Schwarzer Tee – alle konventionellen Tees enthalten Glyphosat

Riesige Qualitäts- und Preisunterschiede

Öko-Test hat 24 Schwarztees getestet – lose und in Beuteln. 50% der Bewertung entfallen auf die Inhaltsstoffe, die anderen 50% auf Tee-Anbaubedingungen und Transparenz. Neun der 10 Bio-Tees schneiden bei den Inhaltsstoffen „sehr gut“ ab. Nur der von Dm erreicht nur ein
„ausreichend“, weil das Pestizid Dicofol festgestellt wurde. Die konventionellen Tees erreichen als Bestnote nur ein „befriedigend“, weil sie alle Glyphosat enthalten; manche enthalten ein Gift-Cocktail von bis zu sieben Pestiziden. Bei allen Tees lohnt es sich auf die Preise zu schauen. Für konventionelle Tee zahlt zwischen 1,13 und 7,79 Euro je 100 Gramm, für Bio- Tees zwischen 3,10 und 9,30 Euro. Hier die Bio-Tee-Testergebnisse und die Preise:
„Sehr gut“

  • Lebensbaum Assam Schwarztee Broken kräftig-malzig, lose; 4,79 €/100g
  • Tea Gschwendner Darjeeling FTGFOP1 Pussimbing First Flush, lose; 13,80 €/100g

„Gut“

  • Alnatura Darjeeling Blatt Blumig-Feinherb, lose; 4,36 €/100g
  • Gepa Darjeeling Schwarztee Bio Fair, lose; 6,99 €/ 100g
  • Teekampagne Selected Darjeeling FTGFOP1 Schwarztee, lose; 3,19 €/100g
  •  Teekanne Bio Schwarzer Tee Klassik fein-aromatisch, 20 Beutel; 5,69 €/ 100g

„Befriedigend“

  • Bünting Tee Darjeeling fein-aromatisch „first flush“ FTGFOP1, lose; 4,40 €/100g
  •  Dennree Darjeeling Schwarztee, lose; 3,49 €/100g
  • Goldmännchen-Tee Bio Schwarzer Tee, 20 Beutel; 9,30 €/100g

„Ausreichend“

  • Dm Bio Schwarzer Tee Kräftiger Geschmack, 20 Beutel; 2,71 €/100g

Quelle: ÖKO-Test Magazin 11.2023

Bumberlgsund – Ernte. Essen. Energie.

Woche der Gesundheit und Nachhaltigkeit 17.–20.10.2023, Bericht von Dr. Werner Ebert

In der Woche vom Dienstag bis Freitag, 17. bis 20. Oktober 2023 erlebten Grundschülerinnen
und Grundschüler in der Kulturwerkstatt Auf AEG Mitmachaktionen rund um Ernährung,
Landwirtschaft und Gesundheit. Die Veranstaltung besuchten 21 Klassen und 500 Schüler aus Schulen in Nürnberg, Fürth und aus dem Landkreis Roth. Die Veranstaltung fand also ein sehr großes Interesse.

Mitten in der Großstadt ging es tierisch zu. Die Grundschülerinnen und Grundschüler erlebten
Tiere wie Hühner oder Bienen und erfuhren, was artgerechte Tierhaltung bedeutet. Der
Tiergarten zeigte, was Tiere fressen. Die Initiative Acker e.V. deckte die unsichtbaren Tiere im Boden auf. Die Schüler beschäftigten sich aber auch damit, wie aus Lebensmitteln leckeres Essen zu bereitet werden kann und wo die Zutaten dazu herkommen. So zeigte Ursula
Westphal, die Ökotrophologin der Löhe Schule, den Kindern unter dem Motto „Ich kann
kochen“ wie mit Kräuterbutter, Gemüsesticks mit Dip gesunde Snacks zubereitet oder auch
Müsliflocken selbst hergestellt werden können. Dass die Kinder auch lernen können, wie sie
entspannt lernen können, vermittelte die Entspannungspädagogin Alexandra Adamo.

Britta Walthelm, Referentin für Umwelt und Gesundheit der Stadt Nürnberg, stellte dazu fest: „In einer Großstadt wie Nürnberg wieder stärker den Wert von Landwirtschaft, von
Lebensmitteln und von artgerechter Tierhaltung für Kinder deutlich zu machen, ist uns ein wichtiges Anliegen. Gerade der Kontakt mit Tieren begeistert viele Kinder und bringt spielerisch wichtige ökologische Zusammenhänge, wie „gesunder Boden – gesunde Pflanzen – gesunde Tiere – gesunder Mensch“ nahe.“

Bumberlgsund wird von der Biometropole Nürnberg in Kooperation mit dem Netzwerk „Bildung. Ökolandbau. Ernährung.“, das seit 2017 existiert, durchgeführt. Ziel ist es, bei der
Ernährungsberatung und -bildung auch die landwirtschaftliche Produktion von Lebensmittel mit zu beachten und dabei insbesondere über Ökolandbau und Bio-Lebensmittel zu informieren.

