26. Juli, 14-16.00 Uhr: Bio-Ausflug zu Obst von Bauer, Oberrüsselbach 20, 91338 Igensdorf; Äpfel, Apfelsaft, Birnen, Himbeeren, Johannesbeeren, Kirschen, Pflaumen, Stachelbeeren; Führung, Verkostung, Einkaufsmöglichkeit; eigene Anreise; Anmeldung bis 22. Juli bei Wolfgang Ritter, T.0911 – 404827, ritter@bio-verbraucher.de
Autor: Wolfgang Ritter
100 begeisterte Mitglieder
Unsere Mitgliederversammlung am 20. Juli 2026 war wieder gelungen; es gab viele positive Rückmeldungen. Was diese jährliche Veranstaltung so interessant macht und für rege Beteiligung sorgt (etwa 100 Teilnehmer*innen), sind die folgenden Programmpunkte:
- aktuelle Kurzberichte des Vorstandes
- Bio-Imbiss mit Bio-Getränken (kostenfrei für unsere Mitglieder)
- Kurzberichte von anwesenden Firmenmitgliedern
- Bio-Ausschüttung: jede(r) erhält eine Tüte mit Bio-Produkten
- Warenpräsentation durch Firmenmitglieder und der persönliche Kontakt zu ihnen mit Verkostungs-, Einkaufs- und Gesprächsmöglichkeit
Wer ehrenamtlich in unserem netten Team mitarbeiten oder Mitglied werden möchte, melde sich bei ritter@bio-verbraucher.de

Bio-Verbraucher e.V., Rieterstr. 20, 90419 Nürnberg
Mitgliederversammlung des Bio-Verbraucher e.V.
20. Juli, 18-20.30 Uhr: Mitgliederversammlung des Bio-Verbraucher e.V. in Nürnberg, Rieterstr. 20, mit Bio-Imbiss und Bio-Getränken, Bio-Ausschüttung (jeder Teilnehmer erhält eine Tüte mit Bio-Produkten). Bio-Firmen stellen sich vor; man kann Produkte kosten und kaufen.
Man kann direkt vor der Veranstaltung Mitglied werden (Persönliche Mitgliedschaft: 24 Euro Jahresbeitrag; ermäßigt: 12 Euro).
Anmeldung unbedingt erforderlich bis 13. Juli: ritter@bio-verbraucher.de
Urlaub bei Salzburg
Ein Geheimtipp für heiße Tage: In sauberem Wasser schwimmen und ein reiches Angebot an Veranstaltungen und Einsichten in das Bio-Dorf Seeham genießen, das kann man am Obertrumersee. Seeham ist zu 80 Prozent bio.
Gästezimmer, Ferienwohnungen, Urlaub auf dem Bauernhof vermittelt gerne der Tourismusverband Seeham, Renate Schaffenberger, Dorf 12, A-5164 Seeham, Tel.: +43 – (0)6217 – 5493, seeham@salzburger-seenland.at, http://www.seeham-info.at
Auch Theaterkarten für die Seebühne und für viele weitere Veranstaltungen kann man beim Tourismusverband Seeham buchen.
Sa 11. und So 12. Juli 2026, 10-18.00 Uhr: Hoffest St. Michaelshof/ Allgäu
Großes Festprogramm mit Hofführungen, Vorträgen, Essen und Trinken, Spaß für Groß und Klein, Shuttle-Service für Bahnanreisende an beiden Tagen jeweils um 11.20 und 13.20 Uhr von Bahnhof Aichstetten, www.st-michaelshof.de, Tel. 07565 – 940030
Porridge
Rezept von Michaela Schwab, Demeter-Hafer und -Braunhirse werden selbst erzeugt, die Flocken selbst hergestellt
Zutaten
6 EL Haferflocken, 1 EL Braunhirse, 500 ml Milch oder pflanzliche Alternative, 50 g gestiftelte oder gehobelte Mandeln, Zimt oder Kurkuma zum verfeinern
Zubereitung
Die Flocken und Braunhirse in die Milch bzw. den Pflanzendrink einrühren und aufkochen lassen. Unter Rühren ca. 2 min köcheln lassen, dabei die Mandeln dazugeben. (Bei Bedarf können diese vorher zerkleinert werden.) Noch ca. 10 min nachquellen lassen. Bei Bedarf süßen oder frisches Obst dazugeben.
Guten Appetit wünscht Michaela Schwab vom Naturhof Schwab GmbH & Co. KG, Suddersdorf 25, 91575 Windsbach, Hofladen: Mi u. Fr 9.00 -18.00 Uhr, Online-Shop, www.naturhof-schwab.de, Tel. 09871-477, info@naturhof-schwab.de
Naturwiederherstellung: Ökolandbau ausbauen!
