Fridays for Future

Ist Schülern Bio wichtig?

Demonstranten der „Fridays for Future“-Bewegung fordern nicht nur klimafreundliche Taten, sie gehen selber mit gutem Beispiel voran und schränken sich aus ethischen, politischen oder ökologischen Gründen in ihrem Konsumverhalten ein.  Mehr als zwei Drittel (68%) haben ihre Ernährung angepasst und rund 40% verzichten auf Flugreisen. Befragt wurden 343 Demonstranten. Außerdem wurden Demo-Teilnehmer gebeten, einen Online-Fragebogen auszufüllen (Quelle: der Blitz vom 30.03.2019).

Wie sieht’s bei dir aus? Ist dir Bio wichtig?

 

Zwei Umfrageergebnisse zum Bio-Konsum (Anfang 2019)

Blitz-Umfrage unter Besuchern der BioFach 2019 und des 5. Nürnberger Saatgut Festivals
Wolfgang Ritter/ Bio-Verbraucher e.V.

60 Besucher wurden befragt (30 am Stand der Stadt Nürnberg auf der BioFach, 30 am Stand des Bio-Verbraucher e.V. beim Saatgut Festival auf AEG); Prozentsätze sind auf- oder abgerundet

Vier Fragen wurden gestellt:

1 Hat sich Ihr Bio-Verbrauch in den letzten 5 Jahren gesteigert?
Nein  2%, etwas mehr = 18%, deutlich mehr = 25%, sehr viel mehr = 20%,  nicht erhöht, da schon immer hoch = 35%

2 Welchen Anteil macht Bio bei Ihrem Gesamt-Lebensmittelkonsum aus?
< 2% = 2%, ca. ¼ = 25%, ca. ½ ca. = 27%, ¾ = 22%, fast 100% = 33%

3 Ich kaufe
Bio-Lebensmittel = 98%, Bio-Getränke = 62%, Bio-Kosmetik u. -Reinigungsmittel = 85%, Bio-Kleidung = 32%

4 Aus welchem Grund kaufen Sie Bio? (freie Antworten mit Mehrfachnennungen; häufigste Nennungen werden angeführt)
– Bio-Anbau sorgt für Umweltschutz, Artenvielfalt, Klimaschutz, Gesundheit = 62%
– Regionale und saisonale Produkte sind mir wichtig = 63%
– Ich will wissen, wo meine Ware herkommt, wie sie erzeugt wird = 50%
– Tiere werden artgerecht/ anständiger gehalten = 45%
– Ich will das Engagement der Bio-Erzeuger unterstützen; das ist den höheren Preis wert = 45%

– Qualität und Geschmack sind entscheidend = 43%
– Ich kaufe, wenn möglich, Ware mit Siegeln der Anbau-Verbände = 25%  – – Ich kaufe oft direkt vom Erzeuger = 23%

Zusammenfassung der Ergebnisse und Auswertung
1. 63% der Befragten haben ihren Bio-Konsum in den letzten 5 Jahren gesteigert; man kann davon ausgehen, dass der Trend anhält, denn nur 35% der Befragten hatten nicht mehr gekauft, weil ihr Bio-Anteil schon sehr hoch war ( > 90%). Davon werden alle Branchen profitieren. Bio-Kleidung scheint das größte Wachstumspotential zu haben, nur 32% der Befragten fragen sie gezielt nach. Dazu muss man aber wissen, dass viele Umweltbewusste Secondhandware kaufen (10 Befragte äußerten sich so).
2. Das Motiv für Bio-Konsum ist vorwiegend altruistisch: Als erstes wird nicht Qualität und Geschmack von Bio-Produkten genannt; man kauft Bio der Umwelt zu liebe und weil man das Engagement der Bio-Erzeuger, das Tierwohl, die Region unterstützen möchte.