Riesenchance verpasst – und jetzt?

Liebe Leserinnen und Leser,

im November des vergangenen Jahres stand in der EU die Entscheidung an, ob das
Totalherbizid Glyphosat für weitere 10 Jahre in der Landwirtschaft zum Einsatz kommen dürfe
oder nicht. Da sich die Regierungskoalition in Deutschland nicht einigen konnte, darf dieses
Umweltgift nun weiter verwendet werden. Die Chemie-Lobby hat gesiegt. Die Politiker folgen
den Wünschen der Konzerne, nicht denen ihrer Wähler. Damit hat die Bundesregierung die
Riesenchance verpasst, ein Zeichen zu setzen, Glyphosat endlich vom Acker zu bekommen.
Mehr als 130 Verbände von Erzeugern, Umweltschützern und Verbrauchern und mehr als Hundertsiebzigtausend Wähler sind beim Bundeslandwirtschafts- und Ernährungsministerium (BMEL) oder/ und bei der Bundesregierung vorstellig geworden, haben sich gegen eine weitere Zulassung ausgesprochen, weil das Gift als  wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft und ursächlich für das Artensterben ist. Eigentlich wäre dieser Einsatz nicht nötig gewesen, denn der Koalitionsvertrag sieht eindeutig vor, Glyphosat zum Jahresende 2023 vom Acker zu nehmen. Das von den Grünen geführte Landwirtschaftsministerium wollte sich auch an den Koalitionsvertrag halten, das FDP geführte Bildungs- und Forschungsministerium nicht. So kam es bei zwei Abstimmungen in der EU zu Deutschlands Enthaltung. Nun musste die EU-Kommission eine Empfehlung aussprechen. Sehr schnell folgte Ursula von der Leyen den
Wünschen der Agrarkonzerne, das Herbizid ist für weitere 10 Jahre zugelassen. Und nun?

Die Bio-Informationsoffensive des BMEL
Das Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung (BMEL) setzt auf mehr Bio. Sein
Chef, Cem Özdemir, stellte zeitgleich zum Glyphosat-Beschluss in der EU seine „Biostrategie“ für Deutschland vor. Sie beinhaltet 30 Einzelmaßnahmen, mit denen die Bio-Quote in wenigen Jahren rasant wachsen soll. Am 20. November 2023, startete das BMEL zusätzlich eine Bio-Informationsoffensive, die Verbraucherinnen und Verbraucher über Bio-Lebensmittel informiert. Wir begrüßen diese Bemühungen! Tina Andres, Vorstandsvorsitzende des Bio-
Spitzenverbandes Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft e.V. (BÖLW) spricht aus, was auch wir denken: „Nur gut informierte Verbraucherinnen und Verbraucher können gute Entscheidungen treffen. Daher ist es richtig, dass nun verstärkt darüber informiert wird, was Bio-Lebensmittel ausmacht. Die Gemeinwohlleistungen von Bio sorgen für mehr Natur- und Umweltschutz und Bio-Tiere werden artgerecht gehalten und Bio-Lebensmittel werden schonend verarbeitet. Und, ganz wichtig, wo Bio draufsteht, ist auch Bio drin. Denn jeder Schritt bei der Herstellung von Bio-Lebensmitteln wird staatlich überwacht und streng kontrolliert. Grundlage dafür ist das strengste Gesetz für Lebensmittel, dass es in Europa gibt.

„Laut dem Schlussbericht der Zukunftskommission Landwirtschaft (ZKL) verursacht die Landwirtschaft in Deutschland jährlich Umweltschäden in Höhe von 90 Milliarden Euro. Mit Bio lassen sich diese Schäden wirksam vermindern, da der Öko-Landbau keine chemisch-synthetischen Pestizide und Düngemittel einsetzt. Die positiven Wirkungen der Öko-Landbau-Methoden sind vielfach wissenschaftlich belegt, daher empfiehlt die ZKL die Ausweitung des Öko-Landbaus.

