Fr, 3. Mai, 18–20.00 Uhr: Die Naturapotheke am Wegesrand – vitaminreich, köstlich
und heilsam; Kräuter-Führung durch Brigitte Addington, Wildkräuterexpertin, in 90451 Nürnberg-Eibach; Anmeldung bis 29. April: info@medicon-gesundhaus.de, Tel. 0911 – 64 18 640
Autor: Wolfgang Ritter
Chef des Umweltamtes wird Ehrenmitglied
Am 29. April 2019 fand die diesjährige Mitgliederversammlung des Bio-Verbraucher e.V. statt. Etwa 100 Mitglieder waren gekommen, um den Vorstandsbericht zu hören, Entlastung zu erteilen, ein Bio-Menü einzunehmen, Bio-Getränke zu genießen, Berichte anwesender Firmenmitglieder zu hören, etwas zu verkosten und eine Tüte voll Warenproben mitzunehmen.
Das außergewöhnliche Ereignis in diesem Jahr war aber: Der Leiter des Umweltamtes der Stadt Nürnberg, Dr. Peter Pluschke, und der Leiter der Arbeitsgemeinschaft BioMetropole Nürnberg, Dr. Werner Ebert, wurden als Ehren-Mitglieder in den Bio-Verbraucher e.V. aufgenommen. In der Urkunde dazu heißt es: „Mit der Ehrenmitgliedschaft werden herausragende Leistungen in der Verbreitung der Bio-Idee unter Erzeugern, Dienstleistern und Verbrauchern gewürdigt.“
Bio-Verbraucher e.V.: Mitgliederversammlung
Mo, 29. April, 18-20 Uhr: Bio-Verbraucher e.V.: Mitgliederversammlung, Bio-Essen, Bio-Firmenpräsentationen (Info, Verkostung, Verkauf), Bio-Ausschüttung; Zutritt nur für Mitglieder; Man kann an Ort und Stelle Mitglied werden (Jahresbeitrag 12 € bzw. 24 €); Anmeldung: ritter@bio-verbraucher.de, T. 0911-404827
Öko-Fest in 91074 Herzogenaurach
So, 28. April, 11-19.00 Uhr: Öko-Fest in 91074 Herzogenaurach, Festgelände am Weihersbach, Einkauf, Info, Unterhaltung, Essen+Trinken, www.oekofest-herzogenaurach.de
Messe Veggienale/Fairgoods
13./14. April 2019: Messe Veggienale/ Fairgoods im Ofenwerk, Klingenhofstr. 72, 90411 Nürnberg.
Veggienale/ Fairgoods = zwei Messen. Die Veggienale beschäftigt sich mit veganer Ernährung und bei Fairgoods dreht sich alles um das Thema Nachhaltigkeit. Weitere Infos finden Sie hier https://veggienale.de/besuchen/nuernberg. Interessierte können über folgenden Link vergünstigte Erwachsenen-Karten beziehen („normales“ Erwachsenenticket – 44 Prozent Rabatt): www.fairgoods.info/ticket/ BKKVBU_NUE19
Bio kann jeder – Bioprodukte in der Kinder-Verpflegung
Do, 4. April, 14-18.00 Uhr: Bio kann jeder – Bioprodukte in der Kinder-Verpflegung: Vom Feld bis in den Mund; Workshop für Erzieher, Caterer, Köche, Eltern und Interessierte;
Wo: noris inklusion gGmbH, Natur-Erlebnis-Gärtnerei, Braillestraße 27, 90425 Nürnberg, kostenfrei, 5 € Verpflegungspauschale; Anmeldung: info@kinderleichtmuenchen.de
Sehr geehrte Damen und Herren,
was sind die Grundlagen einer nachhaltigen Verpflegung? Wie können biologisch und regional erzeugte Lebensmittel in das Verpflegungsangebot von Schulen und KiTas -auch bei knappem Budget- integriert werden? Welche Erfahrungen gibt es in der Praxis?
