Di, 26. Juli, 19-21.00 Uhr: Führung in Nürnberg: Das Wilde der Pflanzen und das Edle der Steine, Anmeldung bis 20.07. bei Waltraud Brix, Tel. 0911 – 39 38 991
Autor: Wolfgang Ritter
Bio erleben & Agrikulturfest am Nürnberger Hauptmarkt
22.-24. Juli, Fr ab 13, Sa u. So ab 10.00 Uhr: Bio erleben & Agrikulturfest am Nürnberger Hauptmarkt; Verkauf, Verkostung, Gastronomie, Mode, Info; Kontakt: www.die-biometropole.de, Dr. Werner Ebert, Tel. 0911-231-41 89
Backseminare am Gardasee- Backkunst erleben
29.-30. Juli 2022: Die innere Brotqualität gestalten und anschauen
Info:backkunst.italien@gmx.de, Tel. 0152 2958 9410
JOBGRÜN – Berufsorientierungsmarkt für grüne Berufe
- Juli, 09.00-14.00 Uhr: JOBGRÜN – Berufsorientierungsmarkt für grüne Berufe , im „Parks“, Berliner Platz 9, Nürnberg, Eintritt frei, Schulklassen bitte vorher anmelden: ww.jobgruen.de
In lockerer Atmosphäre zeigen grüne Berufe, speziell Biolebensmittelhandwerker *innen ihr Können, ihre Produktqualität und werben für Nachwuchs. In Kooperation mit dem Schulamt der Stadt Nürnberg gibt es vielfältige Informationen zum Themenbereich der grünen Berufe, viel zum Probieren und zu jeder Berufsgruppe – mittels QR Code – ausführliche Beschreibung und Ausbildungsfirmen.
Ausflug ins Allgäu – Besuch von Sonett und St. Michaelshof
Wir planen einen Besuch bei zwei Firmenmitgliedern im Allgäu mit einer Übernachtung dort.
Fr, 15. Juli und Sa, 16. Juli 2022
15. Juli, 15.00 – 17.00 Uhr: Führung durch die Produktionsstätten des Reinigungsmittelherstellers Sonett GmbH, Mistelweg 1, 88693 Deggenhausen, Kontakt: Tel. 07555 – 9295-150, Christian German.
Sonett ist Sieger des Deutschen Nachhaltigkeitspreises 2022.
Übernachtung in Pensionen in der Nähe. Es gibt auch ein Bio-Hotel und einen Bio-Gasthof. Nach dem Frühstück: Fahrt zum St. Michaelshof in Aichstetten (76 KM, etwa eine Stunde Fahrtzeit über B32 und A 96).
Sa, 16. Juli, ab 10.00 Uhr: Besuch des Hoffestes auf dem St. Michaelshof in Laubegg 3, 88317 Aichstetten, Kontakt: Tel. 07565 – 9400-41, Andrea Heppeler, Rückfahrt individuell nach Belieben am Nachmittag
Eigene Anreise und Übernachtung
Auskunft und Anmeldung: Wolfgang Ritter: ritter@bio-verbraucher.de, Tel. 0911 – 40 48 27; Bitte geben Sie an, ob Sie eine Mitfahrgelegenheit bieten können oder brauchen. Abfahrt ab Nürnberg am Freitag um 11.00 Uhr (A6, A7, B30, 307 KM, etwa 3 1/2 Stunden Fahrtzeit)
SoLaWi-Beitrag zur SustaiNable Conference
8./9. Juli 2022, online und in Fürth
Die SustaiNable Conference ist eine Bottom Up-Bewegung zur Verbesserung der Welt! In Nürnberg, in Fürth und überall auf der Welt. Die Hauptziele sind nichts weiteres als die zügige Umsetzung der 17 globalen Sustainable Development Goals (https://17ziele.de/info/was-sind-die-17-ziele.html ) für eine soziale, ökologische und wirtschaftlich nachhaltige Entwicklung.
