Ende des Kükentötens

Wir freuen uns, dass die neue Regierung das Kükentöten in diesem Jahr zu einem Ende bringen will. Bisher wurden in Deutschland jährlich fast 45 Millionen männliche Küken in der Legehennenhaltung gleich nach dem Schlüpfen vergast oder geschreddert. Eier legen sie nicht, und sie setzen auch nicht genügend Fleisch an, so dass ihre Aufzucht nicht lohnend ist. Ein Ausweg: das Zweinutzungshuhn – eine Rasse, die genügend Eier legt und auch Fleisch ansetzt.

Mehr Info: https://www.oekotierzucht.de/tiere/zweinutzungshuhn

Rezept: Kürbissuppe und Ofengemüse

Wenn du jetzt im Winter eine Kürbissuppe kochst und Ofengemüse dazu machst, reicht das für zwei Tage und du brauchst keine Kartoffeln, Nudeln oder Reis dazu kochen.

Kürbissuppe

½ bis 1 Hokkaido-Kürbis, 2-3 mehlige Kartoffeln, 1-2 Zwiebeln, Kokos- oder Olivenöl, Gewürze, frische Kräuter, Brühwürfel, Salz, Sahne, Kokosmilch oder Hafer-Cuisine, eventuell Brotwürfel

Klein geschnittene Zwiebeln in Kokos- oder Olivenöl glasig anbraten, gewürfelten Kürbis und gewürfelte Kartoffeln sowie Öl und Gewürze (indische, afrikanische, mediterrane nach Wunsch) dazu geben, alles gut verrühren und 5-10 Minuten bei geringer Hitze köcheln lassen. Danach etwa 1 Liter Wasser, einen Brühwürfel und etwas Salz hinzufügen und weitere 20-30 Minuten auf kleiner Flamme kochen lassen. Mit etwa 3-4 EL Sahne, Kokosmilch oder Hafer-Cuisine abschmecken, nach Belieben pürieren und mit frischen Kräutern und gerösteten Brotwürfeln servieren.

Überbackenes Ofengemüse

Blumenkohl, Fenchel oder Zucchini, Tomaten, Streukäse (Emmentaler), Feta, Salz und Pfeffer oder Kräuter und Kräutersalz

Blumenkohl, Fenchel oder Zucchini in etwa 2 cm dicke Scheiben schneiden, auf geöltes Backblech oder Backpapier legen, mit Salz und Pfeffer oder Kräutern und Kräutersalz würzen, das Gemüse mit 1 cm dicken Tomatenscheiben belegen und mit geriebenem Käse bestreuen und Feta darauf zerbröseln. 15 Minuten bei 200 Grad, dann weitere 15 Minuten bei 150 Grad im Ofen garen.

Restliches Ofengemüse kann am nächsten Tag in der Pfanne erwärmt werden.

Guten Appetit wünschen Gabriele und Jennifer Ritter

Bio-Lorbeer-Sprays zur Desinfizierung des Mund-Rachenraums  – auch gegen Corona-Viren

Wer bereits alle Regeln und offiziellen Tipps zur Vermeidung einer Corona-Infektion befolgt, kann unter Umständen sogar noch etwas mehr tun. Im Folgenden möchten wir auf das zusätzliche Potenzial von Bio-Lorbeer-Sprays zur Desinfizierung des Mund-Rachen-Raums hinweisen und zitieren unser Mitglied HENESA.

„Aufgrund einer Studie zur Wirksamkeit von ätherischen Ölen u. a. auf Coronaviren (Loizzo MR et al 2008), in welcher das ätherische Lorbeer-Öl als das wirksamste, virustatische ätherische Öl festgestellt wurde, haben wir uns im April 2020 an die Entwicklung eines Präparates gemacht.

Lorbeer hat eine alte Tradition. Die Pflanze wurde schon in römischer Zeit bei Seuchen eingesetzt. In Griechenland wurde Lorbeer im Apollo-Tempel in Delphi für Räucherungen verwendet, auch Hildegard von Bingen und Paracelsus haben seine Wirkkraft geschätzt, und heute ist Lorbeer z. B. noch in Aleppo-Seife im Handel.

