Bioland für mehr Öko-Landbau – Lidl-Kooperation stärkt heimisches Bio

Auf der Internationalen Grünen Woche lud Bioland heute zur Podiumsdiskussion mit Bioland-Präsident Jan Plagge, dem Geschäftsleiter Einkauf von Lidl Deutschland Jan Bock und dem Bioland-Bauern Konrad Stöger aus dem Allgäu, der innerhalb der neuen Kooperation zwischen dem Discounter und Bioland Erzeugnisse zuliefert. Neben der Vorstellung der Handelspartnerschaft beleuchteten die Podiumsteilnehmer vor allem die Hintergründe und das Vorgehen auf dem Weg zu dieser Kooperation. „Maßgeblich für unsere Entscheidung war die Fragestellung, was wir insgesamt erreichen wollen. Nämlich einen umfassenden ökologischen Umbau der Land- und Lebensmittelwirtschaft“, so Plagge. „Unser gemeinsames Ziel ist es, den heimischen ökologischen Landbau zu fördern und voranzubringen. Nicht, weil es um Profite oder Wachstum geht – sondern weil es eine Notwendigkeit ist.“

Mehr Bioland-Erzeugnisse für weitreichenden Klima-, Umwelt- und Naturschutz
Dürresommer, Unwetter, Artensterben oder weiterhin zugelassene Pestizide haben laut Bioland gezeigt, dass die Politik im Bereich des Umwelt- und Naturschutzes nicht mit dem nötigen Nachdruck agiert. „Um die Weiterentwicklung einer nachhaltigen Land- und Lebensmittelwirtschaft zu unterstützen, setzen wir auf eine verantwortungsvolle Sortimentsentwicklung“, erläutert Bock. „Wir freuen uns, mit der Kooperation einen Partner an der Seite zu haben, der auf 50 Jahre Erfahrung im Bereich der ökologischen Landwirtschaft zurückgreifen kann und uns ermöglicht, unseren Kunden hochwertiges Bio von heimischen Bauern anbieten zu können.“

Plagge ergänzt: „Wir erreichen mit Lidl ganz andere Käuferschichten. Das Mehr an Käufern sorgt auch für ein Mehr an Umweltschutz, da jedes heimisch und nach strengen ökologischen Richtlinien produzierte Erzeugnis einen Beitrag dazu leistet. Der ökologische Landbau nach Bioland-Standards hat zahlreiche Werkzeuge an der Hand. Dazu gehören beispielsweise Maßnahmen wie eine an die Fläche angepasste Zahl von Tieren oder vielfältige Fruchtfolgen auf dem Acker, die die Fruchtbarkeit der Böden erhalten. Wichtig ist außerdem die Rückbindung von CO2 in den Böden, das gelingt über Humusaufbau. So wird nicht nur weniger CO2 verursacht, sondern die Landwirtschaft wird gleichzeitig widerstandsfähiger gegenüber Klimaeinwirkungen, wovon wir alle profitieren.“

Einsatz zum Schutz der Landschaft & Kultur
Auch Konrad Stöger, Bioland-Landwirt schreibt der Partnerschaft eine wichtige Aufgabe zu: „Ökolandwirtschaft ist die einzig richtige Form der Landwirtschaft, um unsere Lebensgrundlagen auch für folgende Generationen zu erhalten. Große Handelsketten wie Lidl haben viele Kunden, die bislang wahrscheinlich noch nie in Berührung mit unseren hochwertigen, heimischen Produkten gekommen sind. Dies betrifft vor allem jüngere Altersgruppen. Es ist für uns eine Chance, Verbraucher wachzurütteln und großen Akteuren in der Lebensmittelbranche faire Handlungswege aufzuzeigen.“

