Neue EU-Öko-Verordnung seit 1.1.2022 in Kraft

Liebe Leserinnen und Leser,

seit 1.1.2022 muss die neue EU-Öko-Verordnung angewendet werden. Allein in Deutschland müssen sich über 50.000 Unternehmen sowie Kontrollstellen und Kontrollbehörden auf die neuen gesetzlichen Vorschriften einstellen. In Europa und weltweit sind es Millionen Bäuerinnen und Bauern sowie Akteure entlang der gesamten Wertschöpfungskette, die direkt oder indirekt vom Gesetz-Update betroffen sind.

Das neue Bio-Recht sorgt für eine umweltfreundliche Landwirtschaft und schonende Lebensmittel-Herstellung. Denn die EU-Öko-Verordnung bleibt ihren bewährten Grundsätzen treu – und hat sich dort, wo es wichtig ist, weiterentwickelt. An allen Stellen, an denen die Ernährungswirtschaft in der Breite nachhaltiger werden muss, sorgt die Öko-Verordnung dafür: beim Anbau von Kulturpflanzen, in der Tierhaltung und bei der Herstellung von Lebensmitteln.

Bio bleibt eine Prozessqualität. Das heißt, dass nicht nur die hohe Qualität des Endproduktes im Fokus steht, sondern vor allem der gesamte Produktionsprozess vom Acker bis in den Einzelhandel geregelt und kontrolliert wird. So sichert das Bio-Recht beispielsweise, dass die Tiere Auslauf bekommen oder Gentechnik und chemisch-synthetische Pestizide tabu sind.

Auch mit dem neuen Recht bleibt Bio der strengste und umfassendste gesetzliche Lebensmittelstandard. Die Kontrolle bleibt in staatlicher Hand und überwacht die gesetzlich geschützte Bio-Kennzeichnung: das sehr gut bekannte Bio-Siegel.

Neu im neuen Bio-Recht:

  • Geltungsbereich erweitert: Auch „landwirtschaftsnahe Produkte“ wie z.B. Bienenwachs oder Leder können jetzt in Öko-Qualität zertifiziert werden.
  • Verarbeitung: Nanostoffe sind in der Bio-Lebensmittelherstellung verboten. Die Regeln für den Einsatz von Aromen wurden verschärft: Sie müssen nun wenig verarbeitet und stärker ökologisch sein.
  • Bodengebundener Anbau gesichert: Bio-Pflanzen müssen im gewachsenen Boden wachsen, das gilt jetzt auch für Unterglas-Anbau.
  • Saatgutregeln stärken Prinzip „Bio von Anfang an“: Regeln für heterogenes und öko-gezüchtetes Material und eine Saatgutdatenbank sorgen für mehr Öko-Saatgut und setzen Anreize für die Öko-Züchtung.
  • Neue Regeln in der Tierhaltung: Viele neue Vorschriften gibt es für die Bio-Geflügelhaltung. Elterntier-, Bruderhahn- und Junghennen-Haltung sind erstmals europäisch geregelt. Gänzlich neu sind Vorgaben für Hirsche und Kaninchen.
  • Paradigmenwechsel beim Import: Galt bisher das Prinzip der Gleichwertigkeit, wird künftig Konformität herrschen – die Bio-Regeln müssen eins zu eins angewendet werden.
  • Kontrolle weiter streng: Die Bio-Kontrolle findet weiter mindestens einmal jährlich statt, wird aber risikoorientierter gestaltet.
  • Vorsorgemaßnahmen in allen Betrieben: Auch Landwirte, Händlerinnen und Importeure müssen nachweisen, dass sie gegen nicht erlaubte Stoffe vorsorgen.

Was neu ist, was bleibt beim Bio-Recht nachzulesen auf https://www.boelw.de/news/neues-bio-recht-was-bleibt-was-ist-neu/. Wo genau welche Vorschrift zu finden ist, finden Sie in dieser Übersicht https://www.boelw.de/news/uebersicht-ueber-die-neue-oeko-basisverordnung-eu-2018-48-und-ergaenzende-rechtsakte/. Die Regeln des Bio-Rechts nach Themen geordnet gibt es auf https://www.boelw.de/themen/eu-oeko-verordnung/.

