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Öko-Modellregion Nürnberg, Nürnberger Land, Roth Mehr regionale Bio-Lebensmittel

Text entnommen aus: www.nuernberg.de/internet/biomodellstadt/oekomodellregion.html

Ein wichtiges Ziel der Öko-Modellregion Nürnberg, Nürnberger Land, Roth ist die effektivere Vernetzung von Stadt und Land, von Angebot und Nachfrage am Beispiel einer Großstadt und zweier umliegender Landkreise. Damit soll die regionale Wertschöpfung für Landwirte, weiterverarbeitende Betriebe und auch für Verbraucher gesteigert werden. Die Öko-Modellregion will insbesondere auch die Zahl der Umstellungsbetriebe steigern.

Im Fokus stehen die Produktbereiche (Ur)Getreide, Gemüse, Streuobst und Fleisch. Zudem soll eine Kampagne für regionale Bio-Produkte gestartet sowie eine direkte Kooperation zwischen Landwirten und Verbrauchern (Solidarische Landwirtschaft) initiiert werden. Die Förderung alter Sorten bzw. alter Rassen durchzieht dabei wie ein roter Faden alle Maßnahmenbereiche.

Landesprogramm BioRegio Bayern 2020
Die Öko-Modellregionen sollen dazu beitragen, den Anteil der Bio-Produkte aus Bayern bis zum Jahr 2020 zu verdoppeln. Dies hat die Staatsregierung als politisches Ziel formuliert. Die Nachfrage nach ökologischen Lebensmitteln soll künftig stärker aus heimischer, regionaler Produktion gedeckt werden. Mit diesem Landesprogramm werden die Bereiche Bildung, Beratung, Förderung, Vermarktung und Forschung mit insgesamt rund 5,4 Millionen Euro zusätzlichen Landesmitteln in den nächsten Jahren gefördert.

Die Palmölproblematik

Bericht von Daniela Mayr (Quellen: Internetseiten der Hersteller, Dokumente WWF, Nabu, Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft)

Der Begriff „Palmöl“ und die damit verbundene Problematik sind in jüngster Vergangenheit zunehmend in die öffentliche Wahrnehmung gerückt. Dennoch wissen die wenigsten Verbraucher, dass Palmöl in einer großen Menge, vor allem konventioneller, Produkte des täglichen Bedarfs enthalten ist.

Hintergrund
Palmöl wird aus den Früchten der Ölpalme gewonnen, die als sehr ertragreich eingestuft werden kann. Aus diesem Grund kann Palmöl sehr preiswert produziert werden. Weitere Vorteile sind sein neutraler Geschmack, seine Hitzebeständigkeit und seine sehr lange Haltbarkeit. Eingesetzt wird es zum größten Teil (71 Prozent) im Bereich Nahrungsmittel, z.B. für Riegel oder Aufstriche, ein weiterer Anteil (24 Prozent) im Bereich Industrie, z.B. für die Herstellung von Seifen, sowie zu einem kleinen Anteil (5 Prozent) zur energetischen Nutzung, z.B. Kraftstoff (Zahlen jeweils Stand 2015). Die Anbaugebiete, vor allem Indonesien und Malaysia, die zusammen mit 85 Prozent den Großteil ausmachen, befinden sich in den tropischen Regionen. Charakteristisch für diese ist der Regenwald mit seiner einzigartigen und hohen Artenvielfalt. Die Rodung des Regenwaldes zu Gunsten von Anbauflächen für Palmöl führt zum einen zur Reduzierung diverser Tier- und Pflanzenarten, zum anderen zu einem hohen CO2-Ausstoß. Der Einsatz hochgiftiger Pestizide trägt überdies zu einer dauerhaften Schädigung des Bodens bei. Somit ist der Anbau von Palmöl aus ökologischer Sicht als äußerst bedenklich zu bezeichnen.

Lebensmittelkennzeichnung
Bis zur Lebensmittel-Informationsverordnung der EU, die am 13. Dezember 2014 in Kraft trat, war für den Verbraucher nicht erkennbar, ob ein entsprechendes Lebensmittel Palmöl enthält. Seit diesem Zeitpunkt muss jedoch nicht nur der Klassennamen („Pflanzenöl“), sondern auch die spezielle pflanzliche Herkunft angegeben werden („Palmöl“). Dadurch wird nun deutlich, wie viele Produkte tatsächlich Palmöl enthalten. Diese größere Transparenz ist für den Verbraucher zunächst sehr positiv zu bewerten.