Ökobarometer 2018/ Umfrage zum Konsum von Bio-Lebensmitteln
Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Landwirtschaft und Ernährung (1007 Befragte, alle Angaben in Prozent, www.bmel.de); Ausschnitt zusammengestellt von Wolfgang Ritter

1 Was schätzen Sie, wie häufig kaufen Sie derzeit Biolebensmittel ein? Was schätzen Sie, wie häufig werden Sie in Zukunft Biolebensmittel einkaufen?

aktuell: nie = 22%,  gelegentlich = 50%, häufig = 25%, ausschließlich = 3%
zukünftig:  nie = 16% , gelegentlich = 48%, häufig = 32%, ausschließlich =    3%

 

 

3 Wo kaufen Sie Bioprodukte?
Supermarkt =91%,  Di scounter = 70%, Bäcker = 62%, Wochenmarkt = 61%, Metzger = 57%, Erzeuger = 52%, Bioladen = 52%,  Biomarkt = 43%

4 Gründe für den Kauf von Biolebensmitteln
– artgerechte Tierhaltung = 95%
– Beitrag zum effektiven Umweltschutz = 93%
– gesunde Ernährung zur Stärkung des Wohlbefindens = 89%
– regionale Herkunft/Unterstützung regionaler Betriebe = 89%
– weniger Zusatz- und Verarbeitungs-Hilfsstoffe = 88%
– Beitrag zur Erhaltung/Förderung der biologischen Vielfalt/Biodiversität = 86%
– Erreichbarkeit der Lebensmittel in den gewohnten Einkaufsstätten = 86%
– möglichst geringe Schadstoffbelastung = 81%
– Beitrag zur Unterstützung des ökologischen Landbaus = 78%
– Sicherheit, gentechnikfreie Lebensmittel zu erhalten = 70%
– Geschmack = 69%
– gleichzeitig/oft fair gehandelt = 67%
– Ernährung für Kinder bzw. bei Schwangerschaft = 60%
– Lebensmittelskandale = 55%
– Beratung durch Fachpersonal = 40%

5 Welche der folgenden Aspekte sind für Sie beim Einkauf von Biolebensmitteln am wichtigsten?
– Vermeidung von Pflanzenschutzmittelrückständen = 53%
– optimale Frische und Qualität der Produkte = 47%
– Warenzeichen der Öko-Anbauverbände = 47%
– Faires/ verlässliches Einkommen für den Erzeuger = 46%
– natürlicher Geschmack = 43%
– persönliche Bekanntheit des Erzeugers = 24%

Zusammenfassung der Ergebnisse und Auswertung (Wolfgang Ritter)
1. Die Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln wird weiter zunehmen. Wer schon häufig Bio kauft (25%), will künftig noch häufiger Bio-Produkte kaufen (32%).
2. Obst und Gemüse in Bio-Qualität sind den Menschen ganz besonders wichtig (50% kaufen es häufig). Aber auch alle anderen Bio-Frische-Produkte werden häufig oder ausschließlich gekauft.

Tafel der Esskulturen

Am 18. März  hatte Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly  zu Tisch gebeten. Im historischen Rathaussaal von Nürnberg war eine „Tafel der Esskulturen“ aufgebaut worden. Maly wollte zeigen „Nürnberg ist und isst global“. Speisen aus sechs verschiedenen Ländern wurden aufgetragen. Man konnte alles kosten. Und alles war sehr lecker. Man konnte die Tische wechseln, um mit möglichst vielen Menschen ins Gespräch zu kommen. Am ersten Tisch trafen wir mit Dr. Peter Pluschke, Leiter des Referats für Umwelt und Gesundheit zusammen. Er plant ein ähnliches Event in Nürnberg, an dem alle Bürger teilnehmen können. Bei dieser Gelegenheit soll erfragt werden, welche Betriebe bereit sein würden, Bio-Speisen anzubieten. Denn Pluschkes und auch unser Traum wäre: „Die BioMetropole Nürnberg isst bio.“

Am zweiten Tisch trafen wir mit Vertreterinnen und Vertretern von Refukitchen, www.refukitchen.de, zusammen, die monatlich gemeinsam kochen und essen. Da auch wir regelmäßig ein ähnliches Angebot haben, „Gemeinsam Einkaufen, Kochen, Essen“, wurde schnell verabredet, einmal etwas gemeinsam zu machen. Eine erste Idee: fränkische Rohstoffe und vorderasiatische Gewürze sollten sich treffen.

Wolfgang Ritter

Geflügelhof Schubert wird auf der BioFach geehrt

Unser Mitglied, Peter Schubert (3. von rechts), nahm am 14. Februar 2019, auf der BioFach 2019 den ersten Preis für die „Schönste Veranstaltung der Bio-Erlebnistage 2018“ aus der Hand der Bayerischen Staatsministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Michaela Kaniber (2. von rechts), entgegen . Die bayerische Bio-Königin war ebenfalls anwesend (2. von links).