Quelle: www.boelw.de/presse/meldungen/ vom  06.01.2022

 

Mit herzlichen Grüßen

Ihr Wolfgang Ritter

„Die Landwirtschaft trägt alles“

Beitrag von Engelhard Troll, Leitartikel „Landwirtschaftlicher Kurs und Demeter-Verbandsarbeit“, Ausschnitte

Zugegebenermaßen bringen Assoziationen Probleme mit Kartellvorschriften. Trotzdem, der heutige Verband stellt eigentlich den gesellschaftlich relevanten Bereich des Marktes mit den dafür notwendigen Vorschriften, Strukturen und Gestaltungen dar, und dieser Bereich ist sehr dominant. Stichworte Qualitätssicherung, Richtlinien, Markenschutz, Mitgliederaufnahme.

Die Reihe von Ideen, Initiativen, Modellen und Organisationen, in diese Richtung eine Gestaltung zu bringen, sprechen von einer geistigen Wirkmacht, die ankommen will und nicht richtig ankommen kann. Ganz am Anfang stand der Ansatz von Max-Karl Schwarz der Kulturstätten auf dem Lande, umfassende ländliche Gemeinschaften wie Inseln (im heraufziehenden Vernichtungssturm der Nazis). Das betont die überragende Rolle der Kultur, die Steiner nach dem Zusammenbruch der mitteleuropäischen Dynastien mit „Kulturräten“ neu begründen wollte. (siehe unten) Vieles erscheint vor diesem großen Bild der Assoziation als Partnerin der biodynamischen Landwirtschaft heute als „Ausweichbewegung“, wie Direktvermarktung, Abo-Kisten, SoLaWis, viele Runde Tische, Demeter-Verbraucher-Vereine.

Es gab Initiativen wie den Wirtschaftskreis an der Landwirtschaftlichen Sektion, das von Christof Simpfendörfer vorangetriebene Projekt „Gerechtes Wirtschaften“ und damit verbunden, die Entwicklung der Hofgespräche als Wahrnehmungsmöglichkeit der Bemühungen der Praktiker, der spirituellen Inhalte des Kurses und der gestalterischen Freiheit des Landwirts adäquat gerecht zu werden.

Vom intellektuellen zum lebendigen Denken

Steiner scheiterte mit seinen Wirtschaftsreformen, den Pilotprojekten „Kommender Tag“ und „Futurum“, nicht wegen organisatorischer Mängel, sondern wegen der mangelnden Beteiligung der Mitglieder und deren starren Denkens, das auf die eigenen Positionen fixiert ist. Diese Fixierung war vor 100 Jahren schon so stark ausgeprägt, dass Steiner von einer einmal möglichen „Impfung“ gegen Halsstarrigkeit sprach. Heute, in einer durch und durch intellektuellen Zeit stehen wir vor der Digitalisierung unseres Denkens, da gibt es nur 1 oder 0. Dazwischen: Nichts.

Assoziationen also brauchen eine Konsenskultur, eine Kultur der Einvernehmlichkeit, die nur mit „lebendigem Denken“ erreichbar ist. Zu einer wirksamen Assoziation gehört schließlich als Ergebnis dieser verlebendigten Denkarbeit, dass sich praktischer Gemeinsinn ausbilden kann, der die ganze Gemeinschaft wie eine (Engels-)Wesenheit durchwirkt.