Bei diesem Workshop erhalten die TeilnehmerInnen praxisnahe Informationen und Tipps zum Einsatz von Bio-Lebensmitteln in der Verpflegung. Die TeilnehmerInnen bekommen Anregungen und Ideen für die praktische Umsetzung einer nachhaltigen Verpflegung und können eigene Erfahrungen austauschen. Außerdem geht es um das Thema Nudging: von der Kunst, Essen geschickt zu platzieren – Strategien für eine gesundheitsfördernde Gemeinschaftsverpflegung.
Eingeladen sind Erzieher, Lehrer, pädagogische und hauswirtschaftliche Fachkräfte an Schulen, Caterer, Köchinnen und Köche, Küchenkräfte, Eltern, Landwirte, Verarbeiter, Abo-Kistenbetreiber, Bio- und konventionelle Großhändler und alle interessierten Personen.
Die Teilnahme an diesem Workshop ist kostenfrei.
Wir bitten jedoch um 5 € Verpflegungspauschale.
Damit wir besser planen können, bitten wir Sie um eine schriftliche Anmeldung.
Mit freundlichen Grüßen
Agnes Streber, Geschäftsleitung
Ernährungsinstitut KinderLeicht
Pasinger Bahnhofsplatz 3, 81241 München
info@kinderleichtmuenchen.de
Fridays for Future
Ist Schülern Bio wichtig?
Demonstranten der „Fridays for Future“-Bewegung fordern nicht nur klimafreundliche Taten, sie gehen selber mit gutem Beispiel voran und schränken sich aus ethischen, politischen oder ökologischen Gründen in ihrem Konsumverhalten ein. Mehr als zwei Drittel (68%) haben ihre Ernährung angepasst und rund 40% verzichten auf Flugreisen. Befragt wurden 343 Demonstranten. Außerdem wurden Demo-Teilnehmer gebeten, einen Online-Fragebogen auszufüllen (Quelle: der Blitz vom 30.03.2019).
Wie sieht’s bei dir aus? Ist dir Bio wichtig?
Bio-Wachstum und Verbraucherverhalten
Liebe Leserinnen und Leser,
in den vergangenen 10 Jahren hat der Bio-Verbraucher e.V. mehrmals Umfragen zum Bio-Konsum durchgeführt – bei den eigenen Mitgliedern und bei Fremden (aktuell am 15. Und 16. Februar 2019; siehe www.netz.bio/Unser Blog oder www.sei.bio/Unser Blog). Auch das Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung ließ kürzlich über 1000 Konsumenten befragen (siehe Ökobarometer 2018 bei www.bmel.de oder www.netz.bio/ Unser Blog oder www.sei.bio/Unser Blog). Alle Umfrage-Ergebnisse zeigen:
• Der Bio-Konsum steigt stetig an; auch künftig wollen Verbraucher mehr Bio kaufen. Die Party ist noch nicht zu Ende, würden Börsianer sagen.
• Die Motivation für Bio-Einkäufe ist in erster Linie altruistisch. Dass Bio gesünder ist und oft besser schmeckt, tritt als Argument für den Bio-Konsum zurück hinter dem Wunsch, mit dem Einkauf den Klimakatastrophen entgegen zu wirken, die Umwelt zu verbessern, das Engagement der Bio-Erzeuger zu unterstützen, das Tierwohl zu fördern, die Artenvielfalt zu erhalten. Dafür ist man bereit einen höheren Preis zu zahlen.
• Der Einstieg in den Bio-Konsum geschieht am häufigsten über frische Bio-Nahrungsmittel. Nach und nach wendet man sich auch Bio-Getränken, Bio-Kosmetik, Bio-Haushaltsmitteln und Bio-Kleidung zu.
