Mehr Bio in Kantinen und Restaurants

BÖLW begrüßt Kabinettsbeschluss für die Kennzeichnung und Kontrolle von Küchen. Zuschrift des Bundes Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) vom 19.4.2023.

Am 19. April 2023 verabschiedete das Bundeskabinett neue Regeln für die Kennzeichnung und Kontrolle von Bio in Einrichtungen der Außer-Haus-Verpflegung (AHV). Peter Röhrig, geschäftsführender Vorstand des Bio-Spitzenverbandes Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), kommentiert:

„In Restaurants und Kantinen gilt schon jetzt: Wo Bio draufsteht, ist auch Bio drin. Dass dies auch in Zukunft so bleibt, dafür sorgt die neue Verordnung zur Kennzeichnung und Kontrolle von Bio-Lebensmitteln in Restaurants, Kantinen oder Mensen.

Neu ist, dass nicht nur die Bio-Zutaten eines Gerichtes gekennzeichnet werden, so dass die Tischgäste erkennen können, ob die Möhren, die Kartoffeln oder die Currywurst aus ökologischem Anbau stammen. Die Küchen und Betriebe können mit einem zusätzlich eingeführtem Bio-Siegel auch ausweisen, wie viel Bio sie insgesamt verwenden. Das neue Siegel für die Ausweisung des Bio-Anteils zertifiziert in drei Stufen: Bronze über 20 Prozent, Silber über 50 Prozent, Gold über 90 Prozent Bio.

Vorbild ist Dänemark, wo ein ähnliches Siegel dazu beigetrug, dass die Dänen heute weltweit am meisten Bio in ihren Kantinen, Mensen und Restaurants genießen können. In Deutschland wird der Anteil von Bio in der AHV auf aktuell nur auf etwa zwei Prozent geschätzt. Viele Kundinnen und Kunden, die im Bio-Laden, Reformhaus oder Supermarkt gerne zu Bio greifen, haben aktuell jedoch in der Mensa oder Pizzeria keine Bio-Wahlmöglichkeit. Die positive Bio-Entwicklung der letzten Jahrzehnte beweist das große gesellschaftliche Interesse an Bio. Besonders deutlich wurde dies in der Corona-Pandemie, wo die Menschen aufgrund der Schließungen aller AHV-Einrichtungen verstärkt zu Bio-Lebensmitteln griffen, um damit zu Hause frische Mahlzeiten zuzubereiten.

Viele Bio-Kantinen und Gaststätten zeigen, wie mehr Bio zu einer gesünderen und kostengünstigen Ernährung beiträgt. Denn bei gleichen Menükosten kommt in den Küchen mehr Frische und weniger vorverarbeitete Ware auf den Teller. Ebenso mehr pflanzliche Kost und weniger Fleisch. Diese Verschiebung der Ernährungsgewohnheiten kommt den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) entgegen und schützt zudem das Klima, die Gewässer und erhält die Artenvielfalt.

Wichtig ist jetzt, die Küchen bei der Einführung bzw. Ausweitung von Bio-Angeboten bestmöglich zu unterstützen. Durch Beratung und Information aber auch durch eine finanzielle Unterstützung bei den Kontrollkosten.“

Testergebnisse für Mineralwasser und sensitive Sonnencremes

Bericht von Wolfgang Ritter

Mineralwasser, medium
Getestet wurden 50 Mineralwässer, medium, davon 10 mit besonderen Auslobungen. Das „Bio Kristall Medium“ unseres Firmenmitgliedes Neumarkter Lammsbräu wurde – wie auch 5 andere der letztgenannten Kategorie – mit „sehr gut“ bewertet. Enttäuscht waren die Tester von
„Oppacher Medium“ („mangelhaft“) und „Berg Quellen Medium“ („ungenügend“). Von den 40 Mineralwässern ohne besondere Auslobungen erreichten 26 die Noten „sehr gut“ oder „gut“, neun „befriedigend“, fünf die Note „ausreichend“.

Sensitive Sonnencremes
Alle sechs getesteten sensitiven Sonnencremes, die als Naturkosmetik zertifiziert sind, erreichten Bestnoten. „Sehr gut“: Alverde Sensitiv Sonnenmilch 30, Lavera Sensitiv Sonnenlotion 30, „gut“: Boep Sonnencreme Sensitiv 30, Eco Cosmetics Sonnenmilch Sensitiv 30, Speick Sun Sonnenmilch 30. Von den nicht zertifizierten Sonnencremes sollte man zwei meiden: Avène Mineralische Sonnenmilch 50 für 22,90 €/ 100 Milliliter („mangelhaft“) und Hautallerliebst (Be) Sensitive Sun Sonnencreme 30 für 18,95 €/ 100 Milliliter („ungenügend“).