Nachhaltiges Palmöl
Verwirrend für den Verbraucher ist jedoch der Aspekt Nachhaltigkeit in Bezug auf Palmöl. Im Zuge der Palmöl-Problematik wurde der sogenannte RSPO (Round Table of Sustainable Palm Oil) vom WWF ins Leben gerufen, der die Einhaltung von Mindeststandards propagiert. Dies bedeutet zunächst, dass der RSPO kein Öko-Label ist und somit auch nicht alle Bio-Produkte RSPO-zertifiziertes Palmöl enthalten. Der NABU weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es auch bei Bio-Produkten keine Garantie gibt, dass nicht zuvor Regenwald gerodet wurde. Beim Anbau von Bio-Palmöl wird jedoch im Gegensatz zu konventionell angebautem Palmöl auf den Einsatz von hochgiftigen Pestiziden und den Anbau auf Torfböden verzichtet. Der Anteil an Bio-Palmöl ist jedoch (noch) verschwindend gering.

Haltung der Bio-Hersteller
Hersteller von Bio-Produkten begegnen der Palmöl-Problematik auf unterschiedliche Art und Weise: So setzt der Hersteller RAPUNZEL bewusst fair gehandeltes Palmöl in seinen Produkten ein. Als Grund gibt RAPUNZEL die positiven Eigenschaften von Palmöl und den Mangel an Alternativen an (so müssten z.B. Emulgatoren eingesetzt werden, um die Nachteile alternativer Öle wie etwa Sonnenblumenöl auszugleichen). Im Gegensatz dazu verzichtet das Unternehmen SONNENTOR ausdrücklich auf Palmöl in seiner kompletten Produktpalette, da es die „fortschreitende Zerstörung des Regenwaldes nicht unterstützen möchte“. Als Alternativen nennt das Unternehmen Sonnenblumenöl, Olivenöl und Kakaobutter.

Bio-Palmöl oder völliger Verzicht?
Da meist unbekannt ist, welche Produkte Palmöl enthalten, hilft nur ein Studieren der Inhaltsstoffe, um Palmöl zu identifizieren und so gegebenenfalls vermeiden zu können. Mittlerweile gibt es für viele Produkte entsprechende Alternativen, die ohne Palmöl auskommen. Ansonsten sollte der bewusste Verbraucher zumindest auf Bio-Palmöl ausweichen.

Liebe Leserinnen und Leser,

unser Partner, das Umweltinstitut München, schreibt uns:

In Deutschland gibt es heute 80 Prozent weniger Insekten als noch 1982; fast 3.000 Insektenarten werden als ausgestorben oder gefährdet eingestuft. Ganz besonders betroffen sind Schmetterlinge, Wildbienen und Schwebfliegen, die einen wichtigen Beitrag zur Bestäubung vieler Pflanzen leisten. Diese erschreckenden Ergebnisse lieferte die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage.

Hauptursache für diese dramatische Entwicklung ist die intensive Landwirtschaft mit ihren Monokulturen und dem steigenden Pestizideinsatz. Auch die Artenvielfalt entlang der Nahrungskette ist dadurch akut bedroht.

Zu den Ursachen des Bienensterbens führten die Nürnberger Nachrichten (NN) unter dem Titel „Gefahr von allen Seiten“ am 22./ 23. Juli 2017 auf: Monokulturen, Parasiten, Pestizide. Manche Pflanzenschutzmittel wirkten wie Nervengifte auf die Bienen, sie verirrten sich und fänden nicht mehr zu ihrem Stock zurück. Der massenhafte Anbau von Nutzpflanzen (Mais, Raps, Zuckerrüben und das häufige Mähen der Wiesen führe dazu, dass  immer weniger Pflanzenarten und Blütenmasse zur Verfügung ständen, so dass Bienen mitten im Sommer verhungerten. Hinzu komme, dass in unseren Hausgärten viel zu häufig chemische Unkrautvernichter eingesetzt würden.

