Fünf Tonnen Hokkaido-Kürbisse sind zu retten

In Ihrer Nähe von Würzburg hat ein Demeter-Betrieb, der sich auf Milch (für die Molkerei Schrozberg), Rote Bete (für Voelkel) und Kürbisse spezialisiert hat, zur Zeit etwa noch 5 Tonnen kleine Kürbisse (Durchmesser etwa 10 cm) auf seinen Feldern liegen, die sehr günstig abzugeben sind, weil sie sonst verrotten würden. Wer rettet sie?

Kontakt: Biohof, Karl Rudolf Kollmar, 74673 Mulfingen-Hollenbach, Brunnengasse 15, Tel.: 07938 – 8753, biokollmar@web.de

Besuch beim KräuterGut Dworschak-Fleischmann

Bericht von Wolfgang  Ritter und Maris Bergmann

Am  25. Oktober 2024 waren wir wieder einmal zu einem Besuch bei einem unserer Firmen-Mitglieder im Knoblauchsland Nürnberg, bei Tanja Dworschak-Fleischmann. Ihr Sohn, Henrick Fleischmann, einer der verantwortlichen Gärtnermeister in diesem Spezialbetrieb für Gartenkräuter in Töpfen, empfing und führte uns. Es erwarteten uns aber zunächst liebevoll geschmierte Bauernbrote mit Kräuterbutter und frischen Kräutern. Dazu gab es eine Auswahl von Bio-Limonaden. Nach einer ausgesprochen kompetenten Führung durch alle Betriebsbereiche, während der wir viele Einzelheiten zur Betriebsgeschichte und Betriebsführung erhielten, ging jeder Teilnehmer mit einem Karton voll selbst ausgewählter Gartenkräuter nach Hause.

Hier einige Betriebsdaten
  • 44.500 m² unter Glas in Nürnberg-Kraftshof, Kitzingen und Polen, davon beheizt 20.500 m² (in Nürnberg)
  • Jahresproduktion: 6 Mio. Topfkräuter und 11 Mio. Sprosskräuter und Kresse
  • 240 – 280 verschiedene Kräuter, je nach Anfrage der Abnehmer, davon 80 Standartkulturen, die immer angebaut werden
  • Hauptkulturen: Basilikum, Minze, Petersilie, Rosmarin, Schnittlauch
  • über 100 festangestellte Mitarbeiter, davon vier Gärtnermeister, zwei Gärtnergesellen und einige Gärtnerwerker, davon etwa 20% Schwerbehinderte und 20% schwer Vermittelbare plus einige Mini-Jober
  • Verkauf an Großhändler, Garten-Center, Lebensmittel-Einzelhändler; größter Abnehmer: Rewe (50%)
  • Zertifizierung: Bioland (seit 1996) , jetzt auch zusätzlich Naturland
  • Betriebsführung: teil- und vollautomatisiert, Besonderheit: Gewächshaus mit zwei Etagen, um die beschränkt zur Verfügung stehende Fläche optimal auszunutzen
  • Schädlingsbekämpfung mit Nützlingen gegen Schädlinge, z.B. Florfliegenlarven und Schlupfwespen gegen Blattläuse und Raubmilben gegen Spinnmilben
  • Überproduktionen werden an Pesto-Verarbeiter, Lebensmittelretter und die Tafel gegeben oder/ und an den Partner-Betrieb Dworschak & Sohn zur Kompostierung für den Tomatenanbau

Kontakt: Bioland-KräuterGut Dworschak-Fleischmann,Kraftshofer Hauptstraße 265, 90427 Nürnberg, Tel. 0911 – 93 64 761, http://www.kraeutergut.de