Fairplay und eine Ombudsstelle machen es möglich
Zur Frage im Podium, wie die Absicherung der Landwirte und Hersteller wie Molkereien aussehe, verweist Bioland stolz auf die neu entwickelten Fairplay-Regeln und die Besonderheit einer neu eingerichteten Ombudsstelle. „Lidl verpflichtet sich im Kooperationsvertrag zu fairen Verhandlungen mit seinen Lieferanten in der gesamten Lieferkette bis zum Bauern und zur Auszahlung auskömmlicher Erzeuger- und Herstellerpreise, damit eine nachhaltige Betriebsentwicklung aller Akteure einer Wertschöpfungskette möglich ist. Wenn diese und die zusätzlich vertraglich vereinbarten Fairplay-Regeln nicht eingehalten werden, können sich benachteiligte Bioland-Lieferanten an unsere Ombudsstelle richten. Stellt die Ombudsstelle eine Verletzung der Fairplay-Regeln fest, kann Bioland Sanktionen gegenüber Lidl aussprechen. So wird ein maximaler Schutz der Lieferanten erreicht sowie eine Gleichbehandlung aller Beteiligten sichergestellt“, so Plagge. „Die Einrichtung eines solchen Verfahrens seitens eines Erzeugerverbandes ist einzigartig, und dass Lidl sich darauf eingelassen hat, unterstreicht deren Ernsthaftigkeit“, ergänzt Plagge.

Das bestätigt auch Bioland-Landwirt Stöger: „Durch die vertragliche Absicherung der Fairplay-Regeln und der Einrichtung der Ombudsstelle fühle ich mich wohl mit der Kooperation.“
Bioland hat die Fairplay-Regeln auf der Delegiertenversammlung Ende November 2018 endgültig verabschiedet und die Ombudsstelle offiziell eingerichtet. Als Ombudsleute fungieren der Kartellrechtsexperte Christoph Peter und der Trierer Rechtsprofessor Frank Immenga.
Pressemitteilung Bioland e.V. vom 17.01.2019

Zwei Umfrageergebnisse zum Bio-Konsum (Anfang 2019)

Blitz-Umfrage unter Besuchern der BioFach 2019 und des 5. Nürnberger Saatgut Festivals
Wolfgang Ritter/ Bio-Verbraucher e.V.

60 Besucher wurden befragt (30 am Stand der Stadt Nürnberg auf der BioFach, 30 am Stand des Bio-Verbraucher e.V. beim Saatgut Festival auf AEG); Prozentsätze sind auf- oder abgerundet

Vier Fragen wurden gestellt:

1 Hat sich Ihr Bio-Verbrauch in den letzten 5 Jahren gesteigert?
Nein  2%, etwas mehr = 18%, deutlich mehr = 25%, sehr viel mehr = 20%,  nicht erhöht, da schon immer hoch = 35%

2 Welchen Anteil macht Bio bei Ihrem Gesamt-Lebensmittelkonsum aus?
< 2% = 2%, ca. ¼ = 25%, ca. ½ ca. = 27%, ¾ = 22%, fast 100% = 33%

3 Ich kaufe
Bio-Lebensmittel = 98%, Bio-Getränke = 62%, Bio-Kosmetik u. -Reinigungsmittel = 85%, Bio-Kleidung = 32%

4 Aus welchem Grund kaufen Sie Bio? (freie Antworten mit Mehrfachnennungen; häufigste Nennungen werden angeführt)
– Bio-Anbau sorgt für Umweltschutz, Artenvielfalt, Klimaschutz, Gesundheit = 62%
– Regionale und saisonale Produkte sind mir wichtig = 63%
– Ich will wissen, wo meine Ware herkommt, wie sie erzeugt wird = 50%
– Tiere werden artgerecht/ anständiger gehalten = 45%
– Ich will das Engagement der Bio-Erzeuger unterstützen; das ist den höheren Preis wert = 45%

– Qualität und Geschmack sind entscheidend = 43%
– Ich kaufe, wenn möglich, Ware mit Siegeln der Anbau-Verbände = 25%  – – Ich kaufe oft direkt vom Erzeuger = 23%