Bio-Branche empfiehlt Stärkung des ersten nationalen Wiederherstellungsplans
Der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) fordert Bund und Länder auf, im Zuge der Umsetzung des ersten Nationalen Wiederherstellungsplans für die Natur in Deutschland (NWP), den Ökolandbau als wirksame und bewährte Maßnahme konsequent auszubauen.
Thomas Lang, Vorstand Landwirtschaft beim Bio-Spitzenverband, kommentiert:
„Bund und Länder haben mit dem NWP den ersten Schritt getan, um intakte Ökosysteme und Biodiversität in Agrarlandschaften wieder aufzubauen. Gut so! Der Öko-Landbau ist eine Win-Win-Maßnahme für die Umsetzung: Bio vereint nachhaltige Ernährungssicherung mit Natur-, Wasser-, Arten- und Klimaschutz. Die Forschung weist immer wieder nach, dass ökologische Bewirtschaftung messbaren Mehrwert für Biodiversität, Bodenfruchtbarkeit, Wasserqualität und Klimaanpassung liefert: zentrale Zielsetzungen der EU-Wiederherstellungsverordnung.
Klar ist: Es gibt praktikable Lösungen. Auch deshalb darf keinesfalls der Forderung der Unionsfraktion nachgegeben werden, die Wiederherstellungsverordnung abzuschaffen. Viele Instrumente zur Naturwiederherstellung, darunter Extensivierungsmaßnahmen, laufen in vielen Bundesländern bereits erfolgreich. Sie sollten im NWP gezielt weiterentwickelt, ausfinanziert und langfristig abgesichert werden. Nur so entsteht die notwendige Planungssicherheit für landwirtschaftliche Betriebe, um Verantwortung für Natur und Klima übernehmen zu können.
Die Bio-Branche ruft Politik und Verwaltung dazu auf, den laufenden Beteiligungsprozess zu nutzen und den NWP gemeinsam mit der Praxis zu konkretisieren. Der Schlüssel liegt darin, Bestehendes zu stärken, statt Neues kompliziert einzuführen. Öko-Landbau ist eine etablierte Praxis, die bereits heute großflächig für mehr Kräuter, Insekten und Vögeln in Agrarlandschaften sorgt.”
Quelle: Pressemitteilung vom 29. April 2026, presse@boelw.de, 030-28482 308
Öko-Modellregion Nürnberg, Nürnberger Land, Roth lebt weiter

Bericht von Ulrich Hirschmüller, Projektmanager Öko-Modellregion, Stadt Nürnberg, Telefon 0911/231-10624, ulrich.hirschmueller@stadt.nuernberg.de, www.nuernberg.de
Nürnberg beschließt ÖMR-Verlängerung
In seiner Sitzung am 29.04. hat der Umweltausschuss der Stadt Nürnberg der weiteren Finanzierung der Öko-Modellregion (ÖMR) Nürnberg, Nürnberger Land, Roth bis 2030 zugestimmt. Damit wird ein zentraler Baustein für regionale Ernährungssouveränität, ökologische Landwirtschaft und nachhaltige Wertschöpfung langfristig gesichert. Die Öko-Modellregion – seit 2015 aktiv und die größte in Bayern – verbindet die Stadt Nürnberg mit den Landkreisen Nürnberger Land und Roth. Der Beschluss ermöglicht es, die erfolgreiche Arbeit fortzuführen und drei neue Hauptprojekte umzusetzen, die regionale Schwerpunkte setzen, aber Wertschöpfung für die gesamte Region erzeugen. Nach dem positiven Beschluss in Nürnberg müssen für die Fortführung der Öko-Modellregion nun noch die Entscheidungsgremien in den Landkreisen Roth und Nürnberger Land zustimmen.
Hochkarätige Teilnehmende bei Speed-Dating Veranstaltung „Küche trifft Franken“
Rund 25 Teilnehmende fanden sich letzte Woche bei unserer Speed-Dating-Veranstaltung zwischen Erzeugerbetrieben in der beruflichen Schule 7 in Nürnberg ein – mit dem Ziel, konkrete Lieferbeziehungen einzugehen. Erzeugende, großteils kleinbäuerlicher Betriebe mit einem breit vertretenen Sortiment an Erzeugnissen und Akteure des Lebensmittelhandels, tauschten sich angeregt mit Gastronomien aus. Vom Inhaber*innen-geführten Café bis zur Kantine eines Großkonzerns, von der Bäder-Gastronomie bis zur Klinikküche, vom Kita-Caterer bis zum Partyservice war alles vertreten. Die Anzahl, Vielfältigkeit und hochkarätige Besetzung der Speed-Dating-Teilnehmenden setzt ein starkes Signal für die weiterhin bestehende Relevanz des Themas BioRegio in der Außer- Haus-Verpflegung und des Arbeitsauftrags der Öko-Modellregion und Biostadt. Die ÖMR und der Co-Veranstaltende ECOZept sowie die Kooperationspartner AELF Fürth-Uffenheim (Sachgebiet Gemeinschaftsverpflegung) und GerTi nehmen die positiven Impulse aus der Veranstaltung mit und bleiben mit den Zielgruppen weiter in Kontakt.