Besuch beim KräuterGut Dworschak-Fleischmann

Fr., 25. Okt., 14.00 Uhr: Besuch beim KräuterGut Dworschak-Fleischmann, Kraftshofer Hauptstraße 265, 90427 Nürnberg; Führung durch die Gewächshäuser, Verkostung, Einkaufsmöglichkeit; T. 0911 – 93 64 761, http://www.kraeutergut.de; Anmeldung bis 20.10. bei Wolfgang Ritter, ritter@bio-verbraucher.de, T.0911 – 404827 mit AB; eigene Anreise: Straba 4 bis Am Wegfeld, umsteigen in Bus 31 Richtung Herrnhütte, bis Haltestelle Am Kriegerdenkmal

Viel „Geist“ rund ums Walberla

Bericht von Wolfgang Ritter

Am Tag der offenen Tür der Obst-Brennereien rund ums Walberla/ Fränkische Schweiz am 20. Oktober 2024 war ich zu Besuch bei unserem Firmenmitglied Biolandhof Schmidt in  Mittelehrenbach. Viele Besucher nahmen die Gelegenheit war, Obstbrände, Liköre, Cidre oder Apfelsäfte und alkoholfreie Seccos zu probieren. Natürlich wurde auch Deftiges und Kuchen dazu angeboten. Mit schmeckte besonders gut der gärende Apfelsaft, der Suser, wie man in Hessen sagt. Man könnte ihn auch federweißen Apfelmost nennen. 

Kontakt: Biolandhof Schmidt, Mittelehrenbach 41, 91359 LeutenbachTel.: 09199-1804kontakt@biohof-schmidt.dehttp://www.biohof-schmidt.de,

ab Hof-Verkauf: Obst, Apfelsaft, Cidre, Liköre, Obstbrände, alkoholfreie Seccos an Händler und Verbraucher nach tel. Vereinbarung

 

Die Königin ist 23 und wohnt im Knoblauchsland

Anna-Lena Dworschak wurde beim ersten Bio-Bauerntag während des diesjährigen Oktoberfestes in München zur Bio-Königin gekrönt. Sie ist Tochter unseres Firmenmitgliedes Dworschak & Sohn, ein Bio-Kräuterbetrieb der dreifach zertifiziert ist (Bioland, Naturland, Biokreis) und Wiederverkäufer beliefert.

„Ökologisches Denken wurde mir in die Wiege gelegt“, sagt die Agrar-Ingenieurin. Sie ist jetzt für zwei Jahre die Botschafterin der Bio-Branche.

Der Bio-Verbraucher e.V.  begrüßt die geplante Haltungskennzeichnung für Rindfleisch  

Die Massentierhaltung ist ein Skandal. Wir Verbraucher fordern schon lange eine artgerechte Tierhaltung für alle landwirtschaftlichen Betriebe. Mit der geplanten gesetzlich verpflichtenden Haltungskennzeichnung für erwachsene Rinder wird man beim Einkauf besser erkennen können, wie die Tiere gehalten wurden. Für Schweine gibt’s ja eine solche Kennzeichnung schon. Die höchste der fünf Stufen ist auch bei Rindern die Bio-Haltung. Artgerechte Tierhaltung ist für Bio-Betriebe Vorschrift. Daher unsere Empfehlung: Stufe 5, Bio.

Wolfgang Ritter, Vorstand, ritter@bio-verbraucher.de

 

 

 

„Faktencheck Artenvielfalt“

Wie sieht es aus mit der Biodiversität in Deutschland?

Im „Faktencheck Artenvielfalt“ sind die Ergebnisse von 145 Autoren und Autorinnen von 78 Instituten zusammengefasst. Ergebnis: 60 Prozent der Lebensräume in Fauna-Flora-Habitat-Gebieten (FFH-Gebiete) sind in einem schlechten Zustand; ein Drittel der Arten sind in ihrem Bestand gefährdet.

