Frische Bohnen mit Pfefferminzsoße, Eiern und Kartoffeln

Zutaten (für 4 Personen)

500 g grüne Bohnen, 4 Eier, 2 Möhren, 2 Schalotten, mehrere Zweige Pfefferminzblätter (Alternative: Dill, Zitronenmelisse oder Petersilie), etwas Butter und Olivenöl, 150 ml Gemüsebrühe, 100 ml Milch, 150 ml Schlagsahne, Saft einer halben Zitrone oder Essig, Salz, Pfeffer, 1 EL Mehl

Zubereitung

Eier etwa 8 Minuten lang hart kochen, abschrecken, pellen und halbieren. Bohnen und Karotten waschen, die Enden abschneiden und zum Kochen aufsetzen. Kartoffeln waschen und in einem zweiten Topf gar kochen. Schalotten waschen, in kleine Stücke schneiden und mit Butter und Öl etwa 10 Minuten in einer Pfanne dünsten. Dann mit Mehl bestreuen und zwei bis drei Minuten anschwitzen. Hin und wieder umrühren. Pfefferminzblätter waschen, vom Stil abzupfen und klein scheiden. Nun Gemüsebrühe, Milch, Zitronensaft oder Essig, Pfefferminzblätter, Salz und Pfeffer dazu geben. Etwa 5 Minuten köcheln lassen, dann die Sahne dazu geben und aufkochen lassen. Gepellte Kartoffeln mit Bohnen, Soße und jeweils zwei Ei-Hälften servieren.

Guten Appetit wünscht Wolfgang Ritter

Keine Bienen. Keine Vögel. Keine Schmetterlinge. 

Beitrag von Lesly Lila (Marseille), Giulio Carini (Rom), Rachel Walker-Konno (Amsterdam) und dem WeMove Europe-Team

Nur leblose, mit Pestiziden getränkte Felder. Farmgebäude sehen wie Fabriken aus. Tiere sind in Käfigen gefangen, die kaum größer sind als ihr Körper. Das ist keine Landwirtschaft – das ist industrielle Zerstörung. Und das passiert nicht nur heute: Es wird als Modell für die Zukunft der europäischen Landwirtschaft festgeschrieben. [1]

In wenigen Tagen treffen sich die EU-Minister*innen und entscheiden darüber, wie die Landwirtschaft in Europa in den kommenden Jahren aussehen wird. Das ist unsere Chance, von Anfang an Einfluss zu nehmen und ein gerechteres Lebensmittelsystem zu fordern, bei dem Landwirt*innen, Natur und unsere Gesundheit an erster Stelle stehen. Während sie sich hinter verschlossenen Türen versammeln, werden wir draußen mit einer eindrucksvollen Kunstinstallation für Aufsehen sorgen, die die dunkle Wahrheit über Megafarmen enthüllt – direkt im Herzen von Brüssel. Wir werden für Schlagzeilen sorgen und die sozialen Medien mit Videos überschwemmen, die die Aufmerksamkeit der Politiker und Politikerinnen wecken. Wenn sie sich zusammensetzen, um die EU-Agrarpolitik zu gestalten, wird unsere Botschaft ganz oben auf der Agenda stehen.

Ich weiß, dass ein besserer Weg möglich ist. Zusammen mit drei anderen Landwirtinnen und Landwirten baut mein Partner auf einem kleinen Stück Land Lebensmittel ohne einen einzigen Tropfen Pestizid an. Die Pflanzen gedeihen, die Vögel kommen, um sich von den Insekten zu ernähren, und die Nachbar*innen bleiben stehen, um zu plaudern, während sie ihr Gemüse abholen. So sieht echte Landwirtschaft aus. Aber die EU-Vorschriften sind nicht darauf ausgelegt, kleine Betriebe wie diesen zu unterstützen: Derzeit gehen 80 % der EU-Agrarsubventionen an nur 20 % der größten Betriebe. [2] Klein- und Familienbetriebe verschwinden in alarmierendem Tempo. [3] Und da sich die Klimakrise verschärft, wird alles ohne angemessene Unterstützung nur noch schlimmer werden.

Es ist Zeit, den Druck auf die EU-Spitzen zu erhöhen und eine Politik zu fordern, die die nachhaltige Landwirtschaft unterstützt und nicht die Megafarmen der Konzerne. Das können wir mit Ihrer Hilfe tun: Wir enthüllen die Wahrheit mit einer Kunstinstallation: Gemeinsam mit einem renommierten Künstler zeigen wir direkt vor dem Sitzungsort der Minister*innen, was Megafarmen wirklich bedeuten. Wir schaffen ein großes Medienereignis: In mehreren Sprachen und Ländern sorgen wir dafür, dass dies in ganz Europa Schlagzeilen macht. Wir verstärken die Aktion online: Mit aussagekräftigen Bildern und Videos fluten wir die sozialen Medien und erregen die Aufmerksamkeit der Politik. Leisten Sie einen kleinen Beitrag, damit dies geschieht und wir gemeinsam eine bessere Landwirtschaft für Europa fordern. Kontakt: WeMove Europe SCE mbH, Grimmstr. 10, Berlin www.wemove.eu/de

