Dorfgemeinschaft Münzinghof

Fr, 28. April, 16.00: Dorfgemeinschaft Münzinghof, 91235 Velden, Demeter-Landwirtschaft, -Gärtnerei, -Bäckerei, -Käserei; Führung, Ausgraben der Präparate, Verkostung, Verkauf; Treffen zur gemeinsamen Abfahrt mit PKW um 15.15 Uhr an der Rudolf Steiner Schule Nürnberg, Steinplattenweg 25

Anmeldung bis 21. April: Wolfgang Ritter, ritter@bio-verbraucher.de, Tel. 0911 – 404827

Fr, 16. Juni, 15.00 Uhr, Besuch bei Bio-Gemüsebau Hofmann, 90425 Nürnberg-Knoblauchsland, Georg-Höfler-Weg 100, Straba 4 bis Am Wegfeld, umsteigen in Bus 33 Richtung Fürth Hbf. bis Höfles West, dann ca. 10 Minuten Fußweg; Führung, Verkostung, Verkauf

Anmeldung bis 10. Juni: Wolfgang Ritter, Tel. 0911- 404827, ritter@bio-verbraucher.de

Fr, 15. Sept: Besuch der Streuobstinitiative Hersbrucker Alb e.V., 1000 Obstbäume, Führung, Verkostung, Verkauf

Anmeldung bis 9. Sept.: Wolfgang Ritter, Tel. 0911- 404827, ritter@bio-verbraucher.de

Die Regionalwert-Idee

Do, 27. Apr, 19 Uhr: Vortrag u. Gespräch C. Hiß u. andere: Regional. Bio. Gemeinschaftlich.
Die Regionalwert-Idee – Eine Bürgeraktiengesellschaft für mehr regionale Lebensmittelversorgung in Franken, Gemeinschaftshaus Langwasser, Großer Saal, Glogauer Straße 50, 90473 Nürnberg, Anmeldung: ab Anfang April unter www.regionalwert-franken.de oder www.die-biometropole.de

Legehennen leiden

97 Prozent der Legehennen haben ein gebrochenes Brustbein, laut einer aktuellen Studie aus der Schweiz. An kaum einer Zahl wird das Leid von Legehennen in Europa so deutlich. Ob Bio oder nicht, spielt dabei keine Rolle. Denn Legehennen sind aufs Eierlegen gezüchtete Hochleistungsrassen, die mehr als 15-mal so viele Eier legen wie ein Wildhuhn (320 gegenüber 20 pro Jahr). Um diese Menge zu produzieren, zehrt das Tier sich buchstäblich selbst auf: Die vielen Eier entziehen den Knochen Kalzium – in der Folge brechen die geschwächten Knochen bereits unter der Eigenlast der Henne.

Die Lösung für weniger Tierleid, bei Legehennen und Bruderküken? Zweinutzungshühner, die Eier legen und ausreichend Fleisch ansetzen. Die Hochleistungszucht muss gesetzlich verboten und durch gesündere Hühnerrassen ersetzt werden!

Quelle: aktuell@foodwatch.de vom 8. April 2023

Forschung in Ägypten

Sekem-Vision (SVG 5)/ Agrikultur: Ägypten 2057

Die Bauern Ägyptens arbeiten in der Hauptausrichtung der Agrikultur nachhaltig, mit biologisch-dynamischen oder biologischen Methoden. Bei der Realisierung dieses Visionsziels befinden wir uns mit einigen Projekten bereits in der Phase, in der wir landesweite Relevanz erreichen und sich ein wirklicher Wandel einstellen kann. Wir können belegen, dass die biologische, insbesondere die biologisch-dynamische Agrikultur Lösungen für viele große Umwelt-Herausforderungen der heutigen Zeit und der Zukunft bietet. So zeigt etwa die von Sekem und der Heliopolis Universität durchgeführte fortlaufende Studie The Future of Agriculture in Egypt, anhand der sogenannten „True Cost Accounting“-Methode, für die fünf wichtigsten ägyptischen Nutzpflanzen (Baumwolle, Mais, Kartoffeln, Reis und Weizen), dass der Bio-Anbau bereits heute volkswirtschaftlich kostengünstiger ist, als der konventionelle.

