Kürzlich auf dem Demeter-Geflügelhof

Als wir kürzlich Peter Schubert auf seinem Geflügelhof nördlich von Nürnberg besuchten, und ich die rennenden, flatternden, fliegenden Hühner sah, Hennen und Hähne, wurde mir erneut klar, welch ein Skandal es ist, die Vögel in der Massentierhaltung einzuquetschen. Demeter erlaubt nur 3000 Hühner zu halten, EU-Bio 30.000, so Schubert. Bei konventioneller Hühnerhaltung gibt es keine Grenzen!

Der Geflügelhof Schubert hat einen neuen Hofladen mit erweitertem Sortiment. Es gibt einen Mittagsimbiss sowie Kaffee und selbst gebackenen Kuchen. Zum genießen im Freien  gibt es schattige Plätze. Und einen Spielplatz mit Blick auf die frei laufenden Hühner.

„Gutes von Schubert“ und anderen Lieferanten (großes Naturkostsortiment mit Käse- u. Wursttheke, Obst und Gemüse, Milch und Milchprodukte) gibt’s Di – Fr, 8 -1 8.00, u. Sa, 8 – 13.00 Uhr, mit Bedienung, zu anderen  Zeiten mit SB und Kartenzahlung; ab donnerstags frische Hähnchen und Gockel.

91338 Unterrüsselbach, Ebacher Str. 1, www.gefluegelhof-schubert.de

Man kann den Geflügelhof Schubert Mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen. Vom Nordost-Bahnhof fährt man mit der Gräfenbergbahn bis zur Station Rüsselbach. Dann sind es etwa 1000 Meter bis zum Hof.

Deutsches Bio-Siegel – eine 25-jährige Erfolgsgeschichte

Prüfzeichen für Gesundheit, Ökologie, Sorgfalt und Gerechtigkeit

Der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) gratuliert Deutschland zu seinem vor 25 Jahren eingeführten Bio-Siegel. Das wabenförmige Achteck trat am 5. September 2001 unter der damaligen Ministerin Renate Künast in Kraft und weist heute mehr als 112.000 Produkte in Deutschland als bio-zertifiziert aus laut der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, von Brot über Saatgut bis zu Vogelfutter. Die Nutzung ist freiwillig; vorgeschrieben ist seit 2012 das Grüne-Blatt-Bio-Siegel der EU.

Tina Andres, Vorsitzende des Bio-Spitzenverbands, zum Geburtstag des deutschen Siegels:

„Bio ist eine Erfolgsgeschichte! Die Graswurzelbewegung ist in 25 Jahren aus der Nische in die Mitte der Gesellschaft gewachsen: Dieser Erfolg ist auch einer des deutschen Bio-Siegels! Das staatliche Versprechen schafft Vertrauen – wo Bio draufsteht, ist Bio drin. Die fortwährend steigende Nachfrage zeugt davon: Von 2,1 Milliarden Euro im Jahr 2000 hat sich der Jahresumsatz mit Bio-Produkten verneunfacht auf 18,3 Milliarden Euro in 2025 – und ein Ende ist nicht absehbar, wie der Zuwachs um rund 4 Prozent im ersten Halbjahr zeigt.

Bio gibt Arbeit: Rund 400.000 Menschen beschäftigt die Branche in Deutschland. Innovationen wie Bio-Supermärkte, Bio-Automaten auf dem Land oder Lieferdienste für Bio-Produkte tragen dazu bei, dass das Wachstum sich fortsetzt. 

Bio schafft Werte: Getreu seiner Philosophie, dass das Wirtschaften ökologisch sein muss, die Produkte gesund und sorgfältig hergestellt. Und es soll gerecht zugehen! Die Kosten für die Leistungen für die Allgemeinheit, vom sauberen Wasser bis zum Vogelschutz, dürfen nicht auf den Einzelnen abgewälzt werden – weder auf Erzeuger, noch Hersteller, noch Konsumierende. 

Quelle: BÖLW-Presse-Mitteilung vom 1. September 2026

Ausflug nach Emskirchen

Wird das mal ein Bio-Dorf?

