Unser Kochevent: Einkaufen, Kochen, Essen

Am 13. September trafen sich einige Interessierte zu unserem Genuss-Event: Einkaufen, Kochen, Essen mit Bio-Beraterinnen in Nürnberg. Dieses Event findet regelmäßig statt. Wenn auch du Lust hast einmal dabei zu sein, melde dich bei Annemarie Gröger, T. 09192 -8655, an.ka52@t-online.de.

Dieses mal gab es unter Anleitung von Food Coach Angelica Wiener als Hauptgericht Sellerieschnitzel  mit Hokkaido-Kürbis aus dem Backofen und Kartoffelstampf (Rezept siehe unten). Vor- und Nachspeise wurden unter Anleitung von unserer Bio-Beraterin Annemarie Gröger kreiert.

Sellerieschnitzel

Zutaten für 2 Personen
2 Scheiben Sellerie (fingerdick)
1 Ei
2 EL Semmelbrösel
Salz, Pfeffer
2 EL Olivenöl

Zubereitung
• Sellerie schälen und fingerdicke Scheiben schneiden
• Selleriescheiben in einem Topf mit wenig Wasser kurz dünsten – Sellerie sollte noch bissfest sein
• das Ei in einen tiefen Teller mit der Gabel verrühren, Salz und Pfeffer hinzugeben
• Semmelbrösel ebenfalls in einen tiefen Teller geben
• Selleriescheiben erst im Ei wenden und dann von allen Seiten mit den Semmelbröseln bedecken
• Öl in einer Pfanne erhitzen und die Selleriescheiben von beiden Seiten knusprig anbraten

Tipp: zu den Sellerieschnitzeln passt Kartoffelstampf und Hokkaido-Kürbis aus dem Backofen

Kartoffelstampf mit Hokkaido-Kürbis

Zutaten für 2 Personen:
4 Kartoffeln mehlig
2 Knoblauchzehen
2 Lorbeerblätter
1 Paar Blätter Liebstöckel (alternativ 1 Hand voll frische Petersilie)
Salz
1 EL Butter
2 EL Olivenöl
1 Hokkaido-Kürbis
Saft von einer Zitrone
1 TL Ahornsirup
Salz und Pfeffer aus der Mühle
2 EL Olivenöl
1-2 Zweige Thymian

Zubereitung
• den Backofen auf 190°C vorheizen
• Kürbis waschen und in kleine Würfel schneiden
• Zitronensaft darüber geben
• das Backblech mit Olivenöl einstreichen
• den Kürbis darauf verteilen
• Olivenöl darüber geben und alles am besten mit den Händen mischen
• zum Schluss Salz und Pfeffer und den Thymian zu dem Kürbis geben
• den Kürbis ca. 20 Minuten im Ofen backen – zwischenzeitlich immer mal wieder wenden
• Kartoffeln waschen, schälen, in Würfel schneiden und in einen Topf geben (nur so viel
Wasser dazu, dass die Kartoffeln nicht ganz bedeckt sind)
• Lorbeerblätter, Salz, Knoblauch und den Liebstöckel dazugeben und köcheln lassen bis
die Kartoffeln weichgekocht sind
• Wasser evtl. abgießen aber unbedingt auffangen, Lorbeerblatt rausnehmen – Knoblauch
bleibt bei den Kartoffeln
• jetzt mit einem Stampfer die Kartoffeln zerdrücken, Butter und Olivenöl dazugeben – evtl.
das Kochwasser dazugeben
• mit Salz und Pfeffer abschmecken
Tipp: statt der Kartoffeln kann man auch Süßkartoffeln verwenden oder mit den Kartoffeln
Pastinake bzw. Petersilienwurzel mit kochen

Rezepte und Bild von Food Coach Angelica Wiener, 90491 Nürnberg
Tel 0151 18 48 02 56 – www.foodcoach-wiener.de – hallo@foodcoach-wiener

Auch Bio-Sojadrinks können ungenießbar sein

Sojadrinks werden zunehmend als Milchersatz verwendet – von Veganern und Menschen mit Laktose-Unverträglichkeit. Sie bieten etwa gleich viel Eiweiß, viel weniger gesättigte Fettsäuren, viel mehr Omega 3 und Omega 6 Fettsäuren, mehr Magnesium und viel mehr Eisen. Wenn die Sojabohnen auch noch aus gentechnikfreiem europäischem Anbau stammen, und das ist bei den meisten Bio-Sojadrinks der Fall, dann glaubt man doch, einen hochwertigen Milchersatz zu kaufen. Aber Vorsicht: Die sensorische Qualität stimmt nicht bei allen Bio-Produkten und einige sind mit Nickel belastet, und der Preis sagt nichts über die Qualität aus..