Premiere am Z-Bau – Bilanz des Feierabendmarktes am 27. Mai
Mit dem Wocheneinkauf in den Feierabend starten? Der Z-Bau und die Öko-Modellregion Nürnberg, Nürnberger Land, Roth machten es am 27.5 in der Nürnberger Südstadt möglich. Bei sommerlichen Temperaturen konnten sich Besuchende bei Biergartenstimmung und Musik mit frischen Bio-Produkten direkt aus der Region versorgen, und anschließend den Abend mit einem kühlen Getränk ausklingen lassen. Die Frühlingsedition wartete mit Gemüse, Brot, Eiern und Milchprodukten vom Biohof Tristan, Jungpflanzen der alternativen Landwirtschaft Am Hof, Käse vom Biohof Scheuerlein und handgemachtem Eis vom Biohof Enzenhöfer auf. Alle Beteiligte bezeichneten den Markt als Erfolg, der Z-Bau und das Projektmanagement der Öko-Modellregion möchten die Kooperation fortführen: Im Spätsommer ist ein weiterer Feierabendmarkt geplant, außerdem soll im Dezember eine Weihnachtsedition stattfinden.
EU-Parlament kapituliert vor Konzerninteressen bei neuer Gentechnik
Bei ihrer Abstimmung am 17. Juni 2026 opferten die EU-Abgeordneten den Verbraucher-Willen den Industrie-Interessen und begehen damit offenbar Rechtsbruch. Der BÖLW nimmt dazu wie folgt Stellung:
Heute stimmte eine Mehrheit der Abgeordneten im Europäischen Parlament für die im Trilog geeinte sogenannte „NGT-Verordnung“. Die Verordnung schafft für Organismen, die mit neuen Gentechniken wie CrisprCAS geschaffen wurden und für die weitere Bedingungen erfüllt sind, die gesetzliche Pflicht zur Risikoprüfung und zur Kennzeichnung ab. Nur noch Saatgut, das durch diese NGT-Techniken geschaffen wurde, soll künftig gekennzeichnet werden. Der BÖLW hat die Verordnung begutachten lassen. Die Juristen haben in einem 60-seitigen Gutachten dargelegt, warum sie die Verordnung für rechtswidrig halten.
Der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) kritisiert die heutige Entscheidung des Europäischen Parlaments für die Verordnung zu Neuen Genomischen Techniken (NGT) als Bruch mit dem Prinzip der Vorsorge. Bio wird weiterhin weder mit NGT noch mit sonstigen Gentechniken arbeiten.
Bio arbeitet weiter mit der Natur
Tina Andres, Vorstandsvorsitzende des Bio-Spitzenverbands, zur heutigen Entscheidung:
„Bio bleibt sich und seiner Kundschaft treu: Wir arbeiten weiter ohne Gentechnik! Weil wir auf die Natur setzen – und damit eine Lebensmittelwirtschaft betreiben, die für Resilienz sorgt. Gegenüber dem Klimawandel, weil lebendige Bio-Böden viel Wasser aufnehmen und speichern können. Gegenüber dem Artenschwund, weil Bio-Äcker Lebensraum für Honigbienen, Feldhasen und Lerchen sind. In der Züchtung, weil Öko-Züchter unter Praxisbedingungen die Widerstandsfähigkeit von Anbausystemen verbessern statt im Labor. Darüber hinaus ist Bio auch gegenüber geopolitischen Verwerfungen resilienter: durch die Unabhängigkeit von fossilen Düngemitteln, chemisch-synthetischen Pestiziden und Importfutter aus Übersee. Das ist die gute Botschaft. Die heutige Entscheidung des EU-Parlaments zur Deregulierung der Gentechnik, halten wir dagegen für falsch und rechtsbrechend: Die NGT-Verordnung tritt das Vorsorgeprinzip, zu dem sich die EU-Mitgliedstaaten vertraglich verpflichtet haben, mit Füßen.
