Saatgutfestival in Nürnberg – ein Erfolg

Das Saatgutfestival am Samstag, 14. Februar 2026, in der Kulturwerkstatt Auf AEG war gut besucht. An unserem Stand waren auch zwei Stadträte, die sich für eine nachhaltige Landwirtschaft und mehr Bio-Konsum besonders einsetzen: Inga Hager, ÖDP, und Marc Schüller, Grüne, zwischen Ute Blümlein (links) und Alexander Ehret (rechts), ehrenamtliche Mitarbeiter des Bio-Verbraucher e.V.

 

BioFach meets Nürnberg

Bio Entdecken im Rathaus Nürnberg: Info, Verkostung und mehr

  • Di, 10. Februar, 14.30 – 17.00 Uhr
  • Mi und Do, 11. und 12. Februar,  8 – 18.00 Uhr

Kommen Sie ins Rathaus-Foyer. Der Bio-Verbraucher e.V. ist dabei.  Am Dienstag- und Donnerstagnachmittag können Sie an unserem Info-Stand Lebkuchen und Nussecken von  Nürnberger Bio-Originale und Aronia-Saft von Christian Bauer probieren und kaufen.

  • Sa, 14. Februar, 11 – 17.00 Uhr, sind wir mit Info-Stand und Kostproben beim Saatgutfestival Auf AEG, Fürther Str. 244, Hof D
Wir wissen bald nicht mehr, was wir essen

Die strengen EU-Gentechnikregeln sollen aufgeweicht werden. Viel Widerstand ist nötig. Aktuelle Informationen und Flyer zur Deregulierung finden Sie hier:

 

https://www.testbiotech.org/ Warum Pflanzen aus Neuer Gentechnik nicht dereguliert werden dürfen.

 

Es gibt noch eine letzte Abstimmung im Europa-Parlament im März, dann müssen wir klagen auf Rücknahme der Entscheidung.

 

Hier können Sie sich einbringen:
  • Besorgen Sie Infomaterial bei Testbiotech oder Bund Natuschutz (Bayern muß Gentechnikfrei bleiben) oder Rapunzel und geben Sie es weiter
  • Kontaktieren Sie die örtlichen Politiker vor allem jetzt zur Wahl. Machen Sie unseren kommunalen Amtsinhabern, ihren Europa-Abgeordneten, allen voran der CSU mit Manfred Weber klar, dass sie das Bayrische Naturschutzgesetz (In Bayern ist der Anbau von Gentechnik gesetzlich verboten) auch im EU-Parlament zu vertreten haben. Auch Politiker müssen sich an ihre eigenen Gesetze halten! Dafür sind sie gewählt worden.
  • Unterstützen Sie uns mit einer Spende für die Klagevorbereitungen. Sollte die Abstimmung im März mehrheitlich die Deregulierung durchwinken, haben wir 8 Wochen Zeit um ein VETO einzulegen. Wir sind mit unseren Anwälten dran. Klagen kostet viel Geld. Die Chancen stehen sehr gut. Bei der Amflora-Kartoffel hat es auch schon funktioniert.
Bitte spenden Sie hier an:

ohne Spendenquittung:

 

Aktion Gen-Klage

 

DE42 7025 0150 0017 0237 63

 

Verwendungszweck: GVO – Deregulierung stoppen

 

mit Spendenquittung:

 

Interessengemeinschaft gentechnikfreie Lebensmittel und Landwirtschaft e.V.

 

DE 64 7025 0150 0027 4597 91

 

Verwendungszweck: GVO – Deregulierung stoppen

Neues Bio-Café von noris inklusion in Nürnberg, Café Arthur, Bayernstr.110,
90478 Nürnberg, Di–So 10-17.00 Uhr, www.noris-inklusion.de,
Tel. 0911/47576-0

Dattelprodukte, Dattel-Schokoladen, Dattel-Nussprodukte, Konfekt u.v.m. bei Odilia
90403 Nürnberg, Hauptmarkt 11, (Mo-Sa, 10-18 Uhr) und 90761 Fürth, Schwabacher Str. 510 (Produktion und Verkauf (Mo-Fr, 8-16 Uhr), http://www.odilia.de, Tel.: 0911 – 21 70 98 15