Die Stiftung Warentest hat 15 Sojadrinks (davon 12 Bio-Produkte, insgesamt 10 mit Kalziumzusatz und fünf ohne) untersuchen lassen. Das Ergebnis ist niederschmetternd: Vier Bio-Produkte wurden mit „mangelhaft“ bewertet. Hier die Testergebnisse der Bio-Produkte:

Produkt Preis/ Liter Bewertung
Lidl, Milbona Bio Organic Soja Drink* 0,95 Euro gut
Hofgut Storzeln, Soja-Drink+Calzium Natur* 2,34 Euro gut
Rewe, Bio Soja-Drink+Calzium* 1,39 Euro gut
Berief, Bio Soja Drink Natur 1,29 Euro gut
Provamel, Soya ungesüßt 1,99 Euro gut

Netto, Bio Bio Soja Naturell Drink* 0,95 Euro befriedigend
Allos Soja Drink Naturell 1,69 Euro befriedigend
Alnatura, Soja Drink ungesüßt 0,95 Euro befriedigend

Aldi Süd, Bio Sojadrink Naturell mit Calcium* 0,95 Euro mangelhaft
Edeka, Bio+Vegan Sojadrink Classic* 0,99 Euro mangelhaft
Natumi Soja Calcium* 1,89 Euro mangelhaft
dm bio Soja Drink Calcium* 0,95 Euro mangelhaft
* Kalzium aus Meeresalgen
Bericht von Wolfgang Ritter; Quelle: test 8/2018

Traditionsmarken und Handelsmarken im Vergleich
Kauft man preiswertere Handelsmarken statt teuer beworbene Traditionsmarken, kann man viel Geld sparen – Nuss-Nougat-Creme von Real Tip und Cola Freeway von Lidl sind zum Beispiel etwa um die Hälfte günstiger als Nutella und Coca Cola. Muss man deshalb Abstriche in der Qualität hinnehmen?

Die Stiftung Warentest hat dazu eine umfangreiche Untersuchung durchgeführt (72 Lebensmitteluntersuchungen mit insgesamt 1739 Produkten von 2012 bis 2018). Sie kommt zu dem Ergebnis: Marken und Handelsmarken liegen qualitativ gleichauf. Extreme Schadstoffbelastungen fand man sogar häufiger bei klassischen Marken. Und für uns wichtig: Bio-Produkte (Handelsmarken) wurden auffallend weniger mit „mangelhaft“ bewertet als klassische Marken.
Bericht von Wolfgang Ritter; Quelle: test 8/2018

„Transparenz und Wahlfreiheit statt Gentechnik durch die Hintertür“

Mit ihrem Fuß- und Handabdruck oder einer Unterschrift betonten mehr als 108.000 Menschen in der Aktion ‚FOODprint‘, dass sie keine Gentechnik auf dem Acker und dem Teller wollen. Heute übergaben Vertreter der Bio-Bewegung die bunt bedruckten Stoffbahnen und Unterschriften an Bundesumweltministerin Svenja Schulze. Mit dabei war Elke Röder, Vorstand des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW): „Gentechnik im Essen ist ein Angebot ohne Nachfrage. Mehr als drei Viertel der Deutschen wollen ein Verbot der Gentechnik in der Landwirtschaft. Für eine Lebensmittel-Kennzeichnung sprechen sich über 93 % der Menschen aus und ebenso viele wollen, dass die Auswirkungen der Gentechnik auf die Natur untersucht werden.“
Quelle: presse@boelw.de, Berlin, 17.07.2018 (Ausschnitt)

Auch neue Gentechnik ist Gentechnik

Berlin, 25.07.2018 (Ausschnitt). Heute bestätigt der Europäische Gerichtshof (EuGH), dass auch gentechnische Verfahren wie CRISPR, ODM und Co. nach dem Europäischen Gentechnikrecht reguliert und gekennzeichnet werden müssen. Das Urteil kommentiert Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des Bio-Spitzenverbands Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW):