Zusammenfassung der Ergebnisse und Auswertung
1. 63% der Befragten haben ihren Bio-Konsum in den letzten 5 Jahren gesteigert; man kann davon ausgehen, dass der Trend anhält, denn nur 35% der Befragten hatten nicht mehr gekauft, weil ihr Bio-Anteil schon sehr hoch war ( > 90%). Davon werden alle Branchen profitieren. Bio-Kleidung scheint das größte Wachstumspotential zu haben, nur 32% der Befragten fragen sie gezielt nach. Dazu muss man aber wissen, dass viele Umweltbewusste Secondhandware kaufen (10 Befragte äußerten sich so).
2. Das Motiv für Bio-Konsum ist vorwiegend altruistisch: Als erstes wird nicht Qualität und Geschmack von Bio-Produkten genannt; man kauft Bio der Umwelt zu liebe und weil man das Engagement der Bio-Erzeuger, das Tierwohl, die Region unterstützen möchte.

Ökobarometer 2018/ Umfrage zum Konsum von Bio-Lebensmitteln
Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Landwirtschaft und Ernährung (1007 Befragte, alle Angaben in Prozent, www.bmel.de); Ausschnitt zusammengestellt von Wolfgang Ritter

1 Was schätzen Sie, wie häufig kaufen Sie derzeit Biolebensmittel ein? Was schätzen Sie, wie häufig werden Sie in Zukunft Biolebensmittel einkaufen?

aktuell: nie = 22%,  gelegentlich = 50%, häufig = 25%, ausschließlich = 3%
zukünftig:  nie = 16% , gelegentlich = 48%, häufig = 32%, ausschließlich =    3%

 

 

3 Wo kaufen Sie Bioprodukte?
Supermarkt =91%,  Di scounter = 70%, Bäcker = 62%, Wochenmarkt = 61%, Metzger = 57%, Erzeuger = 52%, Bioladen = 52%,  Biomarkt = 43%

4 Gründe für den Kauf von Biolebensmitteln
– artgerechte Tierhaltung = 95%
– Beitrag zum effektiven Umweltschutz = 93%
– gesunde Ernährung zur Stärkung des Wohlbefindens = 89%
– regionale Herkunft/Unterstützung regionaler Betriebe = 89%
– weniger Zusatz- und Verarbeitungs-Hilfsstoffe = 88%
– Beitrag zur Erhaltung/Förderung der biologischen Vielfalt/Biodiversität = 86%
– Erreichbarkeit der Lebensmittel in den gewohnten Einkaufsstätten = 86%
– möglichst geringe Schadstoffbelastung = 81%
– Beitrag zur Unterstützung des ökologischen Landbaus = 78%
– Sicherheit, gentechnikfreie Lebensmittel zu erhalten = 70%
– Geschmack = 69%
– gleichzeitig/oft fair gehandelt = 67%
– Ernährung für Kinder bzw. bei Schwangerschaft = 60%
– Lebensmittelskandale = 55%
– Beratung durch Fachpersonal = 40%

5 Welche der folgenden Aspekte sind für Sie beim Einkauf von Biolebensmitteln am wichtigsten?
– Vermeidung von Pflanzenschutzmittelrückständen = 53%
– optimale Frische und Qualität der Produkte = 47%
– Warenzeichen der Öko-Anbauverbände = 47%
– Faires/ verlässliches Einkommen für den Erzeuger = 46%
– natürlicher Geschmack = 43%
– persönliche Bekanntheit des Erzeugers = 24%

Zusammenfassung der Ergebnisse und Auswertung (Wolfgang Ritter)
1. Die Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln wird weiter zunehmen. Wer schon häufig Bio kauft (25%), will künftig noch häufiger Bio-Produkte kaufen (32%).
2. Obst und Gemüse in Bio-Qualität sind den Menschen ganz besonders wichtig (50% kaufen es häufig). Aber auch alle anderen Bio-Frische-Produkte werden häufig oder ausschließlich gekauft.

