Fränkisches Ofengemüse

Fränkisches Ofengemüse (schnelles Gericht für 2 Personen)

Zutaten
Ca. 300 g Kürbis, ca. 300 g rohe rote Beete, 2 rote Zwiebeln, 1 gr. Möhre,
3 Knoblauchzehen, 1 Apfel, 1 Beutel Fenchel-Kümmel-Anis Tee,
1 TL Schwarzkümmel, 1/2 TL Kreuzkümmel, 1/2 TL Koriander, 200 g Feta,
2 EL Olivenöl, Salz, Pfeffer

Zubereitung
Kürbis, Gelbe Rübe und Rote Beete in grobe Stifte schneiden, Zwiebeln und Apfel achteln, Knoblauch in dünne Scheiben schneiden und alles in eine Auflaufform schlichten. Nun das Olivenöl mit Beutelinhalt des Tees sowie Koriander, Schwarzkümmel, Salz und Pfeffer mischen und mit dem Gemüse vermischen. Bei 200° Ober- und Unterhitze im Backofen garen. Nach 30 Minuten Feta-Würfel auf das Gemüse geben und weitere 10 Minuten garen. Fertig. Dazu passt ein Joghurt-Dip oder Kräuter-Quark.
Guten Appetit wünscht Charmaine

Käufer- und Verkäufermeinungen

Planetary Health Diet: Eine Ernährung, die Klima und Gesundheit schützt
Ein Beitrag von Christine Fröhlen in der ebl-Woche vom 20. Oktober 2025 (Auszug)

Wie können wir uns so ernähren, dass es nicht nur uns selbst guttut, sondern auch unserem Planeten? Die Antwort darauf gibt die sogenannte Planetary Health Diet (PHD) – ein Konzept, das zeigt, wie Ernährung zum Schlüssel für Klima und Gesundheitsschutz werden kann. Entwickelt wurde sie von internationalen Wissenschaftler*innen der EAT-Lancet-Kommission, um Wege aufzuzeigen, wie sich bis 2050 zehn Milliarden Menschen gesund und nachhaltig ernähren können – ohne dabei die Belastungsgrenzen der Erde zu überschreiten.

Pflanzenvielfalt auf den Teller
Das Grundprinzip: Drei Viertel der Nahrung sollten pflanzlichen Ursprungs sein. Gemüse, Obst, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Nüsse und Samen bilden die Basis. Tierische Produkte wie Fleisch, Fisch, Eier und Milch sind erlaubt, aber in stark reduzierten Mengen. Denn die Tierhaltung ist für einen großen Teil der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich und verbraucht enorme Mengen an Wasser, Energie und Fläche.

Weniger ist mehr – für Gesundheit und Umwelt
Die Planetary Health Diet will helfen, ernährungsbedingte Krankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck und Übergewicht zu verringern und gleichzeitig Umweltfolgen wie Artensterben, Bodenverlust und Wasserknappheit einzudämmen. Durch weniger tierische Produkte, geringeren Zucker- und Fettkonsum sowie mehr Ballaststoffe fördert sie aktiv die Gesundheit. Gleichzeitig entlastet sie das Klima – laut Umweltmedizinerin Prof. Dr. Claudia Traidl-Hoffmann stammen allein in Deutschland rund 30 % der Treibhausgase aus der Ernährung.

Biologische Erzeugung: Qualität zählt doppelt
Besonders wichtig ist, wie unsere Lebensmittel erzeugt werden. Die PHD selbst macht dazu keine konkreten Vorgaben – doch klar ist: Nur mit ökologischer Landwirtschaft lassen sich die planetaren Grenzen respektieren. Biologisch erzeugte Produkte schonen Böden, verzichten auf chemisch- synthetische Pestizide und fördern die Artenvielfalt. Regionale und saisonale Lebensmittel vermeiden lange Transportwege und stärken die heimische Landwirtschaft.

Schritt für Schritt zur Planetenkost
Niemand muss von heute auf morgen alles umstellen.

