Haushaltsbeschluss pro Bio-Forschung

„Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit angesichts steigender Nachfrage”

Der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) begrüßt den gestrigen Beschluss des Haushaltsauschusses des Bundestags, die Mittel für die bisherigen Programme, Bundesprogramm Ökologischer Landbau (BÖL)“ , „Ackerbaustrategieund Proteine der Zukunft/Chancenprogramm Höfe“ auch für 2026 auf nahezu gleich hohem Niveau bereitzustellen.

Peter Röhrig, geschäftsführender Vorstand des Bio-Spitzenverbandes, kommentiert:
„Es ist gut, dass der Bundestag die notwendigen Korrekturen bei den Budgets vorgenommen hat. Nur so können auch künftig wichtige Forschungsprojekte und Maßnahmen für – und mit – den Unternehmen der ökologischen Land- und Lebensmittelwirtschaft stattfinden. Es ist an Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer dafür zu sorgen, dass die Mittel trotz Zusammenlegung der Programme auch tatsächlich in voller Höhe der deutschen Öko-Forschung zu Gute kommen. Denn das stärkt die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Bio-Branche angesichts einer stark wachsenden heimischen Nachfrage.
Fakt ist: Auch mit diesem Beschluss liegen die für Bio-Forschungsprojekte investierten Mittel weit unter dem Anteil der ökologisch bewirtschafteten Flächen und Betriebe. Diese Diskriminierung von Bio muss beendet werden! Wie dringend notwendig mehr Ressourcen für die Bio-Forschung sind, hat das vom Bundeslandwirtschaftsministerium einberufene „Kompetenzteam Forschung ökologische Land- und Lebensmittelwirtschaft“ (KTFÖLL) zuletzt im Sommer in einem umfangreichen Bericht dargelegt.“

Hintergrund
Der im Sommer vorgelegte Regierungsentwurf zum Haushalt 2026 sah erstmals die Zusammenlegung des BÖL mit den beiden anderen Programmen samt einer deutlichen Kürzung der Mittel für den neuen Sammeltitel vor.

Empfehlungen des Kompetenzteam Forschung ökologische Land- und Lebensmittelwirtschaft: https://www.bmel.de/DE/themen/landwirtschaft/oekologischer-landbau/forschung.html
Quelle: Pressemitteilung BÖLW vom 14.11.2025, presse@boelw.de,
+49 30 28482 308.
Alle BÖLW-Pressinfos finden Sie auf https://www.boelw.de/presse/meldungen/

Vielfalt stärkt Erde und Mensch

Ein Beitrag von Sebastian Jüngel vom 30.09.2025

Anlässlich des Welternährungstags 2025 weist Ökotrophologin Jasmin Peschke auf die Bedeutung gesunder Ernährungssysteme hin:
Voraussetzung für die Versorgung des Menschen mit gesunden, vitalen Lebensmitteln sind fruchtbare Böden mit vielfältigem Bodenmikrobiom. Die biodynamische Landwirtschaft fördert und ermöglicht nachhaltige Ernährungssysteme. So wird das Anliegen des Welternährungstags am 16. Oktober 2025 ‹Hand in Hand for Better Foods and a Better Future› unterstützt.

«Reis, Mais und Weizen sorgen für mehr als 50 Prozent der Kalorienaufnahme der Menschen weltweit», sagt Jasmin Peschke, Leiterin des Fachbereichs Ernährung in der Sektion für Landwirtschaft am Goetheanum. Das klingt nach einer soliden Grundversorgung. Doch die promovierte Ökotrophologin ergänzt: «Diese drei Getreide werden weitgehend in großflächigen Monokulturen unter hohem Pestizideinsatz angebaut. Die mangelnde Vielfalt gefährdet die Widerstandsfähigkeit der Ernährungssysteme und der Böden – und infolgedessen die menschliche Gesundheit.» Sie begründet dies so: «Die Reduzierung auf ein paar wenige Kulturen verarmt Boden und Biodiversität und damit die Qualität der Lebensmittel. Fehlt zudem die Vielfalt in der Ernährung, ist die Gesundheit der Menschen gefährdet. Es gibt zwar ein reiches Sortiment an Nahrungsmitteln, sie enthalten jedoch meist Zusatzstoffe, die wiederum aus diesen drei Getreidearten hergestellt sind.»

