Käufer- und Verkäufermeinungen

Planetary Health Diet: Eine Ernährung, die Klima und Gesundheit schützt
Ein Beitrag von Christine Fröhlen in der ebl-Woche vom 20. Oktober 2025 (Auszug)

Wie können wir uns so ernähren, dass es nicht nur uns selbst guttut, sondern auch unserem Planeten? Die Antwort darauf gibt die sogenannte Planetary Health Diet (PHD) – ein Konzept, das zeigt, wie Ernährung zum Schlüssel für Klima und Gesundheitsschutz werden kann. Entwickelt wurde sie von internationalen Wissenschaftler*innen der EAT-Lancet-Kommission, um Wege aufzuzeigen, wie sich bis 2050 zehn Milliarden Menschen gesund und nachhaltig ernähren können – ohne dabei die Belastungsgrenzen der Erde zu überschreiten.

Pflanzenvielfalt auf den Teller
Das Grundprinzip: Drei Viertel der Nahrung sollten pflanzlichen Ursprungs sein. Gemüse, Obst, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Nüsse und Samen bilden die Basis. Tierische Produkte wie Fleisch, Fisch, Eier und Milch sind erlaubt, aber in stark reduzierten Mengen. Denn die Tierhaltung ist für einen großen Teil der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich und verbraucht enorme Mengen an Wasser, Energie und Fläche.

Weniger ist mehr – für Gesundheit und Umwelt
Die Planetary Health Diet will helfen, ernährungsbedingte Krankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck und Übergewicht zu verringern und gleichzeitig Umweltfolgen wie Artensterben, Bodenverlust und Wasserknappheit einzudämmen. Durch weniger tierische Produkte, geringeren Zucker- und Fettkonsum sowie mehr Ballaststoffe fördert sie aktiv die Gesundheit. Gleichzeitig entlastet sie das Klima – laut Umweltmedizinerin Prof. Dr. Claudia Traidl-Hoffmann stammen allein in Deutschland rund 30 % der Treibhausgase aus der Ernährung.

Biologische Erzeugung: Qualität zählt doppelt
Besonders wichtig ist, wie unsere Lebensmittel erzeugt werden. Die PHD selbst macht dazu keine konkreten Vorgaben – doch klar ist: Nur mit ökologischer Landwirtschaft lassen sich die planetaren Grenzen respektieren. Biologisch erzeugte Produkte schonen Böden, verzichten auf chemisch- synthetische Pestizide und fördern die Artenvielfalt. Regionale und saisonale Lebensmittel vermeiden lange Transportwege und stärken die heimische Landwirtschaft.

Schritt für Schritt zur Planetenkost
Niemand muss von heute auf morgen alles umstellen.

  • Ein guter Anfang ist ein pflanzlicher Tag pro Woche– mit einem bunten Eintopf, einem Linsengericht, einem Gemüsecurry oder einem Getreidesalat.
  • Mit der Zeit lassen sich mehr Hülsenfrüchte, Nüsse und saisonales Gemüse in den Alltag integrieren. Vorgegarte Hülsenfrüchte im Glas, pflanzliche Brotaufstriche oder leckere Kühlprodukte wie Tofu und Tempeh helfen beim Einstieg.
  • Tierische Erzeugnisse wie Fleisch, Eier und Milchprodukte sollten nicht jeden Tag konsumiert werden und natürlich aus artgerechter Haltung kommen. Dafür sind wir auch mit unserer hauseigenen ebl-Metzgerei die beste Adresse, da die Fleisch- und Wurstwaren an unserer Metzgerei-Bedientheke ausschließlich von Tieren von Biohöfen aus der ebl-Region stammen.
  • Auch bei Milchprodukten gilt: maßvoll in kleineren Portionen genießen und mehr Abwechslung durch pflanzliche Alternativen schaffen
  • Für das persönliche Wohlbefinden ist es insgesamt vorteilhaft, weniger verarbeitete Lebensmittel zu konsumieren und auf versteckten Zucker zu achten, z. B. in Riegeln, Softdrinks, stark gesüßten Joghurts usw.
  • Und für die gute Bilanz zählt auch: Lebensmittelreste sinnvoll verwerten und den Wocheneinkauf gezielt so planen, dass möglichst keine Nahrungsmittel verschwendet oder weggeworfen werden müssen.Wie lecker und abwechslungsreich pflanzenbasierte Gerichte sein können, beweist auch unser Mittagstisch in den ebl-Cafés: Montag bis Freitag, täglich ab 11 Uhr.