Lebensmittel, Gewürze, getrocknete Früchte, ätherische Öle und Tees aus Madagascar
von NATURE Madagascar, www.naturemadagascar.com, Tel. +39333-8714513, Online-Shop

Oliven, Olivenöl, Olivenpasten, Tomatenmark, getrocknete Tomaten, Granatapfelessenz
Oliviata, 47228 Duisburg, T. 02065-419611, Online-Shop, info@oliviata.com, www.oliviata.com

Frei-Haus-Lieferung im Raum Nürnberg: Kartoffeln, Gemüse, Apfelsaft, Aronia-Saft, Käse
Walter Bauer, 91790 Nennslingen, T. 0170.8871.044, w.bauer-nennslingen@t-online.de

Fränkisches Ofengemüse

Fränkisches Ofengemüse (schnelles Gericht für 2 Personen)

Zutaten
Ca. 300 g Kürbis, ca. 300 g rohe rote Beete, 2 rote Zwiebeln, 1 gr. Möhre,
3 Knoblauchzehen, 1 Apfel, 1 Beutel Fenchel-Kümmel-Anis Tee,
1 TL Schwarzkümmel, 1/2 TL Kreuzkümmel, 1/2 TL Koriander, 200 g Feta,
2 EL Olivenöl, Salz, Pfeffer

Zubereitung
Kürbis, Gelbe Rübe und Rote Beete in grobe Stifte schneiden, Zwiebeln und Apfel achteln, Knoblauch in dünne Scheiben schneiden und alles in eine Auflaufform schlichten. Nun das Olivenöl mit Beutelinhalt des Tees sowie Koriander, Schwarzkümmel, Salz und Pfeffer mischen und mit dem Gemüse vermischen. Bei 200° Ober- und Unterhitze im Backofen garen. Nach 30 Minuten Feta-Würfel auf das Gemüse geben und weitere 10 Minuten garen. Fertig. Dazu passt ein Joghurt-Dip oder Kräuter-Quark.
Guten Appetit wünscht Charmaine

Käufer- und Verkäufermeinungen

Planetary Health Diet: Eine Ernährung, die Klima und Gesundheit schützt
Ein Beitrag von Christine Fröhlen in der ebl-Woche vom 20. Oktober 2025 (Auszug)

Wie können wir uns so ernähren, dass es nicht nur uns selbst guttut, sondern auch unserem Planeten? Die Antwort darauf gibt die sogenannte Planetary Health Diet (PHD) – ein Konzept, das zeigt, wie Ernährung zum Schlüssel für Klima und Gesundheitsschutz werden kann. Entwickelt wurde sie von internationalen Wissenschaftler*innen der EAT-Lancet-Kommission, um Wege aufzuzeigen, wie sich bis 2050 zehn Milliarden Menschen gesund und nachhaltig ernähren können – ohne dabei die Belastungsgrenzen der Erde zu überschreiten.

Pflanzenvielfalt auf den Teller
Das Grundprinzip: Drei Viertel der Nahrung sollten pflanzlichen Ursprungs sein. Gemüse, Obst, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Nüsse und Samen bilden die Basis. Tierische Produkte wie Fleisch, Fisch, Eier und Milch sind erlaubt, aber in stark reduzierten Mengen. Denn die Tierhaltung ist für einen großen Teil der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich und verbraucht enorme Mengen an Wasser, Energie und Fläche.

Weniger ist mehr – für Gesundheit und Umwelt
Die Planetary Health Diet will helfen, ernährungsbedingte Krankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck und Übergewicht zu verringern und gleichzeitig Umweltfolgen wie Artensterben, Bodenverlust und Wasserknappheit einzudämmen. Durch weniger tierische Produkte, geringeren Zucker- und Fettkonsum sowie mehr Ballaststoffe fördert sie aktiv die Gesundheit. Gleichzeitig entlastet sie das Klima – laut Umweltmedizinerin Prof. Dr. Claudia Traidl-Hoffmann stammen allein in Deutschland rund 30 % der Treibhausgase aus der Ernährung.

