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Foto: WR

Achtsam essen

Aus: Dr. Jasmin Peschke: Vom Ernährungssystem zum Ernährungsorganismus – Wie die Transformation gelingen kann – Impulse und Übungen, Dornach/ Schweiz 2024

Ein erster individueller Schritt, in Beziehung zu gehen, ist achtsames Essen: Die Sinne werden geschult, und die Wahrnehmung wird erweitert. Empathie und Interesse entwickeln sich. Das bedeutet, dass wir uns dafür interessieren, woher die Lebensmittel kommen und unter welchen Bedingungen sie produziert und gehandelt werden. Beziehungen, Partnerschaft und Respekt werden kultiviert – die Schlüsseleigenschaften für eine gesunde Zukunft. Achtsamkeit als Haltung fördert eine positive Entwicklung individueller, sozialer und wirtschaftlicher Zusammenhänge. Daher führe ich sie als ersten Schritt für einen Systemwechsel ein. Wir können jederzeit damit beginnen, ohne Vorbedingung und unabhängig davon, an welcher Stelle der Wertschöpfung wir uns befinden. Die drei Fragen sind eine einfache Übung, die nicht viel Raum einnimmt und überall und täglich praktiziert werden kann.

Die Fragen lauten:

  1. Vor dem Essen: Was habe ich auf dem Teller?
  2. Beim Essen: Wie schmeckt es?
  3. Nach dem Essen: Wie verdaue und vertrage ich, was ich gegessen habe?

Vor dem Essen besinnst du dich einen Moment. Vielleicht riechst du schon etwas? Mit Blick auf den Teller fragst du dich dann: Was habe ich auf dem Teller? Gibt es verschiedene Farben? Wie sind die Formen? Wie ist das Essen angerichtet? Wenn du in Gesellschaft bist, genügt ein kurzer, ruhiger Moment, ganz für dich. Beim Essen nimmst du den Geschmack und das Aroma bewusst wahr und fragst dich, wie es schmeckt. Du kannst auch auf das Gefühl im Mund achten. Auch das geht innerhalb eines kurzen Momentes während des Essens.

Einige Zeit nach dem Essen nimmst du wahr, wie du die Mahlzeit verträgst, ob sie bekömmlich ist. Eine kurze Rückbesinnung ist ausreichend. Die Fragen führen mit der Zeit zu einem vertieften Erleben, das den Genuss steigert und die Beziehung zu dir selbst stärkt. Du lernst dich besser kennen. Es bleibt aber nicht beim persönlichen Genuss: Gleichzeitig wird das Interesse an der Herkunft und an der Erzeugung der Lebensmittel geweckt. So werden wir als Konsument*innen durch unser Essen und unsere Kaufentscheidung zu Co-Produzent*innen. Vielleicht entsteht dadurch bei dir auch Dankbarkeit.

Die Veröffentlichung ist eine pdf-Datei auf dieser HP; sie kann dort heruntergeladen werden:

https://www.sektion-landwirtschaft.org/ea/vom-ernaehrungssystem-zum-ernaehrungsorganismus