Wenn man (mit dem Deutschlandticket) mal einen Ausflug von Nürnberg nach Emskirchen macht, erwartet einen schon ein Bahnhofs-Café mit Bio-Produkten. Wenn man den Bahnhof dann verlässt und sich nach links wendet, kommt man bald zu einem größeren Geschäft in einem  älteren Lagerhaus an den Gleisen, das fast alles für den täglichen Bedarf in Haus und Garten führt – auch ein ziemlich großes Bio-Sortiment. Geht man dann hinunter in den Ort, landet man in einem Eis-Café mit einer großen Liste an Bio-Zutaten. Eislie, in der Erlanger Str. 3. Öffnungszeiten: Mi – Sa 14-18.30, So 13 – 18.30 Uhr.

Auch einen Bäcker mit Bio-Produkten gibt es im Ort. Fehlt nur noch eine Bio-Gastwirtschaft.

Bio-Ernte durchwachsen: Weizen durchschnittlich, Hafer und Gemüse schwierig

1,6 Mrd Euro Umsatz über Hofläden/ „Jeder Cent in Bio eine Investition in Resilienz“
Berlin, 18. August 2026. Die Bio-Getreideernte 2026 fiel bei Winterungen wie Winterweizen, Rogge und Gerste durchschnittlich aus, bei Sommerungen dagegen unterdurchschnittlich. Laut Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) bereitet der Branche insbesondere Hafer Sorgen. Hitze und Trockenheit haben die Körner teilweise verkümmern lassen, so dass Erträge und Qualitäten vor allem auf leichten Standorten laut Agrarmarkt Informationsgesellschaft (AMI) hinter den Vorjahreswerten zurückbleiben. Die kleinere Getreideernte trifft auf einen noch gut versorgten Markt aus der reichlichen Ernte 2025, so dass die Akteure insbesondere bei den Sommerungen noch eine Weile von Altbeständen zehren dürften.
Bei den Winterungen fallen die Ertragsergebnisse im Mittel durchschnittlich aus, wobei es in Bayern und den ostdeutschen Bundesländern regional zu Gewitter- oder Hagelschäden kam. Die Backqualitäten beim Bio-Weizen fallen laut AMI insgesamt besser aus als erwartet, mit Ausreißern nach unten durch Trockenstress an einigen Standorten.
Beim Bio-Körnermais rechnet die AMI mit Ertragseinbußen, wiewohl er sich in Regionen mit ausreichend Regen überwiegend gut entwickelt habe. Sommergetreide, Leguminosen und spät gedrillte Kulturen wie Sojabohnen haben ähnlich wie Mais unter der Witterung gelitten.
Die Kartoffelknollen fielen durch Hitze und Trockenheit kleiner aus, was die Ernte dezimiert hat. Seit Juni leidet der Bio-Gemüsemarkt stark unter dem Einfluss des wärmsten Sommers seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Die Kombination aus Hitze, Trockenheit und Unwettern brachte viele Bio-Gemüseerzeuger an ihre Belastungsgrenze. Die wechselnden Wetterextreme beeinträchtigten dabei nicht nur deutsche Erzeuger: Auch Bio-Obst- und Gemüse-Anbaugebiete in Spanien, Italien und Frankreich litten unter Dürre, Hitze, Starkregen und Hagel.
Die deutsche Bio-Apfelernte wird deutlich kleiner als zuvor erwartet. Im Gegensatz zum Gemüse, wo eine reduzierte Verfügbarkeit auf eine stabile bis steigende Nachfrage trifft, gibt es noch ungewöhnlich lange Bio-Äpfel auf Lager aus der alten Ernte.
Tina Andres, Vorsitzende des Bio-Spitzenverbands BÖLW, kommentiert:
„Der Klimawandel macht vor Bio nicht Halt. Für Bio-Bäuerinnen und -Bauern ist jetzt wichtig, dass ihre Kundschaft ihnen angesichts der klimatischen Herausforderungen die Treue hält. Allein über ihre Direktvermarktung erwirtschafteten Bio-Höfe zuletzt mehr als 1,6 Milliarden Euro Jahresumsatz: Das ist eine tolle Leistung! Sie ist nur zu halten, wenn Verbraucherinnen und Verbraucher die frischen, gesunden Lebensmittel ihrer regionalen Höfe weiterhin wertschätzen.
 