Viel Interesse an veganen Produkten

Am 1. und 2. November 2025 fand nach drei Jahren wieder einmal eine Veggienale im Ofenwerk in Nürnberg statt. Wir waren mit einem Info-Stand dabei und haben verschiedene vegane Aufstriche probieren lassen. Sponsor für Brot und Aufstriche war ebl naturkost GmbH & Co KG. Die Messe war gut besucht, die sechs Brote und 12 Aufstriche am Sonntagnachmittag alle weg. Die meisten waren erstaunt, wie gut vegane Aufstriche schmecken können und wie nah sie vom Geschmack her an Fleischprodukte heranreichen. Ein Aufstrich heißt z.B. vegane Leberwurst, und tatsächlich er schmeckt auch so. Unsere Erklärung: Es sind die Gewürze, die sowohl der Leberwurst als auch dem veganen Aufstrich den Geschmack geben.Ihre Firma ist jetzt online

Rezept für fränkische Rindfleisch-Gemüsesuppe

Kürzlich hatten wir über unseren Besuch beim Demeter-Hof Winkelmann in Schnaittach berichtet. Wir, Familie Ritter, hatten für den nächsten Schlachttermin ein 5-kg-Fleischpaket bestellt und jetzt abgeholt (siehe Foto). Es war auch ein Paket Suppenfleisch dabei. Hier das Rezept, das wir damit gemacht haben:

Zutaten für 4-6 Personen
Etwa 500-700 g Suppenfleisch und oder Beinscheibe, 1-2 Zwiebeln, ½ Fenchelknolle, ¼ Sellerie-Knolle mit Grün, 2 mittlere Karotten, 1 Kartoffel, 1 Petersilienwurzel, 1 Stange Lauch, Öl oder Butterschmalz, Brühextrakt, Gewürze: Thymian, Rosmarin, Liebstöckel, Salz und Pfeffer. Wer möchte: je eine Prise Ingwer, Kümmel, Galgant, Muskat, Quendel; für das Fleisch ½ Liter Buttermilch

Zubereitung
Das Fleisch über Nacht in Buttermilch einlegen, damit es zart wird. Buttermilch wegschütten, das Fleisch waschen und trocken tupfen, klein schneiden und in einer Pfanne in Öl oder Butterschmalz anbraten bis es schön braun wird. Dann ein bis zwei Tassen Brühe mit den Gewürzen dazu geben und 2–3 Stunden schmoren lassen. Jetzt die Zwiebeln in einem Topf in Fett anbraten, das kleingeschnittene Gemüse dazu geben, mit ½-¾ Liter Brühe aufkochen und das vorbereitete Fleisch dazugeben und ca. ¾ Stunde köcheln lassen.

Guten Appetit, wünscht Familie Ritter

Gefüllte Paprika grillen

Lecker schmecken gefüllte und gegrillte Paprika.

Die Füllung: Feta mit klein gehacktem frischem Knoblauch oder Knoblauchsalz und Olivenöl verrühren und in die Paprika-Hälften füllen.
Bei Elektrogrill: Gefüllte Paprika zunächst unten ‚reinschieben (Oberhitze), während Zucchini, Würstchen usw. oben grillen, danach Paprika mit Greifer unten entnehmen und noch etwa 5-10 Minuten oben auflegen.