Biologische Erzeugung: Qualität zählt doppelt
Besonders wichtig ist, wie unsere Lebensmittel erzeugt werden. Die PHD selbst macht dazu keine konkreten Vorgaben – doch klar ist: Nur mit ökologischer Landwirtschaft lassen sich die planetaren Grenzen respektieren. Biologisch erzeugte Produkte schonen Böden, verzichten auf chemisch- synthetische Pestizide und fördern die Artenvielfalt. Regionale und saisonale Lebensmittel vermeiden lange Transportwege und stärken die heimische Landwirtschaft.

Schritt für Schritt zur Planetenkost
Niemand muss von heute auf morgen alles umstellen.

  • Ein guter Anfang ist ein pflanzlicher Tag pro Woche– mit einem bunten Eintopf, einem Linsengericht, einem Gemüsecurry oder einem Getreidesalat.
  • Mit der Zeit lassen sich mehr Hülsenfrüchte, Nüsse und saisonales Gemüse in den Alltag integrieren. Vorgegarte Hülsenfrüchte im Glas, pflanzliche Brotaufstriche oder leckere Kühlprodukte wie Tofu und Tempeh helfen beim Einstieg.
  • Tierische Erzeugnisse wie Fleisch, Eier und Milchprodukte sollten nicht jeden Tag konsumiert werden und natürlich aus artgerechter Haltung kommen. Dafür sind wir auch mit unserer hauseigenen ebl-Metzgerei die beste Adresse, da die Fleisch- und Wurstwaren an unserer Metzgerei-Bedientheke ausschließlich von Tieren von Biohöfen aus der ebl-Region stammen.
  • Auch bei Milchprodukten gilt: maßvoll in kleineren Portionen genießen und mehr Abwechslung durch pflanzliche Alternativen schaffen
  • Für das persönliche Wohlbefinden ist es insgesamt vorteilhaft, weniger verarbeitete Lebensmittel zu konsumieren und auf versteckten Zucker zu achten, z. B. in Riegeln, Softdrinks, stark gesüßten Joghurts usw.
  • Und für die gute Bilanz zählt auch: Lebensmittelreste sinnvoll verwerten und den Wocheneinkauf gezielt so planen, dass möglichst keine Nahrungsmittel verschwendet oder weggeworfen werden müssen.Wie lecker und abwechslungsreich pflanzenbasierte Gerichte sein können, beweist auch unser Mittagstisch in den ebl-Cafés: Montag bis Freitag, täglich ab 11 Uhr.

Förderung von Kleinprojekten, Biofach, GeRTi

Aus dem Newsletter der Ökomodellregion Nürnberg, Nürnberger Land, Roth vom 20.10.2025,
Ullrich Hirschmüller, Projektmanager Öko-Modellregion, Stadt Nürnberg, Referat für Umwelt und Gesundheit, oekomodellregion@stadt.nuernberg.de, ullrich.hirschmueller@stadt.nuernberg.de, Tel. 0911-231-10624

Förderung von Öko-Kleinprojekten
Auch für kommendes Jahr stellen wir wieder insgesamt 50.000 an staatliche Fördermittel für die Realisierung von Kleinprojekten in unserer Modellregion zur Verfügung. Die Projekte können ganz unterschiedlicher Natur sein und sollen mit den Zielen von BioRegio2030 übereinstimmen.
Projekte, die Produktion und Verarbeitung optimieren, die regionale Bio-Versorgung verbessern, den Absatz von Bio-Produkten steigern oder Bewusstseinsbildung betreiben, können bis zu 50% Zuschuss zu ihren Gesamtkosten bis maximal 10.000 € erhalten. Wir freuen uns sehr über interessante und divers aufgestellte Projektideen aus Nürnberg, dem Nürnberger Land und dem Landkreis Roth. Eine Einreichung ist bis 15.01.2026 möglich. Wir unterstützen Sie gerne bei ihrer Förderanfrage, kontaktieren Sie mich gerne dazu. Weitere Infos und die detaillierte Ausschreibung finden Sie hier.