Der Geflügelhof Schubert präsentierte sich auch, zusammen mit der BioMetropole Nürnberg, den Bio-Machern (Bio-Gärtnern aus dem Knoblauchsland Nürnberg) und dem Bio-Verbraucher e.V. an einem Gemeinschaftsstand auf der BioFach in Halle 9.

Saatgut Festival in Nürnberg

Samstag, 16. Februar, 11-17.00 Uhr, Saatgut Festival in Nürnberg, Kulturwerkstatt Auf AEG, Fürther Str. 244 d

Nach erfolgreichem Volksbegehren „Rettet die Bienen“ nun Saatgut kaufen oder tauschen, um für bienenfreundliche Flora auf dem Balkon oder im Garten zu sorgen.

> Wir sind mit einem Info-Stand, Bio-Gebäck und Bio-Getränken dabei.

 

30 Jahre individueller Möbelbau aus regionalem Holz

Zum 30-jährigen Jubiläum habe ich, Wolfgang Ritter, "Die Möbelmacher" in Kirchensittenbach bei Hersbruck in Franken besucht und bei einem Rundgang durch den Betrieb erfahren, welche Prozesse für die Einzelanfertigung von Möbeln aus regionalem Holz notwendig sind.

Gegen Ende des Jahres werden die Baumstämme aus der Umgebung von Hersbruck angeliefert, von Fremdfirmen entrindet und zu Brettern gesägt. Man kann auch eigene Stämme oder eigenes Holz anliefern. Nun müssen die Bretter zwei bis drei Jahre lagern, bevor sie in die Trockenkammer kommen, wo ihnen die Restfeuchtigkeit bis auf 10 Prozent entzogen wird. Der Kunde, der sich eine Küche, eine Wohn- oder Schlafzimmereinrichtung fertigen lassen möchte, kann unter verschiedenen Holzarten wählen. Dann werden während der nächsten zwei bis drei Monate seine Möbel nach seinen Angaben für ihn individuell gefertigt, geliefert und aufgestellt/ eingebaut. Die Holzabfälle liefern die notwendige Energie für den gesamten Fertigungsprozess, für Heizung und Warmwasser - auch für die Trockenkammer.

Das Angebot der Möbelmacher umfasst alle Möbel, aber auch Bettenroste und Matratzen, Holzfußböden und Lampen. Man kann selbstverständlich auch einzelne Möbelstücke ordern.

Kontakt: Die Möbelmacher, Geschäftsführer Herwig Danzer, 91241 Kirchensittenbach, Untertrumbach 39, www.die-moebelmacher.de, info@die-moebelmacher.de, Tel. 09151 - 86 29 99

Vinessio Weinmesse Fürth – viel Bio im Weinglas

Auch wenn konventionelle Produkte nach wie vor dominieren: Freunde des Bio-Weins finden heute fast überall einige gute Tröpfchen. Das zeigte auch die Vinessio Weinmesse, die am 10. und 11. November 2018 im fränkischen Fürth zum Probieren einlud. Wir haben dort neben anderen Produzenten auch unser Firmenmitglied Demeter-Weingut Hell getroffen, über welches erst im September 2018 der BR im Fernsehen berichtete: https://www.youtube.com/watch?v=1pea30J8FMc&feature=share. Auch in unserem Blog-Archiv findet sich ein Bericht über die Weinbauern aus Wiesenbronn: http://netz.bio/2018/05/13/demeter-weine-aus-franken/.
Auf der Messe haben wir den Helios trocken und den Chardonnay – beide 2017 – probiert und waren sehr angetan von der sensorischen Qualität.

Im Weinbau ist übrigens bio nicht gleich bio: Wer mehr zu den unterschiedlichen Standards und Herangehensweisen an dieses spannende Thema lesen möchte, kann sich bei Wikipedia einlesen: https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96kologischer_Weinbau
Hier erfährt man zum Beispiel die Unterschiede von organisch-biologischem und biologisch-dynamischem Weinbau (Demeter). Auch die historische Entwicklung ist interessant. So begann man in den mediterranen Weinbauländern bereits in den 1950er Jahren langsam wieder mit einer biologischen Bewirtschaftung.

Imker aus Faszination für die Bienen

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Im Juni haben wir „Die Bienenhüter“ in ihrem Garten in Nürnberg am Max-Morlock-Stadion besucht. Wir wurden durch den Garten geführt, um die Nahrungspflanzen der Bienen kennenzulernen. Wir konnten Einblick in einen Bienenstock nehmen und selber Honig schleudern und in Gläser abfüllen. Den selbst geschleuderten Honig konnten wir dann kaufen.