Zum Erhalt und zur Pflege eines vielfältigen Bodenlebens trägt nachhaltiges Arbeiten ohne den Einsatz von chemisch-synthetischen Düngern und Pestiziden bei. Die biodynamische Landwirtschaft praktiziert dies und fördert dadurch Humusaufbau und Biodiversität im und über dem Boden. «Ist das Bodenmikrobiom vielfältig, enthalten auch die Lebensmittel eine reiche Bakterienflora, die kaum pathogene Erreger enthält – im Gegensatz zu konventionell erzeugten Produkten», lenkt Jasmin Peschke den Blick auf Studien wie die von Birgit Wassermann et al (2019). Über die Nahrungsaufnahme setzt sich diese Qualität fort: Das menschliche Darmmikrobiom wird so angeregt, dass menschliche Immunität und Gesundheit unterstützt werden.

In einem biodynamischen Ernährungssystem von Anbau über Verarbeitung bis zu sozialer Einbettung sieht Jasmin Peschke eine Lösung für das Anliegen des Welternährungstags 2025 ‹Hand in Hand for Better Foods and a Better Future› der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen. Es sei ein recht dringliches Anliegen: Denn die Menschheit ernähre sich ungünstig. Die Anzahl Hungernder nehme ebenso stetig zu wie die Zahl derer, die zu viel essen. Die Ernährungsexpertin ist sich sicher: «Nahrungsmittel können die Brücke sein sowohl zur Gesundheit der Menschen als auch zur Landwirtschaft.»
Studie ‹An Apple a Day: Which Bacteria Do We Eat With Organic and Conventional Apples?› von Birgit Wassermann, Henry Müller und Gabriele Berg,   Web pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31396172
Fachbereich Ernährung am Goetheanum,
www.sektion-landwirtschaft.org/ernaehrung,
Ansprechpartnerin Jasmin Peschke, jasmin.peschke@goetheanum.ch
Quelle:https://www.sektion-landwirtschaft.org/ernaehrungartikel/ea/vielfalt-staerkt-erde-und-mensch

Assoziative Zusammenarbeit

Solidarische Landwirtschaft (SoLaWi) im Aufwärtstrend
Der Bio-Verbraucher e.V. gehört zu den Unterstützern der Solidarischen Landwirtschaft im Raum Nürnberg. Wie das geht beschreibt die SoLaWi-Initiative „Stadt, Land, Beides“.

So funktioniert die solidarische Landwirtschaft in Nürnberg:
Hof deiner Wahl
Das Besondere bei „Stadt, Land, Beides“ ist, dass verschiedene Solawi-Höfe mitmachen und Du Dich auf einem oder mehreren Höfen engagieren kannst. Insofern steht Dir eine breite Palette an Lebensmitteln zur Auswahl. Den Großteil der Lebensmittel beziehst Du regelmäßig, einen Teil bekommst Du auf Bestellung. Hier die aktuellen SoLaWi-Höfe: Biohof Walz, Biolandhof Schaller, Demeterhof Hederer, Biohof Michlbauer

Depots
Die Ernteteiler*innen sorgen gemeinsam für einen effektiven Transport der Lebensmittel zu den Depots in Nürnberg und in der Region. Hier kannst Du Dir die Ernte von einem oder mehreren Höfen Deiner Wahl abholen.

Ernteteiler zur Probe
Um auszuprobieren, ob die Solawi-Lebensmittel, die SoLaWi-Gemeinschaft und die Abläufe zu Dir passen, kannst Du Dich für einen Monat begrenzt beteiligen. Wir setzen uns in der letzten Probewoche mit Dir in Verbindung, um Deine Erfahrungen und Deine weitere Beteiligung zu besprechen.

Mitgestalten
Gemeinsam mit dem Landwirt und den anderen Ernteteilern planst Du, soweit möglich, die Lebensmittel, gemeinsame Aktionen, Arbeitseinsätze und verabredest den jeweiligen Kostenanteil. Entscheidungen werden im Konsens getroffen. Jede*r soll sich unabhängig von den finanziellen Möglichkeiten einbringen können.