  • Ein guter Anfang ist ein pflanzlicher Tag pro Woche– mit einem bunten Eintopf, einem Linsengericht, einem Gemüsecurry oder einem Getreidesalat.
  • Mit der Zeit lassen sich mehr Hülsenfrüchte, Nüsse und saisonales Gemüse in den Alltag integrieren. Vorgegarte Hülsenfrüchte im Glas, pflanzliche Brotaufstriche oder leckere Kühlprodukte wie Tofu und Tempeh helfen beim Einstieg.
  • Tierische Erzeugnisse wie Fleisch, Eier und Milchprodukte sollten nicht jeden Tag konsumiert werden und natürlich aus artgerechter Haltung kommen. Dafür sind wir auch mit unserer hauseigenen ebl-Metzgerei die beste Adresse, da die Fleisch- und Wurstwaren an unserer Metzgerei-Bedientheke ausschließlich von Tieren von Biohöfen aus der ebl-Region stammen.
  • Auch bei Milchprodukten gilt: maßvoll in kleineren Portionen genießen und mehr Abwechslung durch pflanzliche Alternativen schaffen
  • Für das persönliche Wohlbefinden ist es insgesamt vorteilhaft, weniger verarbeitete Lebensmittel zu konsumieren und auf versteckten Zucker zu achten, z. B. in Riegeln, Softdrinks, stark gesüßten Joghurts usw.
  • Und für die gute Bilanz zählt auch: Lebensmittelreste sinnvoll verwerten und den Wocheneinkauf gezielt so planen, dass möglichst keine Nahrungsmittel verschwendet oder weggeworfen werden müssen.Wie lecker und abwechslungsreich pflanzenbasierte Gerichte sein können, beweist auch unser Mittagstisch in den ebl-Cafés: Montag bis Freitag, täglich ab 11 Uhr.

Förderung von Kleinprojekten, Biofach, GeRTi

Aus dem Newsletter der Ökomodellregion Nürnberg, Nürnberger Land, Roth vom 20.10.2025,
Ullrich Hirschmüller, Projektmanager Öko-Modellregion, Stadt Nürnberg, Referat für Umwelt und Gesundheit, oekomodellregion@stadt.nuernberg.de, ullrich.hirschmueller@stadt.nuernberg.de, Tel. 0911-231-10624

Förderung von Öko-Kleinprojekten
Auch für kommendes Jahr stellen wir wieder insgesamt 50.000 an staatliche Fördermittel für die Realisierung von Kleinprojekten in unserer Modellregion zur Verfügung. Die Projekte können ganz unterschiedlicher Natur sein und sollen mit den Zielen von BioRegio2030 übereinstimmen.
Projekte, die Produktion und Verarbeitung optimieren, die regionale Bio-Versorgung verbessern, den Absatz von Bio-Produkten steigern oder Bewusstseinsbildung betreiben, können bis zu 50% Zuschuss zu ihren Gesamtkosten bis maximal 10.000 € erhalten. Wir freuen uns sehr über interessante und divers aufgestellte Projektideen aus Nürnberg, dem Nürnberger Land und dem Landkreis Roth. Eine Einreichung ist bis 15.01.2026 möglich. Wir unterstützen Sie gerne bei ihrer Förderanfrage, kontaktieren Sie mich gerne dazu. Weitere Infos und die detaillierte Ausschreibung finden Sie hier.

Ausblick Biofach 2026, 10.-13. Februar
Auch zur kommenden Biofach werden die bayerischen Öko-Modellregionen wieder einen Infostand am Stand des bayerischen Landwirtschaftsministeriums haben. Hier besteht die Möglichkeit, die Arbeit der einzelnen Öko-Modelregionen kennenzulernen und sich überregional zu vernetzen. Außerdem besteht die Möglichkeiten für Mitglieder unseres Netzwerks, an Messe- Rundgängen zu speziellen Themen teilzunehmen. Mehr Infos hierzu und auch zu unserer eigenen Präsenz am ÖMR-Stand auf Anfrage, bzw. dann im nächsten Newsletter.
Darüberhinaus veranstaltet das Referat für Umwelt und Gesundheit wie jedes Jahr ein umfassendes Begleitprogramm an verschiedenen Orten in Nürnberg, für alle Menschen unserer Stadt. Zum ersten Mal finden Teile davon diesmal im Foyer des Rathauses am Hauptmarkt 18 statt. Das genaue Programm gibts ab Januar auf der Webseite des Referats für Umwelt und Gesundheit: www.umweltreferat.nuernberg.de

GeRTi – Schulverpflegung nachhaltig gestalten
Eine Meldung von Kerstin Horneber vom 18.11.2025, Metropolregion Nürnberg
Das Projekt GeRTi zeigt, wie regionale und bio-regionale Schulverpflegung in Franken gelingt – mit frischen Zutaten, kurzen Wegen und guter Zusammenarbeit zwischen Kommunen, Schulen, Küchen und Landwirten. Gefördert vom Bayerischen Landwirtschaftsministerium unterstützt GeRTi Kommunen bei der praktischen Umsetzung.

