfrei, Bio-Catering, www.schanzenstern.com, Tel. 040-39903030

Eiscafé in 91448 Emskirchen, Erlanger Str. 3: natürliches Eis mit vielen Bio-Zutaten aus der Region, eigene Eismanufaktur, Chefin ist Glacière (Eismacherin), Mi-Sa 14-18.30, So 13-18.30 Uhr, Tel. 09104-8249982 www.eislie.de, wenige Minuten vom Bahnhof Emskirchen

Naturhof Schwab, Suddersdorf 25, 91575 Windsbach, stellt selber her: Müsli, Öle, Mehle, Flocken; Hofladen: Mi u. Fr 9.00-18.00 Uhr, T. 09871-477, Online-Shop, www.naturhof-schwab.de

Günter Sippel, ältester Bioland-Gärtner in Nürnberg, bewirtschaftet seinen Betrieb wieder selber; Verkauf: Hofladen, Alte Parlerstr. 3, 90425 Nürnberg: Mi u. Fr 12-14 Uhr, Hauptmarkt: Fr 7-10 Uhr, Langwasser, Heinrich-Böll-Platz: Sa 7-10 Uhr, Tel.: 0911-332206

Bio-Liköre: Kräuterlikör, Salbeilikör, Zitronello Bavarese von Salbeyer GmbH & Co KG 82194 Gröbenzell, www.salbeyer.de, info@salbeyer.de, Tel. 08803-63 97 26, Internet-Shop

250.000 Bio-Bauern für Ägypten

 

Liebe Leserinnen und Leser,

es sieht so aus, als wenn die Bio-Landwirtschaft in anderen Ländern schneller wächst als in Deutschland. Begeisternde Nachrichten kommen von unserem Firmenmitglied SEKEM, dass seit 50 Jahren in der ägyptischen Wüste erfolgreich wirtschaftet. SEKEM hat auch das Label „Economy of Love“ (Wirtschaft der Liebe) entwickelt, das sich weltweit durchsetzt. In meinen Büchern Initiativen, die die Welt verändern (Borchen 2013) und Wirtschaft der Liebe (2. Auflage, Borchen 2016) habe ich über SEKEM berichtet, und mit beiden Titeln offenbar nicht zu viel versprochen. Kürzlich kam eine Einladung zu einem Webinar, in dem bisherige Erfolge und künftige Vorhaben dargestellt wurden.

„In den vergangenen Jahren hat sich die Initiative Economy of Love (EoL) zu einem der ambitioniertesten Modelle für regenerative Landwirtschaft weltweit entwickelt. Was mit einem ersten Pilotprojekt auf einer 336 Hektar großen Wüstenfarm in der Oase Wahat Bahariya begann, hat gezeigt, dass biodynamische und regenerative Landwirtschaft nicht nur Böden regenerieren, sondern auch einen bedeutenden Beitrag zum Klimaschutz leisten können.

Nach den ersten erfolgreichen Pilotprojekten wurde das EoL-Modell zunächst mit Kleinbauern in Ägypten erprobt. Bis Ende 2025 haben bereits mehr als 40.000 Landwirte den EoL-Standard eingeführt und profitieren von den sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Vorteilen – unter anderem durch CO₂-Zertifikate und verbesserte Marktchancen. Die Vision für die kommenden Jahre ist: Bis 2030 sollen bereits 250.000 Landwirte auf 650.000 Hektar nach dem EoL-Standard wirtschaften. Und die langfristige Vision geht noch weiter: Bis 2057 ist die Transformation der gesamten ägyptischen Landwirtschaft das Ziel – rund 7 Millionen Landwirte auf 4 Millionen Hektar.“

In dem Webinar am 16. Juni wurde gezeigt, wie diese Transformation konkret möglich werden kann. Referierende waren Angela Hofmann, Landwirtschaftskoordinatorin bei SEKEM und Justus Harm, Co-Geschäftsführer der Egyptian Biodynamic Association / Economy of Love. Mehr Info zu Economy of Love: https://economyoflove.net/