Quelle: Lesly Lila, Info vom 14.05.2025, info@e.wemove.eu

ROLLENSPIEL – Workshops für Jugendgruppen

Das Forum für Internationale Agrarpolitik e.V. (FIA) hat ein Rollenspiel für Jugendgruppen entwickelt, in dem sich Jugendliche ab 16 Jahren mit dem Thema Wie werden alle satt? – Welternährung in Zeiten der globalen Klimaveränderung auseinandersetzen. Es werden acht Kleingruppen gebildet, die folgende Rollen spielen: 

  1. Vertreter*in Klimaschutzorganisation
  2. Vertreter*in Agrarhandelskonzern
  3. Vertreter*in Saatgut- & Chemiekonzern
  4. Vertreter*in Entwicklungsorganisation
  5. EU-Abgeordnete*r grün
  6. Landwirt*in Hähnchenmast, konventionell
  7. EU-Abgeordnete*r wirtschaftsnah
  8. Bauer/Bäuerin Globaler Süden

Das Rollenspiel sollte mindestens 90, eher 120 Minuten dauern – plus Zeit für die Einführung ins Thema. Zur Vorbereitung und Durchführung des Rollenspiels stehen 20 DIN-A-4-Seiten zur Verfügung, auf denen Ablauf und Vorbereitung, Einstieg ins Thema, die Rollen, Begriffsklärungen & Hintergrundinformationen, Filmtipps, Quellen und Impressum geboten werden. Das Rollenspiel wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit gefördert. Wir geben hier die Rolle 3 wieder.

Vertreter*in eines Saatgut- & Chemiekonzerns

Du bist Pressesprecher*in eines führenden, internationalen Saatgutunternehmens, das auch Agrarchemikalien herstellt. Fast 80 % deines Umsatzes macht dein Unternehmen  mit gentechnisch verändertem Sojasaatgut. Das Saatgut verkauft ihr in Kombination mit Agrarchemikalien. Das Saatgut ist nämlich so verändert, dass es einem Breitbandherbizid standhält. So können alle Unkräuter bequem vernichtet werden, ohne dass die Sojapflanze Schaden nimmt. Dein Geschäft läuft gut, deine Gentech-Soja besticht durch hohe Erträge und wird rund um den Globus angebaut – v.a. in Südamerika. Die Abnehmer*innen müssen immer wieder neues Saatgut bei dir erwerben – denn du konntest die gentechnische Veränderung patentieren lassen! Das macht dein Geschäft besonders lohnenswert, weil du über die Patente Geld verdienst.

Bislang sind deine Abnehmer vor allem Agrarindustrielle, die Soja in großem Stil anbauen. In letzter Zeit versuchst du aber, dein gentechnisch verändertes Saatgut auch bei einer weiteren Kund*innengruppe zu platzieren: Kleinbauern/Kleinbäuerinnen! Da es gar nicht so einfach ist, mit dieser Gruppe in Kontakt zu kommen, hast du dich an die Regierungen mehrerer Länder gewandt, unter anderem Tansania. Ihr plant jetzt gemeinsam Schulungsprogramme für eine bessere landwirtschaftliche Produktivität – dabei kannst du direkt dein Saatgut und deine Agrarchemikalien bewerben und anbieten. Du freust dich, weil es ein gutes Geschäftsmodell für dich ist!

Es gibt aber auch negative Entwicklungen: Aktuell hast du es mit einer Bürger*innen-Initiative aus Argentinien zu tun, die dir die Verunreinigung von Wasser und Luft durch die Agrarchemikalien vorwirft. Die Initiative hat dir Fotos von missgebildeten Neugeborenen zukommen lassen und eine Statistik über gestiegene Zahlen von Krebserkrankungen in der Region erstellt – sie bezieht all das auf den Einsatz deines Breitbandherbizids! Du hältst das für absurd, schließlich stammen die Chemikalien von einer deutschen Firma und du bringst sie in erlaubter Menge auf die Felder. Die Bürger*innen-Initiative droht nun aber, gerichtlich gegen dich vorzugehen. Diese negative Öffentlichkeit stresst dich etwas, aber du hast gute Anwält*innen und vertraust darauf, dass sie dich herausboxen werden.

Eine andere Entwicklung, die du zurzeit im Auge behältst, ist der Klima-Aktivismus. Tierhaltung und die damit verbundene Futtermittelproduktion werden von immer mehr NGOs für die Klimaerwärmung maßgeblich verantwortlich gemacht. Da deine Gentech-Soja fast ausschließlich der Futtermittelproduktion dient, könnte darunter auch das Image deines Unternehmens leiden. Du betreibst daher verstärkt Öffentlichkeitsarbeit, um den Nutzen v.a. von gentechnisch verändertem Saatgut zu propagieren: Denn gerade gentechnische Veränderungen, die mehr Trocken- oder Hitzeresistenz von Agrarpflanzen hervorrufen, könnten die Welternährungssituation langfristig stabilisieren, da bist du sicher (Ernährungssicherung)! Für die Vermittlung deines Anliegens ist etwas hinderlich, dass es für Saatgut dieser Art bislang kaum Beispiele auf dem Markt gibt. Außerdem ist unter den weltweit meist verwendeten Gentech-Saatgütern (Soja, Mais, Raps, Baumwolle) Mais die einzige Grundnahrungsmittelpflanze. Du bist dir aber sicher, dass sich diese Situation in Zukunft ändern wird!

Quelle: https://biopoli.de/media/rollenspiel-biopoli.pdf