Bei der Fachveranstaltung „Ganztagsbetreuung ab 2026 – Von der Pflicht zur Chance“ am 3. November 2025 in Buttenheim wurden erfolgreiche Praxisbeispiele wie die Frischeküche Buttenheim und Kooperationen mit örtlichen Gasthäusern vorgestellt. Rund 40 Teilnehmende aus Schulen, Kommunen und Verwaltung tauschten Erfahrungen aus und nahmen neue Impulse für den Ausbau regionaler Verpflegung mit.
Kontakt: gerti@metropolregion.nuernberg.de, https://www.metropolregionnuernberg.de/gerti
Der Bio-Verbraucher e.V. begrüßt und unterstützt das Vorhaben.

Agrar-Lobby siegt

Bericht von Wolfgang Ritter (Auszüge aus Pressemeldungen, Presseerklärungen, Eingaben)

Unterhändler der EU-Staaten und des Europaparlaments wollen die strengen EU- Gentechnikregeln aufweichen; sie einigten sich Anfang Dezember darauf, dass gewisse Transgene künftig ohne Zulassungsverfahren, ohne Risikoprüfung und ohne Kennzeichnungspflicht auf den Markt kommen dürfen. Von Transgenen spricht man, wenn artfremde Gene in eine Pflanze eingebracht werden, wie etwa Gene aus einem Bakterium in Mais. Wenn diese neuen Vorgaben von den EU-Staaten und vom Europäischen Parlament bestätigt worden sind, können wir Verbraucher nicht mehr wissen, was wir essen.
Quelle: Nürnberger Nachrichten vom 5.12.2025

Wahlfreiheit für Verbraucher sichern!
Der Bio-Verbraucher e.V. hatte den EU-Abgeordneten und der EU-Kommission im Mai geschrieben:

Sehr geehrte Damen und Herren,
wenn jetzt zu einer EU-Verordnung für Neue Gentechniken (NGT) wie Crispr/Cas verhandelt wird, haben wir drei Forderungen:

  1. Beibehaltung der Kennzeichnungspflicht für NGT-Organismen vom Acker bis zum Teller
  2. Regeln für eine Koexistenz, die es möglich machen, sicher ohne NGT zu produzieren – etwa durch Standortregister und Abstandsvorschriften
  3. Beschränkung der Patentierung von NGT, um den Züchtungsfortschritt nicht auszubremsen, die Privatisierung der genetischen Ressourcen aufzuhalten

Es darf nicht passieren, dass künftig gentechnisch veränderte Organismen angeboten werden, ohne dass diese für uns Verbraucher als solche erkennbar sind.

Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang Ritter/ Vorstandsvorsitzender


Beschluss ist ein trojanisches Pferd
Bioland-Präsident Jan Plagge kommentiert den Beschluss so: „Was uns hier von den Trilog- Verhandlern präsentiert wird, ist ein trojanisches Pferd: Unter dem Deckmantel des Fortschritts schleichen sich Risiken, Abhängigkeit und Konzerninteressen in unsere Felder und auf unsere Teller. Ohne Kennzeichnung und wirksame Begrenzung von Patenten werden Landwirt*innen, Züchter*innen und Verbraucher*innen Opfer leerer Heilsversprechungen zugunsten von einseitigen Konzerninteressen. Und das alles, ohne, dass wir überhaupt wissen, ob die hochtrabenden Heilsversprechen der Neuen Gentechnik überhaupt jemals eintreffen werden. Wir haben in Europa schon häufiger den Fehler gemacht, uns in Abhängigkeiten zu begeben, aus denen wir uns nicht mehr befreien konnten – sei es technologisch oder bei der Energieversorgung. Wie können wir so naiv sein und glauben, dass uns das in diesem Fall nicht wieder auf die Füße fällt? Wenn die Konzerne einmal die volle Kontrolle über Saatgut und Patente und damit über die Ernährungssouveränität Europas übernommen haben, wird es kaum möglich sein, ihnen diese im Nachhinein wieder zu entreißen.“
Quelle: presse@bioland.de vom 04.12.2025