Tafel der Esskulturen

Am 18. März  hatte Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly  zu Tisch gebeten. Im historischen Rathaussaal von Nürnberg war eine „Tafel der Esskulturen“ aufgebaut worden. Maly wollte zeigen „Nürnberg ist und isst global“. Speisen aus sechs verschiedenen Ländern wurden aufgetragen. Man konnte alles kosten. Und alles war sehr lecker. Man konnte die Tische wechseln, um mit möglichst vielen Menschen ins Gespräch zu kommen. Am ersten Tisch trafen wir mit Dr. Peter Pluschke, Leiter des Referats für Umwelt und Gesundheit zusammen. Er plant ein ähnliches Event in Nürnberg, an dem alle Bürger teilnehmen können. Bei dieser Gelegenheit soll erfragt werden, welche Betriebe bereit sein würden, Bio-Speisen anzubieten. Denn Pluschkes und auch unser Traum wäre: „Die BioMetropole Nürnberg isst bio.“

Am zweiten Tisch trafen wir mit Vertreterinnen und Vertretern von Refukitchen, www.refukitchen.de, zusammen, die monatlich gemeinsam kochen und essen. Da auch wir regelmäßig ein ähnliches Angebot haben, „Gemeinsam Einkaufen, Kochen, Essen“, wurde schnell verabredet, einmal etwas gemeinsam zu machen. Eine erste Idee: fränkische Rohstoffe und vorderasiatische Gewürze sollten sich treffen.

Wolfgang Ritter

Bedeutung der Rinder für Bodenfruchtbarkeit und Gesundheit unserer Kulturlandschaft

14. März 2019, 19:30 Uhr, Gasthof „Zum Wulfen“, Neukirchner Weg 1, 92237 Sulzbach-Rosenberg, Vortrag & Gespräch mit Uli Mück

Veganismus, FeednoFood – das sind zwei der Themen, welche die Ernährungskritiker aktuell beschäftigen. Brauchen wir Rinder, Schafe & Co für unsere Zukunft? Uli Mück bietet uns mit seinem Vortrag Orientierungshilfen an. Er spannt den Bogen vom Regenwurm zum Brot und zeigt uns, welche Rolle die Rinder in dem Kreislauf spielen, der uns alle – Mensch, Pflanze, Tier – seit einigen Tausend Jahren ernährt. Dazu stellt er wissenschaftliche Erkenntnisse anschaulich dar. Er bietet Anregungen sowohl für Bauern, die über ihre Tierhaltung nachdenken, als auch für Konsumenten, die sich fragen: „Wie kann ich durch meine Ernährung eine nachhaltige, enkeltaugliche Landwirtschaft unterstützen?“ Alle Interessierten sind eingeladen.

Kostenbeitrag: 6€

Der einfache Klassiker: Pellkartoffeln mit Leinöl und Quark

Der einfache Klassiker: Pellkartoffeln mit Leinöl und Quark
Quark mit Joghurt oder Milch sowie frischen gehackten Kräutern, Kräutersalz und mehreren Esslöffeln Leinöl anrühren und mit gekochten Pellkartoffeln servieren. Auch über die zerkleinerten Kartoffeln kann Leinöl gegeben werden, wenn man den kräftigen Leinöl-Geschmack mag. Zusätzlich kann gedünstetes Gemüse oder Salat gereicht werden.
Guten Appetit wünscht Wolfgang Ritter

Chicorée-Salat
Aus: „Marktschirm“ (Bund Naturschutz) Dezember 2014
Zutaten: drei Köpfe Chicorée in Streifen geschnitten, Saft einer Zitrone, eine Orange filetiert, ein Apfel feingeschnitten, Kerne eines Granatapfels, vier Esslöffel Öl (aromatisch, am besten Nussöl), zerkleinerte Walnusskerne und/oder Avocado nach Geschmack
Zubereitung: Alle Zutaten gut vermengen und etwas ziehen lassen. Kann jeder Zeit nachgesüßt werden.

