Starkoch Alexander Herrmann wirbt bei Event der Metropolregion für regionales Essen in Schulen und Kitas

Die Metropolregion Nürnberg engagiert sich für mehr regionales und bio-regionales Essen in kommunalen Kitas und Schulen. Unter dem Motto „GeRTi tischt auf“ hat sie deshalb in Nürnberg etliche Beteiligte zum Thema an einen Tisch gebracht, vom Caterer über Schulleiterinnen bis hin zum Politiker.

Im Fokus der Veranstaltung standen konkrete Lösungen für mehr regionalen Genuss in den sogenannten Gemeinschaftsverpflegungen. Vertreterinnen und Vertreter der Kommunen in der Metropolregion unterzeichneten außerdem eine gemeinsame Willensbekundung für mehr regionale und bio-regionale Lebensmittel in ihren Einrichtungen. „Städte, Gemeinden und Landkreise können mit ihren Entscheidungen einen wichtigen Beitrag für eine nachhaltige Ernährung, eine starke regionale Wirtschaft und mehr Versorgungssicherheit leisten“, begrüßte Peter Reiß, Ratsvorsitzender der Metropolregion Nürnberg und Oberbürgermeister von Schwabach, den gemeinsamen Auftritt.

Für den Bio-Verbraucher e. V. nahm Vorstandsmitglied Ute Blümlein an der Veranstaltung teil.

Mehr Info: Starkoch Alexander Herrmann wirbt für regionales Essen

Sieg der Agrarlobby

Die EU-Abgeordneten folgen nicht dem Verbraucher-Willen sondern den Interessen der Konzerne. Und sie begehen damit offenbar Rechtsbruch. Der BÖLW nimmt dazu wie folgt Stellung:

Heute stimmte eine Mehrheit der Abgeordneten im Europäischen Parlament für die im Trilog geeinte sogenannte „NGT-Verordnung“. Die Verordnung schafft für Organismen, die mit neuen Gentechniken wie CrisprCAS geschaffen wurden und für die weitere Bedingungen erfüllt sind, die gesetzliche Pflicht zur Risikoprüfung und zur Kennzeichnung ab. Der BÖLW hat die Verordnung begutachten lassen. Die Juristen haben in einem 60-seitigen Gutachten dargelegt, warum sie die Verordnung für rechtswidrig halten.

Quelle: Pressemitteilung des BÖLW vom 17.06.2026, presse@boelw.de, +49 30 28482 308.

Besuch auf dem Gutzberger Hof

Am 30. Mai waren wir für zwei Stunden auf dem Gutzberger Hof in Stein bei Nürnberg. Der Bioland-Betrieb kultiviert Kartoffeln, Freilandgemüse, Obst, Lein, Mohn und die Aronia-Beere. Im Angebot sind auch selbst gemachte Produkte, z.B. Apfel- und Aroniasaft und Dinklemehl. Die Besonderheit: Lieferung frei Haus im Raum Nürnberg, ab Hofverkauf nach telefonischer Vereinbarung.

Walter (Vater) und Christian (Sohn) Bauer wollten uns eigentlich das blühende Mohnfeld zeigen und mit uns die ersten Kartoffeln ausgraben, aber leider hat das Wetter nicht mitgespielt: Der Mai war zu kalt.

Wir wurden köstlich bewirtet. Vor der Feldbegehung mit vor Ort frisch hergestellten Kartoffel-Chips und Getränken, danach mit Kaffee und Mohn- und Käsekuchen.

Der Besuch gab den über 30 Besuchern wertvolle Einblicke in die Bio-Landwirtschaft direkt vor der Haustür der Metropolregion.

Kontakt: Gutzberger Hof, Gutzberger Dorfstr. 27, 90547 Stein, ch.bauer-gutzberg@t-online.de, Tel. 0160 7820 933

 

Unglaubliche Vielfalt an Topfkräutern

Beim Tag der offenen Tür im Knoblauchsland am 3. Mai waren wir mit einem Info-Stand beim Bioland-Kräutergut Dworschak-Fleischmann. In großem Stil werden hier von über 100 Beschäftigten über 100 verschiedene Topfkräuter kultiviert und an Einzelhandelsketten verkauft.

Kontakt: Bioland KräuterGut Dworschak-Fleischmann, Kraftshofer Hauptstraße 265, 90427 Nürnberg, Tel.: 0911 – 93 64 761, Online-Shop, info@kraeutergut.dehttp://www.kraeutergut.de

Unter Schafen und Hunden

Unser Bio-Ausflug am 2. Mai führte uns auf dem Hof von Peter Dobrick mitten in  Schafherden – am Hof und auf der Weide. Es war erstaunlich zu erleben, wie die Tiere und ihre Bewacher, die Hütehunde, uns ohne alle Scheu in ihr Revier ließen. Sie ließen sich anfassen und kraulen – auch die Lämmer. Hunde und Schafe hatten vollkommenes Vertrauen zu uns. Wahrscheinlich, weil Peter dabei war.