Wir wurden gewarnt
Noch kurz zuvor, nämlich am 26. November war Christiane Lüst, Gründerin der Aktion GEN-Klage, gemeinsam mit ihrem brasilianischen Mitstreiter Prof. Antonio Andrioli vom Bundestagsausschuss für Landwirtschaft und Ernährung in Berlin eingeladen, um über Ihre Eingaben zur Situation der Gentechnik in Deutschland beim UN-Menschenrechtsausschuss zu berichten. Lüst: „Der aktuelle Stand der Diskussion der Deregulierung der Neuen Gentechniken in Brüssel verstößt auch gegen das internationale Carthagena Protokoll zum Schutz der biologischen Vielfalt, das verbindliche Regeln zum Umgang mit Gentechnik aufgestellt hat. Eine Studie des BMZ hat festgestellt, dass der EU-Vorschlag auch damit nicht vereinbar ist. Mit der Einführung der Gentechnik sind diese Rechte verletzt. In Brüssel sollen nun am 3.12.25 Kennzeichnungspflicht, Patentfreiheit usw. wegfallen. Wir reden von einer unwiderruflichen Kontaminierung aller Pflanzen und niemand kennt die Folgen. In vielen Ländern ist die Ernährungssouveränität dadurch schon massiv gefährdet, wie die UNO jetzt auch in Kolumbien auf Basis unseres aktuellsten Berichtes zum Thema vom Frühjahr 2025 festgestellt hat.“
Professor Andrioli berichtete anschließend über die aktuelle Situation und die Erfahrungen mit den in Brüssel diskutierten Neuen Gentechniken in Brasilien:
„Auch die neuen Gentechniken wie CRISPR/ CAS sind in Brasilien gefloppt. Klimaresistente Pflanzen funktionieren mit Gentechnik nicht. Wir forschen grad mit den alten Ur-Sorten und haben festgestellt, dass das, was schon immer da war, am besten klimaresilient ist, weil diese alten Sorten vor allem so ein großes Wurzelwerk haben (das man nicht mit Pestiziden stören und beeinträchtigen sollte), dass sie alle anderen Testpflanzen auch in Bezug auf die Ernteerträge weit überholt haben. So können wir Euch in Europa nach unseren langjährigen Erfahrungen zu diesen Themen nur warnen, es zuzulassen! Gentechnik ist Gentechnik und Gentechnik ist nicht mehr rückholbar. Die ganzen Probleme, die wir und andere Länder wie Kanada, Mexiko, Argentinien mit langjähriger Gentechniknutzung und der nachfolgenden Kontaminierung nun haben, könnt Ihr Euch ersparen! Außer den Konzernen (mit Saatgut, Pestiziden und Patenten) wird NIEMAND davon profitieren. Monsanto, das jetzt ein deutsches Problem ist, hat alleine in meinem Bundesland Rio Grande do Sul nur mit Lizenzgebühren bei gentechnisch verändertem Saatgut in einem Jahr mehr verdient als das, was die Landesregierung in Landwirtschaft investierte.“
Quelle: Pressemitteilung der Zivilcourage gegen Agro-Gentechnik im Landkreis Starnberg vom 03.12.2025, info@zivilcourage-starnberg.bayern

Gentechnik: Bio bleibt sicher
Der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) fordert die Bundesregierung auf, im Rat gegen den Trilog-Beschluss zur Deregulierung des Gentechnikrechts zu stimmen. Tina Andres, Vorsitzende des Bio-Spitzenverbands, kommentiert: „Die avisierte Deregulierung widerspricht dem Geist des Gentechnik-Urteils des Europäischen Gerichthofs von 2018, das vom Prinzip der Vorsorge getragen ist. Bio bleibt diesem Geist treu. Wir arbeiten auch in Zukunft ohne gentechnisch veränderte Organismen. Weil wir mit der Natur und nicht gegen sie wirtschaften.“ presse@boelw.de vom 04.12.2025

Der Rat hat am 14.12. für die Deregulierung gestimmt. Als Erfolg der Zivilgesellschaft werten wir, dass Deutschlands dagegen stimmte. Wie werden sich die EU-Parlamentarier verhalten?