„Jetzt ist es amtlich: Gentechnik ist Gentechnik. Das hat Europas höchstes Gericht heute klar und deutlich bestätigt. Das Gericht bekräftigt damit, was eigentlich schon immer klar war. Dass nämlich auch die tiefen technischen Eingriffe in das Erbgut von Lebewesen mit einer Gentechnik-Schere als Gentechnik eingestuft und reguliert werden müssen. Der EuGH hat in seiner Entscheidung wissenschaftliche Fakten ebenso berücksichtigt wie europarechtliche Grundlagen, und insbesondere das Vorsorgeprinzip. Was aus dem Urteil folgen muss, ist klar: Die Bundesregierung muss gewährleisten, dass die gesetzlich vorgeschriebene Regulierung und Kennzeichnung für die neuen Gentechniken voll-umfänglich umgesetzt werden. Bundesministerin Julia Klöckner muss in Berlin und in Brüssel auch darauf dringen, dass die Unternehmen für Verfahren wie CRISPR und Co. Referenzmaterial und Nachweisverfahren liefern müssen. Schließlich dürfen die neuen Gentechnik-Organismen Europas Landwirten oder Verbrauchern nicht einfach untergejubelt werden, wenn zum Beispiel Saatgut aus Ländern außerhalb Europas importiert wird. Die europäischen Richter sorgen dafür, dass Bauern und Verbraucher weiter selbst darüber entscheiden können, was sie anbauen und essen.“
Quelle: presse@boelw.de

Bio-Verpflegung in Kitas und Schulen auf dem Vormarsch

Eine gesunde Ernährung mit Bio-Lebensmitteln für Kinder und Jugendliche ist ein ganz besonderes Anliegen der BioMetropole Nürnberg. Vorreiter sind die städtischen Kitas, die einen hohem Bio-Anteil (generell 50%, bei Fleisch 90%) anbieten. Ein Highlight ist auch die Berufsschule 3, die Berufe der Hotellerie und Gastronomie sowie des Lebensmittelhandwerks ausbildet. Diese soll bio-zertifiziert werden und bildet die AZUBIS, als einzige Berufsschule in Deutschland, mit Bio-Lebensmitteln aus.

Deshalb hinaus führt die Biometropole regelmäßig Veranstaltungen durch, bei denen die Kinder und Jugendlichen Bioprodukte mit allen Sinnen genießen lernen. Eine besondere Herausforderung in Zeiten von Fast Food und geringer Ernährungskompetenz. Beispiele:
• Vermittlung von zertifizierten Catering-Unternehmen mit Bio-Essen für die Mittagspause, Zwischenpausen und Schulfesten
• Info-Veranstaltungen und Workshops für Lehrerinnen und Lehrer, Hausmeister und Eltern
• Führungen und Vor-Ort-Besuche, „Sinnesschulen“ für Kinder
• Bio-Brotboxaktion: seit 2005 bekommen alle Erstklässler kostenlos einen Pausenbox mit gesunden Bio-Lebensmitteln

Ziel ist es, die Ernährungskompetenz der Kinder und Jugendlichen zu steigern und in den Pausen für ein hochwertiges Essensangebot mit Bio-Lebensmitteln zu sorgen.
Quelle: https://www.nuernberg.de/internet/biomodellstadt/schulen_kitas.html und werner.ebert@stadt.nuernberg.de vom 23.08.2018

Brownies nach Art der Hanfbäuerin

Im Juli besuchten wir den Demeterhof Andreas Schwab in Windsbach. Wir wurden mit leckeren Brownies verwöhnt. Die waren so saftig, dass wir um das Rezept gebeten haben. Buchweizen-, Goldhirse- oder Hanfmehl, viele weitere Getreideprodukte und Nüsse sowie Kartoffeln kann man im Hofladen oder über den eigenen Online-Shop, www.demeterhof-schwab.de, kaufen oder einfach telefonisch bestellen (Tel. 09871-477).

Zutaten für ein Blech
(für eine kleinere rechteckige Form oder eine Springform, Mengen bitte halbieren)
300 g Zucchini, 200 g Nüsse nach Wahl (z.B. Cashewkerne, Mandeln, Walnüsse, Pekannüsse), 100 g Buchweizen-, Goldhirse- oder Hanfmehl, 150 g Butter oder Kokosöl, 150 g Zucker oder Honig, 100 g Zartbitterkuvertüre, 6 TL dunklen Kakao, 4 Eier, ½ Packung Backpulver, ½ TL Vanille. Evtl. weitere 100g Zartbitterkuvertüre, 100 g Zartbitter-Schokolade und Kokosraspeln.