Was Physiker so essen – Jakobs Müsli

Zutaten
Rhabarber-Kompott, Haferflocken, Sonnenblumenkerne, Cashewkerne, eine reife Banane, Milch und manchmal Maisflocken, ungesüßt

Rhabarber-Kompott zubereiten
Rhabarber waschen und in Stücke schneiden, teilweise schälen, ca. 20 Minuten in etwas Wasser kochen, nach Belieben mit Rohrohrzucker, Ahornsirup oder Agavendicksaft süßen und mit kleingeschnittenen Vanilleschotenstückchen verfeinern. Das Kompott sofort in heiß ausgespülte Gläser geben und fest verschließen. Geöffnete Gläser können drei bis vier Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Jakob, der Müsli-Liebhaber
Wir trafen unseren Freund, Jakob Lindenthal (27), den Physik-Doktoranden, beim Frühstück in seiner WG in Dresden und interviewten ihn zu seinem Müsli. Er gab uns sein Rezept und mailte uns Fotos. Wir konnten probieren. Unsere Urteile:
Thomas: Ausgewogen.
Wolfgang: Knackig.
Jakob: Mir schmeckt’s.
Wolfgang: Was gibt’s morgen?
Jakob: Müsli.
Wolfgang: Gibt’s immer dasselbe?
Jakob: Ich variiere von Mahlzeit zu Mahlzeit.
Wolfgang: Was isst du mittags?
Jakob: Wenn ich zu Hause bin und nichts anderes greifbar ist – Müsli.
Wolfgang: Und abends?
Jakob: Gerne auch Müsli.

Abends saßen wir wieder mit Jakob am Tisch. Er aß Fisch mit Quark. Als Nachtisch gab’s Rhabarber-Müsli.

Neues Bildungsangebot des Nürnberger Netzwerks „Bildung Ökolandbau Ernährung (BÖE)“ erschienen

Die Broschüre können Sie hier runterladen oder bei der BioMetropole Nürnberg anfordern: werner.ebert@stadt.nuernberg.de, Tel. 0911-231-4189

Der Bio-Verbraucher e.V. ist beteiligt mit einem Angebot für Schulklassen: Schüler erkunden Bio-Betriebe (Seite 8).

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Veganuary – beeindruckende Ergebnisse

Die Kampagne „Veganuary“ ruft seit einigen Jahren weltweit dazu auf, sich einen Monat lang (im Januar) vegan zu ernähren. Die Harvard University hat die kollektive Wirkung berechnet. Von 2014 bis 2018 gab’s folgende Ergebnisse:
• 100.000 Tonnen CO2-Äquivalente und 6 Millionen Liter Wasser eingespart
• 3,4 Millionen Tierleben gerettet

Warum leben Menschen vegan?
• 90 Prozent nennen den Tierschutz
• 50 Prozent auch Umwelt- und Klimaschutz

Die Mitarbeiterin einer Zeitung, Vanessa Neuß, hat es probiert – in einem anderen Monat; es muss ja nicht der Januar sein. Sie hat
• deutlich mehr Aufmerksamkeit auf die Ernährung richten müssen
• nach Produkten mit dem gelben Punkt Ausschau gehalten
• mehr Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte gegessen
• von den vielen Fleischersatzprodukten probiert.
Fazit: Es geht.
Quelle: Nürnberger Nachrichten vom 27.12.2022

Jetzt ist Zitrusfrüchte-Zeit!

Zitrusfrüchte liefern Vitamin C, was besonders im Winter wichtig ist, für das Immunsystem wie für den Aufbau von Knochen, Bindegewebe und Zähnen. Auch als Lieferant für das Vitamin B sowie weitere Inhaltsstoffe, wie Kalium und Calcium, sind Zitrusfrüchte ideal.

Hier ist ein Rezeptvorschlag:

Zitrusfrüchte-Carpaccio

Für den Zimt-Honig-Sirup:
1 EL Zucker im Topf schmelzen lassen. 5 EL Honig und etwas Zimt zugeben und mit 200 ml einer Mischung aus Orangen- und Zitronensaft 3:1 löschen. Zur Hälfte einkochen und danach abkühlen lassen.

Die Zitrusfrüchte:
Eine Mischung Zitrusfrüchte aus Grapefruit, Mandarinen, Orangen und Blutorangen mit einem scharfen Messer so schälen, dass die weiße Haut vollständig entfernt ist. Dann die Früchte in dünne Scheiben schneiden und auf einer großen Servierplatte anrichten. Mit dem Zimt-Honig-Sirup beträufeln und mit Granatapfelkernen und gerösteten Nüssen der Saison garnieren.

Tipp: Der Sirup lässt sich im Glas eine Weile im Kühlschrank lagern.