Dazu wurden zum Beispiel Faktoren wie die Verschmutzung von Böden, Luft oder Wasser berücksichtigt, die früher oder später zu hohen Kosten führen. Mit Forschungsansätzen wie diesem arbeiten wir daran, Aufmerksamkeit für die Vorteile von nachhaltiger Agrikultur auf verschiedenen Ebenen zu schaffen, so dass sowohl die Politik, als auch die Zivilbevölkerung sich ihrer Entscheidungen im Hinblick auf Lebensmittelproduktion und -konsum bewusster werden können. Dazu rufen wir Entscheidungsträger konkret auf. Denn wir sind überzeugt, dass solche Forschungsansätze immer deutlicher die Realität der Zukunft abbilden können und dadurch eine frühzeitige Veränderung eintreten wird.

Außerdem forschen wir mit unterschiedlichen Methoden zur Sichtbarmachung der Qualität und Vitalität von biologischen und biologisch-dynamischen Lebensmitteln (siehe auch Inspiration: Sichtbarmachung von Vitalität, Seite ..). Dazu etablieren wir an der Heliopolis Universität ein eigenes Labor, sodass die Studierenden und wissenschaftlichen ForscherInnen unsere Vision in Ägypten ebenfalls voranbringen können. So sollen immer mehr Menschen die Vorteile von biologischen Lebensmitteln sehen und verstehen, um dann gezielter konsumieren zu können.

In dem Zusammenhang sei auch die erste Fakultät Ägyptens für Bio-Landbau genannt, die 2018 an der Heliopolis Universität eröffnet wurde. In einem dualen Studienkonzept lernen hier junge Studierende die wissenschaftliche Theorie an der Universität und haben ausgiebige Praxisphasen während derer sie die Anwendung und Umsetzung der langjährigen Erfahrung Sekems direkt auf den Farmen lernen und erleben.
Etliche Kurse werden in Kooperation und Vernetzung durchgeführt, beispielsweise mit der landwirtschaftlichen Sektion des Goetheanums in Dornach. So hoffen wir, dass die Lehre unserer Fakultät zu einem Vorzeigemodell wird, dass sich immer weiter multipliziert.

Ebenfalls in Zusammenarbeit mit der Heliopolis Universität und mit internationalen Partnern arbeiten wir an Förderprojekten zur Unterstützung des Bio-Sektors in Ägypten und weiteren afrikanischen Ländern. Ein Beispiel dafür ist das Projekt „Knowledge Hub for Organic Agriculture in North Africa“ . Hier wird in Kooperation mit Partnern in Tunesien und Marokko, sowie weiteren afrikanischen Staaten, Wissen zum Thema Öko-Landbau gesammelt, aufbereitet und weitläufig verfügbar gestellt.

Ein wichtiges Thema im Hinblick auf eine flächendeckende Bio-Agrikultur Ägyptens ist das Saatgut. Wir züchten vermehrt eigene biologisch-dynamische Samen und machen diese auf dem ägyptischen Markt frei verfügbar. Dabei forschen wir besonders nach Sorten, die sich für Nordafrika und den Mittelmeerraum eignen. Diese werden von Sekem-Bauern getestet, bevor sie auf den Markt kommen. Auch für HobbygärtnerInnen, die Urban-Gardening-Projekte auf den Dächern Kairos umsetzen, wird Sekem-Saatgut angeboten. Ziel ist es, eine Vielfalt an sortenfesten Samen anzubieten und damit Alternativen zu den wenigen großen multinationalen Konzernen aufzubauen, die den Saatgut-Markt und damit die weltweite Lebensmittelproduktion immer stärker mit patentiertem Hybridsaatgut monopolisieren.

Quelle: Helmy Abouleish mit Christine Arlt: SEKEM, Inspirationen – Impulse für einen zukünftigen Wandel,
ISBN 978-5-95779-165-8, Frankfurt am Main 2022

Bioland und Demeter: Kein Freifahrtschein für Gentech-Industrie!

