So, 5. Nov., 10-16.00 Uhr: Demeter-Herbsttagung im Rudolf Steiner Haus Nürnberg
Vorträge, Gespräch, Bücherverkauf, Bio-Essen, Rieterstr. 20, 90419 Nürnberg
So, 5. Nov., 10-16.00 Uhr: Demeter-Herbsttagung im Rudolf Steiner Haus Nürnberg
Vorträge, Gespräch, Bücherverkauf, Bio-Essen, Rieterstr. 20, 90419 Nürnberg
So, Mo, Di, 1., 2., 3. Okt., jeweils 14-16 Uhr: Bio in vollen Zügen beim Kaffeekränzchen im Naturgarten genießen.
Viele Produkte von der Streuobstwiese können probiert werden und natürlich gibt es auch Kuchen mit Zutaten aus dem eigenen Garten. Monika Lehner, Mein Garten und mehr …, Hortus natura et cultura, Kräuter- und Blütenseminare, Führungen und Veranstaltungen im Garten und auf der Streuobstwiese, Gartenladen; Leitenweg 1, 91126 Kammerstein-Barthelmesaurach, Voranmeldung per Mail oder telefonisch: T. 09178 – 328, info@gruenes-echo.de, www.gruenes-echo.de
Sa, 30. Sept., 15.00-17.00 Uhr: Demeter-Betrieb Markus Winkelmann
91220 Schnaittach, Götzlesberg 6; Eier, Gockelfleisch, Nudeln, Rindfleisch; Führung, Verkostung/ Imbiss, Verkauf
Anmeldung bis 25. Sept.: Wolfgang Ritter: ritter@bio-verbraucher.de, T. 0911-404827
Zutaten (für etwa vier Personen)
500 g Lasagne-Nudeln, 500 g Tiefkühl-Spinat, 500 g Quark, 200 g Gouda-Käse, 1 Becher Schmand, ½ Becher süße Sahne, ½ TL Kreuzkümmel, ½ TL Pfeffer, 1 Prise Salz
Zubereitung
Backofen vorheizen (200 Grad), Spinat mit etwas Wasser bei mäßiger Hitze auftauen, Käse reiben und drei Viertel davon mit Quark, Schmand, Sahne und den Gewürzen verrühren. Eine feuerfeste Form nun Schicht um Schicht mit den Zutaten befüllen. Man beginnt mit einem Teil des Spinats, legt dann eine Schicht Nudelplatten darauf und verteilt darauf etwas Quark. Die Schichtung wird mehrmals wiederholt. Die letzte Quarkschicht bestreut man mit dem Rest des geriebenen Käses. Die abgedeckte Form kommt nun für 45 Minuten in den vorgeheizten Backofen. Nach 30 Minuten entfernt man vorsichtig mit zwei Topflappen den Deckel, damit die oberste Schicht braun wird.
Guten Appetit wünscht Johanna Ritter (11 Jahre)
Pressemitteilung Bioland e.V. vom 30.08.2023
Auf Klimakrise folgt Wasserkrise. Extreme Dürreperioden und Starkregen mit Hochwässern verdeutlichen, dass beim Thema Wasser eine Welle von Problemen auf uns zurollt. Weniger Grundwasserneubildung aufgrund geringerer Winterniederschläge ist nur eines davon. Ein Gegensteuern auf der gesamten Fläche ist dringend nötig. Ein forcierter Ausbau der Bio-Fläche würde vielen negativen Entwicklungen entgegenwirken.