Ausblick Biofach 2026, 10.-13. Februar
Auch zur kommenden Biofach werden die bayerischen Öko-Modellregionen wieder einen Infostand am Stand des bayerischen Landwirtschaftsministeriums haben. Hier besteht die Möglichkeit, die Arbeit der einzelnen Öko-Modelregionen kennenzulernen und sich überregional zu vernetzen. Außerdem besteht die Möglichkeiten für Mitglieder unseres Netzwerks, an Messe- Rundgängen zu speziellen Themen teilzunehmen. Mehr Infos hierzu und auch zu unserer eigenen Präsenz am ÖMR-Stand auf Anfrage, bzw. dann im nächsten Newsletter.
Darüberhinaus veranstaltet das Referat für Umwelt und Gesundheit wie jedes Jahr ein umfassendes Begleitprogramm an verschiedenen Orten in Nürnberg, für alle Menschen unserer Stadt. Zum ersten Mal finden Teile davon diesmal im Foyer des Rathauses am Hauptmarkt 18 statt. Das genaue Programm gibts ab Januar auf der Webseite des Referats für Umwelt und Gesundheit: www.umweltreferat.nuernberg.de

GeRTi – Schulverpflegung nachhaltig gestalten
Eine Meldung von Kerstin Horneber vom 18.11.2025, Metropolregion Nürnberg
Das Projekt GeRTi zeigt, wie regionale und bio-regionale Schulverpflegung in Franken gelingt – mit frischen Zutaten, kurzen Wegen und guter Zusammenarbeit zwischen Kommunen, Schulen, Küchen und Landwirten. Gefördert vom Bayerischen Landwirtschaftsministerium unterstützt GeRTi Kommunen bei der praktischen Umsetzung.

Bei der Fachveranstaltung „Ganztagsbetreuung ab 2026 – Von der Pflicht zur Chance“ am 3. November 2025 in Buttenheim wurden erfolgreiche Praxisbeispiele wie die Frischeküche Buttenheim und Kooperationen mit örtlichen Gasthäusern vorgestellt. Rund 40 Teilnehmende aus Schulen, Kommunen und Verwaltung tauschten Erfahrungen aus und nahmen neue Impulse für den Ausbau regionaler Verpflegung mit.
Kontakt: gerti@metropolregion.nuernberg.de, https://www.metropolregionnuernberg.de/gerti
Der Bio-Verbraucher e.V. begrüßt und unterstützt das Vorhaben.

Agrar-Lobby siegt

Bericht von Wolfgang Ritter (Auszüge aus Pressemeldungen, Presseerklärungen, Eingaben)

Unterhändler der EU-Staaten und des Europaparlaments wollen die strengen EU- Gentechnikregeln aufweichen; sie einigten sich Anfang Dezember darauf, dass gewisse Transgene künftig ohne Zulassungsverfahren, ohne Risikoprüfung und ohne Kennzeichnungspflicht auf den Markt kommen dürfen. Von Transgenen spricht man, wenn artfremde Gene in eine Pflanze eingebracht werden, wie etwa Gene aus einem Bakterium in Mais. Wenn diese neuen Vorgaben von den EU-Staaten und vom Europäischen Parlament bestätigt worden sind, können wir Verbraucher nicht mehr wissen, was wir essen.
Quelle: Nürnberger Nachrichten vom 5.12.2025

Wahlfreiheit für Verbraucher sichern!
Der Bio-Verbraucher e.V. hatte den EU-Abgeordneten und der EU-Kommission im Mai geschrieben:

Sehr geehrte Damen und Herren,
wenn jetzt zu einer EU-Verordnung für Neue Gentechniken (NGT) wie Crispr/Cas verhandelt wird, haben wir drei Forderungen:

  1. Beibehaltung der Kennzeichnungspflicht für NGT-Organismen vom Acker bis zum Teller
  2. Regeln für eine Koexistenz, die es möglich machen, sicher ohne NGT zu produzieren – etwa durch Standortregister und Abstandsvorschriften
  3. Beschränkung der Patentierung von NGT, um den Züchtungsfortschritt nicht auszubremsen, die Privatisierung der genetischen Ressourcen aufzuhalten

Es darf nicht passieren, dass künftig gentechnisch veränderte Organismen angeboten werden, ohne dass diese für uns Verbraucher als solche erkennbar sind.

Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang Ritter/ Vorstandsvorsitzender


Beschluss ist ein trojanisches Pferd
Bioland-Präsident Jan Plagge kommentiert den Beschluss so: „Was uns hier von den Trilog- Verhandlern präsentiert wird, ist ein trojanisches Pferd: Unter dem Deckmantel des Fortschritts schleichen sich Risiken, Abhängigkeit und Konzerninteressen in unsere Felder und auf unsere Teller. Ohne Kennzeichnung und wirksame Begrenzung von Patenten werden Landwirt*innen, Züchter*innen und Verbraucher*innen Opfer leerer Heilsversprechungen zugunsten von einseitigen Konzerninteressen. Und das alles, ohne, dass wir überhaupt wissen, ob die hochtrabenden Heilsversprechen der Neuen Gentechnik überhaupt jemals eintreffen werden. Wir haben in Europa schon häufiger den Fehler gemacht, uns in Abhängigkeiten zu begeben, aus denen wir uns nicht mehr befreien konnten – sei es technologisch oder bei der Energieversorgung. Wie können wir so naiv sein und glauben, dass uns das in diesem Fall nicht wieder auf die Füße fällt? Wenn die Konzerne einmal die volle Kontrolle über Saatgut und Patente und damit über die Ernährungssouveränität Europas übernommen haben, wird es kaum möglich sein, ihnen diese im Nachhinein wieder zu entreißen.“
Quelle: presse@bioland.de vom 04.12.2025

Wir wurden gewarnt
Noch kurz zuvor, nämlich am 26. November war Christiane Lüst, Gründerin der Aktion GEN-Klage, gemeinsam mit ihrem brasilianischen Mitstreiter Prof. Antonio Andrioli vom Bundestagsausschuss für Landwirtschaft und Ernährung in Berlin eingeladen, um über Ihre Eingaben zur Situation der Gentechnik in Deutschland beim UN-Menschenrechtsausschuss zu berichten. Lüst: „Der aktuelle Stand der Diskussion der Deregulierung der Neuen Gentechniken in Brüssel verstößt auch gegen das internationale Carthagena Protokoll zum Schutz der biologischen Vielfalt, das verbindliche Regeln zum Umgang mit Gentechnik aufgestellt hat. Eine Studie des BMZ hat festgestellt, dass der EU-Vorschlag auch damit nicht vereinbar ist. Mit der Einführung der Gentechnik sind diese Rechte verletzt. In Brüssel sollen nun am 3.12.25 Kennzeichnungspflicht, Patentfreiheit usw. wegfallen. Wir reden von einer unwiderruflichen Kontaminierung aller Pflanzen und niemand kennt die Folgen. In vielen Ländern ist die Ernährungssouveränität dadurch schon massiv gefährdet, wie die UNO jetzt auch in Kolumbien auf Basis unseres aktuellsten Berichtes zum Thema vom Frühjahr 2025 festgestellt hat.“
Professor Andrioli berichtete anschließend über die aktuelle Situation und die Erfahrungen mit den in Brüssel diskutierten Neuen Gentechniken in Brasilien:
„Auch die neuen Gentechniken wie CRISPR/ CAS sind in Brasilien gefloppt. Klimaresistente Pflanzen funktionieren mit Gentechnik nicht. Wir forschen grad mit den alten Ur-Sorten und haben festgestellt, dass das, was schon immer da war, am besten klimaresilient ist, weil diese alten Sorten vor allem so ein großes Wurzelwerk haben (das man nicht mit Pestiziden stören und beeinträchtigen sollte), dass sie alle anderen Testpflanzen auch in Bezug auf die Ernteerträge weit überholt haben. So können wir Euch in Europa nach unseren langjährigen Erfahrungen zu diesen Themen nur warnen, es zuzulassen! Gentechnik ist Gentechnik und Gentechnik ist nicht mehr rückholbar. Die ganzen Probleme, die wir und andere Länder wie Kanada, Mexiko, Argentinien mit langjähriger Gentechniknutzung und der nachfolgenden Kontaminierung nun haben, könnt Ihr Euch ersparen! Außer den Konzernen (mit Saatgut, Pestiziden und Patenten) wird NIEMAND davon profitieren. Monsanto, das jetzt ein deutsches Problem ist, hat alleine in meinem Bundesland Rio Grande do Sul nur mit Lizenzgebühren bei gentechnisch verändertem Saatgut in einem Jahr mehr verdient als das, was die Landesregierung in Landwirtschaft investierte.“
Quelle: Pressemitteilung der Zivilcourage gegen Agro-Gentechnik im Landkreis Starnberg vom 03.12.2025, info@zivilcourage-starnberg.bayern