Ausschnitt aus der gemeinsamen Pressemitteilung von Demeter und Bioland zum Thema „Neue Gentechnik und ihre Auswirkungen auf Ökosysteme“ vom 1 . März 2023

Die EU-Kommission will im Jahr 2023 einen Gesetzesvorschlag zu „Neuen Genomischen Techniken“ (NGT) vorlegen, mit dem das Inverkehrbringen und die absichtliche Freisetzung in die Umwelt von Pflanzen, die mit Hilfe Neuer Gentechnik erstellt wurden, ohne umfassende Vorsorgemaßnahmen möglich wird. Nicht nur für die Öko-Landwirt*innen ist das ein Problem.
Auf dem Spiel steht, dass gentechnikfreier Anbau in Zukunft überhaupt noch möglich ist.

Um Koexistenz verschiedener Anbaumethoden und Wahlfreiheit der Verbraucher*innen sicherzustellen, brauche es weiterhin verbindliche Regelungen, unterstreichen Bioland und Demeter. Diese müssten Nachweisbarkeit, Rückverfolgbarkeit und eine klare Kennzeichnung –
für Landwirt*innen und auch für Verbraucher*innen – der mit Neuer Gentechnik erzeugter Produkte gewährleisten. Die Bundesregierung müsse in dieser Diskussion nun klar Position dafür beziehen, dass auch Neue Gentechnik streng reguliert bleibt.

„Das Umweltministerium hat sich zu Recht für eine auf Vorsorge beruhende Regulierung der Neuen Gentechniken ausgesprochen. Von der Bundesregierung fehlt diese klare Positionierung, obwohl Kanzler Scholz noch im Wahlkampf versprochen hat, sich gegen eine Deregulierung
einzusetzen. Je länger Deutschland sich in Brüssel nicht klar positioniert, desto wahrscheinlicher wird ein Freifahrtschein für die Gentech-Industrie, für den sie in Brüssel seit Monaten massiv in allen Institutionen lobbyiert. Der Sekt in den Konzernzentralen dürfte dafür schon kalt gestellt sein“, mahnt Bioland-Präsident Jan Plagge.

„Klar ist: Um die Nachhaltigkeitsziele im Sinne des Green Deal zu erreichen, braucht es den Ökolandbau – denn Ökobetriebe fördern die Biodiversität, den Klimaschutz und sauberes Grundwasser. Deshalb hat sich die Bundesregierung 30 Prozent Ökolandbau als Ziel gesetzt – in der EU gilt das 25 Prozent Ziel. Um dies zu erreichen, braucht es einen fairen gesetzlichen
Rahmen. Die hier geplante De-Regulierung von neuen Gentechniken wäre jedoch ein Nackenschlag für den Ökolandbau!“, analysiert Demeter-Vorstand Alexander Gerber.

„Eine Freisetzung von gentechnisch veränderten Pflanzen ohne Risikobewertung und ohne Rückverfolgbarkeit zu ermöglichen, bedeutet ein hohes Kontaminationsrisiko – und damit wirtschaftliche Risiken und Kosten für die Ökobetriebe. In der Umweltgesetzgebung der EU gilt
das Vorsorgeprinzip – dies muss auch bei den neuen Gentechniken weiterhin angewandt werden“, erklärt Gerber weiter. „Bei der Folgenabschätzung für die Umwelt muss mit bedacht
werden, welche Art der Landwirtschaft durch diese neue Gesetzgebung gefördert wird – die von der EU-Kommission beabsichtigte Deregulierung schadet den Nachhaltigkeitszielen in der Landwirtschaft!“

Der kritische Agrarbericht: Wiesen & Weiden in den Warenkorb!

Über die Ernährungsökologie des (Öko-)Grünlands von Ulrich Mück, Ausschnitt

Was der Mensch isst, prägt das Antlitz der landwirtschaftlich genutzten Erdoberfläche und die darauf gehaltenen Nutztiere. Ein Speiseteller der Zukunft wird daher berücksichtigen müssen, welche Lebensmittel wir vom Ackerland und welche wir vom Grünland erzeugen können. Diese Differenzierung ist fundamental, denn, wo es viel Grünland und auch Kleegras gibt, welches dem Menschen nicht unmittelbar als Nahrung zur Verfügung steht, ist es sinnvoll, Milch und das damit immer verkoppelte Fleisch von Wiederkäuern zu verzehren. Schweine und Geflügel hingegen werden vorrangig vom Ackerland ernährt und treten damit in Nahrungskonkurrenz zum Menschen.