Höfe, Produkte und Beitrag
Biohof Walz
Zertifizierung: Demeter, Rindfleisch & Wurstwaren, Eier & Gockel, Ur-Getreide & Linsen, individuelle Hofbeteiligung, Beitrag je nach Produktauswahl
Tristans Biohof
Zertifizierung: Bioland, Wintergemüse, Ernteanteil im wöchentlichen Rhythmus: Ganzer Anteil zu je 135,- €/Monat / Halber Anteil zu je 67,50 €/Monat / Kleiner Anteil zu je 98,70 €/Monat
Gärtnerhof Reginswind, Heribert Hederer
Zertifizierung: Demeter, Sommergemüse: Ernteanteil im wöchentlichen Rhythmus zu je 126,-€/Monat; Obst & Säfte: Ernteanteil im wechselhaften Lieferrhythmus von Juli bis Dezember zu je 38,50 €/Monat; Sommergemüse: von April bis September
Michlbauerhof
Zertifizierung: Demeter, Ziegenkäse gemäß Milchmenge von jahresdurchschnittlich 3-4 Liter pro und dazugehörigem Fleischanteil; 25,50 €/Monat bei monatlicher Lieferung Beeren aus dem Solawi-Kirschgarten Zertifizierung: EU-Bio, Beeren, Ernteanteil im wöchentlichen Lieferrhythmus von Juli bis Sept. zu je 38,- €/Monat

Depots und Abholzeiten
Depot Stadtpark = Mittwoch bis Samstag, Depot St. Peter = Mittwoch 14 Uhr bis Donnerstag 18Uhr, Depot Wiese = Mittwoch 14 bis 20 Uhr, Depot Johannis = Mittwoch bis Freitag, Depot Johannis = Mittwoch bis Freitag, Depot AKI = Mittwoch bis Freitag, Depot Altenfurt = Mittwoch 14 bis 20 Uhr, Depot Tatütata = Mittwoch 19:30 Uhr bis 21:00 Uhr & Donnerstag 17:00 bis 19:00 Uhr, Depot Spiegelfabrik = Mittwoch 17:30 Uhr bis 19:30 Uhr & auf Nachfrage

Kontakt aufnehmen
Falls Du Interesse hast, bei der solidarischen Landwirtschaft in der Metropolregion Nürnberg mitzumachen, nutze einfach unser Kontaktformular im Internet oder melde Dich bei
solawi@stadt-land-beides.de
Quelle: https://www.stadt-land-beides.de

Die große Verschwendung

Es liegt in der menschlichen Natur sich zu freuen, wenn man etwas günstig erwerben kann.
„Schau“, so prahlt man dann gerne, „die Hose habe ich für nur 20 Euro bekommen, den Pulli für 15 Euro und das Hemd für nur 10 Euro.“ Diese Freude am billigen Einkauf wird unterstützt durch Aktionstage, wie Black Friday und einer Flut von Billigangeboten aus Fernost.
Man sieht Paketzusteller oft mit Bergen von Paketen jonglieren. Nach einer Befragung von Input Consulting im Auftrag der Gewerkschaft Verdi hatten 89 Prozent von 1900 befragten Paketzustellern den Eindruck innerhalb der vergangenen 12 Monate mehr Arbeit in der gleichen Zeit schaffen und an die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit gehen zu müssen – bei schlechter Bezahlung. Bei den Herstellern der Billigware in Fernost herrschen noch schlechtere Arbeitsbedingungen.
Noch bedenklicher wird der Online-Einkauf, wenn man erfährt, dass jede vierte Online-Bestellung zurückgegeben wird und bis zu 30 Prozent der Retouren vernichtet werden, weil Auspacken, Einlagern und erneuter Verkauf dieser Neuware mehr kostet als man mit ihr verdient. In diesem Jahr rechnet man mit 550 Millionen Retouren.

So entsteht eine maßlose Verschwendung von Ressourcen, Energie und Arbeitszeit. Es lohnt sich also sein eigenes Kaufverhalten zu hinterfragen: Brauche ich das Produkt wirklich? Habe ich etwas Altes, das repariert werden kann? Kann ich ein ähnliches Produkt nicht auch im regionalen Einzelhandel erwerben?
Bewusste Verbraucher werden sich ihrer Macht bewusst und treffen bewusste Kaufentscheidungen. Sie unterstützen Hersteller, die verantwortungsbewusst und nachhaltig produzieren. Ihre Produkte garantieren durch gute Qualität meist auch eine längere Nutzungsdauer als Billigware.

