4. Warum und für wen sind Patente auf Saatgut und Pflanzen gefährlich? |
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Patente auf Pflanzen machen Gemeingut – konkret in der Natur vorkommende Eigenschaften wie Resistenzen gegen ein Virus, bestimmte Inhaltsstoffe von Pflanzen oder deren Kältetoleranz – zu exklusivem Privateigentum einer einzigen Firma. Dies muss vor dem Hintergrund einer wachsenden Marktkonzentration in Züchtung, Lebensmittelherstellung und Landwirtschaft gesehen werden, die sowohl global als auch in Europa stattfindet. Patente sind dabei eines der wichtigsten Instrumente, um die Macht großer Konzerne auf Kosten von regionalen Züchtungsbetrieben und Landwirt:innen auszuweiten. Schon jetzt kontrollieren die mächtigsten vier Saatgutkonzerne der Welt den Markt: Bayer (Monsanto), ChemChina, DowDuPont und Syngenta beherrschen mehr als die Hälfte des weltweiten Saatgutmarktes. Da Patentanträge großteils von diesen Agro-Chemie-Riesen gestellt werden, wächst deren Kontrolle des Weltmarkts und Macht immer mehr an. Patente werden von den großen Konzernen auch oft als „Tauschmasse“ verwendet, um einander Nutzungsrechte ohne Geldfluss zu gewähren. Wer keine Patente angemeldet hat, hat auch nichts zu tauschen. Die Großen bleiben also unter sich. Das führt zu einer Verringerung der genetischen Vielfalt, die für kleine und mittlere Züchtungsbetriebe zur Verfügung steht. Darunter leidet die Widerstandsfähigkeit der Landwirtschaft insgesamt und langfristig auch unsere Versorgungssicherheit mit gesunden, regional angepassten, resilienten Pflanzen.
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Kategorie: Blog
End-of-Fish-Day
Am 8. März war der End-of-Fish-Day – das bedeutet, die rechnerische Menge an Fischprodukten, die Deutschland aus nachhaltigen Quellen beziehen könnte, ist bereits verbraucht. 80% unseres Fischs stammen aus Importen, während Nord- und Ostsee teils drastisch überfischt sind. Doch die Folgen betreffen nicht nur uns: Die Überfischung gefährdet weltweit die Ernährungssicherheit, insbesondere im globalen Süden, wo Fisch für viele Menschen eine unverzichtbare Eiweißquelle ist.
Quelle: Agrar Koordination Forum für internationale Agrarpolitik e.V., Ausschnitt einer Mitteilung vom 18. März 2025, info@agrarkoordination.de
Bio-Landwirt kämpft gegen Missstände: Zebu-Rinder ganzjährig auf der Weide
Die letzten zwei Jahre waren Bio-Zebu-Rinder in Stuppach den ganzen Winter auf der Weide, auch am Stuppacher Gewässer, obwohl laut Prospekt des Ökolandwirts die Zebu-Rinder nur 6 bis 8 Monate auf der Weide sein sollten und im Winter in einem Offenstall untergebracht werden.
Laut Gutachten der Amtstierärzte aus anderen Landkreisen dürfen diese Zustände nicht mal im konventionellen Landbau sein. Unzureichende und fehlende Unterstände. Verschimmeltes Futter usw. Futterraufen ohne Dach und ohne Boden (Schimmel und Hygiene). Matschflächen im Quellschutzgebiet! Ketterberg liegt nach meiner Karte in Fiona komplett im Quellschutzgebiet! Unser Trinkwasser muss seit Mai 2024 sehr stark mit Chlor behandelt werden, worauf ich zuvor schon mehrmals hingewiesen habe.
Herr Oberbürgermeister Glatthaar, die Mitarbeiter des Bauamtes, die Öko-Kontrollstelle, die Presse, auch Herr Landrat Schauder wissen seit Jahren über diese Missstände Bescheid, doch gehandelt wurde bisher nicht. Warum? Was ist, wenn die Heilquellen in Bad Mergentheim so stark mit Chlor behandelt werden müssen, wie unser Wasser in Stuppach?
Außerdem hat dies nichts mit Landschaftspflege zu tun, wenn ganzjährig zugefüttert werden muss und die Flächen zu einer Matschlandschaft wie in Stuppach werden. „Landschaftspflege“ auf Kosten der Steuerzahler?