Die Ernährungsökologie des Grünlandes fragt, wie die Entstehung von Milch und Fleisch und das Ernährungsverhalten der Menschen miteinander verbunden sind. Dies drückt sich nicht zuletzt in konkreten Mengenangaben aus. Die können und sollten Konsument:innen berücksichtigen, wenn Einkauf und Zubereitung der Nahrungsmittel sich künftig notwendigerweise an den planetaren Grenze , regionalen Gegebenheiten und am Schutz des Klimas orientieren sollen. Die Ökologie- und Umweltbewegung folgt weit über ein Jahrhundert der Fragestellung: Wie wirkt der Mensch auf die Natur und die durch ihn gestaltete Umwelt?

Leider verstärkt sich auch die Frage: Wie können schädigende Wirkungen bewusst gemacht und verhindert werden? Eine notwendige Ergänzung ist die Fragestellung, die sich aus der durch Koerber, Leitzmann und Männle bekannt gewordenen Ernährungsökologie als Teilwissenschaft der Ökotrophologie ergibt: Welche Auswirkungen haben das Ernährungsverhalten und die Ernährungsentscheidungen der Menschen auf die landwirtschaftliche Umwelt? Entsprechend des Anteils der Nahrungsmittel auf dem Speiseteller sind überwiegend die landwirtschaftlich genutzten Flächen betroffen. Für den einzelnen Menschen bleiben die Wirkungen seines Ernährungsverhaltens auf den landwirtschaftlichen Lebenszusammenhang meist unbewusst. In Summe sind diese Wirkungen jedoch real und gestalten die Oberfläche der landwirtschaftl ch genutzten Erde. Dies hat auch die Politikberatung in Deutschland inzwischen erkannt. So haben die Empfehlungen des Wissenschaftlichen Beirats Agrar und Ernährung (WBAE) einen deutlich ernährungsökologischen Ansatz. Eine klimaschonende und nachhaltigere Gestaltung der Landwirtschaft in Deutschland, so der WBAE, kann nur mit einer Veränderung des Ernährungsverhaltens gelingen.

Grünlandtiere vs. Ackertiere

Rinder, Schafe und Ziegen verwandeln nicht essbares Grünland in Fleisch und Milch! Und nicht zufällig sind es diese »Grünlandtiere«, die als erste in die gemeinsame Kulturgeschichte der Menschen und der (Nutz-)Tiere eintraten. Denn sie haben herausragende Fähigkeiten gegenüber den heute die Fleischernährung dominierenden Nutztieren Schwein und Geflügel:

  • Rinder, Schafe und Ziegen (Wiederkäuer) können das »Nicht-Lebensmittel« Grünland in die Lebensmittel Fleisch und Milch verwandeln. Dies können sie potenziell, ohne zum Nahrungskonkurrenten des Menschen zu werden und darüber hinaus sogar mit Anregungswirkun auf Photosynthese und Wachstum der Grünlandpflanzen. Ihre Futteraufnahme durch Verbiss (Grasen), aber auch die Schnittnutzung fördern die CO2- Einbindung und Wurzelleistung der Graslandschaften. Als extensive Weidetiere fördern sie außerdem die Biodiversität von Flora und Fauna. Grünlandtiere werden auch als Raufutterfresser bezeichnet. Milch ist ihr gefragter Hauptnutzen; Milchleistung ist insofern seit Jahrzehnten in Deutschland zentraler Faktor der Existenzsicherung der Rinderhalter. Der Verzehr von Rindfleisch ist dagegen seit 1961 um fast die Hälfte gesunken (45 Prozent) und der Anteil der Netto-Fleischerzeugung von Rindfleisch in Deutschland liegt inzwischen bei nur 13 Prozent.
  • Schweine und Geflügel hingegen machen aus Futtermitteln des Ackers, die auch für den Menschen lebensmitteltauglich wären, die Lebensmittel Fleisch und Eier. Man könnte auch von systemischen Lebensmittelvernichtern sprechen, denn die für Ackertiere notwendigen Futtermittel verdrängen zudem menschliche Nahrungsmittel aus den Äckern – und dies nicht nur in Deutschland. Ein früher üblicher landwirtschaftlicher Begriff bezeichnet diese Tiere sehr treffend als »Getreidefresser«. Dennoch ist ihr Anteil in der Ernährung stark gestiegen: Geflügelfleisch ist »hip« und das tägliche Frühstücksei ist Standard. 80 Prozent des Schlachtgewichtes in Deutschland kommt von Schwein und Geflügel. Es wird 4,7-mal so viel Fleisch dieser Tiere verzehrt als von Rindern – und hinzu kommt, dass der Durchschnittsdeutsche 238 Eier im Jahr verzehrt.