Quellen:
Nürnberger Nachrichten vom 26.11.2025, S. 19: Paketboten müssen noch mehr schuften als zuvor und Nürnberger Nachrichten vom 28.11.2025, S. 17: Zahl der Retouren steigt auf Rekordwert
WWF-Info vom 22.11.2025, info@wwf.de, www.wwf.de, Black Friday – Schnäppchen auf Kosten des Planeten

Das Motto des Bio-Verbraucher e.V.: So viel wie möglich regional und saisonal einkaufen. Und natürlich in Bio-Qualität.

Walnuss-Maronen-Creme-Schokolade

 

Am 14. Dezember 2024 veröffentlichte ich an dieser Stelle meinen Dubai-Schokoladen-Versuch (mit Pistazien-Mus) mit Bildern. Jetzt füllte ich die Schokolade mit Walnüssen und Maronen-Creme und überraschte damit meine Familie zum Geburtstag. Für Einladungen zu fremden Geburtstagen würde ich wieder Pistazien-Mus nehmen, weil das Grün der Pistazien im Braun der Schokolade schöner aussieht.

Zutaten für eine Kastenform

8 Tafeln à 100 g Zartbitter-Schokolade (Man kann auch

Vollmilchschokolade nehmen oder beide Schokoladen mischen.), 2 Gläser à 230 g Maronen-Creme, etwa 1 EL Tahin (Sesam-Mus), 1 Tüte (375 g) Walnusskerne, etwas Butter und Salz

Zubereitung

  1. Die 8 Tafeln Schokolade klein brechen und in einem Topf im Wasserbad schmelzen. Dazu setzt man einen kleineren Topf mit der Schokolade in einen größeren Topf mit köchelndem Wasser. Die geschmolzene Schokolade verrühren und die Hälfte in eine mit Backpapier ausgeschlagene Kastenform gießen. Schokolade an allen Seiten durch Schwenken der Form hochziehen und die Form zum Abkühlen ins Gefrierfach stellen.
  2. Die Walnusskerne klein hacken, etwas Butter in einer Pfanne auslassen und die Walnusskerne darin goldbraun rösten. Immer wieder umrühren, damit nichts anbrennt.
  3. Walnusskerne, Maronen-Creme, Tahin und eine Prise Salz in einer Schüssel gut verrühren.
  4. Diese Mischung nun mittig der Länge nach auf die inzwischen kalt gewordene Schokoladen-Masse gießen. Kastenform wieder für etwa 15 Minuten zum Abkühlen ins Tiefkühlfach stellen.
  5. Jetzt wird noch der Rest der flüssigen Schokolade auf die inzwischen erkaltete Creme gegossen und die Kuchenform zum dritten Mal ins Tiefkühlfach gestellt.
  6. Nach einer weiteren viertel Stunde kann die gefüllte Schokolade mit dem Backpapier aus der Form gehoben und in Scheiben geschnitten werden.

Guten Appetit wünscht Wolfgang Ritter

Besuch bei Landwirt Walter Bauer

Kürzlich hatten wir den Bioland-Betrieb von Walter Bauers Sohn, Christian Bauer,  in Stein-Gutzberg bei Nürnberg besucht. Jetzt waren wir auf seinem Hof in Nennslingen. Walter Bauer gab schon öfter erhellende Einblicke in die Bio-Landwirtschaft bei unseren Mitgliederversammlungen.

Hofprodukte:

  • Lammfleisch
  • Aronia-Beeren
  • Kartoffeln
  • Gemüse
  • Apfelsaft
  • Pflanzenöle (Drachenkopf und Leinöl)

Das Besondere: Walter Bauer beliefert Privathaushalte im Raum Nürnberg „frei Haus“, also ohne Transportkostenaufschlag.

Kontakt: Walter Bauer, 91790 NennslingenTel.: 09147-1785 und 0170.8871.044