Peter Dobrick kümmert sich um aussterbende Haustierrassen. Als Pädagoge bietet er tierbegleitete Vorträge und Workshops an  für

  • Eltern, Pädagogen und psychotherapeutisch tätige Fachleute
  • Familien und Einzelpersonen
  • Besuche in pädagogischen Einrichtungen
  • Erlebnistage und Ferienwochen für Kinder

Schüler können auf dem bio-zertifizierten Wildensteiner Schafhof ein landwirtschaftliches Praktikum machen.

Ein nächster Termin: 23. – 28. August 2026: Schafe ganz nah, Ferienwoche für Kinder von 6 – 12 Jahren

Kontakt: Wildensteiner Schafhof, 86744 Hainsfahrt, OT Steinhart und Tiergestützte Pädagogik und Psychotherapie e.V., Vorstand: Peter Dobrick, www.tpp-ev.de, peter.dobrick@gmail.com, Tel. 09082 – 2195

 

Bio-Essen im Tiergarten Nürnberg

Ein Besuch im Tiergarten Nürnberg lässt uns die Tiere in relativ natürlicher Umgebung erleben, seit etwa zwei Jahren in Baumkronenhöhe den Klimawaldpfad wandeln und naturnah essen und trinken. Im bio-zertifizierten Tiergartenrestaurant.

Das Tiergartenrestaurant Waldschänke bietet seit 1996 regelmäßig auch Culinar-Theater. Das ist ein 4-Gänge-Bio-Menü mit edlen Bio-Weinen und anderen Getränken und Musikkomödien.

Auch große Feiern kann man buchen – Venezianisch Nürnberger Küche.

Kontakt: Tiergartenrestaurant Waldschänke und Culinartheater, Noventa GmbH, www.tiergartenrestaurant.de, www.culinartheater.de, Tel 0911 – 543 01 20

80 Prozent der Verbraucher gegen Patente auf Pflanzen und Tiere

Ergebnis einer repräsentativen Umfrage in fünf EU-Mitgliedstaaten

Am 14. April 2026 veröffentlichte Keine Patente auf Saatgut! die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage in fünf EU-Mitgliedstaaten, Deutschland, Frankreich, Italien, den Niederlanden und Polen. Die Ergebnisse zeigen ein eindeutiges Bild: Rund 80 Prozent der Befragten lehnen Patente auf Lebewesen wie Pflanzen oder Tiere ab. Mehr als 70 Prozent sprechen sich gegen Patente auf natürlich vorkommende Gene aus. Die größte Ablehnung solcher Patente ist in Polen und Deutschland zu verzeichnen, gefolgt von Frankreich und Italien. Die internationale Koalition Keine Patente auf Saatgut! fordert die EU auf, ihrer Verantwortung gerecht zu werden und Patente auf Pflanzen und Tiere wirksam zu verbieten.

Die Umfrage zeigt die höchste Unterstützung (mehr als 90 Prozent) für die Feststellung, dass Vielfalt in der Pflanzenzüchtung und der Lebensmittelproduktion entscheidend ist und dass bei Patenten auf gentechnisch veränderte Pflanzen und deren Marktzulassung der Schutz der Umwelt einen hohen Stellenwert haben muss.

„ Wenn es um Patente auf gentechnisch veränderte Pflanzen oder deren Freisetzung geht, müssen besondere Schutzmaßnahmen für Mensch und Umwelt berücksichtigt werden“, sagt Nout van der Vaart von Oxfam Novib. „Die EU muss ihre Verantwortung wahrnehmen, Patente auf Saatgut stoppen und der Vielfalt in der Pflanzenzüchtung sowie dem Schutz der Allgemeingüter mehr Gewicht geben.“

Die Ergebnisse der Umfrage: https://www.no-patents-on-seeds.org/en/survey,  Kontakte: Nout van der Vaart, Policy Lead Food and Land. Contact person: Jules van Os, media officer jules.van.os@oxfamnovib.nl / +31651573683.

Bayer kann sein Glück kaum fassen

Frankreich droht damit, längst verbotene, bienentötende Pestizide wieder einzuführen.