Stephan Eisenhut führt hierzu aus in seiner neuesten Veröffentlichung in „Die Drei“, Heft 5/21, Seite 42. Der Aufsatz trägt den Titel „Rudolf Steiners Kampf gegen die Auslöschung des Geisteslebens“ und „Die Aufgabe der Kulturräte“. „Ein Austausch zwischen Menschen, die in ihrem leibgebundenen, mechanischen Denken verhaftet bleiben, kann höchstens im Hinblick auf ganz äußerliche, dem materiellen Leben dienenden Fragen gelingen, aber nicht, wenn es um geistige Erneuerung geht. Ebenso wird der Austausch stark gehemmt, wenn nur ein Einziger sich auf den Weg gemacht hat, sein Denken zu verlebendigen, und die Anderen entweder auf ihren Positionen beharren oder nur scheinbar in die Gedanken des anderen eintauchen. Wie oft kommt es vor, dass bloß die eigenen Vorstellungen in die Aussagen des Anderen hineingelegt werden! Es müssen schon zwei oder mehr im Namen des verlebendigten Denkens zusammenkommen. Erst dann werden sie die Verjüngungskraft des christlichen Geistes erleben, die ein neues Geistesleben erschafft.“ So erkennen wir, dass die Erübung „lebendigen Denkens“ durchaus in unsere tägliche Routine der Arbeitsgruppen, Gremien, Facharbeitsgruppen, Einführungskurse geholt werden sollte. Denn sonst bleiben unsere zahlreichen Bemühungen um neue Ansätze, z. B. in der Vertriebsstrategie, wer wieviel spenden muss, usw., lediglich isolierte Bausteine, Versatzstücke, Bruchstücke der ganz großen Idee.

Quelle: Demeter Bayern | Rundbrief Nr. 153, Dezember 2021

Bio-Lebensmittel sind gesünder – Langzeitstudien beweisen es

Unser Mitglied, Dr. Andrea Flemmer, Dipl.-Biologin und Ernährungswissenschaftlerin, hat recherchiert. Wir bringen Auszüge aus ihrem neuen Buch: Bio Lebensmittel – Nachhaltig einkaufen, gesund leben, Humboldt Verlag 2021

Bioaktive Wirkstoffe/ Antioxidantien (Vitamin C und E)

Wissenschaftliche Vergleichstests haben ergeben: Bio-Obst und Bio-Gemüse enthalten mehr Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente als konventionelle Produkte. Beispiele:

Im zwölfjährigen Durchschnitt enthielten Bio-Obst und Gemüse

  • 28% mehr Vitamin C; genannt werden Bio-Äpfel, -Weißkraut, -Tomaten, -Paprika, -Mangold, -Kohl und –Grüne Bohnen
  • 18% mehr Kalium, 10% mehr Kalzium, 77% mehr Eisen und Magnesium; Zwiebeln enthielten deutlich mehr Kalzium, Magnesium, Bor, Bismut und Selen, Kartoffeln deutlich mehr Phosphor, Magnesium, Mangan, Kobalt, Zink, Selen und Nickel

Primäre und sekundäre Pflanzenstoffe

Mehrere Studien zeigen Bio-Lebensmittel enthalten mehr primäre (Kohlenhydrate, Fett, Eiweiß) und sekundäre Pflanzenstoffe (z.B. Flavonoide, Karotinoide, Phenole). Beispiele:

  • Bio-Gemüse enthielt 23% mehr Trockensubstanz, 18% mehr Eiweiß und 23% mehr Methionin (ein Eiweißbaustein)
  • Bio-Paprikasorten waren reicher an Phenolen und Karotinoiden
  • Bio-Äpfel enthielten 18% mehr Phenole und 22% mehr Flavonoide
  • Bio-Tomaten enthielten 79% mehr Quercetin und 97% mehr Kampferol

Antioxidantien (Vitamine C und E) und sekundäre Pflanzenstoffe schützen vor verschiedenen Zivilisationskrankheiten, indem sie freie Radikale „einfangen“.

Pestizide und Schwermetalle

Mehrere Studien zeigen Bio-Lebensmittel enthalten weniger Pestizide und Schwermetalle, die Luft, Boden und Grundwasser belasten, die Artenvielfalt reduzieren, der tierischen und menschlichen Gesundheit schaden.

