Bio-Markt der Köstlichkeiten

Mi, 7. Juni, 18.30-22.00 Uhr: Abend der Begegnung;

Do-Sa, 8-10.06., 10.30-18.00 Uhr: Bio-Markt der Köstlichkeiten zum Evangelischen Kirchentag in Nürnberg auf dem Jakobsplatz mit Bio-Caterern und Informationsständen zum ökologischen Landbau; Der Bio-Verbraucher e.V. bietet an seinem Info-Stand u.a.: „Kinder macht euch euer Müsli selber!“

Dorfgemeinschaft Münzinghof

Fr, 28. April, 16.00: Dorfgemeinschaft Münzinghof, 91235 Velden, Demeter-Landwirtschaft, -Gärtnerei, -Bäckerei, -Käserei; Führung, Ausgraben der Präparate, Verkostung, Verkauf; Treffen zur gemeinsamen Abfahrt mit PKW um 15.15 Uhr an der Rudolf Steiner Schule Nürnberg, Steinplattenweg 25

Anmeldung bis 21. April: Wolfgang Ritter, ritter@bio-verbraucher.de, Tel. 0911 – 404827

Fr, 16. Juni, 15.00 Uhr, Besuch bei Bio-Gemüsebau Hofmann, 90425 Nürnberg-Knoblauchsland, Georg-Höfler-Weg 100, Straba 4 bis Am Wegfeld, umsteigen in Bus 33 Richtung Fürth Hbf. bis Höfles West, dann ca. 10 Minuten Fußweg; Führung, Verkostung, Verkauf

Anmeldung bis 10. Juni: Wolfgang Ritter, Tel. 0911- 404827, ritter@bio-verbraucher.de

Fr, 15. Sept: Besuch der Streuobstinitiative Hersbrucker Alb e.V., 1000 Obstbäume, Führung, Verkostung, Verkauf

Anmeldung bis 9. Sept.: Wolfgang Ritter, Tel. 0911- 404827, ritter@bio-verbraucher.de

Die Regionalwert-Idee

Do, 27. Apr, 19 Uhr: Vortrag u. Gespräch C. Hiß u. andere: Regional. Bio. Gemeinschaftlich.
Die Regionalwert-Idee – Eine Bürgeraktiengesellschaft für mehr regionale Lebensmittelversorgung in Franken, Gemeinschaftshaus Langwasser, Großer Saal, Glogauer Straße 50, 90473 Nürnberg, Anmeldung: ab Anfang April unter www.regionalwert-franken.de oder www.die-biometropole.de

Legehennen leiden

97 Prozent der Legehennen haben ein gebrochenes Brustbein, laut einer aktuellen Studie aus der Schweiz. An kaum einer Zahl wird das Leid von Legehennen in Europa so deutlich. Ob Bio oder nicht, spielt dabei keine Rolle. Denn Legehennen sind aufs Eierlegen gezüchtete Hochleistungsrassen, die mehr als 15-mal so viele Eier legen wie ein Wildhuhn (320 gegenüber 20 pro Jahr). Um diese Menge zu produzieren, zehrt das Tier sich buchstäblich selbst auf: Die vielen Eier entziehen den Knochen Kalzium – in der Folge brechen die geschwächten Knochen bereits unter der Eigenlast der Henne.

Die Lösung für weniger Tierleid, bei Legehennen und Bruderküken? Zweinutzungshühner, die Eier legen und ausreichend Fleisch ansetzen. Die Hochleistungszucht muss gesetzlich verboten und durch gesündere Hühnerrassen ersetzt werden!

