Der Sechser im Lotto

Aus dem Ekö-Newsletter vom 08.01.2026, hallo@eko.org

Für Bayer-Monsanto ist es der Sechser im Lotto: Die EU hat die Zulassung von Glyphosat um zehn Jahre verlängert. Unser Planet soll für ein weiteres Jahrzehnt vergiftet werden! Wir müssen schnell handeln – und hier ist der Plan: Unsere Partner vom Pesticide Action Network (PAN) arbeiten rund um die Uhr an den Argumenten für eine bahnbrechende Klage gegen die Europäische Kommission, in der sie geltend machen, dass diese mit der Erteilung der neuen Lizenz gegen das Gesetz verstoßen hat.

Glyphosat ist überall. Es überzieht unsere Ernten und verseucht unsere Spielplätze – es ist so weit verbreitet, dass niemand entkommen kann. In einer Studie vom letzten Jahr wurde das Herbizid in unfassbaren 87 Prozent des Urins der untersuchten Kinder nachgewiesen! Wir wissen genau, wie gefährlich das Gift ist: Es wurde unter anderem mit Non-Hodgkin-Lymphomen in Verbindung gebracht. Eine aktuelle, schockierende Studie hat sogar aufgedeckt, dass es die Gehirnfunktion von Jugendlichen schädigt. Und weil Glyphosat auch antibiotisch agiert, kann es die Darmgesundheit von Menschen und anderen Säugetieren beeinträchtigen, was wiederum zu schweren Krankheiten führen kann.

Als ob das nicht genug wäre, zerstört Glyphosat die globale Bodengesundheit und verringert die Population unserer so wichtigen Bestäuber wie Bienen. In der Klage von PAN Europe wird angeführt, dass die EU bei der Verlängerung der Zulassung von Glyphosat nicht alle unabhängigen Beweise berücksichtigt hat, die zeigen, wie Glyphosat uns und unserer Umwelt schaden kann. All diese wissenschaftlichen Beweise dürfen nicht einfach ignoriert werden. Wir wissen, dass wir diesen Fall gewinnen können, aber dafür brauchen wir Ihre Hilfe. Mit Ihrer Unterstützung können wir auch in Zukunft Mensch und Umwelt vor giftigen Chemikalien schützen. Schließen Sie sich der größten von Bürger*innen angeführten Klage gegen Bayer-Monsantos Horrorgift an!

Mehr Informationen:

· Neue Studie bekräftigt Krebswirkung von Glyphosat – Industrie in Erklärungsnot, PAN Europe, 10. Juni 2025.
· Glyphosat: Klage auf dem Weg – Studie zeigt neue Belege für erbgutschädigende Wirkung, Unabhängige Bauernstimme, 30. Januar 2024.
· CDC finds toxic weedkiller in 87 percent of children tested, Environmental Working Group, 11. Juli 2022 (in englischer Sprache).

Deutsche Spendenkonten:

· ohne Spendenquittung: Aktion Gen-Klage: DE42 7025 0150 0017 0237 63
· mit Spendenquittung: Interessengemeinschaft gentechnikfreie Lebensmittel und Landwirtschaft e.V.: DE64 7025 0150 0027 4597 91; Verwendungszweck: Gen-Klage

Warum Zurückhaltung im Frühjahr oft die klügere Gartenpraxis ist

Pressemitteilung des IG gesunder Boden vom 09. März 2026

Wenn Krokusse blühen und die ersten Insekten unterwegs sind, beginnt in vielen Gärten die Aufräum-Saison. Beete werden umgegraben, es wird „sauber gemacht“. Aus unserer Sicht ist genau das häufig der falsche Start ins Gartenjahr. Wer Bodenfruchtbarkeit erhalten und die Bewässerung im Sommer reduzieren will, setzt im Frühjahr vor allem auf eines: Bodenschutz durch Bedeckung, so wenig Störung wie möglich.

Der Boden arbeitet das ganze Jahr

Im Boden war über den Winter keineswegs Stillstand. Regenwürmer, Asseln und Mikroorganismen zersetzen Pflanzenreste, bauen stabile Krümelstrukturen auf und machen Nährstoffe pflanzenverfügbar – sofern die Oberfläche geschützt ist. Offener, blanker Boden dagegen trocknet schneller aus, verschlammt leichter und verliert an Struktur. Als Grundregel gilt: Der Boden sollte möglichst ganzjährig bedeckt sein. Mit Mulch, Pflanzenresten oder lebenden Bodendeckern.

Umgraben stört das Bodenleben und schadet der Bodenstruktur

Beim Umgraben werden Bodenschichten vermischt, Lebensräume gestört und die Bodenstruktur mechanisch aufgebrochen. Dadurch kann der Humusabbau beschleunigt werden und wertvolle Bodenfeuchte verloren gehen. In den meisten Gärten ist es daher sinnvoller, die Oberfläche zu schützen und organisches Material von oben einzubringen, also das Bodenleben für sich arbeiten zu lassen, statt mit dem Spaten einzugreifen. Nach Bauarbeiten oder bei starker Verdichtung kann eine gezielte, schonende Lockerung beispielsweise mit einer Grabegabel notwendig sein, das Grundprinzip bleibt jedoch: möglichst wenig Eingriff.