Zubereitung
Die Zucchini waschen und grob raspeln. Die Nüsse grob hacken. Die Butter mit der Kuvertüre schmelzen und kurz abkühlen lassen. Die Eier mit dem Zucker oder Honig und der Vanille mehrere Minuten auf höchster Stufe schaumig schlagen. Mehl mit Kakao und Backpulver gut vermischen, auf die Eiermasse geben und untermixen, dann die Butter-Schokoladen-Mischung ebenfalls untermixen. Nun die Zucchini und die Nüsse unterheben. Wer es extra schokoladig mag, raspelt noch 100 g Zartbitterschokolade in den Teig. Den Teig in die ausgefettete oder mit Backpapier ausgelegte Form geben, glatt streichen und im vorgeheizten Backofen bei 150° Grad Umluft (175° Ober/Unterhitze) 30-35 Minuten backen. Stäbchenprobe. Den Kuchen abkühlen lassen. Nach Geschmack mit Zartbitterkuvertüre bestreichen und mit Kokosraspeln bestäuben.
Guten Appetit wünscht Michaela Schwab

Männliche Küken aus Legehennen-Haltung töten oder aufziehen?

 

In-Ovo-Geschlechtsbestimmung
Die Demeter-Delegiertenversammlung hat beschlossen, dass In-Ovo Geschlechtsbestimmung und die nachfolgende Vernichtung der männlichen, angebrüteten Eier im Demeter-Verband in Zukunft nicht angewandt wird. Dazu Demeter-Vorstand Alexander Gerber: „Jetzt ist es noch klarer: Demeter will kein Küken-Töten mehr, aber auch keinen faulen Kompromiss, wie man ihn mit der In-Ovo-Selektion eingehen würde. Denn damit würden die männlichen Küken nur früher getötet. Wir gehen der Fragestellung, wie man mit den männlichen Tieren in der Legehennen-Haltung umgeht, ganzheitlich um: Mit der ökologischen Tierzucht haben wir die Züchtung des Öko-Huhns der Zukunft auf den Weg gebracht – hier werden beide Tiere aufgezogen, Hahn und Henne!“ Die ökologische Tierzucht gGmbH ist ein gemeinsames Projekt von Demeter und Bioland. Derzeit werden in Deutschland nahezu alle Hähne aus der Brut von Legehennen (sog. Bruderhähne) am ersten Tag getötet und als Futter an fleischfressende Tiere eingesetzt. Neben Zoos und Tierparks sind vor allem Falknereien jeglicher Größe Abnehmer für solche Futterküken. Die Tiere werden am ersten Tag mittels CO2 betäubt und getötet; das sog. „Schreddern“, also das Zerhäckseln der lebenden Tiere durch ein schnelllaufendes Messer wird in Deutschland nicht angewendet.

Mast der Bruderhähne
Seit rund 10 Jahren, versuchen einige Initiativen und Projekte, die Brüder der Legehennen als sogenannte Bruderhähne aufzuziehen und zu mästen. Die bekanntesten Initiativen in Deutschland sind die Bruderhahninitiative Deutschland (BID) im Norden und der „Stolze Gockel“ von Peter Schubert im Süden. In beiden Projekten werden die Hähne bis ca. 18 bis 20 Wochen gemästet und nach dem Schlachten als ganze Tiere oder zerlegt oder auch als fertige Produkte verkauft. Mittlerweile gibt es eine breite Palette an Gockel-Produkten (Fertiggerichte im Glas, TK-Waren, Wurst etc.). In beiden Projekten wird die Mast der Hähne durch einen Zuschlag auf die Eier von rund 4 Cent/ Ei subventioniert. Der Verkauf der Produkte erfolgt in der Regel über die gleichen Wege wie der Verkauf der Eier. Derzeit gehen von uns rund 100.000 Hähne p.a. in diese Form der Hahnenmast.