Quelle: aktuell@foodwatch.de vom 8. April 2023

Forschung in Ägypten

Sekem-Vision (SVG 5)/ Agrikultur: Ägypten 2057

Die Bauern Ägyptens arbeiten in der Hauptausrichtung der Agrikultur nachhaltig, mit biologisch-dynamischen oder biologischen Methoden. Bei der Realisierung dieses Visionsziels befinden wir uns mit einigen Projekten bereits in der Phase, in der wir landesweite Relevanz erreichen und sich ein wirklicher Wandel einstellen kann. Wir können belegen, dass die biologische, insbesondere die biologisch-dynamische Agrikultur Lösungen für viele große Umwelt-Herausforderungen der heutigen Zeit und der Zukunft bietet. So zeigt etwa die von Sekem und der Heliopolis Universität durchgeführte fortlaufende Studie The Future of Agriculture in Egypt, anhand der sogenannten „True Cost Accounting“-Methode, für die fünf wichtigsten ägyptischen Nutzpflanzen (Baumwolle, Mais, Kartoffeln, Reis und Weizen), dass der Bio-Anbau bereits heute volkswirtschaftlich kostengünstiger ist, als der konventionelle.

Dazu wurden zum Beispiel Faktoren wie die Verschmutzung von Böden, Luft oder Wasser berücksichtigt, die früher oder später zu hohen Kosten führen. Mit Forschungsansätzen wie diesem arbeiten wir daran, Aufmerksamkeit für die Vorteile von nachhaltiger Agrikultur auf verschiedenen Ebenen zu schaffen, so dass sowohl die Politik, als auch die Zivilbevölkerung sich ihrer Entscheidungen im Hinblick auf Lebensmittelproduktion und -konsum bewusster werden können. Dazu rufen wir Entscheidungsträger konkret auf. Denn wir sind überzeugt, dass solche Forschungsansätze immer deutlicher die Realität der Zukunft abbilden können und dadurch eine frühzeitige Veränderung eintreten wird.

Außerdem forschen wir mit unterschiedlichen Methoden zur Sichtbarmachung der Qualität und Vitalität von biologischen und biologisch-dynamischen Lebensmitteln (siehe auch Inspiration: Sichtbarmachung von Vitalität, Seite ..). Dazu etablieren wir an der Heliopolis Universität ein eigenes Labor, sodass die Studierenden und wissenschaftlichen ForscherInnen unsere Vision in Ägypten ebenfalls voranbringen können. So sollen immer mehr Menschen die Vorteile von biologischen Lebensmitteln sehen und verstehen, um dann gezielter konsumieren zu können.

In dem Zusammenhang sei auch die erste Fakultät Ägyptens für Bio-Landbau genannt, die 2018 an der Heliopolis Universität eröffnet wurde. In einem dualen Studienkonzept lernen hier junge Studierende die wissenschaftliche Theorie an der Universität und haben ausgiebige Praxisphasen während derer sie die Anwendung und Umsetzung der langjährigen Erfahrung Sekems direkt auf den Farmen lernen und erleben.
Etliche Kurse werden in Kooperation und Vernetzung durchgeführt, beispielsweise mit der landwirtschaftlichen Sektion des Goetheanums in Dornach. So hoffen wir, dass die Lehre unserer Fakultät zu einem Vorzeigemodell wird, dass sich immer weiter multipliziert.

Ebenfalls in Zusammenarbeit mit der Heliopolis Universität und mit internationalen Partnern arbeiten wir an Förderprojekten zur Unterstützung des Bio-Sektors in Ägypten und weiteren afrikanischen Ländern. Ein Beispiel dafür ist das Projekt „Knowledge Hub for Organic Agriculture in North Africa“ . Hier wird in Kooperation mit Partnern in Tunesien und Marokko, sowie weiteren afrikanischen Staaten, Wissen zum Thema Öko-Landbau gesammelt, aufbereitet und weitläufig verfügbar gestellt.

Ein wichtiges Thema im Hinblick auf eine flächendeckende Bio-Agrikultur Ägyptens ist das Saatgut. Wir züchten vermehrt eigene biologisch-dynamische Samen und machen diese auf dem ägyptischen Markt frei verfügbar. Dabei forschen wir besonders nach Sorten, die sich für Nordafrika und den Mittelmeerraum eignen. Diese werden von Sekem-Bauern getestet, bevor sie auf den Markt kommen. Auch für HobbygärtnerInnen, die Urban-Gardening-Projekte auf den Dächern Kairos umsetzen, wird Sekem-Saatgut angeboten. Ziel ist es, eine Vielfalt an sortenfesten Samen anzubieten und damit Alternativen zu den wenigen großen multinationalen Konzernen aufzubauen, die den Saatgut-Markt und damit die weltweite Lebensmittelproduktion immer stärker mit patentiertem Hybridsaatgut monopolisieren.