Am 8. Juli gibt es von 11-12 Uhr einen Online-Beitrag der Nürnberg-Fürther Solawi „Stadt, Land, Beides.“ mit dem Titel „Solawi – nachhaltige Landwirtschaft mit sozialer Komponente“ mit anschließender Diskussion. Für die Online-Teilnahme ist eine kostenlose Online-Anmeldung nötig. Weitere Infos hierzu im Veranstalter-Link: https://sustainable-conference.de/programm/#online-konferenz
Götz Werner, der Allesverschenker
Warum war Götz Werner mit seiner Drogeriemarktkette dm so erfolgreich? Es gelang ihm, seine Mitarbeiter so zu motivieren, dass sie mit Liebe bei der Arbeit sind, weil er Elemente der Idee der assoziativen Zusammenarbeit umsetzte. Er verwirklichte damit etwas von dem, was ich in meinem Buch Wirtschaft der Liebe beschreibe. (Er hat auch ein Vorwort dazu verfasst.) Werner starb am 8. Februar 2022. Gerald Häfner, deutscher Politiker (Bündnis 90/Die Grünen), Mitglied des Deutschen Bundestages von 1987–2002 und des Europäischen Parlaments von 2009–2014, Publizist und Waldorflehrer, Mitgründer von Mehr Demokratie, Democracy International, seit 2015 Leiter der Sektion für Sozialwissenschaften am Goetheanum in Dornach/ Schweiz, hat einen Nachruf verfasst, den ich teilweise hier wiedergebe.
Wolfgang Ritter
Jeder Mensch ein Unternehmer
Nachruf von Gerald Häfner, Ausschnitte
Ich glaube, dass es viel zu wenig gewürdigt wird, dass er bei dm die Kultur einer selbstbestimmten Arbeit und dialogischen Zusammenarbeit als Modell und Vorbild für alle anderen Unternehmen begründet und fortwährend weiterentwickelt hat. Götz Werner hat nicht nur mit Europas Marktführer im Drogeriehandel einen enormen Unternehmenswert geschaffen, er hat vor allem auch 66 000 Menschen ermöglicht, sinnerfüllt zu arbeiten. Sein Bild war, dass in jedem Menschen die Fähigkeit zur Selbstverantwortung schlummert. Wenn Joseph Beuys uns zuruft: „Jeder Mensch ist ein Künstler!”, dann ruft Götz Werner: „Jeder Mensch ist ein Unternehmer!”
Zu jedem Menschen hatte er das Vertrauen, dass ihm das Denken die Wirklichkeit zugänglich machen, dass er oder sie denkend die Wirklichkeit durchdringen und verstehen und sie entsprechend verändern kann. Während wir allzu oft nur auf abstrakte Ideen schauen, dabei die Menschen vergessen und so die Ideen zu Systemen oder Ideologien werden oder wir nur auf unsere Mitmenschen schauen und dabei den klaren Gedanken verlieren, waren für Götz Werner beides zwei nicht trennbare Seiten einer Medaille – das Denken und die Mitmenschlichkeit.
Er wollte sein Unternehmen so bauen, dass alle, die darin arbeiten, fähig werden, selbstständig Entscheidungen zu treffen. Deshalb sollte auch jede/r von seinem Platz aus das Ganze übersehen. Viel zu wenig bekannt ist daher eine erste bahnbrechende Innovation, mit der er überhaupt erst die Voraussetzungen dafür schuf: Die Wertbildungsrechnung im Unternehmen so transparent zu machen, dass jeder Mitarbeitende an seinem Platz sehen konnte, wo das Ganze steht und wie er dazu beiträgt. Wenn jeder diesen dynamischen Überblick hat, dann, so Götz, muss man den Leuten nicht sagen, was zu tun ist. Dann kann jeder in seinem Rahmen, in seiner Kompetenz sehen, was am besten ist.
Arbeit gehört zum Menschsein, sie prägt uns ins Dasein – und bestimmt einen Großteil unseres Lebens. Diese Arbeit zu befreien, von Abhängigkeit, von falscher Fron, Last und Zwang, war ein Motiv seines Lebens. Das Glück, wenn Arbeit sinnerfüllt ist und man diesen Sinn erfährt, diese Idee brannte als Feuer in seiner Seele. Solches Glück wünschte er für alle Menschen. Man darf nicht für Geld arbeiten, das macht den Menschen kaputt. Im bedingungslosen Grundeinkommen wurde aus diesem Feuer eine Kampagne und der Unternehmer Götz Werner eine prägende Persönlichkeit in Kultur und Politik.