Beikraut wirkt oft als Schutzschirm

„Unkraut“, oder besser Beikraut, kommt nicht von ungefähr. Es besiedelt offene Stellen, beschattet den Boden und trägt mit seinen Wurzeln zur Lockerung bei. Statt es reflexhaft zu bekämpfen, lohnt sich ein Perspektivwechsel. Es stellt sich die Frage, welche Funktionen dasBeikraut erfüllt und wie sie sich durch gewünschte Pflanzen, Mulch oder Bodendecker ersetzen lassen.

Tipps für den Frühjahrs-Einsatz

Wer Schnittgut, Laub oder anderes organisches Material hat, kann damit im Frühjahr die Bodenoberfläche schützen und das Bodenleben stärken. Als grober Richtwert eignet sich eine Mulch-Schicht von mehreren Zentimetern, wobei feines Material eher dicker aufgetragen werden sollte. Wichtig ist, dass junge Keimlinge nicht „ersticken“ und ihre Entwicklung regelmäßig im Blick behalten wird. Auf offenen Flächen können Bodendecker neu eingepflanzt oder nachgesät werden. Außerdem kann der Kompost neu aktiviert oder von Grund auf neu angesetzt werden.

Stabilere Erträge bei weniger Arbeit

Ein bedeckter Boden bleibt länger feucht, verschlammt weniger und unterstützt den kontinuierlichen Aufbau von organischer Substanz. Langfristig bedeutet das weniger Gießen, weniger Stress in Trockenphasen und eine robustere Pflanzenentwicklung. Matthias Hautmann, Gartenfachmann, zertifizierter Permakultur-Planer und Mitglied der IG gesunder Boden e.V.:

„Gesunder Boden ist ein lebendiges Ökosystem. Wer ihn im Frühjahr schont und schützt, bekommt im Sommer mehr Stabilität bei weniger Aufwand zurück.“

Kontakt: www.ig-gesunder-boden.de, info@ig-gesunder-boden.de, Tel. 0941/30761-68

Helmuts Thai-Curry (für 4 Personen)

Helmut Ritter, Mitbegründer und Vorstandsmitglied des Bio-Verbraucher e.V., wurde 50. Ein Freund kochte zur Feier Rinder-Gemüse-Gulasch. Helmut zauberte eine fast vegane Alternative.

Zutaten
2 Büchsen Kokosnussmilch, etwa 10 Champions, 5 Cherry-Tomaten, 1 Pfund grüne Bohnen, 1 Strunk Pak Choi, 1 rote Paprika, 1 Broccoli-Bäumchen,
2-3 Zwiebelschloten, 1 Bund frischen Koriander, 1-2 Zwiebeln.
3 Knoblauchzehen, 1 Stückchen Ingwer, 2 Limetten, Öl, Fischsoße, Pfeffer, Paprika

Zubereitung
Für den Fall, dass Sie das Gemüse alleine waschen und schneiden, kann das in drei Etappen geschehen. Zuerst Knoblauch, Ingwer und Zwiebeln klein schneiden und Öl und Fischsoße in einem großen Topf andünsten. Jetzt Bohnen, Paprika und Broccoli waschen, in Stücke schneiden und in den Topf geben. Auch schon den Saft einer Limette hinzufügen und mit der Kokosmilch ablöschen. Nun Zwiebelschalotten, Champignons, Pak Choi, Cherry-Tomaten und Lemongras (Stiele, der Länge nach halbieren; sie werden später nicht mitgegessen) kleinschneiden, in den Topf geben und etwa 15 Minuten einkochen. Zum Schluss den frischen Koriander waschen, schneiden und hinzufügen. Mit Pfeffer, Chili und Limettensaft abschmecken.

Das Thai Curry kann man als Suppe mit Baguette oder Klebereis servieren. Guten Appetit wünscht Helmut

EU-Kommission will Pestizide wie Glyphosat unbefristet zulassen

Das Ganze will man uns als „Bürokratieabbau“ verkaufen. Tatsächlich steckt ein jahrelanger Wunsch der Pestizid-Lobby dahinter. Mehrere zivilgesellschaftliche Organisationen haben sich zusammengetan und eine Schwachstelle im Gesetzentwurf gefunden. Was die EU-Kommission plant, ist nicht nur gefährlich – es ist rechtswidrig. Es verstößt gegen geltendes EU-Recht und gegen ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs. Gemeinsam wurde ein juristisches Gutachten veröffentlicht. Zunächst will man unentschlossene Abgeordnete auf den Skandal aufmerksam machen. Zeitgleich wird eine Klage beim Europäischen Gerichtshof vorbereitet. Das kostet alles viel Geld.