Zweinutzungshuhn
Einen etwas anderen Weg versucht man durch den Einsatz von sogenannten Zweinutzungshühnern. Nach Definition der Beteiligten (siehe unter anderem www.oekotierzucht.de) versteht man darunter Tiere, bei denen sowohl Hahn als auch Henne ohne Querfinanzierung durch die „andere Seite“ auskommen; also dass der Hahn schnell genug wächst und die Henne genügend Eier legt. Hier gibt es seitens der Ökologischen Tierzucht gGmbH bereits vielversprechende Versuchsherden mit Zweinutzungstieren aus Gebrauchskreuzungen von Lege– und Mastrassen. Das Zweinutzungshuhn wird zwar unter rein wirtschaftlichen Aspekten nicht die Leistungsfähigkeit der spezialisierten Mast- oder Legelinien erreichen, kann aber für marktnah wirtschaftende Betriebe eine echte Alternative zu den hochspezialisierten Linien der großen Zuchtkonzerne sein. Auch um die Abhängigkeit von wenigen großen, internationalen Zuchtkonzernen zu reduzieren ist die unabhängige Zucht des Zweinutzungshuhns eine Strategie. Ein Nebenziel ist es, den Markt im Bereich der bäuerlichen Hühnerhaltung zu beleben und die Betriebe nachhaltig zu stärken.
Quelle: Demeter Bayern | Rundbrief Nr. 139, Juni 2018

Bei der diesjährigen Mitgliederversammlung waren wir 100

Unsere Mitgliederversammlungen sind ein besonderes Ereignis, das Sie sich nicht entgehen lassen sollten. Es treffen sich alle am Bio-Wirtschaftsprozess Beteiligten (Bio-Erzeuger, Bio-Händler/-Dienstleister und Bio-Verbraucher). Einige Firmenmitglieder stellen ihre Betriebe/ Produkte vor. Sie können verschiedene Bio-Produkte kennen lernen und probieren, kostenlos mitnehmen oder kaufen.

Außerdem pflegen wir eine Bio-Esskultur mit Produkten und Dienstleistungen unserer Firmenmitglieder: Wir bieten ein Bio-Dreigang-Menü und Getränke – kostenlos für die Teilnehmer.

Bei Gründung hatte Vorstandsmitglied Helmut Ritter die Idee der „Bio-Ausschüttung“. Wie Wirtschaftsunternehmen einen Gewinn ausschütten, sollte der Bio-Verbraucher e.V. seinen Mitgliedern als „Beteiligungs-Gewinn“ Bio-Produkte bieten. Seitdem packen wir zur Mitgliederversammlung Tüten mit Proben und Produckten von Bio-Firmen, die unsere Teilnehmer mit nach Hause nehmen. Das Kennenlernen neuer Produkte ist sehr beliebt.

Wir vernetzen alle am Bio-Wirtschaftsprozess Beteiligten; deshalb auch unsere neue Internetadresse www.netz.bio.

Bruderhähne dürfen leben

Hühnerhalter wollen entweder viel Fleisch oder viele Eier. Um das zu erreichen, wurden zwei Zuchtlinien entwickelt. Fleisch ansetzende und Eier legende. Bei Fleisch ansetzenden Rassen werden beide Geschlechter aufgezogen und als Hähnchen vermarktet. Bei Eier legenden Rassen kann man mit den männlichen Tieren nichts anfangen; sie werden sofort nach dem Schlüpfen getötet. Das gilt für konventionelle wie Bio-Betriebe. Nicht aber für Peter Schubert in Igensdorf. Er hat ein Zwei-Nutzungshuhn entwickelt – eine Rasse, die sowohl Eier legt aber auch Fleisch ansetzt – nur langsamer. Er ist einer von zwei Züchtern in Deutschland, die männliche Küken nicht sofort töten (In Deutschland werden sie vergast im Ausland auch geschreddert.)

Am 3. Oktober 2017 haben wir den Demeter-Geflügelhof Schubert besucht. Peter Schubert hat uns persönlich durch seinen Betrieb geführt, uns sein Vermarktungskonzept erläutert und uns seine Gockel-Bratwurst kosten lassen. Danach konnte wir im Hofladen einkaufen.

Schubert verkauft Küken aus der Zwei-Nutzungsrasse an Züchter in Deutschland und zieht selber im Rahmen seines Bruderhahn-Projektes Junghennen und Junggockel auf.  Alles, was seine Hühner zu fressen bekommen wächst rund um den Geflügelhof – Futterzukauf ist nicht nötig.  Der „stolze Gockel“ erreicht sein Schlachtgewicht erst nach vier bis fünf Monaten (Mastrassen in der Intensivmast schon nach einem Monat). Er wird zu verschiedenen Bio-Delikatessen verarbeitet, z.B. Gockel-Fleisch, Gockel-Bolognese, Gockel-Suppe, Gockel-Frikassee.