Wir dachten, wir hätten 2025 gewonnen, als das höchste Verfassungsgericht in Frankreich gegen die erneute Zulassung von Neonicotinoiden entschied – einer Familie hochgiftiger Pestizide, die seit 2018 verboten sind. Aber Frankreichs Senator Duplomb, der hinter diesem Plan steckt, versucht nun, einen fast identischen Gesetzentwurf durchzusetzen.

Das Gesetz wird in wenigen Wochen in die Abstimmung gehen, also müssen wir alles geben, solange noch Zeit ist, diesen Albtraum zu verhindern und die Bienen zu retten! Gemeinsam können wir einen mächtigen Widerstand entfachen – unsere Partner vor Ort in Frankreich unterstützen, Lobbyarbeit bei Gesetzgebern betreiben, kluge rechtliche Strategien finanzieren. Wir werden unermüdlich alles tun, was in unserer Macht steht, um Bienen und Umwelt vor Unternehmen wie Bayer-Monsanto zu schützen, für die nichts als der Profit zählt.

Wir haben diese Katastrophe schon einmal verhindert und so die Bienen vor dem Horror bewahrt – wir schaffen das also noch einmal. Sind Sie dabei?

Das hier sind die harten Fakten:

  • Eine Wiederzulassung von Neonicotinoiden dient in keinster Weise den Landwirten – sondern ausschließlich der Gewinnmaximierung der Chemieunternehmen.
  • Die Wissenschaft ist eindeutig: Es gibt sicherere, wirksame Alternativen zu Neonicotinoiden. Biologische Bekämpfung, Agrarökologie, gezielte Behandlungen – sogar für Zuckerrüben – wurden getestet und haben sich bewährt.
  • Wenn das Gesetz verabschiedet wird, würden Chemikalien wieder eingeführt, die bis zu 10.000mal giftiger für Bienen sind als DDT.

Über 2,1 Millionen Menschen haben im vergangenen Jahr eine Petition unterzeichnet, um unsere Bienen, unsere Gesundheit und unsere Umwelt vor den giftigen Pestizidriesen zu schützen. Jetzt müssen wir den Gesetzgebern, die dem Druck der Agrarlobby nachgeben, zeigen, dass wir bereit sind, sie mit einer weiteren Welle des Widerstands der Bevölkerung zu konfrontieren.

Quelle: us@eko.org vom 7. April 2026

Warum mehr Bio eine Antwort auf die Energiekrise ist

Unabhängigkeit von fossilen Ressourcen ist der Schlüssel zu Ernährungssouveränität/ Bioland-Pressemitteilung vom 31. März 2026/ Ausschnitt – Alois Rainer ist gefordert

Ackerbohnen, Erbsen und Klee statt Erdgas

Statt auf Kunstdünger, der mit sehr hohen Mengen importierter fossiler Energie hergestellt wird, setzen nachhaltige Landwirtschaftssysteme wie der Ökolandbau auf Leguminosen wie Ackerbohnen, Erbsen und Klee. Diese binden mithilfe von Knöllchenbakterien Stickstoff direkt aus der Luft und stellen ihn dem Boden als natürlichen Dünger zur Verfügung. Ein mehrjähriger Kleegras-Anbau kann dadurch auch für stark zehrende Nachfrüchte ausreichend Stickstoff pro Hektar bereitstellen – und das ganz ohne fossilen Energieeinsatz. Damit sinkt der Gesamtbedarf an fossiler Energie auf Bio-Betrieben deutlich. Diese Fakten sollte die Politik anerkennen und jetzt mit gezielten Maßnahmen dafür sorgen, dass die Landwirtschaft nicht nur nachhaltiger sondern auch resilienter wird.

„Wir erwarten von der Bundesregierung entschlossenes, strategisches Handeln und dass sie die aktuelle Krise als Weckruf nutzt“, unterstreicht Bioland-Politikleiterin Carolin Pagel. „Bundesminister Rainer sollte die Ärmel hochkrempeln und die deutsche Bio-Strategie auf solide Füße stellen, anstatt sie nach 25 Jahren abzuwickeln. Rainer muss sich dafür einsetzen, dass bei den Fördermitteln der EU-Agrarpolitik nachhaltige landwirtschaftliche Systeme wie der Ökolandbau angemessen berücksichtigt werden – besonders vor dem Hintergrund, welche wichtige Rolle sie für unsere Ernährungssouveränität spielen. Auch in der Wiederherstellungsverordnung und dem neuen Düngerecht sollte der Ökolandbau entsprechend berücksichtigt werden. Nachhaltigkeit und Ernährungssicherung sind kein Entweder-Oder, sie bedingen sich gegenseitig.“

​Quelle: presse@bioland.de, www.bioland.de/presse