Test Bio Leinöle

Viele Bio-Leinöle schneiden gut ab, aber manche sollte man meiden

Wir sind immer wieder erstaunt, dass auch Bio-Produkte von ganz unterschiedlicher Qualität auf den Markt kommen. Das gilt auch für Leinöle, die als besonders wertvolle Öle gelten wegen ihres hohen Anteils an wertvollen Omega-3-Fettsäuren. Genauso lassen einen die oft riesigen Preisunterschiede erstaunen. Auch beim Test von Bio-Leinölen zeigt sich das; der Preis sagt nichts über die Qualität aus. „Sehr gute“ Leinöle gibt es schon für 1,59 € pro 250 Milliliter; das Öl, das den Test nicht bestanden hat, ist das teuerste = 9,69 € pro 250 Milliliter. Hier die guten und die schlechten auf einen Blick:

„Sehr gut“
Dennree = 1,59 €, Die Kleine Mühle/ Teutoburger Ölmühle = 4,49 €,
Dm = 1,65€, Rapunzel =5,99 €, Rewe, 2,99 €, Seitenbacher = 4,29 €
„Gut“
Bio Primo/ Müller = 1,65 €, K-Bio/ Kaufland = 1,35 €
„Mangelhaft“
Netto = 1,35 €, Ölmühle Oberschwaben/ Dreher Bio = 5,99 €, Spreewälderin/ Kunella = 4,16 €,Lidl = 1,35 €
„Ungenügend“
Vitaquell/ Fauser Vitaquellwerk = 9,69 €

Bio-Sauerkraut ist in Ordnung
Von 14 getesteten Bio-Sauerkraut-Marken sind sieben „sehr gut“, sechs „gut“ und eins „befriedigend“. Konventionelle schneiden nicht so gut ab: Von ebenfalls 14 getesteten Marken sind nämlich nur vier „sehr gut“, fünf „gut“, eins „befriedigend“, vier „ausreichend“, eins sogar „mangelhaft“ (Hengstenberg Mildessa Mildes Weinsauerkraut).

Haushaltsbeschluss pro Bio-Forschung

„Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit angesichts steigender Nachfrage”

Der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) begrüßt den gestrigen Beschluss des Haushaltsauschusses des Bundestags, die Mittel für die bisherigen Programme, Bundesprogramm Ökologischer Landbau (BÖL)“ , „Ackerbaustrategieund Proteine der Zukunft/Chancenprogramm Höfe“ auch für 2026 auf nahezu gleich hohem Niveau bereitzustellen.

Peter Röhrig, geschäftsführender Vorstand des Bio-Spitzenverbandes, kommentiert:
„Es ist gut, dass der Bundestag die notwendigen Korrekturen bei den Budgets vorgenommen hat. Nur so können auch künftig wichtige Forschungsprojekte und Maßnahmen für – und mit – den Unternehmen der ökologischen Land- und Lebensmittelwirtschaft stattfinden. Es ist an Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer dafür zu sorgen, dass die Mittel trotz Zusammenlegung der Programme auch tatsächlich in voller Höhe der deutschen Öko-Forschung zu Gute kommen. Denn das stärkt die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Bio-Branche angesichts einer stark wachsenden heimischen Nachfrage.
Fakt ist: Auch mit diesem Beschluss liegen die für Bio-Forschungsprojekte investierten Mittel weit unter dem Anteil der ökologisch bewirtschafteten Flächen und Betriebe. Diese Diskriminierung von Bio muss beendet werden! Wie dringend notwendig mehr Ressourcen für die Bio-Forschung sind, hat das vom Bundeslandwirtschaftsministerium einberufene „Kompetenzteam Forschung ökologische Land- und Lebensmittelwirtschaft“ (KTFÖLL) zuletzt im Sommer in einem umfangreichen Bericht dargelegt.“

Hintergrund
Der im Sommer vorgelegte Regierungsentwurf zum Haushalt 2026 sah erstmals die Zusammenlegung des BÖL mit den beiden anderen Programmen samt einer deutlichen Kürzung der Mittel für den neuen Sammeltitel vor.

Empfehlungen des Kompetenzteam Forschung ökologische Land- und Lebensmittelwirtschaft: https://www.bmel.de/DE/themen/landwirtschaft/oekologischer-landbau/forschung.html
Quelle: Pressemitteilung BÖLW vom 14.11.2025, presse@boelw.de,
+49 30 28482 308.
Alle BÖLW-Pressinfos finden Sie auf https://www.boelw.de/presse/meldungen/

Vielfalt stärkt Erde und Mensch

Ein Beitrag von Sebastian Jüngel vom 30.09.2025

Anlässlich des Welternährungstags 2025 weist Ökotrophologin Jasmin Peschke auf die Bedeutung gesunder Ernährungssysteme hin:
Voraussetzung für die Versorgung des Menschen mit gesunden, vitalen Lebensmitteln sind fruchtbare Böden mit vielfältigem Bodenmikrobiom. Die biodynamische Landwirtschaft fördert und ermöglicht nachhaltige Ernährungssysteme. So wird das Anliegen des Welternährungstags am 16. Oktober 2025 ‹Hand in Hand for Better Foods and a Better Future› unterstützt.