Jetzt – während Corona – wurde die Pflanze wissenschaftlich neu ins Bewusstsein gehoben (Prof. Dr. A. Hensel et al. „Pflanzliche Extrakte gegen virale Infektionen des oberen Rachenraumes“ erschienen in der Zeitschrift für Phytotherapie 2020; 41).

Erfahren Sie mehr auf henesa.de oder schreiben Sie uns: hallo@henesa.de.“

 

Ampel: 30% Bio bis 2030

Das gefällt uns! Die Ampel-Koalition will 30 Prozent Bio bis 2030 erreichen.

Peter Röhrig, geschäftsführender BÖLW-Vorstand, sagt, wie das geht:
„30 % Ökolandbau gelingen dann, wenn die Ampel jetzt auch mindestens 30 % Umbaupower überall dort investiert, wo es nötig ist: 30 % wo es um Investitionen in den Umbau von Höfen und Unternehmen geht, 30 % Bio in der Gemeinschaftsverpflegung, 30 % bei der Forschung und Ausbildung, 30 % der Personalkapazität in den relevanten Ministerien und Behörden beispielsweise. Das alles braucht einen guten Plan. Das Öko-Ziel erreicht die Ampel auch nur dann, wenn alle Maßnahmen und Investitionen der gesamten Bundesregierung das 30 %-Ziel stützen und sich nicht konterkarieren.“
Quelle: Pressemitteilung BÖLW vom 24.11.2021, presse@boelw.de

Einkauf im Frohnhofer Mühlenlädla

Kürzlich waren wir wieder einmal bei Familie Switalski im Frohnhofer Mühlenlädla einkaufen. Das macht richtig Spaß. Du kannst wählen aus dem vollen Naturkostprogramm, bekommst Getreide aus eigenem Anbau und Rindfleisch aus eigener Weidetierhaltung (Demeter-Qualität). Wenn du es nicht eilig hast, werden dir auch Kaffee und Kuchen oder eine Brotzeit serviert. Und du kannst mit Frau Switalski ein Schwätzchen halten. Anschließend machst du einen kleinen Spaziergang zu den Weiderindern.

Demnächst wird wieder geschlachtet; du kannst dir schon jetzt ein Fleisch-Mischpaket für 17,95 Euro/kg bestellen. Es enthält Braten- und Suppenfleisch, Beinscheiben, Halskotelett, Rouladen, Roastbeef, Gulasch und Hackfleisch.

Kontakt: Frohnhofer Mühlenlädla, Gertraud Switalski, 90542 Eckental-Frohnhof, Rothenbergstr. 2a, Tel. 09126 – 54 75, Fax 28 80 14

Gabriele und Wolfgang Ritter

Wirkung biologisch-dynamischer Präparate wissenschaftlich bestätigt

Bericht von Wolfgang Ritter:

Jeder biologisch-dynamisch arbeitende Landwirt und Gärtner kennt die Boden verbessernde Wirkung und die guten Ernten, die er durch den Einsatz der Präparate erzielt. Jetzt ist sie auch wissenschaftlich nachgewiesen.

Bei einer Demeter-Tagung am 22. August 2021 in Nürnberg stellte der Wissenschaftler Dr. Jürgen Fritz von der Universität Kassel einige Forschungsergebnisse vor. Er hatte mit seinem Team z.B. an Kürbissen untersucht, wie sich der Gehalt an den gesundheitsfördernden Antioxidantien Lutein und Zeaxanthin verändert, wenn der Kürbis wie folgt an drei unterschiedlichen Standorten behandelt wird:

a) kein Präparate-Einsatz (Kontrollgruppe)
b) nur das Präparat 500 (Hornmistpräparat) auf den Acker ausgebracht
c) nur das Präparat 501 (Hornkieselpräparat) auf die Pflanzen gesprüht
d) Acker und Pflanzen mit beiden Präparaten, 500 und 501, behandelt

An zwei Standorten gab es signifikante Ergebnisse:

• Der Antioxidantien-Gehalt liegt gegenüber der Kontrollgruppe höher, wenn der Boden mit dem Präparat 500 versorgt wird,
• er liegt noch höher, wenn nur das Präparat 501 auf die Pflanzen ausgebracht wird,
• er liegt am höchsten beim Einsatz beider Präparate: mehr als doppelt so hoch gegenüber der Kontrollgruppe

„Wer regiert, muss umbauen“

Berlin, 27.09.2021. Die Bürgerinnen und Bürger haben gewählt. Vor der neuen Bundesregierung liegen wichtige Weichenstellungen. Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des Bio-Spitzenverbandes Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), kommentiert. Der Bio-Verbraucher e.V. teilt seine Meinung:

„Wer auch immer, mit wem auch immer, regiert, hat eine zentrale Aufgabe: Den Umbau des Ernährungssystems. Und zwar nicht nur auf dem Papier, sondern wirksam vom Acker bis zum Teller. Den kritischen Zustand des Sektors weiter nur verwalten, wie das die letzte Bundesregierung gemacht hat, das ist fahrlässig, unwirtschaftlich und rückwärtsgewandt. Dramatisches Höfesterben und der Schwund an Mühlen, Bäckern oder Schlachthöfen in der Stadt und auf dem Land zeigen das ebenso deutlich wie horrende Gesundheitskosten, Artenschwund oder Klimakrise.

Zehntausende Bio-Höfe, -Lebensmittelherstellerinnen und -Händler machen Tag für Tag vor, wie Wirtschaft und Umweltschutz erfolgreich Hand in Hand gehen. Bio ist klar gesetzlich geregelt, die Kontrolle gut organisiert, die Kundinnen und Kunden greifen zu Öko und mehr Betriebe wollen gern umstellen. Die neue Bundesregierung kann Öko nutzen, um den Sektor enkeltauglich zu machen. Was es dazu braucht? Endlich passende Rahmenbedingungen von A wie Agrarpolitik bis Z wie Züchtungsforschung anstatt bloßer Nachhaltigkeits-Rhetorik, Freiwilligkeit oder Verzögerungstaktik. Das fordert die Wissenschaft, immer mehr Stakeholder aus der Wirtschaft sowie die Bürgerinnen und Bürger seit langem. Auch die Zukunftskommission Landwirtschaft ist sich einig: Der Umbau drängt!
Europa hat sich gemeinsam das Ziel 25 % Öko bis 2030 gesetzt. Die neue Bundesregierung muss den Bio-Umbau jetzt starten, sonst wird das nichts.“

Bienen und Bauern retten

Mach mit bei der Unterschriftensammlung der Bürgerinitiative „Bienen und Bauern retten“. Sie endet am 30.9.2021.

Es geht um Entscheidendes:

1. Schrittweiser Ausstieg aus synthetischen Pestiziden
2. Maßnahmen zur Erholung der Biodiversität
3. Unterstützung von Bäuerinnen und Bauern

Hier der Link zur Initiative; man kann online unterzeichnen.

6500 Tonnen Antibiotika werden jährlich EU-weit in der Tiermast eingesetzt

„Zu viel“, meinte der engagierte grüne Abgeordnete im EU-Parlament, Martin Häusling, und startete eine Initiative gegen massenhaften Einsatz von Reserveantibiotika. Die Initiative wurde abgeschmettert, die Pharma-Konzerne siegten. Häusling wollte erreichen, dass fünf besonders wirksame Antibiotika (Reserveantibiotika) vor allem dem Menschen vorbehalten bleiben und nicht in der Massentierhaltung zum Einsatz kommen.

Wir nehmen die Antibiotika über die Nahrung auf, die in der Massentierhaltung eingesetzt werden. Je mehr Antibiotika das sind, desto schneller bilden sich Resistenzen. Laut EU-Kommission sterben jährlich etwa 33.000 Menschen, weil Medikamente bei ihnen nicht mehr anschlagen. Wenn auch Reserveantibiotika nicht mehr wirken, sind die Ärzte ratlos.

Bericht von Wolfgang Ritter aufgrund einer Nachricht in den NN v. 17.09.2021