Das bedingungslose Grundeinkommen
Er war durch Rudolf Steiner, vor allem dessen „Nationalökonomischen Kurs”, den er ausführlich studiert hatte, auf den Gedanken der notwendigen Trennung von Arbeit und Einkommen gekommen. Durch seinen lebenslangen Gesprächspartner Benedictus Hardorp hatte er sich die Idee des Grundeinkommens zu eigen gemacht. Mit Götz Werner bekam die Idee Fahrt! Er warb unermüdlich für den Gedanken, unterstützte Menschen und Initiativen, machte aber einen Bogen um die Organisationen, die sich hier bildeten. Werner wollte frei bleiben und konnte so mehr für die Idee des Grundeinkommens tun. Seine unternehmerische Erfahrung und sein wirtschaftlicher Erfolg waren der Goldgrund seiner Argumente. So einfach sie manchmal wirkten, so tief und wirkungsvoll waren sie kraft seiner Persönlichkeit. Seine Willenskraft gab der Idee des Grundeinkommens das Feuer.
Er war neugierig, begierig zu erfahren und, wo immer möglich, von anderen zu lernen. Jedes Gespräch konnte dafür Gelegenheit sein – und es ist wohl die Offenherzigkeit, der Wärmestrom, der sich dann auch in feinster Verdünnung in den Filialen von dm wiederfindet. Interessant ist, dass er nicht nur den ersten dm-Markt am 28.8., an Goethes Geburtstag, eröffnet hat, sondern dass auch der aus dem ‹Faust› entlehnte Spruch „Hier bin ich Mensch, hier kauf ich ein” sich bis heute hielt. Das geht ja nur, wenn sich in der Erfahrung der in dm-Märkten einkaufenden Menschen der Gedanke wiederfindet.
Jeder sollte an seinem Platz Verantwortung tragen
Jeder Mensch kann denken und sollte es fortwährend üben und lernen, denn nur denkend erschließe ich mir mich selbst und die Welt. Dies zu praktizieren und mit allen Mitarbeitern zu üben, war ein Grundmotiv seines Wirkens. Ein zweites war aus meiner Sicht die ‹Begegnung›, denn hier, im Dazwischen, liegt der Treibstoff für das Denken wie für das Tun. Daraus entwickelte er – stark von Karl Martin Dietz unterstützt – das Prinzip der dialogischen Unternehmensführung. Ein drittes Motiv schließlich war für Götz Werner „Verantwortung”. Jeder sollte an seinem Platz Verantwortung tragen, tragen können und dürfen. Jeder sollte entscheiden. Es ging ihm auch hier um das Selbstständig werden jedes Menschen. Er wollte Schluss machen mit alten Formen der Unterordnung und richtete sich gegen alles, wo Menschen Ausführende eines fremden Willens sind. Er wollte die große Idee vermitteln. Die Menschen würden schon selbst die Wege finden. Dabei wusste jeder, dass er selbstverständlich Szenarien gerechnet hatte. „Wer etwas nicht will, findet Gründe – wer etwas will, der findet Wege”, so konterte er manch skeptischen Einwurf.
Was mit einem einzigen Laden begann, ist heute ein Unternehmen in 14 Ländern mit über 2000 Filialen. Götz Werner wollte es nicht für sich, sondern für die Menschen. So hat er seine Anteile in eine Stiftung eingebracht, hat das Unternehmen „verschenkt”.
Quelle: Sozialimpulse Nr. 1, März 2022, Erstveröffentlichung im Goetheanum vom 18.2.2022
Wichtige Bio-Logos
Die Ergebnisse nach vier Jahren Bodenentwicklung
Abschlussbericht zur Pilotphase 1 des Bodenfruchtbarkeitsfonds/ Zusammenfassung
Das Projekt war von Beginn an auf das Erreichen von fünf verschiedenen Projektzielen ausgerichtet. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass im Hinblick auf sämtliche Projektziele gute bis sehr gute Ergebnisse erzielt werden konnten, was ohne die vielfältige Unterstützung der Projektpartnerinnen nicht möglich gewesen wäre. Es braucht hingegen noch mehr Zeit, um andere Potenziale, die sich im Verlauf begannen zu zeigen, zu entwickeln und zu «gebären».
Erhalt und Aufbau der Bodenfruchtbarkeit für kommende Generationen durch Kooperation und ein neues «Wir»
Gemessen an dem für Bodenentwicklung kurzen Zeitraum von drei Jahren ist auf allen Höfen eine nachweisbare positive Bodenentwicklung gelungen, insbesondere in der Unterkrume, das heißt in der Tiefe von 15–30 Zentimetern.