  • In der Luft fand man fast überall Pestizidrückstände, in 75% der Proben mindestens fünf verschiedene, an besonders belasteten Standorten sogar 30.
  • In der Umgebung von Landwirten, die Pestizide zum Pflanzenschutz ausbringen, war das Grundwasser um das 10fache höher belastet als vermutet.
  • Zwei Millionen Tonnen Pestizide werden weltweit jährlich gespritzt. Glyphosat, ein Totalherbizid, wird auf circa 40% aller Ackerflächen in Deutschland ausgebracht. Es gilt als „möglicherweise krebserregend“.

Innerhalb von 30 Jahren hat sich der Bestand von Fluginsekten um mehr als 75% verringert. Insekten sind Nahrung vieler Tiere und Bestäuber unserer Nutzpflanzen. 75% davon werden von Bienen bestäubt. Bio-Landwirte arbeiten ohne Pestizide und setzen nur geringe Mengen Schwermetalle (z.B. Kupfer im Weinbau) ein. Ihre Lebensmittel sind am wenigsten belastet.

BÖE – Frischer Wind für Ernährungsbildung in Nürnberg

Conny Merkel-Schlenska

Ganz so neu, ist das Netzwerk „Bildung.Ökolandbau.Ernährung.“, kurz BÖE, nicht mehr. Bereits 2018 wurde es von engagierten Partnern unter der Leitung der Biometropole Nürnberg gegründet. Diese Partner stammen aus den Bereichen Gesundheit, Bildung, Landwirtschaft, Ernährungswissenschaft und verfolgen gemeinsam das Ziel: mehr ökologische Ernährungsbildung für Alle!

Warum ein reines Bildungs-Netzwerk?

Einige der BÖE-Beteiligten kennen sich schon aus der Zusammenarbeit in der Biometropole. Die Notwendigkeit von Ernährungsbildung wurde ihnen im beruflichen Alltag immer wieder deutlich und es entstand der Wunsch unter einem gemeinsamen Dach gezielt ökologische Bildungsarbeit zu machen. Die Biometropole Nürnberg ist mit Bildungsangeboten bereits seit vielen Jahren in Schulen präsent, dieses Angebot wird mit dem neuen Netzwerk deutlich erweitert und vertieft.

Die etablierten Veranstaltungen der Biometropole wurden ins BÖE-Netzwerk eingebettet:

Die Woche der Gesundheit und Nachhaltigkeit, ausgerufen vom bayerischen Kultusministerium, findet jedes Jahr im Oktober statt. Nürnberg greift das auf und bietet Schulklassen in der Kulturwerkstatt auf AEG Lerneinheiten an. Die Nürnberger Bildungswoche heißt „Bumberlgsund – Ernte Essen Energie“, die Lerneinheiten werden von BÖE-Beteiligten umgesetzt.

Die zweite große Bildungsaktion ist die Bio-Brotbox Verteilung in der Metropolregion Nürnberg an jährlich rund 10.000 Erstklässler. Mit Hilfe engagierter Sponsoren bekommen die  SchülerInnen eine Box mit buntem Info-Heft und einem leckeren Bio-Frühstück geschenkt. Gemeinsam wird in der Klasse gevespert und ein Anstoß zum Austausch über gesundes Essen in Schule und Familie gegeben.

Gesundheit kommt von gesunder Nahrung

„BÖE fördert die Qualifizierung in einem ganz essenziellen Bereich des menschlichen Lebens und will dem Thema gesunde Bio-Ernährung mehr öffentliche Aufmerksamkeit verschaffen“, so Dr. Werner Ebert, Projektleiter der Biometropole und Koordinator von BÖE. „Die Entfremdung von Nahrungsmitteln und deren Herstellung wird immer massiver. Menschen wissen nicht mehr, woher ihre Lebensmittel kommen und wer sie herstellt. Hier möchten wir ansetzen und wieder einen echten Bezug schaffen. Denn letztlich ist Bildung der Schlüssel zu mehr Verständnis und aus dem Verstehen entwickelt sich Handlungsänderung.“

Gesunde Ernährung ist naturbelassen, ausgewogen, bewusst

Bei den Angeboten verwenden die Partner nur naturbelassene Bio-Lebensmittel. Sie legen Wert auf faire Beziehungen zu den Erzeugern, regionale Wertschöpfung, Saisonalität und nutzen möglichst unverpackte Lebensmittel. Diese Einkaufskriterien geben sie an die Teilnehmenden weiter. Diese Nahrungsmittel versorgen den Mensch mit ausreichend Nährstoffen und fördern die Erhaltung einer gesunden Mikrobiota. Beim Essen kommt es darauf an, intuitiv zu spüren, was gut tut, sich bewusst Zeit zum Essen zu nehmen und abwechslungsreich zu genießen.