Guten Appetit wünscht Iris Torres-Berger, Bund Naturschutz Nürnberg, Tel. 0911-89374098
I.Torres@web.de

Quelle: Der Marktschirm, Januar 2023

Backstubenführung und Bio-Brotzeit mit dem Bäcker

Am 15. Oktober hat der Bio-Verbraucher e.V. (18 Erwachsene und 7 Kinder) die Demeter-Bäckerei Wehr in Stöckelsberg besucht. Thomas Wehr hat uns gezeigt, wie aus wenigen Rohstoffen und Sauerteig in seinem Betrieb handwerklich Brot und Brötchen gebacken werden. Firmen-Slogan: „Mehl. Wasser. Salz. Brothandwerk von Wehr.“ Es gibt auch eine glutenfreie Sorte. Natürlich wird auch Feingebäck hergestellt. Und jetzt auch die ersten Lebkuchen. Die Führung war so begeisternd, dass man Appetit auf den Bäckerberuf und auf die Backerzeugnisse bekommen hatte. Eine Teilnehmerin vereinbarte eine einwöchige Mitarbeit in der Bäckerei, und Thomas Wehr überraschte uns mit einer vielfältigen Brotzeit: verschiedene Brotsorten, Butter, Wurst, Käse, Gurken, Radieschen und Schnittlauch. Als alle schon satt waren, wurde noch Kuchen serviert. Für jeden Teilnehmer hatte Thomas Wehr ein Stöckelsberger Bauernbrot gebacken, das jeder kostenlos mitbekam. Die liebevolle Führung und die großzügige Bewirtung führten zu einer spontanen Sammlung, um uns wenigstens an einem Teil seiner Ausgaben für die Fremdeinkäufe zu beteiligen.

Zum Abschluss wurden Brote und Lebkuchen zum Kauf angeboten. Davon machten wir regen Gebrauch. Alles hat hervorragend geschmeckt. Wir danken Thomas Wehr herzlich für seine Mühe und seine Großzügigkeit. Auch den Kindern hat dieser Ausflug gefallen. Die Demeter-Bäckerei Wehr verkauft ihre Produkte an Wiederverkäufer und auf Märkten im Großraum Nürnberg. Kontakt: https://www.backenwiedamals.de/.

Update zur Regiopluschallenge 22

Wir sind mittendrin in der #regiopluschallenge22 , die am 2. Oktober endet. Es gilt: 7 Tage nur #regionaleinkaufen und essen, was im Umkreis von 50 km wächst oder verarbeitet wird. Für den @ernaehrungsrat_nbg  hat Julia für unsere Leser ausgetestet, wie gut das geht. Gekürt werden die besten Rezepte. Wer schließt sich mir an und meldet sich für die Restwoche an unter regiopluschallenge.customer.bisping.de ? Zusammen macht es viel mehr Spaß! Getreu des Mottos #isswasumdieeckewaechst gabs heute Mittag Pasta von der @lebensgemeinschaft_muenzinghof mit Fenchel und Tomaten aus dem #knoblauchsland und #balkongemüse , aka Basilikum.

Und weil das mit der #regiopluschallenge22 auch bei der Gastro @nuernbergfood gut ankommt, hat Sebastian von der @pastarica.de diese Woche köstliche Pumpkin-Dream-Soße gezaubert aus der Region. Die Nudeln wurden lokal hergestellt. Und wenn die #biobauern in #franken auch noch Hartweizengries herstellen, wird’s bei den Nudelzutaten auch eine runde, regionale Sache. Für heute setz ich einen Joker ein. Vor lauter Freude über den Pumpkin Dream hab ich vergessen zu zahlen, aber das hol ich nach, @Sebastian! Im Anschluss hat der @ernaehrungsrat_nbg sein September-Plenum im @heizhaus.nbg abgehalten. Danke fürs hosten! Und wer sonst noch beim #isswasumdieeckewaechst mitmachen wollte, ist bei @biohof_tristan voll auf seine Kosten gekommen. Paradiesisch! Danke für euren Wochenmarkt @heizhaus.nbg! Wenn alle so drauf wären, wär die #ernaehrungswende schon gewuppt.