Quelle: Mitteilung von Albert Retzbach, Demeterhof in 97980 Bad Mergentheim-Stuppach, Tel.: 07931/45418, retzbach@kabelbw.de
Saatgutfestival war sehr gut besucht
Am Stand des Bio-Verbraucher e.V. hatten wir sechs Gemüsesamen bereitgehalten. Wer sie bestimmen konnte, erhielt ein Bio-Produkt (Cashewkerne, Ingwershot oder Sesamriegel). Es gab erstaunlich viele Hauptgewinne. Wer nicht alles wusste, erhielt einen Becher Holunderblüten-Limo
, ein Tütchen Gartenkressesamen oder Kräuterteebeutel.
Wer sich spontan zur Mitgliedschaft entschloss, wurde mit einem Glas Honig und einer Flasche Saft begrüßt.
Bist auch du an einer Mitgliedschaft oder ehrenamtlichen Mitarbeit interessiert, dann melde dich bei Wolfgang Ritter, ritter@bio-verbraucher.de, oder T. 0911 – 40 48 27.
Saatgutfestival in Nürnberg
Wann? Sa, 15. Februar, 11-17 Uhr
Wo? Kulturwerkstatt Auf AEG, Fürther Str. 244 D
Es gibt ein buntes Programm mit Vorträgen, Koch-Show, Workshops und Wissensständen und einer kleinen Saatguttauschbörse (aus privaten Gärten und ehrenamtlichen Nürnberger Garteninitiativen).
Alles zum bunten Programm findet ihr auf der Veranstaltungswebseite:
http://saatgutfestival.bluepingu.de/
BioFach 2025 in Nürnberg
Neuerungen im BioRegio-Coaching
Zielsetzung
• Einsatz regionaler Bioprodukte in den Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung zu erhöhen
Zielgruppe
• Alle Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung
Beteiligte
• Die Durchführung erfolgt durch einen Coach mit Praxiserfahrung im Einsatz von Bio-Lebensmitteln in der Gemeinschaftsverpflegung
• Die Organisation erfolgt durch die Sachgebiete Gemeinschaftsverpflegung an den Ämtern für
Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (ÄELF)
• Die Begleitung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den Projektmanager/innen der jeweiligen ÖMR
bzw. der Heimatagentur
Kontakt: Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten
Fürth-Uffenheim, Dr. Claudia Heidbrink, Gemeinschaftsverpflegung Mittelfranken, AELF Fürth-Uffenheim, Jahnstraße 7, 90763 Fürth,
0911 / 99715-1300
claudia.heidbrink@aelf-fu.bayern.de
Du willst dich im neuen Jahr gesünder ernähren?
Hier meine Tipps
Iss viele pflanzliche Lebensmittel, möglichst frisch zubereitet, wenig Fleisch und Wurst, nicht zu viel Salz und wenig Zucker.
Hierauf solltest du Wert legen:
- Getreide und Getreideprodukte, wie Vollkornbrot und -Brötchen, auch Nudeln, Reis und Cornflakes oder Dinkelflakes
- Kartoffeln, frisches Gemüse und Obst, Hülsenfrüchte
- Milch und Milchprodukte oder/ und Getreidedrinks, wie Hafer- oder Reisdrink, Eier
- Trockenfrüchte und Nüsse oder Nusskerne, Samen, kaltgepresste Öle, Honig
- Obst- und Gemüsesäfte, alkoholfreie Biere und Wasser, Tee und Kaffee
Mehr als drei Mahlzeiten sind nicht nötig, eine warme Mahlzeit täglich ist ausreichend. Vermeide oft und viel zwischendurch zu essen. Aber viel trinken, tut gut. Es dürfen ruhig zwei bis drei Liter sein.
Mit herzlichen Grüßen
Wolfgang Ritter
Ein gutes Jahr 2025
Wir wünschen allen ein friedliches, gesundes und erfolgreiches neues Jahr.
Bio-Verbraucher e.V./ Vorstand und ehrenamtliche Mitarbeiter
Bio auf dem Nürnberger Christkindlesmarkt

Am Christkindlesmarktes kommt niemand an Lebkuchen und Glühwein vorbei. Auch in Bio-Qualität gibt es von beidem reichlich. Wir probierten Bio-Glühwein mit der Haskap-Beere vom Biohof Decker und waren am Lebkuchenstand unseres Firmenmitgliedes Gebr. Fraunholz. Schließlich hat uns das Christkind selber zugelacht.