«Reis, Mais und Weizen sorgen für mehr als 50 Prozent der Kalorienaufnahme der Menschen weltweit», sagt Jasmin Peschke, Leiterin des Fachbereichs Ernährung in der Sektion für Landwirtschaft am Goetheanum. Das klingt nach einer soliden Grundversorgung. Doch die promovierte Ökotrophologin ergänzt: «Diese drei Getreide werden weitgehend in großflächigen Monokulturen unter hohem Pestizideinsatz angebaut. Die mangelnde Vielfalt gefährdet die Widerstandsfähigkeit der Ernährungssysteme und der Böden – und infolgedessen die menschliche Gesundheit.» Sie begründet dies so: «Die Reduzierung auf ein paar wenige Kulturen verarmt Boden und Biodiversität und damit die Qualität der Lebensmittel. Fehlt zudem die Vielfalt in der Ernährung, ist die Gesundheit der Menschen gefährdet. Es gibt zwar ein reiches Sortiment an Nahrungsmitteln, sie enthalten jedoch meist Zusatzstoffe, die wiederum aus diesen drei Getreidearten hergestellt sind.»

Zum Erhalt und zur Pflege eines vielfältigen Bodenlebens trägt nachhaltiges Arbeiten ohne den Einsatz von chemisch-synthetischen Düngern und Pestiziden bei. Die biodynamische Landwirtschaft praktiziert dies und fördert dadurch Humusaufbau und Biodiversität im und über dem Boden. «Ist das Bodenmikrobiom vielfältig, enthalten auch die Lebensmittel eine reiche Bakterienflora, die kaum pathogene Erreger enthält – im Gegensatz zu konventionell erzeugten Produkten», lenkt Jasmin Peschke den Blick auf Studien wie die von Birgit Wassermann et al (2019). Über die Nahrungsaufnahme setzt sich diese Qualität fort: Das menschliche Darmmikrobiom wird so angeregt, dass menschliche Immunität und Gesundheit unterstützt werden.

In einem biodynamischen Ernährungssystem von Anbau über Verarbeitung bis zu sozialer Einbettung sieht Jasmin Peschke eine Lösung für das Anliegen des Welternährungstags 2025 ‹Hand in Hand for Better Foods and a Better Future› der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen. Es sei ein recht dringliches Anliegen: Denn die Menschheit ernähre sich ungünstig. Die Anzahl Hungernder nehme ebenso stetig zu wie die Zahl derer, die zu viel essen. Die Ernährungsexpertin ist sich sicher: «Nahrungsmittel können die Brücke sein sowohl zur Gesundheit der Menschen als auch zur Landwirtschaft.»
Studie ‹An Apple a Day: Which Bacteria Do We Eat With Organic and Conventional Apples?› von Birgit Wassermann, Henry Müller und Gabriele Berg,   Web pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31396172
Fachbereich Ernährung am Goetheanum,
www.sektion-landwirtschaft.org/ernaehrung,
Ansprechpartnerin Jasmin Peschke, jasmin.peschke@goetheanum.ch
Quelle:https://www.sektion-landwirtschaft.org/ernaehrungartikel/ea/vielfalt-staerkt-erde-und-mensch

Assoziative Zusammenarbeit

Solidarische Landwirtschaft (SoLaWi) im Aufwärtstrend
Der Bio-Verbraucher e.V. gehört zu den Unterstützern der Solidarischen Landwirtschaft im Raum Nürnberg. Wie das geht beschreibt die SoLaWi-Initiative „Stadt, Land, Beides“.