Wir müssen die Tiere anständig behandeln

 

Wir müssen die Tiere anständig behandeln
Gedanken zum Jahreswechsel von unserem Mitglied Metzgermeister Robert Prosiegel, Felderstr. 12, 91801 Markt Berolzheim, T. 09146–233, www.metzgerei-prosiegel.de

Auch 2014 haben wir in Westeuropa auf einem sehr hohen Niveau konsumiert und das schon seit 30 bis 40 Jahren. Dadurch entstand in diesen 30 – 40 Jahren schon eine Gewohnheit und Selbstverständlichkeit dieses gewaltigen Konsums, der so etwas wie eine „Betriebsblindheit“ hervorgerufen hat. Massentierhaltung, industriell hergestellte Lebensmittel voller E-Nummern, essen und trinken „to go“ und Billigwahn haben sich ausgebreitet.
Nur wenige Menschen, deren Zahl allerdings rapide steigt, haben bemerkt, wie sehr dieses Konsumverhalten die Umwelt, die Tiere und auch die Menschen krank macht. Dass die Korrektur dieser „Zustände“ sehr wichtig ist, begreifen jetzt immer mehr Menschen und sie werden aktiv. Sie kaufen mehr regional. Dorfläden werden eröffnet. Gemeinschaften wie Slow Food und Bio-Verbraucher e.V. setzen sich für die Kultur des Essens ein. Die Menschen interessieren sich für das Schicksal der Tiere und es gibt noch viele weitere Beispiele dafür, wo einzelne Menschen und kleinere oder größere Gruppen aktiv werden um mehr Wertschätzung in die Erzeugung und den Konsum von Lebensmitteln zu investieren.
Denn das bedeutet, dass auch jeder einzelne Mensch sich persönlich mehr Wertschätzung und Liebe zuteil werden lässt. Dadurch entsteht eine Gemeinschaft die der Natur und den Tieren Würde und Respekt zuteil werden lässt, die Menschlichkeit fördert und Wertschätzung auf allen Ebenen praktiziert. Und das Wichtigste ist, dass diese Menschen daran glauben durch ihre Aktivitäten eine Korrektur der „Zustände“ herbeizuführen.
Jeder Einzelne, jede Familie, jede Gemeinschaft ist dazu aufgerufen in diesem Sinn aktiv zu werden und den Glauben an die Korrektur der Zustände Tag für Tag wachsen zu lassen. „Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie die Tiere behandelt.“ (Mahatma Gandhi)
Anmerkung der Redaktion: Robert Prosiegel hat zusammen mit einem Freund den „Vetschie – die vegetarische Alternative“ zu Wurst und Fleisch entwickelt. Man kann das Produkt über seinen Online Shop beziehen.

Bilanz seit 2003, Ziele und Strategien bis 2020

Aus einer Präsentation für die Arge BioMetropole Nürnberg am 19.11.2014 von Dr. Werner Ebert, Umweltreferat der Stadt Nürnberg, Hauptmarkt 18, 90403 Nürnberg, T. 0911-231.4189, Fax 0911-231.3391, werner.ebert@stadt.nuernberg.de, www.bioerleben.nuernberg.de,

Zum Verständnis: Die Arge (Arbeitsgemeinschaft) BioMetropole Nürnberg ist ein Bündnis aus allen am Bio- Wirtschaftsprozess Beteiligten und Interessierten aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft unter der Federführung des Umweltreferates der Stadt Nürnberg.
Die Projekt-Idee
Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln steigern
zeigen, dass Bio hohe Produktqualität bietet und eine Branche mit wirtschaftlicher Zukunft ist
Angebot und regionale Wertschöpfung steigern
Wahrnehmung und Akzeptanz bei Politik, Verbänden und Entscheidern steigern
Die Projektziele
2008 – 2014
2014 – 2020
Ökologische Landwirtschaft
10%
20%
Städtische Einrichtungen, Veranstaltungen
20%
25%
Schulen, Empfänge der Stadt, Wochenmärkte
50%
50%
Kindertagesstätten
50%
75%
Bio-Zuwachs
Ziel
2008
2014
Bio-Anteil in Schulen
50%
ca. 12%
ca. 18%
Bio-Anteil in Kitas
50%
ca. 13%
ca. 41%
Bio-Anteil bei Christkindlesmarkt
50%
ca. 0%
ca. 53%
Zahl der Bio-Betriebe in Nürnberg