„Die Bienenhüter“ gehören dem Anbauverband „Biokreis“ an. Marc Schüller hat dort die Richtlinienverantwortung.
Kontakt: „Die Bienenhüter“, Blumenthalstr. 9, 90429 Nürnberg, Tel. 0911 – 264431, www.die-bienenhueter.de

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Unser Kochevent: Einkaufen, Kochen, Essen

Am 13. September trafen sich einige Interessierte zu unserem Genuss-Event: Einkaufen, Kochen, Essen mit Bio-Beraterinnen in Nürnberg. Dieses Event findet regelmäßig statt. Wenn auch du Lust hast einmal dabei zu sein, melde dich bei Annemarie Gröger, T. 09192 -8655, an.ka52@t-online.de.

Dieses mal gab es unter Anleitung von Food Coach Angelica Wiener als Hauptgericht Sellerieschnitzel  mit Hokkaido-Kürbis aus dem Backofen und Kartoffelstampf (Rezept siehe unten). Vor- und Nachspeise wurden unter Anleitung von unserer Bio-Beraterin Annemarie Gröger kreiert.

Sellerieschnitzel

Zutaten für 2 Personen
2 Scheiben Sellerie (fingerdick)
1 Ei
2 EL Semmelbrösel
Salz, Pfeffer
2 EL Olivenöl

Zubereitung
• Sellerie schälen und fingerdicke Scheiben schneiden
• Selleriescheiben in einem Topf mit wenig Wasser kurz dünsten – Sellerie sollte noch bissfest sein
• das Ei in einen tiefen Teller mit der Gabel verrühren, Salz und Pfeffer hinzugeben
• Semmelbrösel ebenfalls in einen tiefen Teller geben
• Selleriescheiben erst im Ei wenden und dann von allen Seiten mit den Semmelbröseln bedecken
• Öl in einer Pfanne erhitzen und die Selleriescheiben von beiden Seiten knusprig anbraten

Tipp: zu den Sellerieschnitzeln passt Kartoffelstampf und Hokkaido-Kürbis aus dem Backofen

Kartoffelstampf mit Hokkaido-Kürbis

Zutaten für 2 Personen:
4 Kartoffeln mehlig
2 Knoblauchzehen
2 Lorbeerblätter
1 Paar Blätter Liebstöckel (alternativ 1 Hand voll frische Petersilie)
Salz
1 EL Butter
2 EL Olivenöl
1 Hokkaido-Kürbis
Saft von einer Zitrone
1 TL Ahornsirup
Salz und Pfeffer aus der Mühle
2 EL Olivenöl
1-2 Zweige Thymian

Zubereitung
• den Backofen auf 190°C vorheizen
• Kürbis waschen und in kleine Würfel schneiden
• Zitronensaft darüber geben
• das Backblech mit Olivenöl einstreichen
• den Kürbis darauf verteilen
• Olivenöl darüber geben und alles am besten mit den Händen mischen
• zum Schluss Salz und Pfeffer und den Thymian zu dem Kürbis geben
• den Kürbis ca. 20 Minuten im Ofen backen – zwischenzeitlich immer mal wieder wenden
• Kartoffeln waschen, schälen, in Würfel schneiden und in einen Topf geben (nur so viel
Wasser dazu, dass die Kartoffeln nicht ganz bedeckt sind)
• Lorbeerblätter, Salz, Knoblauch und den Liebstöckel dazugeben und köcheln lassen bis
die Kartoffeln weichgekocht sind
• Wasser evtl. abgießen aber unbedingt auffangen, Lorbeerblatt rausnehmen – Knoblauch
bleibt bei den Kartoffeln
• jetzt mit einem Stampfer die Kartoffeln zerdrücken, Butter und Olivenöl dazugeben – evtl.
das Kochwasser dazugeben
• mit Salz und Pfeffer abschmecken
Tipp: statt der Kartoffeln kann man auch Süßkartoffeln verwenden oder mit den Kartoffeln
Pastinake bzw. Petersilienwurzel mit kochen

Rezepte und Bild von Food Coach Angelica Wiener, 90491 Nürnberg
Tel 0151 18 48 02 56 – www.foodcoach-wiener.de – hallo@foodcoach-wiener