Grundwasser ist die Hauptquelle unserer Trinkwasserversorgung. In Deutschland werden rund 70 Prozent des Trinkwassers aus Grund- und Quellwasser gewonnen. Doch Dürren und die Verschiebung von Niederschlagsperioden haben in den letzten Jahren zu einer geringeren Grundwasserneubildung geführt. Und Nitrat sowie Pestizidrückstände sorgen für einen schlechten qualitativen Zustand der Grundwässer: 33 Prozent der Grundwasserkörper verfehlen aufgrund zu hoher Nitratkonzentrationen und anderer Schadstoffe gemäß Wasser-Rahmen-Richtlinie (WRRL) der EU einen guten chemischen Zustand. „Die Pegelstände zahlreicher Grundwasserleiter sinken. Der Qualitätssicherung des Wassers kommt damit eine noch höhere Bedeutung zu“, unterstreicht Gerald Wehde, Geschäftsleiter Agrarpolitik bei Bioland.
Auch der Zustand der Oberflächengewässer ist besorgniserregend. Eine aktuelle Studie des Umweltbundesamts (UBA) weist zum wiederholten Mal auf die viel zu hohe Belastung unserer Bäche mit Pestiziden hin, die vor allem auch die Lebensgemeinschaft der Insekten schädigen. Dabei kommt dem Oberflächenwasser eine immer wichtiger werdende Rolle zu, da es mehr und mehr zu Trinkwasser aufbereitet wird.
Viel Potenzial auf landwirtschaftlichen Flächen
Fast die Hälfte der Fläche Deutschlands wird landwirtschaftlich genutzt. Dies zeigt das große Potenzial eines präventiven Boden- und Hochwasserschutzes. „Wir brauchen nicht nur Schwammstädte – wir brauchen vor allem auch Schwammlandschaften. Und dafür sind gesunde wasseraufnahmefähige Böden der Schlüssel“, so Gerald Wehde, Geschäftsleiter Agrarpolitik bei Bioland. „Der Ökolandbau ist die geeignetste präventive Flächenmaßnahme zum Schutz unserer Bäche, Flüsse und unserer Grundwasservorkommen. Denn es werden Pestizid- und zu hohe Nitrateinträge vermieden.“
Das Ergebnis seien deutlich sauberere Gewässer, die mit wenig Aufwand zu Trinkwasser aufbereitet werden könnten. Das wirke der sich verschärfenden Trinkwasserknappheit entgegen und spare Kosten bei Wasserversorgern und Verbraucher*innen. „Zudem nehmen die gesunden, humusreichen Bio-Böden bei Starkregen mehr Wasser auf und somit den Hochwässern die Spitzen,“ so Wehde. Das erspare menschliches Leid und hohe Kosten. „Mit deutlich mehr Ökolandbau könnte die Wasserversorgung hierzulande also auf sichere Füße gestellt werden“, schlussfolgert Wehde.
Leistungen des Ökolandbaus beim Schutz von Klima und Wasser
Wehde sieht die Politik jetzt in der Pflicht: „Dem Ökolandbau muss als Vorsorgemaßnahme zum Schutz unserer Böden und Gewässer eine hohe Priorität eingeräumt werden. Dazu braucht das Ziel der Bundesregierung, bis 2030 30 Prozent der Agrarfläche auf Bio umzustellen, deutlich mehr Zug. Eigentlich sollten auch alle Koalitionspartner ein Interesse daran haben, denn volkswirtschaftlich lohnt sich diese Investition.“ Auch die großen Wasserverbände erkennen die Leistungen des Ökolandbaus an und drängen daher auf einen Ausbau des Ökolandbaus.
Quelle: presse@bioland.de vom 30.08,2023
Aus dem Protokoll nach einigen Treffen der Netzwerkpartner, erstellt von Dr. Werner Ebert
Ideen für Aktivitäten/ Projekte des Netzwerkes NÜRNBERG – DIE BIOMETROPOLE für 2023 / 2024/ Stand: 07.08.2023
– tägliche Bio-Essensangebote: Schulen, Klinikum, Messe, u.a.
– mehr, verbindliches Bio auf Kulturveranstaltungen und Märkten: v.a. Christkindlesmarkt, Bardentreffen . Bio erleben wird nicht mehr stattfinden! AHV / GV in der Stadtverwaltung, aber auch darüber hinaus, wird, auch aufgrund der neuen Kantinen-Verordnung Schwerpunktthema der Biometropole sein. Mit der auf Ebene der Metropolregion geplanten Entwicklungsagentur für bio-regionale Beschaffung wird eine enge Kooperation angestrebt.