Wir halten die NGT-Verordnung auch aus anderen Gründen für einen Fehler
- Sie öffnet Tür und Tor für neue Patente auf Pflanzen und auf natürliche Pflanzeneigenschaften, durch die der Saatgutmarkt in die Hände weniger globaler Konzerne gelangen kann. Davor haben deutsche Landwirtschafts- und Züchterverbände immer wieder gewarnt! Diese Konzentration verstärkt Europas Abhängigkeit von Patente-Inhabern in China oder in den USA, bedroht den starken züchterischen Mittelstand und gefährdet unser aller Nahrungsgrundlage. Förderung von Saatgutvielfalt ist angesichts des Klimawandels das Gebot der Stunde.
- Zum ersten Mal in der Geschichte der EU sorgt eine Verordnung im Nahrungsmittelbereich für weniger statt für mehr Transparenz! Koexistenz funktioniert nur mit Transparenz. Verbraucherinnen und Verbraucher haben zudem ein Recht zu wissen, was in dem steckt, was sie essen und trinken.
- Gentechnik fördert ein falsches Agrarsystem mit mehr Monokulturen und dadurch höherem Schädlingsdruck. Das führt zu noch mehr statt weniger chemisch-synthetischen Pestiziden. Die NGT-Verordnung ist eine Gefahr für die Biodiversität!“
Quelle: Pressemitteilung des BÖLW vom 17.06.2026, presse@boelw.de, +49 30 28482 308.
Drei Vollkornmehlarten getestet
Dinkelvollkornmehl
Die gute Nachricht: Von 27 getesteten Dinkelvollkornmehlen schneiden 20 mit „sehr gut“ ab, davon 13 in Bio-Qualität. Darstellung jeweils Anbieter/ Euro pro 1000 g
„sehr gut“: Antersdorfer Mühle 2,99, Lidl Belbake/ Bio-Mühle Göddenstedt 1,35, Netto 1,35, Aldi Nord/ Frießinger Mühle 1,35, Bohlsener Mühle 3,29, Dennree/ Vogtland Bio-Mühlen 1,99, Dm 1,25, Donath Mühle 4,49, Rossmann Ener Bio 1,25, Penny/ Frießinger Mühle 1,25, Aldi Süd/ Scheller Mühle 1,35, Rewe/ Frießinger Mühle 1,29, Spielberger, Demeter 3,99
Die schlechte Nachricht: Ausgerechnet sechs der restlichen sieben Mehle sind Bio-Produkte:
- „gut“: Campo Verde, Demeter 3,99, Kaufland/ Scheller Mühle 1,25
- „befriedigend“: Alnatura 2,29, Edeka 1,35
- „ausreichend“: Küchenmeister/ Frießinger Mühle 1,99
- „ungenügend“: Norma Bio Sonne/ Frießinger Mühle 1,2
Man fragt sich, wie es kommt, dass die Produkte der Frießinger Mühle so unterschiedlich abschneiden: Aldi Nord, Penny und Rewe verkaufen „sehr gute“ Produkte dieser Mühle; das eigene Produkt erreicht nur ein „ausreichend“, das bei Norma ist sogar „ungenügend“. Im „Küchenmeister“ fand man „erhöhte Nickel“-Werte und bei Norma „erhöhte Nickel“- und „erhöhte Cadmium“-Werte. Mögliche Ursache: Die Mühle verarbeitet Getreide aus Deutschland; das Mehl bekommen Aldi Nord, Penny und Rewe. Aber auch Getreide aus anderen EU-Staaten; das nimmt man für die eigene Marke „Küchenmeister“, um sie billig anbieten zu können, und für Norma.
Weizenvollkornmehl
Es gibt nur „sehr gute“ und „befriedigende“ Bio-Vollkorn-Weizenmehle. Nur ein Nicht-Bio-Mehl ist „mangelhaft“, das von Aurora Mühlen.
- „sehr gut“ in Euro pro 1000 g
Alnatura 1,29, Bauck 1,99, Dennree/ Vogtland BioMühlen 1,29, Dm 0,85, Kaufland/ Scheller Mühle 0,85, Rewe/ Frießinger Mühle 0,99
- „befriedigend“ in Euro pro 1000 g
Norma Sonne/ Ulmer Nahrungsmittel 0,85, Aldi Nord u. Aldi Süd/ Frießinger Mühle 0.85, Edeka 0,85, Spielberger Mühle, Demeter 2,29
Roggenvollkornmehl
Es gibt nur „sehr gute“ Bio-Vollkorn-Roggenmehle. Acht Mehle wurden getestet, davon 6 Bio-Mehle: Alnatura 1,59, Bauck 1,99, Dennree/ Vogtland BioMühlen 1,49, Dm 1,35, Donath Mühle 2,99, Rewe/ Frießinger Mühle 1,39 (jeweils in Euro pro 1000 g)
Quelle: Öko-Test 4.2026