Das neue Bio-Informationsangebot des BMEL, ist auch Wertschätzung für all die Bäuerinnen
und Bauern, Verarbeiterinnen und Verarbeiter und alle die mit Bio-Lebensmittel handeln. Es
stärkt den notwendigen Umbau unseres Agrar- und Ernährungssystems. Mit Bio packen
Wirtschaft und Verbraucher dies freiwillig und gemeinsam an.“
Quelle: BÖLW-Pressemitteilung vom 20.11.2023

Übrigens, wir haben einen neuen Slogan: Bio-Verbraucher e.V., die Bio-Wertschätzer. Wir
vernetzen Bio-Erzeuger, -Händler, -Dienstleister und –Verbraucher.

Mit herzlichen Grüßen
Ihr Wolfgang Ritter

Gentechnikfreie Landwirtschaft und Wahlfreiheit erhalten, Patentflut verhindern

Vier Kernaussagen von Bioland und IFOAM Organics Europe-Präsident Jan Plagge beim BMELEvent zu Neuer Gentechnik am 5. Oktober 2023 in Brüssel

  1. „Der Ökologische Landbau arbeitet naturnah und basiert auf den Prinzipien der Vorsorge
    und Risikominimierung für Mensch, Tier und Umwelt. Diesen Prinzipien widerspricht die
    Gentechnik, da sie für Organismen und Ökosysteme hochriskant ist. Daher hat
    Gentechnik im Ökolandbau keinen Platz.“
  2. „Viele Menschen in Europa, nicht nur Landwirte, sondern auch Verbraucher, sehen
    Gentechnik skeptisch und wollen selbst darüber entscheiden, ob sie Gentechnik-Lebensmittel verzehren, oder nicht. Diese Wahlfreiheit gibt es aber nur mit einer konsequenten Kennzeichnung beim Einsatz von Gentechnik – und zwar bis zum Endprodukt.“
  3. „Der Entwurf der EU-Kommission für ein neues Gentechnikrecht erkennt an, dass Öko-
    Landwirte weiterhin ohne Gentechnik arbeiten können müssen. Erste Ansätze, wie das
    trotz eines deregulierten Gentechnikrechts gewährleistet werden soll, sind beschrieben.
    Es braucht aber mehr: eine weitgehende praxistaugliche Ko-Existenz-Regelung für
    Anbauformen mit und ohne Gentechnik in Europa.“
  4. Das Patentrecht muss überarbeitet werden, bevor das Gentechnikrecht angefasst wird.
    Denn sonst würde es zu einer Patentflut kommen, die bäuerliche Betriebe und den
    Mittelstand in der Pflanzenzucht in noch größere Abhängigkeit zu den großen
    Agrochemie-Konzernen zwingt. Und daran hat niemand in der Landwirtschaft Interesse
    – ganz unabhängig von der Anbauform.“

Quelle: presse@bioland.de vom 5.10.2023

Bio in vollen Zügen genießen

So, Mo, Di, 1., 2., 3. Okt., jeweils 14-16 Uhr: Bio in vollen Zügen beim Kaffeekränzchen im Naturgarten genießen.

Viele Produkte von der Streuobstwiese können probiert werden und natürlich gibt es auch Kuchen mit Zutaten aus dem eigenen Garten. Monika Lehner, Mein Garten und mehr …, Hortus natura et cultura, Kräuter- und Blütenseminare, Führungen und Veranstaltungen im Garten und auf der Streuobstwiese, Gartenladen; Leitenweg 1, 91126 Kammerstein-Barthelmesaurach, Voranmeldung per Mail oder telefonisch: T. 09178 – 328, info@gruenes-echo.de, www.gruenes-echo.de

 

Spinat-Lasagne (kinderleicht)

Zutaten (für etwa vier Personen)

500 g Lasagne-Nudeln, 500 g Tiefkühl-Spinat, 500 g Quark, 200 g Gouda-Käse, 1 Becher Schmand, ½ Becher süße Sahne, ½ TL Kreuzkümmel, ½ TL Pfeffer, 1 Prise Salz

Zubereitung

Backofen vorheizen (200 Grad), Spinat mit etwas Wasser bei mäßiger Hitze auftauen, Käse reiben und drei Viertel davon mit Quark, Schmand, Sahne und den Gewürzen verrühren. Eine feuerfeste Form nun Schicht um Schicht mit den Zutaten befüllen. Man beginnt mit einem Teil des Spinats, legt dann eine Schicht Nudelplatten darauf und verteilt darauf etwas Quark. Die Schichtung wird mehrmals wiederholt. Die letzte Quarkschicht bestreut man mit dem Rest des geriebenen Käses. Die abgedeckte Form kommt nun für 45 Minuten in den vorgeheizten Backofen. Nach 30 Minuten entfernt man vorsichtig mit zwei Topflappen den Deckel, damit die oberste Schicht braun wird.

Guten Appetit wünscht Johanna Ritter (11 Jahre)