Unser Firmenmitglied, Bio-Imker Marc Schüller von „Die Bienenhüter“, erklärte auf Anfrage der NN am 20. Juli 2017 (Titel: „Wo sind denn die Nürnberger Bienen abgeblieben?“): „Der Winter und der Frühling waren sehr problematisch für die Bienen. Diese sind eigentlich sehr anpassungsfähig, doch das Wetter hat ihnen extrem zu schaffen gemacht. Bis in den Juli war es viel zu trocken, im März war es erheblich zu warm, im April wieder zu kalt, im Mai heiß. Dieses hin und her packen die Bienen nicht. Aber: Ich kann meine Bienen füttern und mich um sie kümmern, doch Wildbienen überleben das oft nicht. In Nürnberg haben wir trotz der Fürsorge der Imker eine Winter-Sterblichkeit der Völker von geschätzt 50 Prozent – das ist viel zu hoch. Und: Der Klimawandel wird die Bienen neben anderen Bedrohungen weiter fordern.“

Das Umweltinstitut München schreibt weiter: Mit dem Rückgang der Insekten nimmt unweigerlich auch die Anzahl der insektenfressenden Vögel ab. Die Auswirkungen sind gravierend: Fast drei Viertel der heimischen Vogelarten der Äcker und Wiesen sind gefährdet oder vom Aussterben bedroht.

Rund 26.000 Menschen haben sich deshalb bereits an unserer Aktion „Rettet die Vögel!“ beteiligt und die Bundesregierung aufgefordert, Pestizide zu verbieten und Agrar-Wüsten wieder in vielfältige Landschaften zu verwandeln. Denn auch wenn die Bundesregierung das Problem erkannt hat, unternimmt sie bisher nichts, um die Artenvielfalt zu retten. Unterstützen auch Sie die Aktion des Umweltinstituts: www.umweltinstitut.org/mitmach-aktionen/rettet-die-voegel.html

Mit herzlichen Grüßen
Ihr Wolfgang Ritter

Zwei Meinungen zur gescheiterten neuen Öko-Verordnung

Einigung verspielt – EU-Mitgliedstaaten blockieren Kompromiss 
Pressemitteilung Martin Häusling am 30.05.2017, presse@martin-haeusling.eu

Martin Häusling, Berichterstatter der Grünen im Europäischen Parlament: „Es ist absolut bedauerlich, dass der EU-Rat nicht in der Lage war, der maltesischen Ratspräsidentschaft ein Mandat zu erteilen, um die Verhandlungen mit EU-Parlament und EU-Kommission zu einem guten Ende zu bringen. Noch in der vergangenen Woche kamen viele positive Signale vom Ministertreffen aus Malta. Ich erwarte, dass der Rat nun über die Ratspräsidentschaft erklärt, welche Konsequenzen er aus seiner heutigen Abstimmung zieht. Ich meine, das ist der Rat sowohl dem EU-Parlament als auch der Kommission schuldig.“

18 EU-Staaten gegen ein Weiter so / Trilog abgesagt
Pressemitteilung vom 30.05.2017, presse@boelw.de

Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des Spitzenverbandes der Bio-Branche, Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), kommentiert: „18 von 27 EU-Staaten haben den Verhandlungen zum neuen Bio-Recht die rote Karte gezeigt. Die Staaten wissen: Der Abschluss eines Gesetzgebungsverfahrens ist nicht in jedem Fall ein Erfolg. Kritik gibt es insbesondere an den Regeln zur Kontrolle, die einen Datenwust produzieren würden, ohne Bio noch sicherer zu machen.

Landwirtschaftsminister Schmidt muss sich jetzt aktiv für einen Abbruch des Gesetzgebungsprozesses einsetzen, der bereits fast dreieinhalb Jahre ohne Ergebnis ist. Das hatte Schmidt immer wieder zugesagt. Wir fordern den deutschen Landwirtschaftsminister 8 erneut auf: Drängen Sie auf einen Neustart des Bio-Rechts, der dieses Mal auf der bestehenden Öko-Verordnung aufbaut! Mit der Forderung nach einem Neustart hätte Schmidt Rückendeckung der Bundesländer, die für die Überwachung der Bio-Betriebe zuständig sind. Sie haben mehrfach gefordert, die Revision abzubrechen.

Ein gutes und umsetzbares Gesetz brauchen die Verbraucher ebenso wie die 40.000 Bio- Unternehmen und die Kontrollstellen und Behörden in Deutschland. Wir fordern auch den Berichterstatter des Europäischen Parlamentes, Martin Häusling, auf, nicht mehr um jeden Preis an einem Abschluss der verkorksten Verhandlungen festzuhalten. Denn viele positive Punkte, die das EU-Parlament eingebracht hatte, sind unter die Räder gekommen.“

Ernährungs- und Esskultur ein Thema für die Kulturhauptstadt-Bewerbung

Werner Ebert, NÜRNBERG – DIE BIOMETROPOLE,T.2314189, werner.ebert@stadt.nuernberg.de

Der Nürnberger Stadtrat beschloss im letzten Jahr, dass sich Nürnberg als Kulturhauptstadt Europas im Jahr 2025 bewerben soll. Es gibt weitere deutsche Städte als Mitbewerber und die Stadt muss sich einem zweistufigen Bewerbungsverfahren stellen. Auf Ebene der Verwaltung und mit Beteiligung eines Teils der Kunstszene wird bereits an Ideen gearbeitet.