Der ganze Artikel ist erschienen bei: https://kritischer-agrarbericht.de/agrarberichte/2023

Projektpartner der Öko-Modellregion Nürnberg werden

Pressemitteilung der Öko-Modellregion Nürnberg vom 16.02.2023

Die Öko-Modellregion Nürnberg, Nürnberger Land, Roth unterstützt innovative Ideen im Umgang mit Biolebensmitteln finanziell. Dies gilt für neue Projekte, die über den üblichen Geschäftsbetrieb eines Akteurs hinausgehen. Die maximale jährliche Fördersumme liegt bei bis
zu 50 000 Euro. Personalkosten oder Werkverträge können bis zur Hälfte des Nettoaufwands gefördert werden. Nicht förderfähig sind investive und betriebssichernde Maßnahmen. Weiterführende Informationen finden sich unter https://www.oekomodellregionen.bayern/nachrichten/werden-sie-projektpartner-der-oekomodellregionen-fuer-mehr-bio-in-ihrer-region

In Kooperationsprojekten arbeiten Verantwortliche aus Erzeugung, Handwerk oder Vermarktung enger mit der Öko-Modellregion zusammen und werden Teil eines bayernweiten Netzwerks. Wichtig für ein solches Projekt sind ein klarer Beitrag zum Auf- und Ausbau einer regionalen Bio-Wertschöpfungskette oder zur Bewusstseinsbildung für regionale Bio-
Lebensmittel. Die Öko-Modellregion unterstützt die Projektpartner bei der innovativen Produktentwicklung. Kooperationspartner für diese Projekte können neben Gemeinden und Gemeindeverbünden, Körperschaften des öffentlichen Rechts, natürliche Personen und Personengesellschaften sowie juristische Personen des privaten Rechts sein. Ansprechperson für Interessierte an einem Bio-Wertschöpfungskettenprojekt für die Region
Nürnberg, Nürnberger Land, Roth ist im Referat für Umwelt und Gesundheit der Stadt Nürnberg Franziska ; Tel. 0911-231-10624, franziska.distler@stadt.nuernberg.de

Wir backen – vegan und lakto-vegetabil

Reis-Apfel-Nusskuchen – vegan und glutenfrei
Zutaten

  • Für den Teig: 300 g Reis, 1 Tasse gepopptes Amaranth, 1 Tasse Kokosflocken, ½ Tasse Buchweizenmehl, ½ Tasse Rosinen, ½ Liter Hafer-, Kokos- oder Mandelmilch, ½ Tasse Rohrzucker, 1 TL Zimt, eine Prise Ingwerpulver, abgeriebene Schale einer halben Orange und etwas Orangensaft, ½ TL Backpulver
  • Zutaten, die auf den Teig gegeben werden: ½ Glas Schokocreme, 2 bis 3 Äpfel, 1 Tasse gehackte Mandeln oder andere Nusskerne

Zubereitung Reis mit ca. ½ Liter Wasser kochen, mit den anderen Zutaten gut verrühren und in eine Springform füllen. Nun werden der Reihe nach die anderen Zutaten auf den Teig gegeben: Schokocreme, feingeraspelte Äpfel, die gehackten Mandeln oder Nusskerne. 40-50 Minuten bei
etwa 180 Grad backen.

Käsekuchen
Zutaten

Für den Teig: 300 g Dinkelmehl, 150 g Zucker, 150 g Butter, 3 Eier, 1 TL Backpulver, Saft einer halben Zitrone, eine Prise Salz und eine Prise Zimt, evtl. etwas Wasser

Zutaten, die auf den Teig gegeben werden: 750 g Magerquark, 500 g Sahnequark, 250 g Zucker, Buttermilch, 100 g Butter, 3 Eier (getrennt Eiweiß und Eigelb), 1 Päckchen Vanille- Puddingpulver, abgeriebene Schale einer Zitrone, Obst nach Belieben oder nach Jahreszeit

Zubereitung
Zunächst die Zutaten für den Teig verrühren und auf das Backblech oder in die Springform geben. Der Teig sollte geschmeidig sein. Dann die Zutaten für den Belag vermischen und zum Schluss das steif geschlagene Eiweiß vorsichtig unterheben. Jetzt die Masse auf den Teig verteilen. Mit Obst garnieren. Etwa 50-60 Minuten bei 180 Grad auf mittlerer Stufe backen.