So funktioniert die solidarische Landwirtschaft in Nürnberg:
Hof deiner Wahl
Das Besondere bei „Stadt, Land, Beides“ ist, dass verschiedene Solawi-Höfe mitmachen und Du Dich auf einem oder mehreren Höfen engagieren kannst. Insofern steht Dir eine breite Palette an Lebensmitteln zur Auswahl. Den Großteil der Lebensmittel beziehst Du regelmäßig, einen Teil bekommst Du auf Bestellung. Hier die aktuellen SoLaWi-Höfe: Biohof Walz, Biolandhof Schaller, Demeterhof Hederer, Biohof Michlbauer

Depots
Die Ernteteiler*innen sorgen gemeinsam für einen effektiven Transport der Lebensmittel zu den Depots in Nürnberg und in der Region. Hier kannst Du Dir die Ernte von einem oder mehreren Höfen Deiner Wahl abholen.

Ernteteiler zur Probe
Um auszuprobieren, ob die Solawi-Lebensmittel, die SoLaWi-Gemeinschaft und die Abläufe zu Dir passen, kannst Du Dich für einen Monat begrenzt beteiligen. Wir setzen uns in der letzten Probewoche mit Dir in Verbindung, um Deine Erfahrungen und Deine weitere Beteiligung zu besprechen.

Mitgestalten
Gemeinsam mit dem Landwirt und den anderen Ernteteilern planst Du, soweit möglich, die Lebensmittel, gemeinsame Aktionen, Arbeitseinsätze und verabredest den jeweiligen Kostenanteil. Entscheidungen werden im Konsens getroffen. Jede*r soll sich unabhängig von den finanziellen Möglichkeiten einbringen können.

Höfe, Produkte und Beitrag
Biohof Walz
Zertifizierung: Demeter, Rindfleisch & Wurstwaren, Eier & Gockel, Ur-Getreide & Linsen, individuelle Hofbeteiligung, Beitrag je nach Produktauswahl
Tristans Biohof
Zertifizierung: Bioland, Wintergemüse, Ernteanteil im wöchentlichen Rhythmus: Ganzer Anteil zu je 135,- €/Monat / Halber Anteil zu je 67,50 €/Monat / Kleiner Anteil zu je 98,70 €/Monat
Gärtnerhof Reginswind, Heribert Hederer
Zertifizierung: Demeter, Sommergemüse: Ernteanteil im wöchentlichen Rhythmus zu je 126,-€/Monat; Obst & Säfte: Ernteanteil im wechselhaften Lieferrhythmus von Juli bis Dezember zu je 38,50 €/Monat; Sommergemüse: von April bis September
Michlbauerhof
Zertifizierung: Demeter, Ziegenkäse gemäß Milchmenge von jahresdurchschnittlich 3-4 Liter pro und dazugehörigem Fleischanteil; 25,50 €/Monat bei monatlicher Lieferung Beeren aus dem Solawi-Kirschgarten Zertifizierung: EU-Bio, Beeren, Ernteanteil im wöchentlichen Lieferrhythmus von Juli bis Sept. zu je 38,- €/Monat

Depots und Abholzeiten
Depot Stadtpark = Mittwoch bis Samstag, Depot St. Peter = Mittwoch 14 Uhr bis Donnerstag 18Uhr, Depot Wiese = Mittwoch 14 bis 20 Uhr, Depot Johannis = Mittwoch bis Freitag, Depot Johannis = Mittwoch bis Freitag, Depot AKI = Mittwoch bis Freitag, Depot Altenfurt = Mittwoch 14 bis 20 Uhr, Depot Tatütata = Mittwoch 19:30 Uhr bis 21:00 Uhr & Donnerstag 17:00 bis 19:00 Uhr, Depot Spiegelfabrik = Mittwoch 17:30 Uhr bis 19:30 Uhr & auf Nachfrage

Kontakt aufnehmen
Falls Du Interesse hast, bei der solidarischen Landwirtschaft in der Metropolregion Nürnberg mitzumachen, nutze einfach unser Kontaktformular im Internet oder melde Dich bei
solawi@stadt-land-beides.de
Quelle: https://www.stadt-land-beides.de