Gentechnik: Bio bleibt sicher
Der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) fordert die Bundesregierung auf, im Rat gegen den Trilog-Beschluss zur Deregulierung des Gentechnikrechts zu stimmen. Tina Andres, Vorsitzende des Bio-Spitzenverbands, kommentiert: „Die avisierte Deregulierung widerspricht dem Geist des Gentechnik-Urteils des Europäischen Gerichthofs von 2018, das vom Prinzip der Vorsorge getragen ist. Bio bleibt diesem Geist treu. Wir arbeiten auch in Zukunft ohne gentechnisch veränderte Organismen. Weil wir mit der Natur und nicht gegen sie wirtschaften.“ presse@boelw.de vom 04.12.2025

Der Rat hat am 14.12. für die Deregulierung gestimmt. Als Erfolg der Zivilgesellschaft werten wir, dass Deutschlands dagegen stimmte. Wie werden sich die EU-Parlamentarier verhalten?

Test Bio Leinöle

Viele Bio-Leinöle schneiden gut ab, aber manche sollte man meiden

Wir sind immer wieder erstaunt, dass auch Bio-Produkte von ganz unterschiedlicher Qualität auf den Markt kommen. Das gilt auch für Leinöle, die als besonders wertvolle Öle gelten wegen ihres hohen Anteils an wertvollen Omega-3-Fettsäuren. Genauso lassen einen die oft riesigen Preisunterschiede erstaunen. Auch beim Test von Bio-Leinölen zeigt sich das; der Preis sagt nichts über die Qualität aus. „Sehr gute“ Leinöle gibt es schon für 1,59 € pro 250 Milliliter; das Öl, das den Test nicht bestanden hat, ist das teuerste = 9,69 € pro 250 Milliliter. Hier die guten und die schlechten auf einen Blick:

„Sehr gut“
Dennree = 1,59 €, Die Kleine Mühle/ Teutoburger Ölmühle = 4,49 €,
Dm = 1,65€, Rapunzel =5,99 €, Rewe, 2,99 €, Seitenbacher = 4,29 €
„Gut“
Bio Primo/ Müller = 1,65 €, K-Bio/ Kaufland = 1,35 €
„Mangelhaft“
Netto = 1,35 €, Ölmühle Oberschwaben/ Dreher Bio = 5,99 €, Spreewälderin/ Kunella = 4,16 €,Lidl = 1,35 €
„Ungenügend“
Vitaquell/ Fauser Vitaquellwerk = 9,69 €

Bio-Sauerkraut ist in Ordnung
Von 14 getesteten Bio-Sauerkraut-Marken sind sieben „sehr gut“, sechs „gut“ und eins „befriedigend“. Konventionelle schneiden nicht so gut ab: Von ebenfalls 14 getesteten Marken sind nämlich nur vier „sehr gut“, fünf „gut“, eins „befriedigend“, vier „ausreichend“, eins sogar „mangelhaft“ (Hengstenberg Mildessa Mildes Weinsauerkraut).