– Veranstaltung Jobgrün jährlich durchführen und weiter ausbauen
– Vernetzung / Kooperation mit B3 und B7 verstärken
Wolfgang Ritter
Am 12./13. Oktober wird in der EU über die Wiederzulassung des Totalherbizids Glyphosat abgestimmt. Dieses Totalherbizid ist der am häufigsten eingesetzte Pestizidwirkstoff, deshalb wird diese Entscheidung richtungsweisend sein für die Zukunft der Landwirtschaft. Kommt es zu der lange überfälligen Agrarwende oder entscheidet sich die EU trotz Plänen zur Pestizidreduktion und Verabschiedung des Green Deals und der Farm-to-Fork-Strategie für ein „weiter so“? Warum stellt sich überhaupt diese Frage, wenn doch das Artensterben deutlich zu beobachten ist?
Ständig versucht die sehr gut aufgestellte und bestens bezahlte Lobby der Chemie-Konzerne deren Umsätze und Gewinne zu erhalten und noch auszubauen – ohne Rücksicht auf Arten-Verluste und unter Gefährdung von Tier- und Menschenwohl bedrängt sie die Politiker. Und ständig kämpft die Allianz der einsichtigen Erzeuger, Händler und Verbraucher gegen diesen Wahnsinn an. Kürzlich erst, am 14. September, forderte ein Bündnis aus zivilgesellschaftlichen Organisationen mit einem überdimensionierten zwei Meter hohen Glyphosat-Kanister vor dem Bundeslandwirtschaftsministerium die Bundesregierung dazu auf, im Oktober gegen die Wiederzulassung von Glyphosat zu stimmen. Die Forderung wurde von über 130.000 Bürger*innen unterstützt, deren Unterschriften Staatssekretärin Silvia Bender für das Bundeslandwirtschaftsministerium entgegennahm.
Der Bio-Verbraucher e.V. unterstützt Aktionen gegen Glyphosat seit Jahren und wendet sich immer wieder an die verantwortlichen Politiker. Hier zwei Beispiele, unserer jüngsten Eingaben an Cem Özdemir, Leiter des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft.
Keine gentechnisch veränderten Pflanzen auf unseren Tellern
Eingabe des Bio-Verbraucher e.V. an das Bundeslandwirtschaftsministerium am 20.06.2023
Sehr geehrter Herr Özdemir, Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft,
jetzt sind Sie gefragt! Der Presse entnehmen wir, dass die EU-Kommission eine deutliche Lockerung der bestehenden EU-Regeln zur Gentechnik per Verordnung herbeiführen will. Wir brauchen Ihnen sicherlich nicht zu beschreiben, um was es da genau geht, denn Ihr Parteifreund und Agrarökonom, Karl Bär, hat sich ja dazu bereits geäußert. Er sieht in dem Verordnungsentwurf einen „Frontalangriff“ auf die europäische Landwirtschaft. „Pflanzen mit bis zu 20 gentechnischen Veränderungen sollen als gleichwertig mit konventionell gezüchteten Pflanzen gelten.“ Und: „Der Vorschlag wäre das Ende der ökologischen Landwirtschaft“, weil Bio-Landwirte immer mehr Aufwand betreiben müssten, um ihre Feldfrüchte vor Kontaminationen zu schützen (Nürnberger Nachrichten vom 17.06.2023, S. 29/ „EU will mehr Gentechnik wagen“).
Das dürfen Sie nicht zulassen! Das müssen Sie verhindern – auch gegenüber FDP-Bundesforschungsministerin, Carina Konrad, die das Vorhaben begrüßt. Wenn sich die FDP durchsetzte, wäre das das Ende Ihrer Politik, Herr Özdemir, das Ende einer Grünen Politik!
Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang Ritter/ Vorstandsvorsitzender Bio-Verbraucher e.V.
Glyphosat verbieten
Eingabe des Bio-Verbraucher e.V. an das Bundeslandwirtschaftsministerium am 11.07.2023
Sehr geehrter Herr Bundeslandwirtschaftsminister,
obwohl zahlreiche Studien belegen, dass Glyphosat eine Bedrohung für die Artenvielfalt ist und für den Menschen gesundheitsschädlich sein kann, sieht die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit kein Risiko in der Verwendung dieses Totalherbizids. Man kann aber selber beobachten, wie Insekten und Vögel in den vergangenen Jahren verschwunden sind.
Der damalige Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt hatte vor fünf Jahren in einem mit der Bundesregierung nicht abgestimmten Alleingang dafür gesorgt, dass Glyphosat in Europa weiter verwendet werden darf. Sorgen Sie, Herr Özdemir, jetzt dafür, dass dieses Gift in der EU endgültig verboten wird, wenn nun im Herbst erneut eine Entscheidung ansteht.
Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang Ritter/ Vorstandsvorsitzender Bio-Verbraucher e.V.
Bericht von Wolfgang Ritter
Fischstäbchen essen auch Kinder gern, egal ob mit oder ohne Fisch. Wie gesund und wie teuer sind sie? Öko-Test hat beide Varianten getestet. Hier die wichtigsten Ergebnisse:
Fischstäbchen
Sie bestehen zu zwei Dritteln aus Fisch (meist Seelachs), zu einem Drittel aus Panade. Wahrscheinlich ist es die Panade, die auch Kindern schmeckt. Aber Vorsicht, das Frittieren hinterlässt durch das erhitzte Fett häufig Schadstoffe. 11 der 19 getesteten Fischstäbchen enthalten zu hohe Mengen solcher Fettschadstoffe, die als möglicherweise krebserregend und nierenschädigend eingestuft sind oder sich im Tierversuch als krebserregend und erbgutschädigend erwiesen. Deshalb kann man eigentlich von fast allen mit „befriedigend“ oder schlechter bewerteten Produkten nur abraten („befriedigend“: Bofrost, Fjord Krone (Norma), Golden Seafood (Aldi Nord), Gut & Günstig (Edeka), Jeden Tag (Zentrale Handelsgesellschaft), K-Classic (Kaufland), Penny, Tegut; „ausreichend“: Ja! (Rewe); „mangelhaft“: Alnatura, Followfood, Golden Seafood (Aldi Süd); „ungenügend“: Eismann)
Außer den Gehalten an Fettschadstoffen spielten bei der Bewertung auch Mineralölbestandteile, die Fischbestandsgröße, der Fischereidruck und die Fangmethoden eine Rolle. Alnatura Fischstäbchen enthielten zwar nur Spuren von Fettschadstoffen, aber dafür erhöhte Mineralölbestandteile. Der Fischbestand in der Nordsee ist zu klein, der Fischereidruck zu hoch und die Fangmethode mit Grundscherbrettnetzen alles andere als nachhaltig, denn diese Methode zerstört den Meeresgrund. Das alles gilt auch für Followfood, die Kabeljau aus der Barentsee oder der Norwegischen See beziehen.
Mit „gut“ bewertet wurden: Frosta, Iglo, Landur (Denn’s Biomarkt), Ocean Sea (Lidl), Sea Gold (Netto) und Wild Ocean Seelachs (Demeter-Felderzeugnisse). Letztere hätten fast mit „sehr gut“ abgeschnitten, wenn der Fischereidruck im Nordostatlantik und den Island-Gründen nicht „zu hoch“ wäre. Diese Fische sind die einzigen, die mit Haken und Langleinen gefangen werden. Die Preise der mit „gut“ bewerteten Produkte bewegen sich zwischen 2,79 Euro (Lidl) und 13,49 Euro (Demeter-Felderzeugnisse) pro 450 Gramm.
