Bericht von Wolfgang Ritter
Unter dem Titel „Alternative zum eigenen Garten“ berichteten die Nürnberger Nachrichten (NN) am 9. April 2026 über eines unserer ältesten Firmen-Mitglieder, den Biolandbetrieb Karl Dollinger, heute Biohof Höps. Der Biohof wurde über viele Jahre von Karl Dollinger aufgebaut und geprägt, der als Pionier des ökologischen Landbaus in der Region galt. Gemeinsam mit engagierten Verbraucherinnen und Verbrauchern entwickelte er 2014 die Grundlagen für die heutige solidarische Landwirtschaft auf dem Hof. Nach seinem Tod im Mai 2021 wird der Betrieb von seiner Frau, Claudia Höps, weitergeführt – in seinem Sinne und auf Basis der gemeinsam entwickelten Idee. Der Hof trägt heute den Namen Biohof Höps, auch mit Blick auf die nächste Generation: Die Kinder, die den Hof übernehmen sollen, tragen diesen Namen bereits weiter.
Antworten Claudia Höps‘ im Interview mit NN vom 9. April 2026 und weitere Details
- „Wer keine Möglichkeit hat, selbst Lebensmittel zu erzeugen, kann Teil unserer Erntegemeinschaft werden.“
- „Was wächst, wird verteilt. So kann man auch Sachen probieren, die man sonst nicht kaufen würde.“
- „Wir sind eine Erntegemeinschaft.“
- „Wir bauen ursprüngliche Lebensmittel an, die schmecken so gut wie aus dem eigenen Garten.“
- „Wer billiges oder makelloses Biogemüse will, der muss woanders hin.“
- „Die Leute kommen oft gestresst, wenn sie dann eine Stunde bei uns sind, kann man sehen, wie der Stress abfällt.“
Der Hof bietet eine große Vielfalt: Gemüse, Kräuter, Urgetreide, Eier, Milch- und Fleisch. Verbraucher, die sich der SoLaWi-Gemeinschaft anschließen, bekommen wöchentlich, was der Hof gerade bietet, evtl. ergänzt mit Produkten benachbarter Biohöfe. Sie können ihren Ernteanteil an verschiedenen Depots in der Region abholen, u.a. in Roth, Fürth und Nürnberg. Man kann nur vegetarische Produkte wählen oder das volle Programm mit Fleisch und zahlt zwischen 160 und 200 Euro im Monat.
Die Bio-Landwirtin wünscht sich „Ernteteiler“, die ihr Konzept verstehen und mittragen. Viele beteiligen sich nicht nur wegen des Ernteanteils, den sie bekommen, sondern weil sie die Verbindung zum Hof schätzen. Sie wollen ihren Kindern das Hofleben nahebringen, die Tiere erleben und selber mitmachen: pflanzen, hacken, ernten. Der Hof bietet regelmäßig Mitmachmöglichkeiten an, in diesem Jahr 10 Aktionen.
Ergänzende Informationen zum Biohof Höps
Der Hof ist seit 7 Jahren Demeter zertifiziert. Man kann eine Erntekiste abonnieren, es gibt einen Hofladen, der dienstags bis samstags von 7.00 bis 19.00 Uhr geöffnet ist und einen Online-Shop. Ganz außergewöhnlich ist der Bauernhof-Kindergarten – auch mit Ganztagsbetreuung.
Kontakt: 91177 << 24, Tel. 09173-78897,https://www.biohofhoeps.de
Mehr zur Hofgeschichte: https://www.biohofhoeps.de/hof-und-haltung/geschichte/
Mehr zum Kindergarten: https://www.bauernhofkiga-hoeps.de/