Bereits bei zwei Treffen der BioMetropole Nürnberg diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer das Thema Ernährungs- bzw. Esskultur. Spannend daran ist, dass die Begriffe Kultur bzw. Kultivieren aus der Landwirtschaft kommen und mit der Bewerbung „geistige“ und „irdische Güter“ zusammen gebracht werden könnten. Nürnberg hat hier historisch und aktuell gute Voraussetzungen.

Im Knoblauchsland wird seit Jahrhunderten Landwirtschaft betrieben, die Klöster oder auch das Heilig-Geist-Spital hatten in ihren Hochzeiten mehrere Hundert landwirtschaftliche Betriebe, im Stadtgebiet gab es 30 verschiedene Märkte. Aktuell profiliert sich Nürnberg stark mit den Themen Bio und Regionalvermarktung einerseits, mit der Weltleitmesse BioFach andererseits.

Wer hat Ideen, wie Ernährungs- und Esskultur in die Kulturhauptstadt-Bewerbung eingebracht werden können? Wer hat Interesse, dabei mitzuwirken? Noch vor der Sommerpause wird es ein Treffen interessierter Menschen geben.

Gentechnik gegen den Hunger?

Infodienst Gentechnik, Newsletter vom 3. April 2017

Immer wieder behaupten die großen Saatgutkonzerne, dass ihre gentechnisch veränderten Pflanzen notwendig seien, um die wachsende Weltbevölkerung zu ernähren. Die Welternährungsorganisation FAO sieht das anders. In ihrem neuen Bericht zur Zukunft der Ernährung hat sie der Agro-Gentechnik nur einen einzigen Absatz gewidmet.

Der Report „The Future of Food and Agriculture” beschreibt 15 Trends und zehn Herausforderungen für die weltweite Ernährungssicherheit. Der Druck auf die vorhandenen natürlichen Ressourcen, die zunehmende wirtschaftliche Ungleichheit und die Auswirkungen des Klimawandels gefährden aus Sicht der FAO das Ziel, den Hunger bis zum Jahr 2030 zu beenden. Zwar sei es in den letzten 30 Jahren durch eine wachsende Produktion von Lebensmittel gelungen, den Hunger einzudämmen. Doch sei dies mit erheblichen Umweltschäden verbunden gewesen. „Ressourcenintensive landwirtschaftliche Systeme mit hohem Input haben massive Waldzerstörungen, Wasserknappheit, Bodenverarmung und ein hohes Niveau an klimaschädlichen Emissionen verursacht“, schreibt die FAO. Nachhaltig sei diese Art der Intensivlandwirtschaft nicht. Notwendig seien stattdessen innovative Ansätze wie die Agrarökologie oder Agro-Forst-Systeme, die die natürlich Ressourcen schützen und dennoch produktiv sind.

Die Agro-Gentechnik kommt in dem 180-seitigen Bericht der FAO nur in einem Absatz im Kapitel Produktivität und Innovationen (Seite 53) vor. Die FAO beschränkt sich dabei auf die Feststellung, dass die Debatte um die Agro-Gentechnik die Erfolge anderer biotechnologischer Methoden überschattet habe. Dabei bezieht sie sich nicht auf neue gentechnische Verfahren wie CRISPR/Cas, sondern erwähnt als Beispiele für Erfolge die nur im Reagenzglas mögliche Kreuzung von afrikanischem und asiatischem Reis in den 90er Jahren (Nerica, New Rice for Africa) oder die Entwicklung mehrjähriger Reispflanzen in China.

Saatgutkonzerne argumentieren auch gerne, dass sie Pflanzen entwickeln, die Dürre gut vertragen und deshalb angesichts des Klimawandels besonders wichtig seien. Der FAO-Bericht erwähnt solche dürretoleranten gv-Pflanzen mit keinem Wort. Er betont stattdessen, dass die Landwirtschaft selbst ihren Ausstoß an Treibhausgasen und ihren Verbrauch an fossiler Energie 7 drastisch verringern müsse. Entscheidend sei, den Kleinbauern nachhaltige Anbaumethoden zu vermitteln. Begleitende Programme müssten ferner die Situation der Bauern verbessern, etwa durch eine bessere Infrastruktur, soziale Absicherung und den Zugang zu Informationen.