Vegane Fischstäbchen
Wir fragen uns, warum nennt man ein veganes Produkt „veganes Fischstäbchen“? Es hat mit Fisch doch nicht das Geringste zu tun. Öko-Test fragt: „Wozu brauche ich überhaupt ein veganes Fischstäbchen?“ und beantwortet die Frage so: „Um die Meere vor Überfischung zu schützen? Das macht Sinn. Doch der Gesundheit zuliebe …? Nicht wirklich.“ Vegane Fischstäbchen sind ein „hoch verarbeitetes“ Industrieprodukt auf Basis von Reismehl, Soja- oder Weizenprotein, bei zwei getesteten Produkten auch auf Gemüse (Erbsen oder Blumenkohl). Dazu kommen eventuell Fette, Emulgatoren, Stabilisatoren, Konservierungsstoffe, Vitamine, Aromastoffe und Eisen. Das alles wird – wie die Fischstäbchen – in eine Panade gehüllt.
Von den 12 getesteten Produkten schneiden nur zwei mit „gut“ ab: Iglo Green Cuisine 12 vegane „Fischstäbchen“, 1,39 Euro/150 g und K-Take It Veggie Vegane Knusprige Stäbchen, 1,73 Euro/150 g (Kaufland). Nur mit „befriedigend“ wurden die Produkte von Bofrost, Endori Food, Frosta, Allfein Feinkost und Rewe bewertet, weil sie Enterobakterien, Glycidol, Pirimiphosmethyl und/ oder Aromen enthielten oder „fettig“ oder „leicht nach altem Fett“ schmeckten oder weitere Mängel aufwiesen. Vemondo Vegane Stäbchen von Lidl erreichen nur ein „ausreichend“, weil auch Fettschadstoffe gefunden wurden und sie „leicht kleistrig/klebrig“ schmeckten. „Mangelhaft“ sind die Ve Happy Vegane Fischstäbchen (Budni, Edeka, Netto) und Vivera Vegane knusprige Stäbchen Fisch-Art. Völlig durchgefallen („ungenügend“) und nach dem Test aus dem Programm genommen sind Gutfried Fix WieFisch-Stäbchen Vegan aus dem Tönnies Fleischkonzern.
Quelle: Öko-Test 9.2023
Durch konventionelle Tierhaltung für Fleisch- und Milchprodukte sowie die damit verbundene Umweltbelastung entstehen in Deutschland jedes Jahr externe Kosten von bis zu 22 Milliarden Euro. Das ergibt eine neue Studie des Wissenschaftsinstituts CE Delft im Auftrag der True Animal Protein Price Coalition (TAPP). Demnach bewegen sich die externen Kosten zwischen 0,29 Euro für einen Liter Milch und 10,16 Euro pro Kilogramm Rindfleisch.
Zu den externen Kosten zählen unter anderem die Auswirkungen gesundheitsschädlicher Ammoniak-Emissionen, die Eutrophierung von Böden und Gewässern sowie das Fortschreiten des Klimawandels. Die Studie wurde in Berlin gemeinsam von der TAPP, dem Ecologic Institute und der Deutschen Umwelthilfe (DUH) vorgestellt. Gemeinsam fordern die Organisationen von Bundesfinanzminister Christian Lindner, die externen
Kosten direkt in den Fleischpreis zu integrieren, mindestens aber den derzeit künstlich niedrigen Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent anzupassen an den Regelsteuersatz von 19 Prozent.