Jeder Cent für ein Bio-Lebensmittel ist dabei eine Investition in Artenvielfalt, in sauberes Wasser und in eine resiliente Landwirtschaft, die nicht abhängig ist von fossil erzeugten Düngern aus Staaten wie Russland und die so vielfältig und regional angepasst arbeitet, dass sie bestmöglich aufgestellt ist unter den harschen Bedingungen des Klimawandels.“
Quelle: PRESSEMITTEILUNG des BÖLW, Pressekontakt: Annette Bruhns, presse@boelw.de, +49 30 28482 308. Alle Pressemitteilungen finden Sie auf unserer Website.

Besuch auf dem Obsthof

Am Sonntag, 26.Juli 2026, waren wir von 14-16.00 Uhr bei unserem Firmenmitglied Obst von Bauer. Magdalena und Stefan Bauer klärten uns umfänglich zum Bio-Obstanbau und ihrer Arbeit auf. Es begann 2014 mit 5 Hektar Ackerland und vorhandenen Kirschbäumen, heute werden 15 Hektar bewirtschaftet.

  • Anbau heute: Kirschen, Äpfel, Birnen, Zwetschgen, Beeren (Brombeeren, Heidelbeeren, Himbeeren, Johannesbeeren, Stachelbeeren),  Mirabellen, Renekloden, Pflaumen
  • Anbauverband/ Zertifizierung: Biokreis
  • Düngung: Haarmehlpellets und kompostierter Pferdemist
  • Pflanzenschutz: Nützlinge werden durch Blühstreifen angezogen, Kaliseife, Backpulver, Bio-Spritzmittel
  • Ernte: per Hand mit Helfern
  • Lagerung:  Äpfel bis April/ Mai bzw. bis alles verkauft ist im Kühlhaus; statt Begasung, wie in konventionellen Betrieben, wird der Umgebungssauerstoff reduziert
  • Vermarktung: Tafelware für den Handel süddeutschlandweit, zweitgrößter Bio-Kirschenerzeuger in Bayern, Hofladen samstags zwischen 9.00 und 15.00 Uhr oder zu anderen Zeiten an fast allen Tagen nach telefonischer Vereinbarung
  • Weitere Produkte: Apfelsaft, gefriergetrocknetes Obst

Nach einer Führung durch die Apfelplantage wurden Getränke und selbstgebackener Kuchen serviert und wir konnten Frischobst und Apfelsaft einkaufen.

Kontakt: Obst von Bauer, Oberrüsselbach 20, 91338 Igensdorf, Tel. 0173.6900.883, info@obst-bauer.de, http://www.obst-bauer.de

100 begeisterte Mitglieder

Unsere Mitgliederversammlung am 20. Juli 2026 war wieder gelungen; es gab viele positive Rückmeldungen. Was diese jährliche Veranstaltung so interessant macht und für rege Beteiligung sorgt (etwa 100 Teilnehmer*innen), sind die folgenden Programmpunkte:

  • aktuelle Kurzberichte des Vorstandes
  • Bio-Imbiss mit Bio-Getränken (kostenfrei für unsere Mitglieder)
  • Kurzberichte von anwesenden Firmenmitgliedern
  • Bio-Ausschüttung: jede(r) erhält eine Tüte mit Bio-Produkten

    Tütenausgabe
  • Warenpräsentation durch Firmenmitglieder und der persönliche Kontakt zu ihnen mit Verkostungs-, Einkaufs- und Gesprächsmöglichkeit

Wer ehrenamtlich in unserem netten Team mitarbeiten oder Mitglied werden möchte, melde sich bei ritter@bio-verbraucher.de

Warenpräsentation

Bio-Verbraucher e.V., Rieterstr. 20, 90419 Nürnberg

 

Urlaub bei Salzburg

Ein Geheimtipp für heiße Tage: In sauberem Wasser schwimmen und ein reiches Angebot an Veranstaltungen und Einsichten in das Bio-Dorf Seeham genießen, das kann man am Obertrumersee. Seeham ist zu 80 Prozent bio.