Guten Appetit wünscht Gabriele Ritter

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Quelle: Gabriele Ritter
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Quelle: Gabriele Ritter

So hoch war der Pestizideinsatz im Südtiroler Vinschgau 2017

Bericht von Fabian Holzheid, Politischer Geschäftsführer/ Umweltinstitut München

Landwirtschaftliche Betriebe müssen in der EU genau dokumentieren, welche Pestizide sie wann und wo in welchen Mengen ausbringen. Doch normalerweise werden diese Angaben weder ausgewertet noch öffentlich zugänglich gemacht. Zum ersten Mal überhaupt konnte das Umweltinstitut nun hunderte Spritzhefte von Obstbetrieben aus dem Südtiroler Vinschgau
unter die Lupe nehmen – eine europaweit wegweisende Untersuchung. Nach monatelanger Arbeit stellen wir heute einen Bericht mit den Ergebnissen unserer Auswertung vor, der ein genaues Bild der Verwendung von Pestiziden in einer der wichtigsten Anbauregionen für Äpfel
in ganz Europa zeichnet. Die alarmierenden Ergebnisse finden Sie auf unserer Website.

Dass wir an die Spritzhefte gekommen sind, ist ironischerweise dem Versuch der Südtiroler Landesregierung und der dortigen Apfelindustrie geschuldet, unsere Kritik am hohen Pestizideinsatz in der Region durch eine Strafanzeige zum Schweigen zu bringen. Doch das ging kräftig nach hinten los. Denn der Prozess wegen angeblicher „übler Nachrede“ endete für uns nicht nur mit einem Freispruch, sondern führte auch zur  Beschlagnahmung der Spritzdaten als Beweismittel.

Die Auswertung der Spritzdaten bietet einen brisanten Einblick in die landwirtschaftliche Praxis im intensiven Obstbau: Insgesamt wurden mehr als 80 unterschiedliche Pestizidwirkstoffe verwendet, von denen etliche als besonders gefährlich für die menschliche Gesundheit oder die Umwelt gelten. Zu den besonders häufig eingesetzten Substanzen gehörte etwa das Fungizid Fluazinam, das unter anderem vermutlich krebserregend und fruchtbarkeitsschädigend ist. Auch Stoffe, die für Honigbienen oder Wasserorganismen gefährlich sind, kamen zum Einsatz.
Und damit nicht genug: Von März bis September 2017 gab es im Vinschgau, einer beliebten Urlaubsregion, keinen einzigen Tag, an dem Mensch und Umwelt nicht dem Pestizidnebel ausgesetzt waren. Oft kommen die Gifte zudem als „Cocktail“ mehrerer Substanzen zum Einsatz – bis zu neun verschiedene Wirkstoffe wurden am gleichen Tag angewendet.

Der Preis, den die Menschen und die Umwelt im Vinschgau für die Massenproduktion von Äpfeln zahlen, ist hoch. Denn der kontinuierliche Einsatz von Pestiziden in den Apfelplantagen schädigt die Artenvielfalt und gefährdet die Gesundheit von Anwohner:innen und Urlaubsgästen, und nicht zuletzt die der Obstbäuer:innen selbst. Das muss sich endlich ändern!
In unserem Bericht geben wir deshalb auch Empfehlungen, was sich in der Landwirtschaft in Südtirol, aber auch in Europa insgesamt tun muss, damit sie sich endlich aus der Abhängigkeit von Ackergiften befreien kann.
Eine ausführliche Zusammenfassung der Ergebnisse unseres Berichts und unserer Forderungen lesen Sie auf unserer Homepage. Website: www.umweltinstitut.org, info@umweltinstitut.org
Quelle: Zuschrift vom 25.0.2023