Ökolandbau ist ressourcenschonend, wertschätzend, ursprünglich

Auch die ökologische Erzeugung der Nahrungsmittel ist wichtiges Thema bei allen Bildungseinheiten: „Der Ökolandbau ist der einzige Weg, die Menschheit weiter gut zu ernähren, ohne unsere Lebensgrundlage, die Natur, zu zerstören. Mit dieser Message müssen wir viele Menschen erreichen, so kann ein echtes Umdenken einsetzen“, so Dr. Ebert weiter.

Im Gegensatz zur konventionellen Landwirtschaft setzt der Ökolandbau keine erdölbasierten, chemischen Düngemittel und synthetischen Herbizide, Pestizide und Fungizide ein. Er legt großen Wert auf gesunde Böden und fördert den Humusaufbau. Das verringert auch Folgekosten im Vergleich zum konventionellen Landbau. Der Ökolandbau ist wertschätzend gegenüber der Natur, den Tieren den Pflanzen und den Menschen. Ursprünglichkeit trägt in hohem Maße zur Artenvielfalt bei. Es geht darum, alte Sorten zu erhalten oder Zutaten naturbelassen handwerklich zu verarbeiten. Dies gilt es zu fördern und zu kommunizieren.

Rückenwind 2022

Zwei große Projekte unterstützen die Anliegen des Netzwerks derzeit: zum Einen die Projektwochen des bayerischen Kultusministeriums unter dem Titel „Schule fürs Leben“ und die Ernennung Nürnbergs zur Pilotstadt des europäischen Programms „SchoolFood4Change“. Die Projektwochen in Bayern haben zum Ziel die Alltagskompetenz von SchülerInnen zu stärken, dabei wird Ernährungsbildung als eines von fünf Kompetenzfeldern genannt. Schulen bekommen finanzielle Mittel für Projekttage, die sie mit besonderen Erlebnis-Bildungseinheiten füllen können. Hierzu bietet BÖE passende Programmeinheiten.

„SchoolFood4Change“ hat keinen geringeren Auftrag, als die Schulverpflegung auf „gesund und lecker“ umzustellen. Das ist eine große Aufgabe, die viel Bildungsarbeit, einen langen Atmen und große strukturelle Veränderungen erfordert. Die Verortung des Projekts im Schulamt der Stadt Nürnberg bietet der Biometropole Nürnberg die große Chance von Anfang an ökologische Aspekte in die neue Schulverpflegung einzubringen.

BÖE nimmt Kurs auf Ihre Köpfe

Die BÖE Beteiligten möchten erreichen, dass wieder sichtbar und erfahrbar wird, wie Lebensmittel erzeugt werden, wie Obst und Gemüse wachsen und wie man sich gut versorgen kann – mit allem, was Körper und Geist brauchen. Selbst ernten und kochen oder direkter Kontakt mit Nutztieren, sind Erfahrungen, die viele Kinder im Alltag nicht mehr machen. Aber auch Erwachsenen geht der Bezug zu Lebensmitteln und deren Erzeugung zunehmend verloren. Aber auch Unverträglichkeiten und Krankheit zwingen zum Umdenken beim Essen und Trinken.

Die BÖE-Angebote eröffnen neue Perspektiven in Einzelcoachings, Workshops, Exkursionen, Bildungsmaterial zum Ausleihen und Veranstaltungsreihen. Viele Beratungen und Workshops können auch in Einrichtungen vor Ort durchgeführt werden, die Exkursionsorte liegen verkehrsgünstig und in der „Bumberlgsund“-Woche stehen viele Referenten ganz kompakt für mehrere Tage zur Verfügung.