Quelle: Helmy Abouleish mit Christine Arlt: SEKEM, Inspirationen – Impulse für einen zukünftigen Wandel,
ISBN 978-5-95779-165-8, Frankfurt am Main 2022

Bioland und Demeter: Kein Freifahrtschein für Gentech-Industrie!

Ausschnitt aus der gemeinsamen Pressemitteilung von Demeter und Bioland zum Thema „Neue Gentechnik und ihre Auswirkungen auf Ökosysteme“ vom 1 . März 2023

Die EU-Kommission will im Jahr 2023 einen Gesetzesvorschlag zu „Neuen Genomischen Techniken“ (NGT) vorlegen, mit dem das Inverkehrbringen und die absichtliche Freisetzung in die Umwelt von Pflanzen, die mit Hilfe Neuer Gentechnik erstellt wurden, ohne umfassende Vorsorgemaßnahmen möglich wird. Nicht nur für die Öko-Landwirt*innen ist das ein Problem.
Auf dem Spiel steht, dass gentechnikfreier Anbau in Zukunft überhaupt noch möglich ist.

Um Koexistenz verschiedener Anbaumethoden und Wahlfreiheit der Verbraucher*innen sicherzustellen, brauche es weiterhin verbindliche Regelungen, unterstreichen Bioland und Demeter. Diese müssten Nachweisbarkeit, Rückverfolgbarkeit und eine klare Kennzeichnung –
für Landwirt*innen und auch für Verbraucher*innen – der mit Neuer Gentechnik erzeugter Produkte gewährleisten. Die Bundesregierung müsse in dieser Diskussion nun klar Position dafür beziehen, dass auch Neue Gentechnik streng reguliert bleibt.

„Das Umweltministerium hat sich zu Recht für eine auf Vorsorge beruhende Regulierung der Neuen Gentechniken ausgesprochen. Von der Bundesregierung fehlt diese klare Positionierung, obwohl Kanzler Scholz noch im Wahlkampf versprochen hat, sich gegen eine Deregulierung
einzusetzen. Je länger Deutschland sich in Brüssel nicht klar positioniert, desto wahrscheinlicher wird ein Freifahrtschein für die Gentech-Industrie, für den sie in Brüssel seit Monaten massiv in allen Institutionen lobbyiert. Der Sekt in den Konzernzentralen dürfte dafür schon kalt gestellt sein“, mahnt Bioland-Präsident Jan Plagge.

„Klar ist: Um die Nachhaltigkeitsziele im Sinne des Green Deal zu erreichen, braucht es den Ökolandbau – denn Ökobetriebe fördern die Biodiversität, den Klimaschutz und sauberes Grundwasser. Deshalb hat sich die Bundesregierung 30 Prozent Ökolandbau als Ziel gesetzt – in der EU gilt das 25 Prozent Ziel. Um dies zu erreichen, braucht es einen fairen gesetzlichen
Rahmen. Die hier geplante De-Regulierung von neuen Gentechniken wäre jedoch ein Nackenschlag für den Ökolandbau!“, analysiert Demeter-Vorstand Alexander Gerber.

„Eine Freisetzung von gentechnisch veränderten Pflanzen ohne Risikobewertung und ohne Rückverfolgbarkeit zu ermöglichen, bedeutet ein hohes Kontaminationsrisiko – und damit wirtschaftliche Risiken und Kosten für die Ökobetriebe. In der Umweltgesetzgebung der EU gilt
das Vorsorgeprinzip – dies muss auch bei den neuen Gentechniken weiterhin angewandt werden“, erklärt Gerber weiter. „Bei der Folgenabschätzung für die Umwelt muss mit bedacht
werden, welche Art der Landwirtschaft durch diese neue Gesetzgebung gefördert wird – die von der EU-Kommission beabsichtigte Deregulierung schadet den Nachhaltigkeitszielen in der Landwirtschaft!“