Die große Verschwendung

Es liegt in der menschlichen Natur sich zu freuen, wenn man etwas günstig erwerben kann.
„Schau“, so prahlt man dann gerne, „die Hose habe ich für nur 20 Euro bekommen, den Pulli für 15 Euro und das Hemd für nur 10 Euro.“ Diese Freude am billigen Einkauf wird unterstützt durch Aktionstage, wie Black Friday und einer Flut von Billigangeboten aus Fernost.
Man sieht Paketzusteller oft mit Bergen von Paketen jonglieren. Nach einer Befragung von Input Consulting im Auftrag der Gewerkschaft Verdi hatten 89 Prozent von 1900 befragten Paketzustellern den Eindruck innerhalb der vergangenen 12 Monate mehr Arbeit in der gleichen Zeit schaffen und an die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit gehen zu müssen – bei schlechter Bezahlung. Bei den Herstellern der Billigware in Fernost herrschen noch schlechtere Arbeitsbedingungen.
Noch bedenklicher wird der Online-Einkauf, wenn man erfährt, dass jede vierte Online-Bestellung zurückgegeben wird und bis zu 30 Prozent der Retouren vernichtet werden, weil Auspacken, Einlagern und erneuter Verkauf dieser Neuware mehr kostet als man mit ihr verdient. In diesem Jahr rechnet man mit 550 Millionen Retouren.

So entsteht eine maßlose Verschwendung von Ressourcen, Energie und Arbeitszeit. Es lohnt sich also sein eigenes Kaufverhalten zu hinterfragen: Brauche ich das Produkt wirklich? Habe ich etwas Altes, das repariert werden kann? Kann ich ein ähnliches Produkt nicht auch im regionalen Einzelhandel erwerben?
Bewusste Verbraucher werden sich ihrer Macht bewusst und treffen bewusste Kaufentscheidungen. Sie unterstützen Hersteller, die verantwortungsbewusst und nachhaltig produzieren. Ihre Produkte garantieren durch gute Qualität meist auch eine längere Nutzungsdauer als Billigware.

Quellen:
Nürnberger Nachrichten vom 26.11.2025, S. 19: Paketboten müssen noch mehr schuften als zuvor und Nürnberger Nachrichten vom 28.11.2025, S. 17: Zahl der Retouren steigt auf Rekordwert
WWF-Info vom 22.11.2025, info@wwf.de, www.wwf.de, Black Friday – Schnäppchen auf Kosten des Planeten

Das Motto des Bio-Verbraucher e.V.: So viel wie möglich regional und saisonal einkaufen. Und natürlich in Bio-Qualität.

Walnuss-Maronen-Creme-Schokolade

 

Am 14. Dezember 2024 veröffentlichte ich an dieser Stelle meinen Dubai-Schokoladen-Versuch (mit Pistazien-Mus) mit Bildern. Jetzt füllte ich die Schokolade mit Walnüssen und Maronen-Creme und überraschte damit meine Familie zum Geburtstag. Für Einladungen zu fremden Geburtstagen würde ich wieder Pistazien-Mus nehmen, weil das Grün der Pistazien im Braun der Schokolade schöner aussieht.

Zutaten für eine Kastenform

8 Tafeln à 100 g Zartbitter-Schokolade (Man kann auch

Vollmilchschokolade nehmen oder beide Schokoladen mischen.), 2 Gläser à 230 g Maronen-Creme, etwa 1 EL Tahin (Sesam-Mus), 1 Tüte (375 g) Walnusskerne, etwas Butter und Salz

Zubereitung

  1. Die 8 Tafeln Schokolade klein brechen und in einem Topf im Wasserbad schmelzen. Dazu setzt man einen kleineren Topf mit der Schokolade in einen größeren Topf mit köchelndem Wasser. Die geschmolzene Schokolade verrühren und die Hälfte in eine mit Backpapier ausgeschlagene Kastenform gießen. Schokolade an allen Seiten durch Schwenken der Form hochziehen und die Form zum Abkühlen ins Gefrierfach stellen.
  2. Die Walnusskerne klein hacken, etwas Butter in einer Pfanne auslassen und die Walnusskerne darin goldbraun rösten. Immer wieder umrühren, damit nichts anbrennt.
  3. Walnusskerne, Maronen-Creme, Tahin und eine Prise Salz in einer Schüssel gut verrühren.
  4. Diese Mischung nun mittig der Länge nach auf die inzwischen kalt gewordene Schokoladen-Masse gießen. Kastenform wieder für etwa 15 Minuten zum Abkühlen ins Tiefkühlfach stellen.
  5. Jetzt wird noch der Rest der flüssigen Schokolade auf die inzwischen erkaltete Creme gegossen und die Kuchenform zum dritten Mal ins Tiefkühlfach gestellt.
  6. Nach einer weiteren viertel Stunde kann die gefüllte Schokolade mit dem Backpapier aus der Form gehoben und in Scheiben geschnitten werden.

Guten Appetit wünscht Wolfgang Ritter