Auch das erfolgreiche Volksbegehren Artenvielfalt „Rettet die Bienen!“ in Bayern zeigt, dass vielen Bürgern die Umwelt und der Artenschutz ein Anliegen ist. Bio-Bauern pflegen eine enkeltaugliche Landwirtschaft, in dem sie auf Kunstdünger und chemische Pflanzenschutzmittel verzichten, weil diese den Insekten und Vögeln den Garaus machen.
Nun gibt es ein gewichtiges Argument der Bauern: Wenn immer mehr Landwirte zum Bio-Anbau konvertieren, wächst das Bio-Angebot. Wird der Bio-Konsum mitwachsen? Wenn nicht, werden die Marktkräfte für sinkende Erzeugerpreise sorgen. Das wiederum wird dazu führen, dass auch immer mehr kleinere Bio-Bauern aufgeben müssen, weil sie dem Preisdiktat der großen Handelsketten nicht folgen können. Schon jetzt gelte für sie die Losung: Wachse oder weiche. Oder: Suche dir eine Nische.
Bauern, Handel und Konsumenten stehen vor einer großen Herausforderung: Will man, dass der Umwelt zu Liebe immer mehr Bio angeboten und konsumiert wird, dann muss man jede Initiative der Handelsketten begrüßen, ihr Bio-Sortiment zu erweitern, eigene Bio-Siegel einzuführen und Bio günstiger anzubieten als der Bio-Fachhandel oder der Bio-Bauer im eigenen Hofladen. Großen Konsumentengruppen wird dadurch Bio nahegebracht, immer mehr Bevölkerungsschichten können sich Bio leisten. Aber, was wird aus dem kleineren Bio-Erzeuger und dem Bio-Fachhandel? Werden ihnen die Kunden treu bleiben? Können sie etwas Besonderes bieten, z.B. bessere Beratung oder Bio-Ware mit Siegeln der Anbauverbände, die eine bessere Qualität versprechen? Schon bieten die ersten Discounter solche an: Demeter-Produkte gibt es bei Kaufland, Bioland-Produkte bei Lidl.
Der Verdrängungswettbewerb ist systemimmanent. Sind Vereinbarungen, wie sie jetzt Lidl mit Bioland getroffen hat (siehe Rubrik 1/ Assoziative Zusammenarbeit in diesem Info-Brief). ein Ausweg? Müssten nicht assoziative Branchen-Gespräche auf regionaler und nationaler Ebene geführt werden, in denen Mengen- und Preisvereinbarungen getroffen würden, die allen Bio-Anbietern die Existenzsicherung gewährleistet? Nahrungsmittelerzeugung ist die Grundlage unseres Lebens und Bio-Landwirtschaft wichtig für die Wiederherstellung einer intakten Umwelt. In dieser Hinsicht bedeutete jeder Bio-Landwirt, der aufgeben müsste, einen Verlust. Wir, die bewusst kaufenden Verbraucher, können durch unseren Einkauf dafür sorgen, dass auch kleinere Bio-Bauern und der Bio-Fachhandel morgen noch existieren können.
Ihr Wolfgang Ritter
Lothringer Käsetorte
Bei unserem Koch-Event am 7. März „Gemeinsam Einkaufen, Kochen, Essen“ wurde u.a. eine Lothringer Käsetorte gebacken. Hier das Rezept:
Für den Teig
250 g Dinkelmehl, ½ Päckchen Backpulver, 1Ei, 1 EL Quark oder Sauerrahm, 1/2 TL Steinsalz, Kümmel und Koriander gemahlen, 125 g kalte Butter
Die Zutaten rasch zu einem Mürbeteig verkneten und ca. 30 Minuten kalt stellen.
Für den Belag
3 große Zwiebeln, 2 EL Olivenöl, Salz, je 1/2 TL Majoran u. Thymian gerebelt, 250 g Emmentaler
Zwiebeln schälen, hacken, in Öl andünsten und abschmecken. Käse klein würfeln. Eine Springform von 28 cm Durchmesser mit Butter bestreichen. Teig in die Form bringen, dabei einen Rand von ca. 3 cm bilden. Die abgekühlten Zwiebeln auf dem Teig verteilen und die Käsewürfel darüber geben.