Gästezimmer, Ferienwohnungen, Urlaub auf dem Bauernhof  vermittelt gerne der Tourismusverband Seeham, Renate Schaffenberger, Dorf 12, A-5164 Seeham, Tel.: +43 – (0)6217 – 5493, seeham@salzburger-seenland.at, http://www.seeham-info.at

Auch Theaterkarten für die Seebühne und für viele weitere Veranstaltungen kann man beim Tourismusverband Seeham buchen.

 

Starkoch Alexander Herrmann wirbt bei Event der Metropolregion für regionales Essen in Schulen und Kitas

Die Metropolregion Nürnberg engagiert sich für mehr regionales und bio-regionales Essen in kommunalen Kitas und Schulen. Unter dem Motto „GeRTi tischt auf“ hat sie deshalb in Nürnberg etliche Beteiligte zum Thema an einen Tisch gebracht, vom Caterer über Schulleiterinnen bis hin zum Politiker.

Im Fokus der Veranstaltung standen konkrete Lösungen für mehr regionalen Genuss in den sogenannten Gemeinschaftsverpflegungen. Vertreterinnen und Vertreter der Kommunen in der Metropolregion unterzeichneten außerdem eine gemeinsame Willensbekundung für mehr regionale und bio-regionale Lebensmittel in ihren Einrichtungen. „Städte, Gemeinden und Landkreise können mit ihren Entscheidungen einen wichtigen Beitrag für eine nachhaltige Ernährung, eine starke regionale Wirtschaft und mehr Versorgungssicherheit leisten“, begrüßte Peter Reiß, Ratsvorsitzender der Metropolregion Nürnberg und Oberbürgermeister von Schwabach, den gemeinsamen Auftritt.

Für den Bio-Verbraucher e. V. nahm Vorstandsmitglied Ute Blümlein an der Veranstaltung teil.

Mehr Info: Starkoch Alexander Herrmann wirbt für regionales Essen

Sieg der Agrarlobby

Die EU-Abgeordneten folgen nicht dem Verbraucher-Willen sondern den Interessen der Konzerne. Und sie begehen damit offenbar Rechtsbruch. Der BÖLW nimmt dazu wie folgt Stellung:

Heute stimmte eine Mehrheit der Abgeordneten im Europäischen Parlament für die im Trilog geeinte sogenannte „NGT-Verordnung“. Die Verordnung schafft für Organismen, die mit neuen Gentechniken wie CrisprCAS geschaffen wurden und für die weitere Bedingungen erfüllt sind, die gesetzliche Pflicht zur Risikoprüfung und zur Kennzeichnung ab. Der BÖLW hat die Verordnung begutachten lassen. Die Juristen haben in einem 60-seitigen Gutachten dargelegt, warum sie die Verordnung für rechtswidrig halten.

Quelle: Pressemitteilung des BÖLW vom 17.06.2026, presse@boelw.de, +49 30 28482 308.

Besuch auf dem Gutzberger Hof

Am 30. Mai waren wir für zwei Stunden auf dem Gutzberger Hof in Stein bei Nürnberg. Der Bioland-Betrieb kultiviert Kartoffeln, Freilandgemüse, Obst, Lein, Mohn und die Aronia-Beere. Im Angebot sind auch selbst gemachte Produkte, z.B. Apfel- und Aroniasaft und Dinklemehl. Die Besonderheit: Lieferung frei Haus im Raum Nürnberg, ab Hofverkauf nach telefonischer Vereinbarung.

Walter (Vater) und Christian (Sohn) Bauer wollten uns eigentlich das blühende Mohnfeld zeigen und mit uns die ersten Kartoffeln ausgraben, aber leider hat das Wetter nicht mitgespielt: Der Mai war zu kalt.

Wir wurden köstlich bewirtet. Vor der Feldbegehung mit vor Ort frisch hergestellten Kartoffel-Chips und Getränken, danach mit Kaffee und Mohn- und Käsekuchen.

Der Besuch gab den über 30 Besuchern wertvolle Einblicke in die Bio-Landwirtschaft direkt vor der Haustür der Metropolregion.

Kontakt: Gutzberger Hof, Gutzberger Dorfstr. 27, 90547 Stein, ch.bauer-gutzberg@t-online.de, Tel. 0160 7820 933