Deutsche Spendenkonten:

  • ohne Spendenquittung: Aktion Gen-Klage: DE42 7025 0150 0017 0237 63
  • mit Spendenquittung: Interessengemeinschaft gentechnikfreie Lebensmittel und Landwirtschaft e.V.: DE64 7025 0150 0027 4597 91
  • foodwatch e.V., DE50 4306 0967 0104 2464 00

Verwendungszweck: Gen-Klage

 

Saatgutfestival in Nürnberg – ein Erfolg

Das Saatgutfestival am Samstag, 14. Februar 2026, in der Kulturwerkstatt Auf AEG war gut besucht. An unserem Stand waren auch zwei Stadträte, die sich für eine nachhaltige Landwirtschaft und mehr Bio-Konsum besonders einsetzen: Inga Hager, ÖDP, und Marc Schüller, Grüne, zwischen Ute Blümlein (links) und Alexander Ehret (rechts), ehrenamtliche Mitarbeiter des Bio-Verbraucher e.V.

 

BioFach meets Nürnberg

Bio Entdecken im Rathaus Nürnberg: Info, Verkostung und mehr

  • Di, 10. Februar, 14.30 – 17.00 Uhr
  • Mi und Do, 11. und 12. Februar,  8 – 18.00 Uhr

Kommen Sie ins Rathaus-Foyer. Der Bio-Verbraucher e.V. ist dabei.  Am Dienstag- und Donnerstagnachmittag können Sie an unserem Info-Stand Lebkuchen und Nussecken von  Nürnberger Bio-Originale und Aronia-Saft von Christian Bauer probieren und kaufen.

  • Sa, 14. Februar, 11 – 17.00 Uhr, sind wir mit Info-Stand und Kostproben beim Saatgutfestival Auf AEG, Fürther Str. 244, Hof D
Wir wissen bald nicht mehr, was wir essen

Die strengen EU-Gentechnikregeln sollen aufgeweicht werden. Viel Widerstand ist nötig. Aktuelle Informationen und Flyer zur Deregulierung finden Sie hier:

 

https://www.testbiotech.org/ Warum Pflanzen aus Neuer Gentechnik nicht dereguliert werden dürfen.

 

Es gibt noch eine letzte Abstimmung im Europa-Parlament im März, dann müssen wir klagen auf Rücknahme der Entscheidung.

 

Hier können Sie sich einbringen:
  • Besorgen Sie Infomaterial bei Testbiotech oder Bund Natuschutz (Bayern muß Gentechnikfrei bleiben) oder Rapunzel und geben Sie es weiter
  • Kontaktieren Sie die örtlichen Politiker vor allem jetzt zur Wahl. Machen Sie unseren kommunalen Amtsinhabern, ihren Europa-Abgeordneten, allen voran der CSU mit Manfred Weber klar, dass sie das Bayrische Naturschutzgesetz (In Bayern ist der Anbau von Gentechnik gesetzlich verboten) auch im EU-Parlament zu vertreten haben. Auch Politiker müssen sich an ihre eigenen Gesetze halten! Dafür sind sie gewählt worden.
  • Unterstützen Sie uns mit einer Spende für die Klagevorbereitungen. Sollte die Abstimmung im März mehrheitlich die Deregulierung durchwinken, haben wir 8 Wochen Zeit um ein VETO einzulegen. Wir sind mit unseren Anwälten dran. Klagen kostet viel Geld. Die Chancen stehen sehr gut. Bei der Amflora-Kartoffel hat es auch schon funktioniert.
Bitte spenden Sie hier an:

ohne Spendenquittung:

 

Aktion Gen-Klage

 

DE42 7025 0150 0017 0237 63

 

Verwendungszweck: GVO – Deregulierung stoppen

 

mit Spendenquittung:

 

Interessengemeinschaft gentechnikfreie Lebensmittel und Landwirtschaft e.V.

 

DE 64 7025 0150 0027 4597 91

 

Verwendungszweck: GVO – Deregulierung stoppen

Neues Bio-Café von noris inklusion in Nürnberg, Café Arthur, Bayernstr.110,
90478 Nürnberg, Di–So 10-17.00 Uhr, www.noris-inklusion.de,
Tel. 0911/47576-0

Dattelprodukte, Dattel-Schokoladen, Dattel-Nussprodukte, Konfekt u.v.m. bei Odilia
90403 Nürnberg, Hauptmarkt 11, (Mo-Sa, 10-18 Uhr) und 90761 Fürth, Schwabacher Str. 510 (Produktion und Verkauf (Mo-Fr, 8-16 Uhr), http://www.odilia.de, Tel.: 0911 – 21 70 98 15

Lebensmittel, Gewürze, getrocknete Früchte, ätherische Öle und Tees aus Madagascar
von NATURE Madagascar, www.naturemadagascar.com, Tel. +39333-8714513, Online-Shop

Oliven, Olivenöl, Olivenpasten, Tomatenmark, getrocknete Tomaten, Granatapfelessenz
Oliviata, 47228 Duisburg, T. 02065-419611, Online-Shop, info@oliviata.com, www.oliviata.com

Frei-Haus-Lieferung im Raum Nürnberg: Kartoffeln, Gemüse, Apfelsaft, Aronia-Saft, Käse
Walter Bauer, 91790 Nennslingen, T. 0170.8871.044, w.bauer-nennslingen@t-online.de