Low oder high carb – wie viel Kohlenhydrate brauchen wir?

Arbeitskreis für Ernährungsforschung e.V., Dr. Petra Kühne, Info Nr. 1/17

Auf dem Büchermarkt kann man es beobachten: Das Thema low carb (wenig Kohlenhydrate) in der Ernährung hat Konjunktur. Während die deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) weiterhin mehr als 50 Energieprozent Kohlenhydrate täglich empfiehlt, finden sich im Internet zahlreiche Berichte, wie schädlich dieser Nährstoff sei. Was ist davon zu halten?

Kohlenhydrate gehören zu den drei Hauptnährstoffen neben Eiweiß und Fetten. Ihr Name leitet sich ab von den Elementen, aus denen sie aufgebaut sind: Kohlenstoff, Wasserstoff (Hydrogenium) und Sauerstoff. Zu ihnen gehörten drei Gruppen:

  • die Zucker
  • die Polysaccharide wie Stärke
  • die Ballaststoffe wie Pektin oder Zellulose

Letztere haben keine Energie, sind aber wichtig für die Darmgesundheit. Verbindungen von Ballaststoffen und Stärke wie im Vollkornmehl nennt man komplexe Kohlenhydrate. Sie kommen natürlich in Lebensmitteln vor. Die tatsächliche Kohlenhydratzufuhr lag in Deutschland bei etwa 45 Energieprozent, also unter den Empfehlungen der DGE. Die Kohlenhydratmenge einer low carb Ernährung liegt zwischen 25-40 Energieprozenten, also noch niedriger.

Das Problem mit den Kohlenhydraten hat mit unserer oftmals hochverarbeiteten Nahrung zu tun. Noch im 19. Jh. verzehrten die Menschen überwiegend komplexe Kohlenhydrate wie Vollkornbrot, Kartoffeln, Hülsenfrüchte und Gemüse. Heute ist der Anteil an Zucker bei Kindern teilweise höher als derjenige der Polysaccharide (Brot, Müsli), wie einige Studien zeigen. Auch die Erwachsenen nehmen immer mehr Zucker auf, während der Verzehr von Brot stagniert oder rückläufig ist. Zucker wird vor allem über süße Getränke (Limonaden, Cola-Getränke, Eistee), Süßigkeiten und süßes Gebäck aufgenommen.

Dazu kommt, dass ein großer Anteil an Zuckern und Stärke in isolierter Form verzehrt werden. Statt Obst mit natürlichem Zucker werden Produkte mit raffiniertem weißen Zucker gegessen, statt Vollkornbrot wird weißes Mehl verwendet, dem die Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe entfernt wurden. Auch weißer Zucker enthält so gut wie keine Mineralstoffe und Vitamine mehr. Diese Veränderung der Aufnahme der Kohlenhydrate ist das Problem.

Wer sich bereits zum Frühstück mit Weißmehlbrötchen, Marmelade und einem gesüßtem Getränk versorgt, dies mit süßem Gebäck und Fruchtriegeln als Zwischenmahlzeit fortsetzt, das Dessert durch einen Pudding krönt, muss sich nicht wundern, dass er zu viel und in einseitiger Form Kohlenhydrate zu sich genommen hat. Dagegen enthalten die Getreide komplexe Kohlenhydrate und jede Menge Vitamine und Mineralstoffe.

Ähnlich Positives ist zu Hülsenfrüchten wie Linsen oder Erbsen zu sagen, die neben 20 % Eiweiß auch 40 % komplexe Kohlenhydrate enthalten. Unser Gehirn wird nur mit Zucker versorgt, den der Körper aus komplexen Kohlenhydraten abbauen kann. Man kann sich den Abbau auch vereinfachen und gleich zuckerhaltiges Süßes essen. Dann kommt es aber zu der Schwemme an Zucker im Blut, was auf die Dauer Probleme bereitet und Krankheiten wie Diabetes Vorschub leistet.

Die Lösung ist die richtige Auswahl der Kohlenhydrate: mehr komplexe statt süße. Dann erhält das Gehirn seinen Zucker in gesunder Form. Wer möchte, kann auch die Kohlenhydratmenge 6 der Nahrung vermindern in moderater Form. Dies ist eher eine individuelle Komponente, als eine Empfehlung für alle. Literatur: Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): Kohlenhydratzufuhr in Deutschland. Kap. 1. DGE Leitlinie