Quelle: Öko-Test Magazin 6.2023

Eine Brücke, die uns mit unseren Böden verbindet

Liebe Leserinnen und Leser,

die Hofgemeinschaft Vorderhaslach wurde im Februar 2005 erstes Firmenmitglied im Bio-Verbraucher e.V. Um viele Menschen mit gesunden Demeter-Produkten in der Region versorgen zu können, hat der Demeter-Betrieb auch 100 Hektar Anbauflächen gepachtet. Einer der Verpächter (48 Hektar) ist inzwischen gestorben, und damit gibt es ein Problem. Die
Nürnberger Nachrichten (23.05.2023) und ebl-Naturkost (ebl-Woche vom 26.04.-02.05.2023) berichteten darüber. Hier einen Ausschnitt, von dem, was Frank Braun von der ebl-Redaktion schrieb.

Leider ist Ackerland längst zum Spekulationsobjekt geworden. Uwe Neukamm, Hofgemeinschaft Vorderhaslach, erzählt, dass selbst hier im Fränkischen Jura für Ausgleichsflächen ein Hektar Ackerland mittlerweile bis zu 80.000€ kostet. Mit Landwirtschaft lassen sich Erträge, die solche Kosten tragen können, nicht erzielen. So kaufen Investoren Grund und Boden, die Landwirte haben das Nachsehen, da solche Preise mit Landwirtschaft nicht finanzierbar sind. So auch im Fall der Hofgemeinschaft Vorderhaslach, die 48 Hektar Fläche gepachtet hatte und nun kaufen müssen, um diese einzigartige zusammenhängende Insel der Biodiversität und des CO2-Speichers zu sichern.

Die Idee, die in Partnerschaft mit der Kulturland eG (eG=eingetragene Genossenschaft), verwirklicht werden soll, ist einfach: Kulturland finanziert die Fläche, kauft es gemeinsam mit der Hofgemeinschaft und erhält so langfristig das Land zu günstigen Bedingungen für den Hof. Anteilseigner:innen können wir alle werden. Ein Anteil kostet 500€, gibt uns auch Stimmrecht in der Genossenschaft und macht uns zu Gemeinschaftseigentümern. Eine Kapitalverzinsung bekommen wir für unsere Einlage nicht, sehr wohl aber die Gewissheit, dass wir mit unserem Anteil eine ökologische und soziale Rendite generieren. Und wer will kann nach 5 Jahren jährlich kündigen und bekommt das Geld wieder raus.

Gemeinsam Zukunft säen
Wenn Sie neugierig geworden sind, kommen Sie zum Hoffest. Das findet am 10. September ab 11.00 Uhr in Vorderhaslach statt. Wenn sie einen Anteil an der Hofgemeinschaft zeichnen möchten, hier geht es zur Webseite der Kulturland eG:

https://www.kulturland.de/de/campaigns/hofgemeinschaft-vorderhaslach; Kontakt zur Demeter-Hofgemeinschaft Vorderhaslach: hof@vorderhaslach.com, T. 09158 – 9503998.
Quelle: ebl-Woche vom 26.04.2023

Da die Hofgemeinschaft Vorderhaslach u.a. auch ein SoLaWi-Projekt ist, in dem sich Verbraucher für den Demeter-Hof engagieren, ist auch der Bio-Verbraucher e.V. Genosse in diesem Projekt geworden, denn unsere Satzung sieht vor, assoziative Zusammenarbeit mit Bio-Produzenten, -Händlern und –Konsumenten zu fördern. Nachrichtlich: Bis Mitte Juni wurden insgesamt Anteile für 314.500 Euro gezeichnet.

Mit herzlichen Grüßen
Ihr Wolfgang Ritter

Bio-Gemüsebau Hofmann

Fr, 16. Juni, 15.00 Uhr, Besuch bei Bio-Gemüsebau Hofmann, 90425 Nürnberg-Knoblauchsland, Georg-Höfler-Weg 100, Straba 4 bis Am Wegfeld, umsteigen in Bus 33 Richtung Fürth Hbf. bis Höfles West, dann ca. 10 Minuten Fußweg; Führung, Verkostung, Verkauf

Anmeldung bis 11. Juni: Wolfgang Ritter, ritter@bio-verbraucher.de, Tel. 0911 – 40 48 27

Abend der Begegnung

Mi, 7. Juni, 18.30-22.00 Uhr: Abend der Begegnung; Do-Sa, 8-10.06., 10.30-18.00 Uhr: Bio-Markt der Köstlichkeiten zum Evangelischen Kirchentag in Nürnberg auf dem Jakobsplatz mit Bio-Caterern und Informationsständen zum ökologischen Landbau; Der Bio-Verbraucher e.V. bietet an seinem Info-Stand u.a.: „Kinder macht euch euer Müsli selber!“

Bio-Markt der Köstlichkeiten

Mi, 7. Juni, 18.30-22.00 Uhr: Abend der Begegnung;

Do-Sa, 8-10.06., 10.30-18.00 Uhr: Bio-Markt der Köstlichkeiten zum Evangelischen Kirchentag in Nürnberg auf dem Jakobsplatz mit Bio-Caterern und Informationsständen zum ökologischen Landbau; Der Bio-Verbraucher e.V. bietet an seinem Info-Stand u.a.: „Kinder macht euch euer Müsli selber!“