4
18

Die Arbeitsschwerpunkte
Nachfrage steigern
Kindergärten, Schulen, Großküchen, Klinikum, Christkindlesmarkt, Wochenmärkte
Informieren und motivieren
Bio erleben, Bio-Brotboxaktion, Bio auf Tour, Bio-Bürgerreisen
Koordinieren und vernetzen
Wertschöpfungspartnerschaften/ Emmerprojekt, Öko-Modellregion, SoLaWi, Stadtgärten, Selbsternteprojekte, AK Bio im Knoblauchsland, Studiengang „Management in der Bio-Branche“, Bio-Städte-Netzwerk, Cità del Bio/ Organic Cities Network, EU Citizen Network
Zielgruppen
Kinder und Jugendliche, vor allem in Kitas und Schulen
Betriebe und Beteiligungen der Stadt Nürnberg
Landwirtschaftliche Betriebe, Weiterverarbeiter, Bio-Fachhandel, Dienstleister der Bio- Branche in Nürnberg und der Metropolregion sowie interessierte VerbraucherInnen
Bio-Städte in Deutschland und Europa sowie nationale und internationale Behörden und NGOs, die mit der Bio-Branche und dem Öko-Landbau zu tun haben

Strategien
Kitas und Schulen
Konzept „Mehr Bio an Nürnbergs Schulen“ – Kernelement ist ein Wettbewerb
Vernetzungsstelle Schulverpflegung, Verbraucherzentrale, Schule 2000 u.a., die Schulen stärker mit BioMetropole verzahnen

Dienststellen, Betriebe und Beteiligungen der Stadt Nürnberg
Ausschreibungen bei allen essens- und lebensmittelrelevanten Dienststellen der Stadt Nürnberg – Mindestanteil für Bio-Lebensmittel von 25 % oder höher
Projekt „Mehr Bio in Kommunen“ des deutschen Bio-Städte-Netzwerkes
Vorbild Rathaus-Kantine
Bei Veranstaltungen und Sitzungen im Rathaus bzw. in den Dienststellen soll Alternativangebot in Bio-Qualität bereit stehen

Strategie Steigerung der regionalen Wertschöpfung
Über Vernetzung und verstärkte Nachfrage
Öko-Modellregion u.a. direkte Erzeuger-Verbraucher-Beziehungen (z.B. Solawi, Einkaufsgemeinschaften)
Zusammenarbeit von Landwirtschaft, Weiterverarbeitung, Großküchen/Außerhausverpflegung und Bio-Fachhandel unterstützen

Strategie Ausbau der ökologischen Landwirtschaft
Zusammenarbeit mit den Betrieben im Knoblauchsland (Öko-Modellregion)
„alte“ Gemüsesorten bzw. samenfeste Sorten und deren stärkere Vermarktung
Vermittlung zu Großküchen
Urban Gardening und Selbsternte-Projekte
öffentliche Flächen stärker für den Ökolandbau nutzen
noris inklusion Natur-Erlebnis-Gärtnerei

Strategie nationale und internationale Vernetzung
Vernetzung und Weiterentwicklung von Bio-Städten in Deutschland und Europa
Kommunalkongress zur BioFach
Kongress der Stadt Turin, der unter dem Motto „Ernährung der Welt – Energie für das Leben“ im Oktober 2015