Quelle: DUH in BIO-Nachrichten, Zeitschrift für ökologischen Landbau und gesunde Ernährung des Biokreis e.V., Ausgabe 04/ August 2023
„ÖLAF – Öko-Landbau trifft Forschung“ – Nachricht für Öko-Betriebe
Öko-Betriebe und Forschende miteinander vernetzen – das ist das Ziel der Plattform „ÖLAF – Öko-Landbau trifft Forschung“. Dabei liegt der Fokus auf dem Austausch zwischen Forschung und Praxis auf Augenhöhe – mit vielen Vorteilen für Betriebe und
Forschende durch eine praxisnahe Öko-Forschung. Aktuell wird das Online-Angebot aufgebaut und soll dabei unterstützen, das 30-Prozent-Bio-Ziel umzusetzen. Ihr könnt Euch bereits jetzt für die Plattform registrieren und vernetzen lassen. Profitiert durch
Eure aktive Teilnahme an praxisnahen Forschungsprojekten! Die Koordinationsstelle schlägt Euch geeignete Projekte vor. Nach Eurer Zustimmung kommt die oder der Forschende auf Euch zu. Teilnehmen können alle Öko-Betriebe, Forschende zum Öko-Landbau und Beratende.
Mehr Infos: www.oekolandbau.de/oelaf in BIO-Nachrichten, Zeitschrift für ökologischen Landbau und gesunde Ernährung des Biokreis e.V., Ausgabe 04/ August 2023
Pressemitteilung des BÖLW vom 22.08.2023 zum Abschluss der Borchert-Kommission:
Die vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) initiierte Borchert-Kommission hat heute ihre Arbeit abgeschlossen. Kommissionsmitglied und Vorstand Landwirtschaft des Bio-Spitzenverbandes Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), Hubert Heigl, kommentiert:
„Die Borchert-Kommission hat mit ihren Empfehlungen dem notwendigen Umbau der Tierhaltung in Deutschland den Weg bereitet. Sie hat im Konsens mit verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen festgestellt, dass sich Tierhaltung verändern muss, wenn sie eine Zukunft und gesellschaftliche Akzeptanz haben will.
Gut ist, dass von Seiten der Bundesregierung mit der Einführung einer Tierhaltungskennzeichnung begonnen wurde, die ein wichtiger Bestandteil des Konzeptes der Borchert-Kommission ist. Es besteht jedoch die Gefahr, dass der Umbau und damit die Perspektive für eine bessere Tierhaltung abgewürgt wird, da die notwendige Finanzierung nicht ausreicht. Landwirtschaftsminister Özdemir und Finanzminister Lindner müssen den Vorschlag der Kommission aufgreifen, eine Abgabe für Fleisch als Gegenfinanzierung einzuführen. Dafür liegt ein tragfähiges Konzept auf dem Tisch. Die Abgabe kann einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, die zu geringen bereits eingeplanten Bundesmittel zu ergänzen.
Wichtig bleibt, dass Bio Teil des Umbaukonzeptes ist, denn die Bio-Tierhaltung zeichnet sich durch besonders strenge Haltungsregeln aus: Über 17.000 Bio-Tierhalterinnen und -halter in Deutschland sorgen für viel Platz im Stall und auf der Weide, eine deutliche Minderung des Antibiotikaeinsatzes und für viel betriebseigenes beziehungsweise regionales Bio-Futter. Für Bio-Tiere gilt zudem die Flächenbindung, so dass nur so viele Tiere gehalten werden, wie Böden und Gewässer vertragen. Bio-Tiere bekommen Öko-Futter, das ohne chemisch-synthetische Pestizide angebaut wird und dies schützt die Tiere, die nicht im Stall stehen, wie Bienen, Wachtel und Kiebitze.“
Der Bio-Verbraucher e.V. unterstützt den Vorschlag der Borchert-Kommission und hat den Bundesministern Özdemir und Linder dazu am 24. August geschrieben: „Sicherlich müssen Landwirte beim Umbau ihrer Ställe eine staatliche Unterstützung erfahren. Wenn Steuermodelle dazu als nicht ausreichend erscheinen, können Sie ja auf den Vorschlag der Borchert-Kommission zurückgreifen und eine Abgabe für Fleisch als Gegenfinanzierung einführen. Wer Fleisch isst, soll den Preis zahlen, der eine anständige Tierhaltung erlaubt. Dem Skandal der Massentierhaltung in der jetzigen Form dürfen Sie nicht länger zusehen!“