Für die Sauce
1 Becher (200 g) Sauerrahm, 2 Eier, 2 EL Dinkelmehl, Steinsalz, Muskat
Aus den Zutaten eine Sauce herstellen u. über die Zwiebeln gießen. Bei 175 Grad ca. 30 Min. backen.
Beitrag von Annemarie Gröger
Warum Lammfleisch-Genuss eine Artenvielfalt fördernde Wirkung hat
Leider ist es wenig bekannt und publiziert, welch große Artenvielfalt erhaltende und ermöglichende Auswirkungen die Wanderschäferei hat. Keine der anderen Nutztierarten hat eine so große positive Wirkung auf die Artenvielfalt!
Es ist die Art und Weise wie eine Schafherde (inkl. ein paar Ziegen u. evtl. ein Esel) weidend über extensive Flächen (Flussauen, Hanglagen) die meistens für die Landwirtschaft uninteressant sind, zieht. Durch ihr „selektives Fressen“, bei dem die Tiere nur das Gras fressen, ermöglichen sie niederwüchsigen Pflanzen, den Blüten-Pflanzen (Kräutern, Orchideen, Enzian und vielen Arten mehr) zu wachsen, sich zu etablieren. Dadurch finden viele Insektenarten, z.B. Schmetterlinge, Honig- und Wild-Bienen, Nektar, ihre Wirtspflanze, ihren Lebensraum.
Die paar Ziegen der Herde beknabbern Büsche und Bäume und sorgen so dafür, dass die Landschaft nicht „verbuscht“. Dadurch bleibt die Kulturlandschaft „offen“ und die Lebensräume verschiedenster Tier- und Pflanzen-Arten erhalten. Auf ihrem Weg durch verschiedene Landschaften „reisen“ in ihrem Fell, den Klauen und im Kot, Samen, Sporen, Spinnen, Käfer und sogar Reptilien mit und gelangen so an andere Orte. So „vernetzen“ die Schafe verschiedene Lebensräume und ermöglichen den genetischen Austausch bedrohter Tier und Pflanzenarten.
Die staatlichen Naturschutz-Prämien, sind ein unverzichtbarer Einkommens-Bestandteil des Schäfers, jedoch viel zu wenig, um zusammen mit den Einkünften aus Fleisch und Fellen ein wirklich ordentliches Auskommen zu ergeben. Folge ist eine starke Abnahme des Schafbestandes in Deutschland. Pflegten um 1900 noch 10 Mio. Schafe in Deutschland die Kulturlandschaft, so waren es um 1990 nur noch 3,2 Mio. Derzeit sind es nur noch 1,6 Mio.
Die Rückkehr des Wolfes erschwert den Schäfern zusätzlich die Arbeit. Eine regere Nachfrage nach regionalen Schaf-Produkten (Fleisch, Felle usw.), besonders aus Direktvermarktung, würde die Schäfer unterstützen und den Erhalt der Kulturlandschaft sichern. Auch würde so der Beruf des Schäfers für junge Menschen wieder attraktiver.
Im Bio-Verbraucher e.V. sind derzeit diese Schäfer Mitglied:
– Wildensteiner Schafhof/ Peter Dobrick, 86744 Steinhardt, T. 09082- 2195
– Bioland-Hof Martin Singer, 91239 Henfenfeld, T. 0171.9842.511
– Bioland-Hof Maria Lips, 96049 Bamberg, T. 0951-55151
– Sonnenhof/ Stefan Ott, 91338 Igensdorf, T. 09192-6235
Außerdem erhält man Schaffleisch im Naturkostfachhandel, z.B. bei ebl (in kleinen Mengen, Vorbestellung von Vorteil). Beitrag von Volker Fritz