Mit herzlichen Grüßen

Ihr Wolfgang Ritter

Starkoch Alexander Herrmann wirbt bei Event der Metropolregion für regionales Essen in Schulen und Kitas

Die Metropolregion Nürnberg engagiert sich für mehr regionales und bio-regionales Essen in kommunalen Kitas und Schulen. Unter dem Motto „GeRTi tischt auf“ hat sie deshalb in Nürnberg etliche Beteiligte zum Thema an einen Tisch gebracht, vom Caterer über Schulleiterinnen bis hin zum Politiker.

Im Fokus der Veranstaltung standen konkrete Lösungen für mehr regionalen Genuss in den sogenannten Gemeinschaftsverpflegungen. Vertreterinnen und Vertreter der Kommunen in der Metropolregion unterzeichneten außerdem eine gemeinsame Willensbekundung für mehr regionale und bio-regionale Lebensmittel in ihren Einrichtungen. „Städte, Gemeinden und Landkreise können mit ihren Entscheidungen einen wichtigen Beitrag für eine nachhaltige Ernährung, eine starke regionale Wirtschaft und mehr Versorgungssicherheit leisten“, begrüßte Peter Reiß, Ratsvorsitzender der Metropolregion Nürnberg und Oberbürgermeister von Schwabach, den gemeinsamen Auftritt.

Für den Bio-Verbraucher e. V. nahm Vorstandsmitglied Ute Blümlein an der Veranstaltung teil.

Mehr Info: Starkoch Alexander Herrmann wirbt für regionales Essen

Sieg der Agrarlobby

Die EU-Abgeordneten folgen nicht dem Verbraucher-Willen sondern den Interessen der Konzerne. Und sie begehen damit offenbar Rechtsbruch. Der BÖLW nimmt dazu wie folgt Stellung:

Heute stimmte eine Mehrheit der Abgeordneten im Europäischen Parlament für die im Trilog geeinte sogenannte „NGT-Verordnung“. Die Verordnung schafft für Organismen, die mit neuen Gentechniken wie CrisprCAS geschaffen wurden und für die weitere Bedingungen erfüllt sind, die gesetzliche Pflicht zur Risikoprüfung und zur Kennzeichnung ab. Der BÖLW hat die Verordnung begutachten lassen. Die Juristen haben in einem 60-seitigen Gutachten dargelegt, warum sie die Verordnung für rechtswidrig halten.

Quelle: Pressemitteilung des BÖLW vom 17.06.2026, presse@boelw.de, +49 30 28482 308.

Besuch auf dem Gutzberger Hof

Am 30. Mai waren wir für zwei Stunden auf dem Gutzberger Hof in Stein bei Nürnberg. Der Bioland-Betrieb kultiviert Kartoffeln, Freilandgemüse, Obst, Lein, Mohn und die Aronia-Beere. Im Angebot sind auch selbst gemachte Produkte, z.B. Apfel- und Aroniasaft und Dinklemehl. Die Besonderheit: Lieferung frei Haus im Raum Nürnberg, ab Hofverkauf nach telefonischer Vereinbarung.

Walter (Vater) und Christian (Sohn) Bauer wollten uns eigentlich das blühende Mohnfeld zeigen und mit uns die ersten Kartoffeln ausgraben, aber leider hat das Wetter nicht mitgespielt: Der Mai war zu kalt.

Wir wurden köstlich bewirtet. Vor der Feldbegehung mit vor Ort frisch hergestellten Kartoffel-Chips und Getränken, danach mit Kaffee und Mohn- und Käsekuchen.

Der Besuch gab den über 30 Besuchern wertvolle Einblicke in die Bio-Landwirtschaft direkt vor der Haustür der Metropolregion.

Kontakt: Gutzberger Hof, Gutzberger Dorfstr. 27, 90547 Stein, ch.bauer-gutzberg@t-online.de, Tel. 0160 7820 933