Unterstützung von Bio-Bäuerinnen zum Erhalt und Aufbau von Bodenfruchtbarkeit auf verschiedenen Ebenen in einer vertrauensvollen und freiheitlichen Atmosphäre – Freiräume
Die erarbeitete und nun vorhandene Offenheit der Höfe untereinander ermöglicht den ehrlichen Austausch von Erfolgen und Misserfolgen. Die volle Finanzierung der Förderbeiträge wurde erreicht, wodurch die Bäuerinnen Maßnahmen durchführen konnten, die sonst nicht möglich gewesen wären.
Schaffen eines öffentlichen Bewusstseins für Bodenfruchtbarkeit als gesamtgesellschaftliche Aufgabe
Durch eine ganze Reihe von Artikeln und Interviews, durch Filme, Erklär-Videos, Veranstaltungen und gegen Ende der Pilotphase I verstärkt durch Social Media konnte ein breites Publikum erreicht und viele Unterstützerinnen und Förderinnen gewonnen werden. Die verschiedenen Öffentlichkeitsaktivitäten wurden schrittweise entwickelt und zunehmend wirksam.
Praxisforschung, Weiterbildung, Vernetzung der Bodenfruchtbarkeitsfonds (BFF) als Kulturimpuls
Durch die Unterstützung durch den BFF konnten die Partnerhöfe neue und für sie bis dahin unbekannte Methoden zur Bodenverbesserung durchführen und den Erfolg, manchmal auch den Misserfolg, beobachten. Das führte oftmals zu neuen Fragen und neuen Ideen. Hierbei war die durchgehende Begleitung durch den Bodenexperten Ulrich Hampl sehr hilfreich und wirksam. Aber auch die Fortbildungsveranstaltungen zu Themen wie Kompostwirtschaft und innovativer Landtechnik eröffneten den Bewirtschaftenden neue Ausblicke in die Möglichkeiten des modernen Biolandbaus. Der Kontakt und Ideenaustausch mit anderen Projekten war hilfreich. Es sind während der Pilotphase I auch weitere Initiativen zur Förderung der Bodenfruchtbarkeit entstanden, deren Entstehung wir mit Sympathie und Wohlwollen beobachtet, oder an deren Zustandekommen wir aktiv beteiligt waren. Ein vielfältiges Netzwerk mit Verbänden, Stiftungen, Forschungsinstituten, Unternehmen und bedeutenden und einflussreichen Privatpersonen wurde aufgebaut und erweist sich zunehmend als tragfähig. Man kennt den Bodenfruchtbarkeitsfonds und unterstützt uns.
Entwicklung und Bereitstellung von langfristig tragfähigen innovativen Fördermöglichkeiten für Privatpersonen, Unternehmen und Förderstiftungen. Mitverantwortungsübernahme ermöglichen
Durch das in den letzten Jahren mit der Stiftung myclimate entwickelte Konzept können Unternehmen jetzt und zukünftig ihre Kohlenstoffbilanz ausgleichen, indem sie freiwillig in den Humusaufbau auf Landwirtschaftsbetrieben investieren. Verschiedene andere Möglichkeiten der Förderung durch Unternehmen wurden entwickelt, implementiert und werden nun getestet. Außerdem wurde das Patenschafts-Modell für Privatpersonen entwickelt und implementiert und soll, wie alle anderen Instrumente in der Pilotphase II, stark ausgebaut werden.
Quelle: info@bodenfruchtbarkeit.bio, Kontakt: https://bodenfruchtbarkeit.bio
SoLaWi beim Nachhaltigkeitswochenende auf dem Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne
1.-3. Juli 2022:
Zu einem Nachhaltigkeitswochenende gehört eine Solidarische Landwirtschaft (SoLaWi) einfach dazu. Mit all den positiven Effekten einer Solawi bezüglich Natur, Umwelt, Mensch und Tier ist sie eine perfekte Form für nachhaltiges Wirtschaften zum Wohle von Mensch und Umwelt.
Die Solawi „Stadt, Land, Beides“ wird mit einem Infostand und einem Getreidequiz direkt neben dem Backofen vertreten sein. Ort: Erfahrungsfeld der Sinne auf der Wöhrder Wiese, Nürnberg. Eintrittspreise gemäß Erfahrungsfeld.