Read and meet

Das Programmheft finden Sie digital, jederzeit verfügbar auf der Webseite der Biometropole Nürnberg zum Download oder Sie fordern es per Mail an. Alle Beteiligten stehen auch immer gern für Rückfragen und Beratung zur Verfügung. Wenn Sie nun auf den Geschmack gekommen sind und mehr über BÖE erfahren möchten, schreiben Sie uns gern eine Mail: biometropole@stadt.nuernberg.de oder stöbern Sie durch die Angebote 2022 – Download: https://www.die-biometropole.de/bildung

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Genetisch veränderte Lebensmittelzusatzstoffe sind kennzeichnungspflichtig

Ein Großteil der Verbraucher in Deutschland steht dem Einsatz von Gentechnik in der Landwirtschaft nach wie vor skeptisch gegenüber. Das zeigt eine Studie des Bundesumweltministeriums aus dem Jahr 2018. Damit Konsumenten erkennen können, ob bei der Herstellung von Lebensmitteln Gentechnik eingesetzt wurde, ist eine klare Kennzeichnung erforderlich.

Landen gentechnisch veränderte Zutaten oder Bestandteile einer solchen Zutat direkt im Lebensmittel, so muss dies EU-weit eindeutig gekennzeichnet sein. Dennoch kann Gentechnik bei der Herstellung von Lebensmitteln zum Einsatz kommen, ohne dass Verbraucher davon erfahren: Zum Beispiel, wenn Milch von Kühen stammt, die gentechnisch veränderte Futtermittel bekommen haben. Auch wenn diese Milch selbst keine gentechnisch veränderten Bestandteile enthält, wollen viele Verbraucher beim Einkauf erkennen können, ob solche Futtermittel eingesetzt wurden.

GVO im Lebensmittel: immer kennzeichnungspflichtig

Nicht nur Lebensmittel, die selbst ein gentechnisch veränderter Organismus (GVO) sind, müssen gekennzeichnet werden. Auch alle Zutaten, Zusatzstoffe und Vitamine in Lebensmitteln, die direkt aus einem GVO stammen, sind kennzeichnungspflichtig. Dies gilt auch für gentechnisch veränderte Mikroorganismen, wenn diese einem Lebensmittel zugesetzt werden, wie die Milchsäurebakterien im Joghurt.

Laut einem aktuellen Urteil des Europäischen Gerichtshofs unterliegen auch neuere Verfahren der Gentechnik wie die „Genschere Crispr-Cas“ der Gentechnik-Verordnung. Bei diesem Verfahren werden keine fremden Gene ins Erbgut eingebaut, sondern das bestehende Erbgut gezielt verändert. Lebensmittel, die mit diesen neuen Verfahren erzeugt wurden, müssen daher ebenso gekennzeichnet werden wie andere gentechnisch veränderte Produkte.

Quelle: https://www.lebensmittelklarheit.de/informationen/gentechnik-lebensmitteln, abgerufen am 24.02.2022

Demeter als Qualitätsführer – Mehr als der kleine Unterschied im Vergleich zu EU-Bio

Verbraucher wollen es ganz genau wissen. Sie fragen: Wie unterscheiden sich Bio-Produkte
mit dem staatlichen Bio-Siegel von Demeter-Lebensmitteln? Demeter-Vorstand Alexander
Gerber erklärt: „Das Bio-Siegel setzt das Mindestmaß fürs Öko-Essen. Demeter-Bauern und
-Hersteller leisten erheblich mehr als die EU-Bio-Verordnung vorschreibt. Das kommt der
Qualität der Lebensmittel ebenso zu Gute wie der Umwelt.“