Da mehr Getreide wächst als gebraucht wird, hat Schubert sich eine eigene Nudelproduktion aufgebaut. Dazu wurde ein Rundwanderweg mit Beschriftungen angelegt, um die vielfältigen Getreidesorten kennenlernen zu können. Der Geflügelhof bietet auch Führungen für Schulklassen  an.

Demeter-Geflügelhof Schubert, Peter Schubert, 91338 Igensdorf-Unterrüsselbach, Ebacher Str. 1, Tel. 09192 – 8303, www.gefluegelhof-schubert.com, info@gefluegelhof-schubert.de

 

Demeter-Beerenobstanbau und Verarbeitung aus Leidenschaft

Am Sonntag, 11. Juni 2017, ging unser Bio-Ausflug zu den Beerenbauern in Ebermannstadt. Hier wird Beerenobst nach den Demeter-Richtlinien angebaut, zugekauft und schonend zu Fruchtaufstrichen verarbeitet. Man verwendet so wenig Zucker wie möglich; der Fruchtanteil beträgt 70 Prozent.

Wir konnten bei der Erdbeerernte zusehen, vier verschiedene Erdbeersorten probieren, wurden durch die Fruchtmanufaktur geführt. Jeder der Ausflugsteilnehmer nahm die Gelegenheit wahr, frische Demeter-Erdbeeren und Demeter-Fruchtaufstriche zu kaufen.

Bei der Führung auf den Feldern und im Manufakturbetrieb durch die Eigentümer, Familie Betelshofer, konnten wir spüren: Man arbeitet mit viel Leidenschaft an der Erzeugung hochwertiger Lebensmittel.

Die Beerenbauern, Demeter-Beerenobstanbau und Fruchtaufstrich-Manufaktur GmbH & Co. KG, 91320 Ebermannstadt-Niedermirsberg, Wiesengrundstraße 6, Tel. 09194-5109052

Reine Biere – gibt’s das noch?

Wirklich reine Biere – geht das? Wir waren am Samstag, 27. Mai 2017, zu Besuch beim Riedenburger Brauhaus. Uns wurde der 144 m tiefe Brunnen gezeigt, aus dem das Wasser für die Spezialbiere geschöpft wird.  Dazu erklärt der Chef, Michael Krieger, man verwende nur biologische, naturbelassene, regionale Grundstoffe, nämlich die Urgetreide Dinkel, Emmer, Einkorn. Das Getreide wird von fair bezahlten Bauern der Region bezogen. Und natürlich Hopfen, überwiegend aus der Holledau.

Interessant: Der Brauerei-Abfall, der Treber, wird als Futtermittel an Bauern geliefert. Durch „Kaltschöpfung“ entstehen viele Düfte, die an Zitrone, Mandarine, Mango, Nelke erinnern. Um alkoholfreies Bier zu gewinnen, wird dem ausgegorenen Bier nicht durch Erhitzung der Alkohol entzogen (er verdampft bei Erhitzung) und dann Kohlensäure und etwas Bier wegen des Geschmacks zugesetzt, sondern der Gärvorgang wird bei einem Alkoholgehalt von 0,5% gestoppt; die Restsüße bleibt im Bier.

Wir erfahren auch: Bier verdirbt nicht, auch wenn es säuerlich schmeckt, ist es nicht gesundheitsgefährdend. Wenn der Schaum feinporig ist, handelt es sich um frisches Bier guter Qualität. 24 Biersorten verkauft die Brauerei in Deutschland und etwa 20 weiteren Ländern.

Wir konnten uns bei der anschließenden Verkostung von der ausgezeichneten Qualität und dem hervorragenden Geschmack verschiedener Biere überzeugen und im schattigen Biergarten einen Bio-Imbiss einnehmen. Hochwertige Bio-Qualität und verwöhnender Genuss im Einklang mit der Natur, Herzensangelegenheit von Michael Krieger, ist machbar. Das Riedenburger Brauhaus ist nach den strengen Richtlinien von Bioland zertifiziert.

Riedenburger Brauhaus, Michael Krieger GmbH & Co. KG, 93339 Riedenburg, Hammerweg 5, www.riedenburger.de, Tel. 09442 – 9916-0
Brauereiführung, Getränke-Verkostung, Einkauf, Imbiss (bei schönem Wetter im Biergarten)