Martin Sommer vom  Deutschen Verband für Landschaftspflege, einer der Autoren, weiß, was zu tun ist. Er beschreibt, was der Bio-Verbraucher e.V. seit Jahren fordert:

  1. Fördergelder der EU dürfen nicht mehr nach dem Gießkannenprinzip verteilt werden, d.h. wer viel Fläche besitzt erhält viel, sondern nur noch für Maßnahmen, die dem Artenschutz und damit dem Gemeinwohl dienen.
  2. Es müssen mehr Anreize geschaffen werden zur Extensivierung des Landbaus, zur Reduzierung der Viehhaltung und zur Förderung des Ökolandbaus, denn für den Artenschwund ist zu einem großen Teil die konventionelle Landwirtschaft verantwortlich.
  3. Nicht jeder Bauer kann auf Bio umstellen, aber er könnte weniger Pflanzen anbauen, die der Treibstoffproduktion oder der Viehzucht dienen. Er könnte die Blühstreifen neben den Feldwegen, die den Kommunen gehören, achten und nicht wegackern.

Quelle: Nürnberger Nachrichten vom 1.10.2024, S. 13

Gespickte Süßkartoffeln überbacken

Zutaten

Pro Person eine große Süßkartoffel, Zwiebelschlotten, rohen Schinken in Scheiben, Salami, Käse zum Reiben, 200 g Crème fraiche, Olivenöl, Butter, Salz, Pfeffer

Zubereitung

Süßkartoffeln waschen, einschneiden, in eine feuerfeste Form legen, leicht salzen, mit Olivenöl beträufeln und bei 220 Grad Umluft in der Backröhre garen. (Damit die Kartoffeln nur tief eingeschnitten aber nicht gänzlich durchschnitten werden, legt man sie der Länge nach zwischen zwei Kochlöffel.) Nun bereitet man vor, womit man die Kartoffeln spicken und überbacken möchte. Zum Überbacken schneidet man Zwiebelschlotten in Scheiben, reibt Käse darüber, zerlässt etwas Butter in einer kleinen Pfanne, verrührt Schlotten und Käse mit der zerlassenen Butter und 200 g Crème fraiche. Zum Spicken schneidet man Salami in Scheiben und dreht den Schinken zu kleinen Röllchen.

Wenn die Kartoffeln gar sind, nimmt man die heiße Form mit Topflappen aus der Backröhre, spickt sie mit Schinken und Salami und gibt nun mit einem Löffel die verrührte Soße über die Kartoffeln. Zum Überbacken kommt alles für weitere fünf Minuten in die Röhre.

Guten Appetit wünscht Falk Gabriel

Bundestag verabschiedet Agrarpaket

BÖLW begrüßt geplante Einführung neuer Öko-Regelungen, Pressemitteilung vom 08.07.2024

Der Bundestag hat am 5. Juli 2024 das sogenannte Agrarpaket verabschiedet. Es enthält Regelungen zur GAP, zum Bürokratieabbau, zur Gewinnglättung und zur Besserstellung von Landwirten in der Wertschöpfungskette. Bei der GAP soll es ab 2026 zwei neue Eco-Schemes geben:  eine Weideprämie für Milchviehbetriebe und eine Maßnahme zur Biotopvernetzung. Hubert Heigl, Vorstand Landwirtschaft des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), kommentiert:

„Es ist gut, dass diejenigen Bäuerinnen und Bauern besser unterstützt werden sollen, die ihre Tiere auf die Weide lassen: gut für die artgerechte Tierhaltung, gut für die Biodiversität und gut fürs Klima. Auch das geplante Eco-Scheme zur Biotopvernetzung setzt wichtige Anreize für landwirtschaftliche Betriebe, sich aktiv für mehr Umwelt- und Artenschutz zu engagieren.

Zusammen mit den ebenfalls beschlossenen Steuererleichterungen und Maßnahmen zum Bürokratieabbau bedeutet das Agrarpaket einen ersten Schritt in die richtige Richtung. Die Entlastung der Betriebe von Kosten und überbordender Bürokratie ist dringend geboten, darf aber nicht zulasten von Umwelt und Klima gehen. Denn nur eine ökologisch nachhaltige Landwirtschaft kann auch auf Dauer wettbewerbsfähig sein.“

Quelle: Hubert Heigl, presse@boelw.de, +49 30 28482-307