Wesentliche Pluspunkte sind:
Gesamtbetriebs-Umstellung: Während Brüssel erlaubt, dass einzelne Betriebsteile eines
Bauernhofes auf Bio-Wirtschaft umgestellt und andere konventionell weiter bewirtschaftet
werden, muss bei Demeter grundsätzlich der gesamte Betrieb umgestellt werden. Und zwar
nicht nur, weil Abgrenzung und Kontrolle erschwert werden, sondern aus Überzeugung. Der
gesamte Hof wird als individueller Organismus verstanden. 100 Prozent Bio-Futter sind Pflicht für Demeter-Bauern, mindestens 80 Prozent der
Futterration für die Wiederkäuer und mindestens 50 Prozent des gesamten Tierfutters muss
Demeter-Qualität haben, 50 Prozent muss vom eigenen Hof oder einer Betriebs-Kooperation
stammen.
Obligatorische Tierhaltung: Als einziger Öko-Verband schreibt Demeter für seine
landwirtschaftlichen Betriebe die Tierhaltung vor. Denn Demeter-Bauern halten so viele
Kühe, wie es zu ihrem Land passt (mindestens 0,2 Raufutter-fressende
Großvieheinheiten = Rinder, Schafe, Ziegen, Pferde pro Hektar). Die Tiere sorgen mit
ihrem Mist exakt für den wertvollen Dünger, der gebraucht wird, um das Land fruchtbar
zu halten.
Demeter-Kühe haben Hörner: Hörner passen nicht in eine Landwirtschaft, die möglichst
viel Ertrag auf möglichst wenig Fläche erzielen will. Statt der Kuh einen Stall zu bauen, der
ihren Bedürfnissen gerecht wird, wird die Kuh auf vielen Höfen kurzerhand dem Stall
angepasst. Heutzutage werden fast alle Kälbchen ein paar Wochen nach der Geburt
enthornt oder kommen durch Züchtung bereits hornlos zur Welt. Kaum zu glauben: Aktuell
sind bereits über 90 Prozent der Kühe in Deutschland ‚oben ohne‘. Nicht bei Demeter: Nur
der älteste Bioverband schreibt in seinen Richtlinien das Halten von Hornkühen vor
Einsatz von Präparaten: Typisch für die biodynamische Landwirtschaft und deshalb in den
Richtlinien entsprechend verankert ist der Einsatz spezieller Präparate aus Heilkräutern,
Mineralien und Kuhdung. Die Landwirte stellen sie selbst her: Aus Baldrian, Kamille,
Eichenrinde, fein zerriebenen Quarzkristallen, Schafgarbe oder einem Kuhhorn. Durch die
Biologisch-Dynamischen Präparate wird der Boden immer lebendiger und fruchtbarer. Seine
Humusschicht wächst, die Pflanzen reifen harmonischer. Demeter-Landwirt*innen geben so
der Natur mehr zurück, als sie ihr nehmen.
Biodynamische Züchtung: Um Qualität von Anfang an zu sichern, bietet die Züchtung von
eigenem Saatgut optimal angepasste Sorten bei Getreide und Gemüse. Kulturpflanzen als
das Jahrtausende alte Erbe unserer Vorfahren züchten Demeter-Bäuerinnen und Bauern
weiter, gestalten besondere Qualitäten bei Inhaltsstoffen und Geschmack im Dialog mit der
Natur und entwickeln so eigenständige Alternativen zur Saatgutzüchtung aus dem Labor. Die
Richtlinien setzen bei Getreide bereits komplett auf diese samenfesten Sorten und lassen
weder Hybriden noch Sorten aus Zellfusionstechnik zu.
Demeter-Produkte stehen für höchste Qualität. Dank handwerklich gekonnter Verarbeitung
ohne Einsatz fragwürdiger Zusatzstoffe bleiben die Lebenskräfte in den wertvollen
biodynamischen Rohstoffen weitestgehend erhalten und werden wo immer möglich in der
Verarbeitung nach Demeter-Richtlinien sogar noch gefördert. Dafür erlaubt Demeter nur
wenige, unbedingt notwendige Zusatz- und Verarbeitungshilfsstoffe.
Quelle: Presseerklärung Demeter e.V.